Refugees & immigration

Flüchtlinge Willkommen-Aufbauphase

85 Supporters

Warum können geflüchtete Menschen in Österreich nicht einfach in WGs* wohnen statt in Massenunterkünften?! Das haben wir uns auch gefragt & einen Weg gefunden, das möglich zu machen.

8331 €
100,00%
financed
€ 8.331
Budget
Implementation: 04.01.2015 - 30.06.2015
Country/Region: Austria/Vienna
Social Media:
Status: concluded
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Final report

Flüchtlinge Willkommen Österreich wurde nach deutschem Modell in Wien initiiert und ist mittlerweile bundesweit aktiv. In jedem der neun Bundesländer sind Koordinationspersonen und ehrenamtliche Teams tätig, die über die Projektleitung in Wien und auch untereinander verbunden sind. Während die Koordinationsstellen in den Bundesländern für die Vermittlungen, Nachbetreuung und Kooperationsanbahnung vor Ort zuständig sind, betreut die Projektleitung in Wien die Regionalstellen, die zentrale Datenbank, Projektkooperationen und Öffentlichkeitsarbeit und Evaluierung.

Um strukturelle und inhaltliche Entscheidungen zu koordinieren und die Kohärenz der Vereinsaktivitäten zu garantieren, treffen sich die Projektleitung von Flüchtlinge Willkommen und der Vorstand des Vereins „Vielmehr für alle“ wöchentlich.

Dadurch ist es uns gelungen, dass wir das Projekt in ganz Österreich seit Februar aufgebaut haben. Seit Projektstart bis Ende August konnten wir 80 geflüchteten Menschen ein Zimmer vermitteln. Bis Februar 2016 konnten wir sogar 250 geflüchteten Menschen ein neues Zuhause vermitteln.

In Wien ist es uns darüber hinaus gelungen, Workshops, wöchentliche Treffen für die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen anzubieten. Zudem finden Sprechstunden für potentielle Wohngemeinschaften wöchentlich statt.

Which sociopolitical purpose has the project fulfilled?

Das Projekt setzt sich für die Unterbringung geflüchteter Menschen in Privatunterkünften in Österreich ein. Dafür wurde im Jänner 2015 eine Plattform geschaffen. Die Personen die Wohnraum zur Verfügung stellen wollen werden mit geflüchteten Menschen auf Wohnungssuche professionell und unbürokratisch zusammengeführt. Die neue Wohnsituation wird im Rahmen der Vereinsaktivitäten psycho-sozial begleitet. Darüber hinaus informiert das Projekt über Entwicklungen und Erfahrungswerte um den sozialen Zusammenhalt in der Bevölkerung zu fördern. 

Flüchtlinge Willkommen zielt darauf ab, geflüchtete Menschen bestmöglich in die österreichische Gesellschaft zu integrieren. Bis Ende 2016 sollen mindestens 1000 Menschen aus Massenunterkünften in private Heime übersiedeln. Das entlastet Erstaufnahmezentren, verstärkt den sozialen Kontakt zwischen Menschen mit und ohne Fluchterfahrung und fördert Eigenständigkeit sowie Unabhängigkeit der Flüchtlinge.

<link file:20103>Mehr dazu im Abschlussbericht

What were the reactions of others to this project?

Das Projekt wurde und wird durch Medienberichte, Social Media und Informationsabende bekannt gemacht. Es gab bereits Berichte im Standard, in der Presse, im Kurier, im Falter, in der Wiener Zeitung, im ORF und auf Arte. Zudem erfolgen Inserate auf Jobwohnen und

 

Werbeschaltungen auf den Infoscreens in Wien. Auch in Zukunft sind 2 bis 4 Medienberichte pro Monat geplant, um noch mehr Menschen über das Projekt zu informieren. Zudem wird unsere Initiative immer häufiger zu Vorträgen, die wiederum eine Plattform für die Bewerbung des Projektes bieten, eingeladen. Es gab sowohl medial als auch persönlich viele positive Reaktionen und Lob. Leider kam es auch zu Hasspostings, überwogen hat aber eher das positive Feedback..

For what was the donated money spent?

Die Kostenverteilung und der Zeitraum haben sich geändert. Da zu Projektstart zu wenig Geld zur Verfügung war, konnten wir weniger als Aufwandsentschädigung zahlen. Daher hat sich der Zeitraum maßgeblich verändert. Daher kommen wir zu einer neuen Kostenaufstellung:

Flüchtlinge Willkommen Österreich

Kostenaufstellung: März 2015 – August 2015

6-monatige Aufbauphase

Bezeichnung:

Vorauss. Kosten für 6 Monate:

Projektleitung

2120

Administration

2600

Mietkosten

1955,77

Werbekosten

262,31

Sachkosten

24,06

Sozialtopf

630,80

Gesamtkosten für 6 Monate

7592,94€

Downloads

How will you prove the benevolence of the project?

What is the project about?

Schimmel, miserables Essen und schlechte Behandlung durch die BetreiberInnen sind in AsylwerberInneheimen oft vorzufinden. Die Massenunterkünfte für AsylwerberInnen sind überfüllt, häufig in menschenunwürdigen Zuständen und außerdem befinden sie sich an weit abgelegen Orten.

Der Staat reagiert auf diese Missstände nicht. Wenn der Staat nicht handelt, muss es eben die Gesellschaft tun. Deshalb möchte die Initiative private Wohnräume an Flüchtlinge vermitteln. AsylwerberInnen, Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte, sowie Geduldete und Illegalisierte sollen diese Möglichkeit erhalten.

Das Projekt zielt darauf ab, geflüchtete Menschen in die österreichische Gesellschaft zu integrieren. Dadurch sollen auch gegenseitige Vorurteile abgebaut werden. Es soll gezeigt werden, dass es Alternativen geben muss. Flüchtlinge dürfen nicht weiterhin ausgegrenzt werden, sondern müssen ins Zentrum der Gesellschaft gerückt werden. Somit können soziale Netzwerke aufgebaut werden und das Erlernen der deutschen Sprache wird dadurch ebenfalls gefördert.

What happens with the money if financing was successful

Flüchtlinge Willkommen Österreich

Kostenaufstellung: März 2015 – Juni 2015

4-monatige Aufbauphase

Bezeichnung:

Vorauss. Kosten für 4 Monate:

Projektleitung

3840

Administration

2880

Mietkosten

400

Fahrkosten

280

Verwaltungskosten

185

Sonstige Kosten

385

Gesamtkosten für 4 Monate

7585€

Das Projekt Flüchtlinge Willkommen

 

Hintergrund:

In Österreich kommen jährlich mehrere tausende Menschen an, die auf der Flucht sind. Im Jahr 2014 wurden in Österreich 28.027 Asylanträge gestellt. Diese Menschen brauchen eine Unterkunft. Zunächst werden sie in den Erstaufnahmezentren wie zum Beispiel Traiskirchen und anschließend in Asylheimen untergebracht. Schimmel, miserables Essen und schlechte Behandlung durch die BetreiberInnen. Die Dossier-Recherche von 2013 deckte schreckliche Zustände in Österreichs Asylquartieren auf. Die Massenunterkünfte für AsylwerberInnen sind überfüllt, häufig in menschenunwürdigen Zuständen und außerdem befinden sie sich an weit abgelegen Orten. Die meisten AsylwerberInnen kommen in solchen Massenunterkünften unter. Auch Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte haben es am Wohnungsmarkt nicht viel einfacher und finden nach ihrer Anerkennung nur schwer eine Wohnung. Vor allem subsidiär Schutzberechtigte haben große Probleme bei der Wohnungssuche, da ihr Status bei VermieterInnen oft nicht bekannt ist und ihre Aufenthaltserlaubnis nur für ein beziehungsweise, bei Verlängerung, für zwei Jahre gültig ist.

Der Staat reagiert auf diese Missstände nicht. Alternativen zu Massenunterkünften werden vergeblich in alten Kasernen oder Pensionen gesucht und gleichzeitig werden Berichte über die Überfüllung vom Erstaufnahmezentrum Traiskirchen verfasst. Österreich könne den Zulauf von Flüchtlingen nicht bewältigen.

Österreich kann es doch, sagt die Initiative „Flüchtlinge Willkommen“. Wenn der Staat nicht handelt, muss es eben die Gesellschaft tun. Deshalb möchte die Initiative private Wohnräume an Flüchtlinge vermitteln. AsylwerberInnen, Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte, sowie Geduldete und Illegalisierte sollen diese Möglichkeit erhalten.

 

Wie funktioniert die Plattform?

Die Idee dafür entstand in Deutschland. Jonas Kakoschke und Mareike Gelling hatten die Idee, einen Asylwerber in ihrer WG aufzunehmen und sammelten nach Spenden im Freundeskreis.

Schnell hatten sie die Miete für die nächsten Monate zusammen und riefen die Plattform „Flüchtlinge Willkommen Deutschland“ ins Leben. Im Januar 2015 haben wir das Konzept in Österreich übernommen und die Plattform „Flüchtlinge Willkommen Österreich“ gegründet.

Zuerst melden sich Wohngemeinschaften oder Familien, die ein freies Zimmer zur Verfügung haben, auf der Plattform www.fluechtlinge-willkommen.at an. Im nächsten Schritt setzen wir uns mit den Menschen, die sich angemeldet haben, in Verbindung und klären dabei offene Fragen und die Finanzierung des Zimmers. Wir unterstützen bei Ideen zur Finanzierung des Zimmers. Vor allem Mikrospenden sind in diesem Fall vielversprechend und funktionieren erfahrungsgemäß einfach und erfolgreich. Die WG bittet im Familien- und Bekanntenkreis um eine Beteiligung an der monatlichen Miete – und dabei spielt es keine Rolle ob der Betrag bei € 3 oder € 50 liegt. Außerdem melden sich einige SpenderInnen auf der Plattform an, die auch bereit sind einen Beitrag zur Miete eines Zimmers zu leisten. Ist die Finanzierung abgeschlossen, stellen wir den Kontakt mit Hilfe von NGO´s zu geflüchteten Menschen her. Zudem besteht die Möglichkeit, dass sich Flüchtlinge direkt über die Plattform anmelden können. Wir stehen bereits mit zahlreichen NGO´s in ganz Österreich in Kontakt. Wir fungieren somit als Vermittler und stellen den Kontakt zwischen Menschen mit Fluchterfahrung und der österreichischen Gesellschaft her.

Bisher sind bereits über 40 Anmeldungen, die Wohnräume zur Verfügung stellen möchten. Eine Pensionärin aus Wien, eine Studenten-WG aus Graz und eine Familie aus Salzburg – sie alle wollen mitmachen. Ende Jänner 2015 hat der erste Asylwerber ein WG-Zimmer in Wien bezogen. Darauf folgten zwei weitere Vermittlungen in Wien und Salzburg im Febuar.

 

Flüchtlinge in das Zentrum der Gesellschaft bringen

Das Projekt zielt darauf ab, geflüchtete Menschen in die österreichische Gesellschaft zu integrieren. Dadurch sollen auch gegenseitige Vorurteile abgebaut werden. Der Staat versucht diese Integration zu verhindern, indem Flüchtlinge an abgelegenen Orten untergebracht werden, wo sie keinerlei Möglichkeiten haben, Kontakte zu ÖstereicherInnen aufzubauen.

Es soll gezeigt werden, dass es Alternativen geben muss. Flüchtlinge dürfen nicht weiterhin ausgegrenzt werden, sondern müssen ins Zentrum der Gesellschaft gerückt werden. Somit können soziale Netzwerke aufgebaut werden und das Erlernen der deutschen Sprache wird dadurch ebenfalls gefördert.

 Zur Kampagne

Die Crowdfunding-Kampagne werden auf unserer Website, Facebookseite und auf unserem Presseblog beworben. Seit dem Projektstar im Januar haben bereits über zehn Zeitungen über unseres Projekt berichtet. Zudem konnten wir auch mit Fm4 und dem ORF über unsere Initiative sprechen. In Zukunft werden wir das Crodwfunding auf respekt.net mit Hilfe der Medien ebenfalls bewerben. 

 

Nähere Informationen unter:

<link http: www.fluechtlinge-willkommen.at>www.fluechtlinge-willkommen.at

www.facebook.com/fluechtlingewillkommen.oesterreich

<link http: fluechtlinge-willkommen-at.tumblr.com>fluechtlinge-willkommen-at.tumblr.com

 

Projektstandort: Sparkassenplatz 3, 1150 Wien, Austria

Funding target:
€ 7.585,-
Handling fee:
€ 746,-
Crowdfunding amount:
€ 8.331,-
Payout amount part 1:
€ 1.500,-
Payout amount part 2:
€ 2.585,-
Final report submission date:
14.07.2015

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