"Recht hat jedeR"
Trainingsreihe „Recht hat jedeR?! – Trainings zum alltäglichen Umgang miteinander“
Zugeordnete Themen
- Initiator/In
- Wien
- OrganisationLudwig Boltzmann Institut für Menschenrechte Froschungsverein – Zentrum polis
- Budget€ 3.000,-
- eingereicht am27.06.2010
- Finanzierungsfrist31.01.2011
- Bookmarks3
- Kategorien:
- klein
- Workshop
- Respekt in der Gesellschaft
Projektbeschreibung
- Datum geplanter Start01.02.2011
- Datum geplantes Ende31.05.2011
- Projektbeschreibung kurz
Recht hat jedeR?! – Trainings zum alltäglichen Umgang miteinander ist eine Trainingsreihe für Schulklassen (Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 15 Jahren), die von Zentrum polis - Politik Lernen in der Schule (Serviceeinrichtung am Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte) zur Stärkung der sozialen Kompetenzen entwickelt wurde. Die Trainingsreihe leistet über den Weg des sozialen Lernens seit 2001 gleichzeitig einen Beitrag zur Gewaltprävention in der Schule.
In fünf Schwerpunktmodulen beschäftigen sich die Schülerinnen mit Themen wie Konfliktlösung und Kooperation oder mit der Stärkung ihrer Klassengemeinschaft – auf spielerische Weise und mit kreativen bzw. reflexiven Methoden. Das erfahrene Trainingsteam sorgt von Anfang an für eine Atmosphäre, in der sich die SchülerInnen wohlfühlen und produktives Arbeiten möglich wird.
Im Rahmen der Aktionstage Politische Bildung werden dreißig Trainings in Kooperation mit der WUK KinderKultur zu einem besonders günstigen Preis angeboten. Die Trainingsreihe ist daher auch für Schulklassen mit einem hohen Anteil von SchülerInnen aus sozial benachteiligten Familien ein entsprechend nachgefragtes Angebot. Zur Abdeckung der Trainingshonorare für die kostenreduzierten Trainings ist Zentrum polis aus diesem Grund auf zusätzliche Finanzierungsquellen angewiesen.
- Name der juristischen Person / des Vereins / der FirmaLudwig Boltzmann Institut für Menschenrechte Froschungsverein – Zentrum polis
- Adresse der juristischen PersonFreyung 6 (Schottenhof), 1. Hof, Stiege II,
1010 Wien - ZVR-Zahl / Firmenbuchnummer / sonstige Nummer der Registrierung801485021
- Die einreichende juristische Person / der Verein /die Firma ist begünstigter Spendenempfänger gemäß §4 Abs.4 Z 5 des Einkommensteuergesetzes 1988, BGBl. Nr. 400/1988
- Nachweis Projektabschluss- Projektbericht zu den Trainings im Rahmen der Aktionstage Politische Bildung 2011 (inklusive Fotos, TeilnehmerInnenstatistik, gebuchte Module, Feedback SchülerInnen und Lehrkräfte)
- Abrechnung und Belege über Trainingshonorare
- Protokolle zum Vorbereitungs- und Nachbereitungstreffen
Projektziele:
Die Trainingsreihe soll:
• die sozialen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen für ein faires Miteinander stärken
• Kinder und Jugendliche auf kreative Weise für die Inhalte der Schwerpunktthemen sensibilisieren
• die Chance bieten, die KlassenkollegInnen besser kennen zu lernen, Vertrauen aufzubauen und den Klassenverband zu stärken
• Impulse für ein faires Miteinander geben
• einen Beitrag zur Gewaltprävention leisten
• auch für sozial schwächere SchülerInnen ein attraktives Trainingsangebot sein
Projektinhalte:
Die Veranstaltungsreihe ist in Schwerpunktmodulen konzipiert, die unabhängig voneinander gebucht werden können. Sie bauen im organisatorischen Sinne nicht aufeinander auf, hängen aber inhaltlich miteinander zusammen. Daher wird interessierten Lehrkräften, die ihre Klassen anmelden, empfohlen, im folgenden Schuljahr ein weiteres Modul zu buchen. Die Trainings dauern 2,5 Stunden.
Fünf Schwerpunktmodule werden im Rahmen der Trainingsreihe angeboten:
"z'sammstreiten" (gewaltfreie Konfliktbearbeitung und Kommunikation): In diesem Modul geht es darum, sich Verhaltensmuster bewusst zu machen und Wege zu finden, wie ein Konflikt gewaltfrei und wertschätzend bearbeitet werden kann – trotz aller Meinungsverschiedenheiten.
"Alle Achtung" (Wertschätzung, [Selbst-]Achtung und Respekt für die Bedürfnisse und Gefühle anderer): In unterschiedlichen Spielen und Übungen können sich die SchülerInnen ihre eigenen Stärken und die der anderen bewusst machen.
"grenzen:los?" (Umgang mit persönlichen und strukturellen Grenzen): Das Modul thematisiert Grenzerfahrungen und Grenzverletzungen, es geht um das Erspüren und Erleben von Nähe und Distanz und um Beobachtungen, wie es zu Gruppenbildungen und Abgrenzungen kommt. Wie ich die Freiheit und die Rechte meiner Mitmenschen anerkennen kann, ohne auf meine eigenen zu verzichten, steht im Zentrum dieses Moduls.
"Wir sind Klasse?!" (Thematik von Klassengemeinschaft und des team-buildings): Dieses Modul stärkt das Miteinander in der Klassengemeinschaft und trägt dazu bei, „zusammengewürfelte“ Klassen zu Teams zu machen. Mittels interaktiver und partizipativer Methoden erhalten die SchülerInnen Gelegenheit, sich selbst und ihre MitschülerInnen wahrzunehmen — in ihrer Unterschiedlichkeit und mit ihren Gemeinsamkeiten.
"Anders oder gleich - was macht den Unterschied?"(Gruppenzugehörigkeiten, Gruppengefühl, Umgang mit dem "Anders-Sein"): Das Modul geht auf die Unterschiede ein, die für die SchülerInnen einen Unterschied machen (z.B. Gruppenstandards, Rollen, Jugendkulturen), an denen sie sich reiben oder die sie neugierig werden lassen. Das Ziel ist, jene positiven Wir-Gruppengefühle zu stärken, die gleichzeitig Offenheit gegenüber anderen Gruppenzughörigkeiten zulassen.
Nähere Beschreibungen der Inhalte und allgemeine Informationen zur Workshopreihe finden Sie unter:
www.politik-lernen.at/content/site/workshopsfuerschulen/rechthatjeder/index.html
www.politik-lernen.at/content/site/workshopsfuerschulen/rechthatjeder/module/index.html
Projektkosten
Die Honorarkosten für die Trainings (1 Trainer/1 Trainerin) betragen pro Training 240 € (120 € pro Person). Für 30 Trainings werden daher 7.200 € benötigt. Das Budget von Zentrum polis – Politik Lernen in der Schule deckt aber nur 4.200 € an Honorarkosten ab.
3.000 € werden daher noch über zusätzliche Finanzierungsquellen benötigt, um 30 Workshops zu reduzierten Kosten anbieten zu können (entspricht etwa 12 Trainings).
Die Schulklassen bezahlen für ein Training im Rahmen der Aktionstage politische Bildung nur fünf Euro pro SchülerIn. Diese Einnahmen gehen zur Gänze an die WUK KinderKultur (Abdeckung von Raummiete und Infrastruktur).
Während des Schuljahres können Trainings für den Schulstandort gebucht werden. Ein Training an der Schule kostet 240 € (damit werden die Trainingskosten von 120 € pro TrainerIn abgedeckt).
Projekthintergrund:
Die Idee zur Trainingsreihe entstand 2001 und ging von folgenden Überlegungen aus:
Die Zeit, in der gegenwärtig Kinder und Jugendliche aufwachsen, ist von wirtschaftlicher und politischer Globalisierung geprägt. Demgegenüber stehen deutliche Tendenzen der Individualisierung und der Abgrenzung zum unmittelbaren Lebensumfeld. Kinder und Jugendliche leben mit modernen Kommunikationsmedien und es fällt ihnen gleichzeitig oft schwer, sich in einem Streit mit MitschülerInnen zu einigen. Sie wachsen in einer Umgebung auf, die mehr und mehr von vielfältigen Lebensformen beeinflusst wird, und trotzdem entstehen Vorurteile, Intoleranz und Diskriminierung gegenüber ihren Mitmenschen. Genau hier setzt die Workshopreihe mit Impulsen für ein faires Miteinander an.
Die TrainerInnen (SozialpädagogInnen, MediatorInnen, JugendarbeiterInnen) verfügen sowohl über ein breites Methodenrepertoire, als auch über viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl im Umfang mit Kindern und Jugendlichen. Sie setzen dort an, wo die SchülerInnen gerade stehen und können sie dazu motivieren, sich auf die Inhalte einzulassen.
Das Projekt wurde mit dem Interkulturpreis für zivilgesellschaftliches Engagement (2003) und einem Anerkennungspreis beim Österreichischen Kinderrechtepreis (2003) ausgezeichnet.
Zielgruppen
Zielgruppen sind Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 15 Jahren. Teilnehmen können Schulklassen der ersten bis neunten Schulstufe unterschiedlicher Schultypen (nach Anfrage auch ältere SchülerInnen). Außerdem werden auch fallweise Termine für Lehrkräfte angeboten, um ihnen einen Einblick in das Projekt, in seine Inhalte und Methoden, zu geben. Die Teilnehmenden können bei diesen Trainings auch selbst aktiv werden.
Prinzipien
• gemischtgeschlechtliche 2er Teams
• methodisch abwechslungsreich
• nicht nur spielerisch, sondern auch reflexiv und Zusammenhänge erfassend
• geschlechtersensibel
• antirassistisch
• interkulturelle Zusammenhänge reflektierend
• verantwortungsvoll
• mit Begeisterung
Qualitätssicherung
Maßnahmen zur Qualitätssicherung:
• von den TrainderInnen werden verpflichtende Protokolle zu den Trainings erstellt
• Teilnahme der TrainerInnen am 2-tägigen Vorbereitungstreffen und an einem Evaluationstreffen
• Inhaltliches und methodisches Input von ExptertInnen beim Vorbereitungstreffen
• Zusätzliche Übungsabende des Trainingsteams zur Methodenvertiefung
• Feedback-Evaluation der SchülerInnen zu den Trainings
• begleitende Gespräche des polis-Teams mit den Lehrkäften
Etwa einen Monat vor dem Start der Workshops findet ein 2-tägiges Vorbereitungstreffen statt, bei dem inhaltliche und methodische Aspekte zur Trainingsreihe besprochen werden. In den Rahmen des Vorbereitungstreffens werden auch Fortbildungsmaßnahmen für die TrainerInnen zu relevanten Themenbereichen integriert (im Frühjahr 2002 fanden z.B. ein Mediationsschnupper-Workshop und ein Theaterworkshop statt; in den folgenden Jahren gab es Inputs von ExpertInnen zu Psychodrama, Soziodrama und Rollenspiel, weiters zur Thematik von Respekt und Achtung, Klassengemeinschaft, interkulturellen Beziehungen).
Projektdokumentation
Die Projektdokumentation enthält
- einen Bericht zu den Trainings im Rahmen der Aktionstage Politische Bildung (inklusive Fotos)
- eine Statistik zur Anzahl der SchülerInnen, die teilgenommen haben (samt begleitenden Lehrkräften) und zu den gebuchten Modulen
- Feedback der SchülerInnen und Lehrkräfte zu den Trainings
- Abrechnung
Wie hängt das Projektthema mit den Werten von respekt.net zusammen?
Das Projekt setzt auf die Förderung des gegenseitigen Respekts und fairen Umgangs miteinander.
Es geht dabei nicht um Belehrung und den „pädagogischen Zeigefinger“, sondern um die positive Bestärkung der Jugendlichen und das Wecken von Aha-Erlebnissen im Zusammenhang mit den Inhalten der Module.
Im Schulalltag kommt gerade das soziale Lernen vielfach zu kurz und dass sich eine Klasse mit pubertierenden und einander oft konkurrierenden Jugendlichen zu einer arbeitsfähigen Gruppe entwickelt, ist nicht immer eine Selbstverständlichkeit. Gerade für neue Klassen, zum Beispiel in der 5. oder 9. Schulstufe, stellt dies eine große Herausforderung dar. Schulischer Druck und Konkurrenz erschweren eine entspannte Kooperation zusätzlich.
Das Projekt leistet einen Beitrag, Kinder und Jugendliche in ihrer sozialen Entwicklung zu unterstützen und trägt auf diesem Weg zur Stärkung der Zivilgesellschaft bei.
- Gesamtbudget€ 10.200,-
- Eigenmittel€ 7.200,-
- Mittel aufzubringen€ 3.000,-
- Abwicklungsgebühr€ 0,-
- Zielbudget€ 3.000,-
- A Maßnahme / Projektteil
- A Teilzielbudget Euro€ 0,-
- B Maßnahme / Projektteil
- B Teilzielbudget Euro€ 0,-
- C Maßnahme / Projektteil
- C Teilzielbudget Euro€ 0,-
- Umsetzungtermin Maßnahme / Projektteil A
- Umsetzungtermin Maßnahme / Projektteil B
- Umsetzungtermin Maßnahme / Projektteil C
- Auszahlungstermin Teilbudget A€ 0,-
- Auszahlungstermin Teilbudget B€ 0,-
- Auszahlungstermin Teilbudget C€ 0,-
- Abschluss Maßnahme / Projektteil A
- Abschluss Maßnahme / Projektteil B
- Abschluss Maßnahme / Projektteil C
- Projektrisiken
- BudgetplanungEigenmittel:
Personalkosten für Management und Qualitätssicherung: 2.500 €
Öffentlichkeitsarbeit, Bewerbung etc.: 500 €
Honorarkosten für Trainings: 4.200 €
Von InvestorInnen benötigte Beträge
Honorarkosten für Trainings: 3.000 €
Recht hat jedeR?! - Trainings zum alltäglichen Umgang miteinander
Die Workshopreihe ist ausfinanziert! Ein großes DANKE an alle Projekt-InvestorInnen für die Unterstützung, die ihr Weiterbestehen ermöglicht!
mehrDie Workshopreihe ist ausfinanziert! Ein großes DANKE an alle Projekt-InvestorInnen für die Unterstützung, die ihr Weiterbestehen ermöglicht!
Das Geld ist gut investiert - wir bekommen so viele positive Rückmeldungen von SchülerInnen und Lehrkräften zu den Workshops und das motiviert uns fürs Weiterarbeiten an diesem Projekt. Was uns besonders freut ist, dass wir damit auch Klassen fördern können, die finanziell nicht so gut ausgestattet sind.
Die Workshops sind Bausteine, um eine gute Klassengemeinschaft aufzubauen und zu entdecken, dass ein besseres Miteinander allen etwas bringt
weniger
- Abschlussbericht allgemein
BERICHT ZURWorkshopreihe „Recht hat jedeR?! – Trainings zum alltäglichen Umgang miteinander“28. April bis 12. Mai 2011Zeitraum: 28. April bis 12. Mai 2011 (drei Workshoptermine für Schulklassen pro Tag), im Rahmen der Aktionstage politische Bildung 2011
Ort: Museumsräume der WUK KinderKultur, Währinger Straße 59, 1090 Wien
30 Workshops der Workshopreihe Recht hat jedeR?! -Trainings zum alltäglichen Umgang miteinander“ wurden von Zentrum polis – Politik Lernen in der Schule in Kooperation mit der WUK KinderKultur im Rahmen der Aktionstage Politische Bildung 2011 für Schulklassen angeboten (27. April bis 15. Mai 2011).
Folgende Module konnten gewählt werden:
● Anders oder gleich – was macht den Unterschied?
● Alle Achtung!
● Wir sind Klasse?!
MODULE:
● WIR SIND KLASSE!
Dieses Modul stärkt das Miteinander in der Klassengemeinschaft und trägt dazu bei, „zusammengewürfelte“ Klassen zu Teams zu machen. Das Angebot richtet sich in erster Linie anKlassen, die sich neu gebioldet haben und im Prozeß des Kennenlernens sind. Es kann aber auch von anderen Klassen gebucht werden. Teamfähigkeit und soziale Kompetenzen sind immer wichtig – in allen Lebensbereichen.
● ALLE ACHTUNG!
Wertschätzung, (Selbst-)Achtung und Respekt der Bedürfnisse und Gefühle anderer stehen im Mittelpunkt dieses Moduls. In unterschiedlichen Spielen und Übungen können sich die SchülerInnen ihre eigenen Stärken bewusst machen, aber auch die der anderen ins Blickfeld nehmen.
● ANDERS ODER GLEICH – WAS MACHT DEN UNTERSCHIED?
In diesem Modul geht es um die Gruppenbildung (z.B. Cliquen). Es geht auf die Unterschiede ein, die für die SchülerInnen einen Unterschied machen, an denen sie sich reiben oder sie manchmal auch neugierig werden lassen.
Dabei sollen jene positiven WIR-Gruppengefühle gestärkt werden, die gleichzeitig Offenheit gegenüber anderen Gruppenzugehörigkeiten zulassen.
Die Inhalte der Module sind auf der Webseite von Zentrum polis nachzulesen. In diesem Jahr wurde kein neues Modul erarbeitet
Pfad: www.politik-lernen.at > Workshops für Schulen > Recht hat jedeR?!) > Module:
DIE TRAININGS MIT DEN SCHULKLASSEN
Insgesamt haben dieses Mal 698 SchülerInnen an den Workshops teilgenommen!
4 Schulklassen sind zu den Workshops aus Stockerau angereist.
Im Workshop hatten die SchülerInnen die Chance, sich auf kreative Weise den Schwerpunktthemen zu nähern, die KlassenkollegInnen besser kennen zu lernen und Vertrauen aufzubauen. Die Inhalte sind auf die jeweilige Altersgruppe abgestimmt. Geleitet wurden die Workshops von je einer Trainerin und einem Trainer aus einem erfahrenen und multikulturellen Team (SozialpädagogInnen, Lehrkräfte, SoziologInnen, JugendarbeiterInnen und TheaterpädagogInnen, insgesamt 11 Personen).
Die Protokolle zu den Workshops (Anm.: zu jedem Workshop erstellen die TraininerInnen ein Protokoll), und die Gespräche mit den Lehrkräften nach den Workshops sowie die Feedbackbögen, die uns die Lehrkräfte nach den Workshops geschickt haben, zeigten, dass die Trainings großteils gut oder sehr gut von den SchülerInnen aufgenommen wurden und wertvolle Anregungen darstellten.
Interessanterweise kommen tendenziell immer mehr SchülerInnen aus Schülerformen über der 8. Klasse hinaus zu Recht hat jedeR?!, hingegen nimmt die Zahl der Volksschulen ab. Dieses Mal haben keine Volksschulen teilgenommen.
Alters- und gruppenangepasste Methoden standen auch dieses Mal bei den Trainings im Vordergrund (Kooperationsspiele, Theaterpädagogik, kreative Elemente, Impuls-Diskussionen usw.)
Wie schon im letzten April 2010 wurden bei den Workshops auch dieses Mal Lehrkräfte teilweise einbezogen (entweder zu Beginn des Workshops und/oder am Ende bei der Präsentation der Gruppenarbeiten).
DIE ECKDATEN ZUR WORKSHOPREIHE IM FRÜHLING 2011
● 30 Workshops in den Museumsräumen der WUK KinderKultur zwischen 28. April und 12. Mai 2011
● 698 SchülerInnen
● 42 Lehrkräfte, welche die SchülerInnen zu den Workshops begleitet haben. Während die SchülerInnen die Workshops besuchten, konnten sich die LehrerInnen über Angebote von Zentrum polis – Politik Lernen in der Schule zur Politischen Bildung sowie über entsprechende Literatur und über Angebote anderer Einrichtungen informieren.
● 11 TrainerInnen des Recht hat jedeR?!-Teams (6 Frauen, 5 Männer)
● Module, die bei diesem Durchgang angeboten wurden:
Anders oder gleich – was macht den Unterschied?, Wir sind Klasse!, Alle Achtung!
● Gebuchte Module:
20 x Alle Achtung!
5 x Wir sind Klasse!
5x Anders oder gleich – was macht den Unterschied?!,
● Schulformen:
AHS 16 Klassen
KMS / HS / Mittelschule 5 Klassen
HASCH / Fachschulen (mehrjährig)
7 Klassen
Fachschule 1-jährig 1 Klasse
HAK 1 Klasse
● Teambetreuung und inhaltliche Erarbeitung des Themas
- Vorbereitungstag für das Team: Organisatorisches, Methodisches, Input von den TrainerInnen am 9. April 2011
- Nachbereitungstreffen / Evaluierung des Frühlingsdurchgangs der Workshopreihe mit dem Team: 7. Juni 2011
DIE SPONSORiNNEN VON RESPEKT.NET HABEN DIE KOSTEN VON
CA. 13 WORKSHOPS ÜBERNOMMEN UND SOMIT EINEN WESENTLICHEN BEITRAG FÜR DIE DURCHFÜHRUNG DER TRAININGSREIHE RECHT HAT JEDEr?! IM FRÜHJAHR 2011 GELEISTET.
HERZLICHEN DANK!
Wien, 20.5.2011
Elisabeth Turek (Zentrum polis – Politik Lernen in der Schule)
Projektleitung
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Galerie
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Downloads
- Abschlusspdf1RechthatJedeR.pdf (
, 3.3MB)
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Welchen gesellschaftspolitischen Zweck hat das projekt erfüllt?
Wirtschaftliche und politische Globalisierung, internationale Vernetzung, aber auch Individualisierungstendenzen prägen unser Leben. Kinder und Jugendliche gehen recht selbstverständlich mit modernen technischen Kommunikationsmedien um, im „realen“ Alltag tun sie sich aber oft schwer in der Kommunikation und im Umgang mit ihren Klassenkolleginnen (z.B. wenn es darum geht, sich in einem Streit mit MitschülerInnen zu einigen).
Soziales Lernen kommt an den Schulen leider häufig zu kurz – umso wichtiger sind leistbare und qualitätsvolle Angebote, die auch von SchülerInnen aus sozial benachteiligten Familien wahrgenommen werden können (in den letzten Jahren ist der Anteil von Schulklassen mit einem hohen Anteil an MigrantInnen, die an der Workshopreihe teilnehmen, kontinuierlich gestiegen).
Recht hat jedeR?! setzt an diesem Punkt an und stärkt die sozialen Fähigkeiten junger Menschen. In den Trainings zum alltäglichen Umgang miteinander, wie z.B. zu Konfliktlösung oder zum Thema Respekt bekommen junge Menschen ganz ohne Belehrungen und Zeigefinger Anregungen zu einem fairen und kooperativen Umgang miteinander.
Weitere Elemente, die das Projekt auszeichnen und von gesellschaftlicher Relevanz sind:
► Geschlechtersensibler Umgang mit Mädchen und Buben:
Das Team besteht aus jeweils einer Frau und einem Mann, damit die Mädchen und Buben gleichermaßen eine Referenz- und Identifikationsperson für ihre spezifischen Anliegen haben. Die Übungen werden teils gemischtgeschlechtlich, teils bewusst getrennt durchgeführt. Mädchen und Buben bekommen Impulse dafür, mit ihren unterschiedlichen Verhaltensweisen miteinander umgehen zu lernen.
► Das Interesse an den Workshops ist in den letzten Jahren angestiegen – der Andrang und der Bedarf an den Workshops ist auch weiterhin so hoch, dass wir ihn nur mit zusätzlichen Finanzquellen decken können.
Recht hat jede(r)?!“ wurde inzwischen auch schon mehrfach gewürdigt bzw. ausgezeichnet: Beim österreichischen Kinderrechtepreis gewann das Projekt einen Anerkennungspreis. Weiters ging der Interkulturpreis 2003 in der Kategorie „zivilgesellschaftliches Engagement“ an unsere Trainings zum alltäglichen Umgang miteinander!
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Wie waren Reaktionen anderer zu diesem Projekt?
Von der Meinungs-Wand, auf welche die SchülerInnen ihre Eindrücke von den Workshops festhalten konnten
Mit hat es sehr gut gefallen.Besser gez (sic!) nicht, Ich mag die Spiele.
Außerdem: „mir hat es gefallen“„Cool“,“ krass“, „sehr schön“, „toll“, „lustig“, „sehr gut“ u.v.m.
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Wofür wurde das gespendete Geld konkret ausgegeben?
Das gespendete Geld (3.000,- Euro) wurde ausschließlich für Trainingshonorare für die Workshops mit Schulklassen verwendet.
Trainingshonorar für 1 Workshop (2,5 Stunden) = 120 Euro pro Person (jeweils eine Trainerin und ein Trainer leiten einen Workshop).
Es konnten mit dem Geld die Trainingskosten für 12,5 Workshops finanziert werden.
Die Belege für die 3.000 Euro von Respekt.net finden Sie im Abschlusspdf.











Gerade im Kindesalter ist es wichtig Vertrauen zu fassen und neue Kommunikationswege kennenzulernen. Die angebotenen Workshops werden vom Zentrum Polis sehr kompetent betreut und für Klassen mit sozial bedürftigen Kindern vergünstigt angeboten.
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