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Projekt-ID: 1835

#wirtun: Helfen wir Frauen in akuten Krisen.

Kontaktperson: Bettina Riha-Fink
eingereicht am: 04.03.2019
Budget: € 36.060,-
Finanzierungsfrist: 04.09.2019
Finanzierungsschwelle: € 20.000
Land/Region: Österreich/Wien
Art: Aktion
Themenkreis: Soziales Engagement

Allgemein

Projektteaser

Wir wollen Unterkünfte, Betreuung und Beratung finanzieren für Frauen, die in versteckter Obdachlosigkeit leben, von Armut / Gewalt betroffen sind. Mit 33.000 Euro können 1.000 Übernachtungen finanziert werden.

  • Start Projektumsetzung: 09.03.2020
  • Ende Projektumsetzung: 10.03.2021

Projektbeschreibung

Gemeinsam mit Doris Schmidauer und zahlreichen prominenten UnterstützerInnen hat die Caritas einen Hilfsfonds unter dem Titel #wirtun eingerichtet, um Frauen in akuten Krisen zu helfen. Mit Spenden aus der Crowdfunding Aktion wollen wir 1.000 Übernachtungen und Betreuung für Frauen sichern, die akut obdachlos sind oder in versteckter Wohnungslosigkeit leben. Dies bedeutet neben Schlafplatz auch Begleitung nach akuten Krisen, Beratung und Unterstützung in gesundheitlichen, rechtlichen und finanziellen Fragen. Hilfe bei der Suche nach einem Kinderbetreuungsplatz oder beim beruflichen Wiedereinstieg. Unterstützung, das Leben wieder selbst zu organisieren. 

 

An uns wenden sich Frauen, die oft jahrelang Situationen aushalten, weil sie keine Alternative sehen. Wir wollen ein Dach über dem Kopf anbieten und beraten, damit Frauen wieder selbständig für sich sorgen können. Der Bedarf an niederschwelliger Hilfe ist weit höher als das Angebot. Mit der Crowdfunding Aktion wollen wir das Angebot erweitern.

 

Unterstützerinnen von #wirtun

Doris Schmidauer, Adele Neuhauser, Alexandra Winkler, Alice Kahane, Alina Marzi, Alma Hasun, Amani Abuzahra, Amélie van Tass, Andrea Zehetbauer, Anna Rosenberger, Anna Karnitscher, Anna Brändle, Anneliese Rohrer, Barbara Stöckl, Barbara Bißmeier, Bettina Riha-Fink, Bettina Haller, Bettina Reiter, Bettina Vogler-Trinkfass, Birgit Fenderl, Brigitte Lueger-Schuster, Brigitte Strobl-Betas, Brigitte Hinteregger, Carolin Pienkos, Christa Rain, Christiana Bender, Christina Hummel, Christina Aichner, Christine Polesny, Claudia Amsz, Claudia Ferner, Claudia Handl, Claudia Wiesner, Clementine Rath, Corinna Milborn, Cornelia Leitner, DariaDaria, Deborah Sengl, Doris Knecht, Dorothee Hartinger, Elisabeth Scharang, Elisabeth Menasse-Wiesbauer, Elisabeth Drabek, Emina Saric, Euke Frank, Eva Rossmann, Eva Dichand, Eveline Rabold, Friederike Harr, Gabriele Großebner, Gabriele Pröll, Gesine Tostmann, Gudrun Köhne, Hanna Herbst, Hannelore Halwax, Heidi Schröck, Hemma Mayrhofer, Hilde Dalik, Ingrid Fitzek-Unterberger, Ingrid Brodnig, Ingrid Rachbauer, Ingrid Puschautz-Meidl, Isabella Heissenberger, Isolde Bornemann, Isolde Charim, Jacqueline Kornmüller, Julia Dujmovits, Julya Rabinowich, Karin Bergmann, Karin Wagner, Karin Macke, Katharina Kubik, Kristina Edlinger-Ploder, Lilly Auner, Ljuba Arnautovic, Maja Markanovic-Riedl, Manuela Vollmann, Maria Grossbauer, Marion Fercher, Marjan Shaki, Mary Kreutzer, Mercedes Echerer, Michaela Polacek, Nertila Furriku, Nicola Werdenigg, Nicole Nemeczek-Osl, Nicole Trimmel, Nina Blum, Nina Hoppe, Petra Hartlieb, Petra Schmid, Pia Hierzegger, Pippa Galli, Rain Christa, Regina Polak, Rosa Diketmüller, Ruth Brauer-Kwam, Sabine Haag, Sabine Lentsch, Sandra König, Sibylle Hamann, Silvia Freudensprung-Schöll, Silvia Kargl, Sr. Regina Fucik, Su Widl, Sudabeh Mortezai, Susanne Scholl, Susi Stach, Theresa Gigov, Ulrike Habjan, Ulrike Spann, Ulrike Kempf, Ursula Luschnig, Uschi Starecek, Veronika Prüller-Jagenteufel, Yasmo, Zoryana Kushpler


Nachweis Projektabschluss

Fotodokumentation, Projektbericht.

Gesamtabrechnung, Rechnungskopien zu den Ausgaben, die mit den über Respekt.net lukrierten Mitteln bestritten wurden, Fotodokumentation, Online-Abschlussbericht.

Details

 

Helfen wir Frauen, die obdachlos sind und Hilfe brauchen:

 

„Wir hatten einen heftigen Streit. Irgendwann sagte er, er gehe jetzt einkaufen. Und wenn er zurück kommt möchte er, dass wir verschwunden sind. Er will uns nie wieder sehen. Uns, damit meinte er mich und unseren Sohn.“

 

 

 

Eva, 27, Mama eines mittlerweile dreijährigen Sohnes, vor einem halben Jahr ins Mutter Kind Haus der Caritas eingezogen. Evas Geschichte beginnt natürlich nicht mit jenem verhängnisvollen Streit. Schon zuvor hatte es gewaltvolle Auseinandersetzungen gegeben, immer wieder mal hatte ihr Mann sie gestoßen, ihr gedroht, sie am Nacken gepackt, den Kopf nach unten gedrückt.

 

 

 

Als ihr Mann sie schließlich vor die Türe setzt kommt sie zunächst bei Freunden unter, um nicht zu stören verbringt sie Tage draußen. „Ich war in dieser Zeit viel auf Spielplätzen und in Parks. Wenn es kalt war sind wir mit der Straßenbahn gefahren und haben uns in Einkaufszentren aufgewärmt. Abends bin ich zu meinem Bekannten zurück und hab dort am Sofa übernachtet.“

 

 

 

Wieso sie sich nicht Hilfe holte? „Ich war unter Schock“, so Eva. „Wenn Du von deinem Partner vor die Tür gesetzt wirst hast Du ja nicht den Notfallplan in der Tasche mit einer Liste, was Du jetzt alles einpacken musst. Ich weinte, ich war verletzt, ich dachte nur, nichts wie weg. Ein paar Kleidungsstücke für mein Kind. Ein paar Toilette Artikel. Aber ich hatte weder Dokumente noch Bargeld dabei als ich ging. Ich ging weil ich nicht wusste, was ich sonst hätte tun sollen.“

 

 

 

Es dauerte noch einige Zeit, bis Eva schließlich ein frisch bezogenes Bett in einem Caritashaus bekam. Dazwischen waren Monate, in denen die Situation immer schwieriger, ihr Sohn immer stiller und in sich gekehrter wurde, ihr Freundeskreis nicht mehr helfen wollte „weil es so nicht weitergeht“. Eva machte die Erfahrung von Hunger und Kälte. Sie dachte viel nach, verwarf viele nächste Schritte, weil sie ja doch kein Geld für eine Zukunft hatte. „Meine größte Angst war, dass mir das Jugendamt mein Kind wegnehmen könnte, wenn die erst sehen, was für ein Leben wir führen.“

 

 

 

Diese Angst war unbegründet, wie sich später heraus stellte. Eva schwärmt geradezu von ihrer Betreuerin. So ein herzensguter Mensch ist das, sagt Eva, so viel hat sie für die beiden getan. Die Mitarbeiterin des Jugendamtes brachte sie schließlich auch ins Mutter-Kind Haus der Caritas.

 

 

 

Die ersten Wochen dort bleiben aber zunächst schwierig: „Ich hab es nicht geschafft zu sagen, dass ich eigentlich gar nichts habe. Ich erinnere mich dass ich ein Gespräch mit einer Betreuerin führte und mir fast schwarz vor Augen war, weil ich so großen Hunger hatte“ erzählt Eva. „Ich wusste nicht wie das geht zu sagen, ich brauch das jetzt, können Sie mir hier bitte helfen.“ Meine Betreuerin übt das jetzt mit mir, erzählt sie dann mit einem Schmunzeln. Ein guter Moment in diesem Gespräch

 

 

 

Armut ist auch heute noch ein ständiger Begleiter. „Ich überlege ständig, was ist jetzt das Wichtigste. Manchmal ist das aber schwierig, weil viele Dinge wichtig sind. Wenn Winterschuhe und Essen fürs Kind fehlen, was lässt du weg. Wenn Strumpfhosen und Creme für den wunden Popo fehlen, auf was verzichtest Du? Das sind Sorgen, die man niemandem wünscht“, sagt Eva. Evas Zukunftswünsche? Vielleicht irgendwann mal den Führerschein machen. Aber ich bin realistisch. Ich mag mir keine Ziele setzen, die ich mir sowieso nicht erfüllen kann. Seit kurzem habe ich wieder einen Job. Wenn das klappt, wenn ich dort bleiben kann, dann sehen wir weiter.

 

 

 

Dennoch: Vieles hat sich in den letzten Monaten geändert. Eva: „Ich bin heute so gestärkt. Ich weiß heute an wen ich mich wenden kann, wenn ich wieder mal Hilfe brauche. Ich habe heute Hoffnung, dass ich es schaffen kann, für meinen Sohn und mich zu sorgen. Das macht mich wahnsinnig stolz. Es fühlt sich so gut an zu sagen: Ich schaff das jetzt. Ich kann das jetzt. Es wird gut werden.“

Budget

  • Gesamtbudget
    € 33.000,-
  • - Eigenmittel
    € 0,-
  • Finanzierungsziel
    € 33.000,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 3.060,-
  • Zielbudget
    € 36.060,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 20.000,-
  • Respekt.net-Teilbetrag A (wird bei erfolgreicher Finanzierung überwiesen)
    € 11.238,-
  • Respekt.net-Teilbetrag B (wird nach Erhalt des Zwischenberichtes überwiesen)
    € 5.619,-
  • Abgabedatum Zwischenbericht
    31.12.2020
  • Respekt.net-Teilbetrag C (wird nach Erhalt des vollständigen Projektabschlussberichtes überwiesen; mind. 10 % des Zielbudgets)
    € 1.686,-
  • Abgabedatum Abschlussbericht
    24.03.2021
  • Projektrisiken
    Die tatsächliche Hilfe ist von der Anzahl der gespendeten Unterstützung abhängig. Wir verpflichten uns mit jeder Spende über 33 Euro nicht nur Unterkunft sondern kompetente Betreuung und Hilfe anzubieten.
  • Budgetplanung
    Mit einer Spende von 33 Euro schenkst Du eine Nacht + Beratung und Begleitung in einer Unterkunft.

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