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Projekt-ID: 1877

United for Mali: Saving 1,500 lives

Initiator/In: Nina Popanton
eingereicht am: 12.06.2019
Budget: € 19.650,-
Finanzierungsfrist: 31.12.2019
Finanzierungsschwelle: € 10.000
Land/Region: Österreich/Wien
Art: Aktion
Themenkreis: Flüchtlinge & Zuwanderung

Allgemein

Projektteaser

Schutz und Nothilfe für die Schwächsten der Bevölkerung Malis - Ziel: Ein Zelt für jede der 216 Familien (Zahl steigt laufend)

Projektadresse

Chikago 3. Gasse 2
2421 Kittsee

Flüchtlingscamps in der Nähe von Bamako, Mali Koordinatoren des CPVP in Österreich, Rumänien und Mali
  • Start Projektumsetzung: 24.06.2019
  • Ende Projektumsetzung: 30.11.2019

Projektbeschreibung

Beschreibung / Aktuelle Situation:

 

Die Situation in Mali ist mehr als dringend, und der Schutzbedarf für die Schwächsten dieses Landes ist enorm. Mehr als 800 Menschen sind in die beiden von CPVP betreuten Camps geflohen, und Tausende kämpfen in ganz Mali um ihr Überleben. Dörfer und Schulen werden zerstört, Kinder werden von ihren Familien getrennt und als Kindersoldaten eingesetzt. Am dringendsten werden Zelte und Schutzmaterialien für diejenigen, die auf dem nassen und kalten Erdboden schlafen, benötigt (Momentan ist Regenzeit in Mali, dadurch wurden die meisten Zelte zerstört).

 

Unser Ziel ist es, jeder der 216 in den Lagern lebenden Familien (Zahl steigt permanent) ein Zelt zur Verfügung zu stellen. Aktuell sind 821 Personen in den Camps untergebracht, aber die Zahl der Flüchtlinge steigt aufgrund des Massakers vom 10. Juni 2019 stark an (Erwartet: 1.500 Personen).


Nachweis Projektabschluss

Gesamtrechnung, Kopien der Rechnungen über die mit den über Respekt.net erworbenen Mitteln getätigten Ausgaben, Fotodokumentation, Online-Abschlussbericht.



Wenn Sie den Fortschritt der Krisenhilfe des CPVP verfolgen möchten, finden Sie regelmäßige Updates unter https://www.facebook.com/cpvp.org/ und über unsere Charity-Veranstaltung in Cluj-Napoca, Rumänien unter https://www.facebook.com/events/482500109159465/ .



Wenn Sie über all unsere Aktivitäten auf dem Laufenden bleiben möchten, können Sie eine Newsletter Anfrage an contact@cpvp.org senden und sich regelmäßig per E-Mail informieren lassen.

Details

Beschreibung / Aktuelle Situation:

 

Die Situation in Mali ist mehr als dringend, und der Schutzbedarf für die Schwächsten dieses Landes ist enorm. Mehr als 800 Menschen sind in die beiden von CPVP betreuten Camps geflohen, und Tausende kämpfen in ganz Mali um ihr Überleben. Dörfer und Schulen werden zerstört, Kinder werden von ihren Familien getrennt und als Kindersoldaten eingesetzt. Am dringendsten werden Zelte und Schutzmaterialien für diejenigen, die auf dem nassen und kalten Erdboden schlafen, benötigt (Momentan ist Regenzeit in Mali, dadurch wurden die meisten Zelte zerstört). Unser Ziel ist es, jeder der 216 in den Lagern lebenden Familien (Zahl steigt permanent) ein Zelt zur Verfügung zu stellen. Aktuell sind 821 Personen in den Camps untergebracht, aber die Zahl der Flüchtlinge steigt aufgrund des Massakers vom 10. Juni 2019 stark an (Erwartet: 1.500 Personen).

 

Ziele des Projekts:

 

a) Einen sicheren und gesunden Lebensraum mit Würde und Privatsphäre für diese Flüchtlinge zu schaffen.

b) Schutz dieser Flüchtlinge vor einer Reihe von Gefahren, einschließlich Menschenhandel, Entführung, Ausbeutung und Missbrauch, Überbelegung der vorhandenen Zelte, schlechtem Zugang zu lebensnotwendigen Leistungen und vor lebensbedrohend unhygienischen Bedingungen in den Camps.

c) Unterstützung der Selbstständigkeit, durch die diese Flüchtlinge ein konstruktives und menschenwürdiges Leben führen können.

d) Diese Flüchtlinge dabei zu unterstützen, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen und ihre wirtschaftlichen und sozialen Rechte mit Würde wahrnehmen zu dürfen, einen Beitrag zu dem Land, das sie aufnimmt, zu leisten und langfristige Lösungen für ihre Situation zu finden.

e) Sicherzustellen, dass die Camps und damit zusammenhängende Politik und weitere Entscheidungen des Staates in erster Linie vom Wohl der Flüchtlinge bestimmt werden.

 

Vorgeschichte dieses Projekts:

 

In zwei Flüchtlingscamps in Mali leben 305 (zu Beginn, aktuell mehr als 800, 1500 erwartet) Menschen unter schlimmsten Bedingungen – kein Wasser, kaum Nahrung, ganz zu schweigen von den sanitären Bedingungen. Das Center for Peace and Violence Prevention (C-PVP), eine kleine Organisation bestehend aus Freiwilligen, griff in die unzumutbare Situation ein und stellte eine Notversorgung für Camps zur Verfügung.

 

Die Organisation benötigte eine Mindest-Spendensumme von EUR 500, um die dort lebenden Flüchtlinge mit Nahrung und Wasser zu versorgen. Herbert Thomas, der Koordinator des C-PVP für Mali gibt folgende Einschätzung von sich: „Die Menschen verhungern hier, einige sind bereits verdurstet. Sie benötigen dringend unsere Hilfe - mit EUR 500 könnten wir alle 305 Personen für mindestens ein Monat mit den lebensnotwendigen Mitteln versorgen.“

 

Der Präsident und Gründer des C-PVP, Dr. Charles Wratto, entwarf eine nachhaltige Strategie, die diesen Camps eine langfristige Lebensqualität garantiert. Durch Vermittlung von Know-How in Bereichen wie Ackerbau, Filterung von Wasser etc. sollen die Einwohner der Camps fähig sein, sich wieder selbst zu versorgen. Der Fokus liegt dabei darauf, Nahrung selbst zu erzeugen, sich Wasser selbst zu beschaffen, durch die Aushebung eines Brunnens und die richtige Filtrierung von Grundwasser, sowie Hygiene, durch eigene Seifenproduktion.

 

Die meisten der dort Untergebrachten, stammen aus verschiedenen Regionen Afrikas, z.B. Gao, Timbuktu, Kidal, Mopti und Nara. Die Gründe, die zur Flucht geführt haben sind sehr unterschiedlich, für Dr. Charles Wratto ist allerdings klar: „Die Umstände in diesen Camps sind menschenunwürdig und erfordern ein sofortiges Eingreifen."

 

Im vergangenen Monat gab es zwei weitere Massaker, die Hunderte von Menschen töteten und die Überlebenden zwangen, ihre Heimat zu verlassen. Seit dem ersten Massaker in diesem Monat ist die Zahl der Menschen in den Camps von etwa 300 auf mehr als 800 gestiegen, und das zweite wird viel mehr Familien zwingen, in die beiden von CPVP betreuten Lager zu flüchten, da diese sich in einer sicheren Zone befinden.

 

Viele Menschen haben aufgrund der schweren Stürme der Regenzeit in Mali keinen Schutz mehr. Mütter haben Angst, dass ihre Kinder krank werden könnten (was unter diesen Bedingungen lebensgefährlich ist) und viele andere schreckliche Folgen sind zu erwarten.

 

Aus diesem Grund wird das CPVP Zelte für jede einzelne Familie bereitstellen (derzeit: 216 Familien). Diese Familienzelte kosten jeweils 50 Euro und werden sehr dringend benötigt.

 

Über das Center for Peace and Violence Prevention:

 

Das Center for Peace and Violence Prevention (C-PVP) wurde 2012 unter dem Namen „Charles Wratto Foundation“ gegründet und ist eine humanitäre Wohltätigkeitsorganisation, bestehend aus Freiwilligen. Die Vision der Organisation ist es, eine globale Kultur des Friedens und des Respekts gegenüber menschlicher Würde zu fördern. Das C-PVP ist in Liberia, Nigeria und Mali tätig und ermöglicht dort Projekte durch freiwillige Spenden einer globalen Unterstützer-Community. Der Gründer des C-PVP, Dr. Charles Wratto, erfuhr als Kind selbst den Horror zweier Kriege und wurde als Kindersoldat rekrutiert. Heute blickt Dr. Wratto auf eine umfangreiche akademische Karriere zurück und wurde zum Internationalen Friedensbotschafter ernannt. www.cpvp.org

Budget

  • Gesamtbudget
    € 18.000,-
  • - Eigenmittel
    € 0,-
  • Finanzierungsziel
    € 18.000,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 1.650,-
  • Zielbudget
    € 19.650,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 10.000,-
  • Respekt.net-Teilbetrag A (wird bei erfolgreicher Finanzierung überwiesen)
    € 5.165,-
  • Respekt.net-Teilbetrag B (wird nach Erhalt des Zwischenberichtes überwiesen)
    € 2.583,-
  • Abgabedatum Zwischenbericht
    15.09.2019
  • Respekt.net-Teilbetrag C (wird nach Erhalt des vollständigen Projektabschlussberichtes überwiesen; mind. 10 % des Zielbudgets)
    € 1.550,-
  • Abgabedatum Abschlussbericht
    14.12.2019
  • Projektrisiken

    Militärische Angriffe auf die Lager

  • Budgetplanung

    Mittelverwendung Finanzierungsschwelle:
    Kauf und Aufbau von so vielen Zelten, wie möglich ( 1 Zelt = EUR 50, Bei EUR 10.000 = 200 Zelte) 



    Mittelverwendung Finanzierungsziel:
    Kauf und Aufbau von Zelten für alle Flüchlinge in den Camps in Mali (für bis zu 1.500 Personen)



Dateien

Galerie

video

News

Martin Moser

hat am 18.10.2019 geschrieben

Zwischenreport United for Mali, eingesendet von CPVP

Situation und Aktivitäten (Europa):

Nachdem CPVP Notversorgung in Form von Nahrung und Wasser zur Verfügung gestellt hat, gilt als neues Ziel, für jede der in den Camps lebenden Familien ein wetterbeständiges Zelt zu kaufen und aufzubauen, welches die Menschen vor den gefährlichen Witterungen der Regenzeit beschützen soll.

Gleich zu Beginn des Projekts haben wir einige Privatspenden erhalten. CPVP hat zusätzlich am 22. Juni in Cluj-Napoca, Rumänien eine Veranstaltun...

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Meinungen

Abschlussbericht

Abschlussbericht allgemein

Für die Projektumsetzung haben wir unser Team Mali auch mit personellen Ressourcen verstärkt. Dazu sind zweiMitglieder des Team Austria, wie auch der Präsident und Gründer des Center forPeace and Violence Prevention (CPVP), Charles Wratto, nach Bamako angereist(alle Reisekosten wurden selbst von den anreisenden CPVP-Mitgliedern übernommen). Die ersten Tage wurden zur Evaluierung der Situation undVerteilung von Kleidung und Fußbällen (zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts der Kinder und Jugendlichen im Camp) genutzt. Bereits bei der Ankunft wurde klar, dass das Camp in Faladjie nicht nur „ein weiteres Flüchtlingscamp“ ist, sondern eine humanitäre Katastrophe, die in allen Kriterien einem Notstand entspricht. Das Grundstück, das den Flüchtlingsfamilien seitens der verantwortlichen Autoritäten zur Verfügung gestellt wurde, war zuvor eineMüllhalde. Das gesamte Areal ist nicht nur oberflächlich verdreckt, auch derBoden ist voll von Plastik und anderen Abfällen. Denn als die Menschen begannen, sich dort anzusiedeln, wurde scheinbar lediglich Sand über dieDeponie geschüttet und darauf ‚durften‘ bzw. mussten die Flüchtlinge ihre Unterkünfte aufschlagen.

Da der Großteil der Personen indem Camp der ethnischen Volksgruppe der Fulani angehört, leben neben über 1.500Menschen auch zahlreiche Kühe, Ziegen, Esel, Pferde und vereinzelt auch Hunde und Katzen. Die Dämpfe des Mülls, in Kombination mit der Überbevölkerung (inRelation zum Areal) und dem Viehbestand, beeinflussen den menschlichen Körpernegativ - die gesundheitlichen Beeinträchtigungen sind bereits nach wenigenStunden vor Ort spürbar. Als ersten Schritt sahen wir daher die Reinigung des unmittelbaren Umfelds der dort lebenden Menschen. Dementsprechend haben wir, gemeinsam mit hunderten Flüchtlingen, enorme Massen an Plastik gesammelt (30Big Bags und zahlreiche weitere kleine Säcke), welche an einen lokalenPlastikproduzenten verkauft wurden. Dadurch konnten wir ein kleines Budget zurNotversorgung der Personen generieren und gleichzeitig das lokale Recycling fördern.

Dennoch war von Beginn an klar, dass dieser Ort keine Zukunftspotenziale für die Beherbergung von Menschen aufweist. Denn man müsste mindestens einen Meter tief graben, um auf müllfreienBoden zu stoßen; das Camp ist anziehend für jegliche Personen und sogarKriminelle, die dort Unterschlupf suchen, die Restrukturierung des Camps ist organisatorisch nicht möglich und Verbesserungen der Lebensqualität sind kaum umzusetzen. Andere Organisationen sind bereits an dem Versuch, Faladjie humanitär aufzubessern, gescheitert und auch die Regierung möchte den Menschen diesen Ort als Unterkunft nicht langfristig zumuten.

Dementsprechend haben wir uns mit den lokalen Autoritäten in Verbindung gesetzt. In Abstimmung mit der Direktion für humanitäre Angelegenheiten (Ministère de la Solidaritè et de l’ActionHumanitaire, Bamako, Mali) erhielten wir die Berechtigung auf einen neuen Grund- Camp ‚Centre Mablè‘ - in Sogoniko, Bamako für die Relokation derFlüchtlingsfamilien aus Faladjie. Dieses Grundstück ist ein weiteres, bereits bestehendes Flüchtlingscamp und weist im Vergleich zu Faladjie zahlreicheVorteile auf: Auf dem Grund befindet sich eine ehemalige Schule, die zusätzlich zu den Zelten Wohnraum für Flüchtlinge bietet. Das Grundstück ist vollständig von einer Mauer umgeben und bietet somit Schutz für die dort untergebrachtenPersonen. Der Boden und das Grundstück sind sauber und müllfrei. Die zukünftigeVerbesserung der Infrastruktur ist umsetzbar. Aufgrund der Neustrukturierung des Zeltebaus mussten auch die Grundwerte und Maßeinheiten der einzelnen Zelte verändert werden. Um genügend Platz für möglichst viele Menschen zu schaffen, haben wir größere Zelte errichtet, die in einzelne Bereiche getrennt werden können. Die CPVP-Zelte weisen eine außergewöhnlich hohe Belastungsfähigkeit auf und verfügen über ein festes Fundament (Zement).

So konnten wir mit etwasVerzögerung auch den Bau der dringend benötigten Zelte starten und finalisieren. Der Grund, der uns zur Verfügung steht, ist weitaus kleiner als das Areal in Faladjie, aber das ehemalige Schulgebäude bietet zusätzlicheUnterkunftsmöglichkeiten. Wir stehen in direktem Kontakt zu den Personen in Faladjie, um ihnen den Umzug in das neue Camp so einfach wie möglich zu gestalten. Unser Eindruck ist, dass einige Personen zu Beginn vielleicht nicht den Mut aufbringen werden, ihre aktuelle „Heimat auf der Müllhalde“ zu verlassen, jedoch werden wir diese Personen langfristig begleiten und sie genau dazu ermutigen. Für die älteren Menschen haben wir dennoch Zelte in Faladjie errichtet, da sie in ihrem hohen Alter nur mehr bedingt bereit sind, sich auf einen neuenLebensort einzulassen.

Da die Menschen in Faladjie nicht nur hilflos, sondern mittlerweile auch abhängig von externenInstitutionen und Organisationen geworden sind, war es unsere humanitärePflicht, eine langfristige Lösung für diese Personen zu finden, die sie befähigt und nicht abhängig hinterlässt. Dementsprechend haben wir ein Empowerment-Programm initiiert, das den Menschen helfen soll, ihr eigenes Einkommen zu generieren und sich langfristig ein selbstbestimmtes Leben aufzubauen zu können. Zu diesemZwecke haben wir die Frauen und Männer des Camps zu Gesprächen gebeten, um ihreAnsätze für ihr zukünftiges Leben zu evaluieren. Die Frauen waren sich einig:die effizienteste Einkommensgenerierung ist eine eigene Seifenproduktion – wir haben nach den Wünschen der Frauen einen Workshop für die Herstellung vonSeifen organisiert und begleitet. Die Mittel, die die Frauen zur weiterenProduktion benötigen haben wir ebenfalls zur Verfügung gestellt. Der ersteDurchgang an hergestellten Seifen wurde kurz nach Herstellung bereits an einenGroßhändler verkauft. Die Männer zeigten zu Beginn eine gewisse Skepsis, da in ihrem kulturellen Umfeld (Fulani) nur die Viehzucht üblich ist. Dennoch hatten einige Männer Interesse an der Tätigkeit des Schweißens, welche in Afrika generell eine enorme Einkommensquelle darstellt. Wir haben demnach einen Kursfür die Männer gehalten, der ihnen ermöglicht, in Zukunft als Schweißer tätig zu sein. Diese Prozesse sind notwendig, um im Umfeld einer humanitärenKatastrophe nachhaltige Hilfe zu gewährleisten.

Ende Februar haben wir zusätzlich noch Schuhe zur Verfügung gestellt, da wir zuvor evaluierten, dass der Großteil der Kinder keine eigenen Schuhe hat. Wir haben gebrauchte Schuhe am Markt gekauft, diese gewaschen und gereinigt, getrocknet und verteilt. Kurz vor der Abreise von CPVP-Präsident Charles Wratto kamen zahlreiche neueFlüchtlinge im Camp in Sogoniko an, die nur wenige Tage zuvor das kürzlich stattgefundene Massaker in Mopti (14. Februar 2020/ Zahl der Opfer und Flüchtlinge nach wie vor unklar) überlebt hatten. Wir haben diesen Personeneine zusätzliche finanzielle Unterstützung zur Verfügung gestellt, da sie tatsächlich ohne jegliches Hab und Gut in Bamako angekommen sind. Außerdem hat unser Team den Mädchen und Frauen im Camp in Faladjie die Haare gepflegt und geflochten (Hair braiding, hair plaiting) – das sorgte für besonders vielFreude.

 

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Welchen gesellschaftspolitischen Zweck hat das projekt erfüllt?

Das gesellschaftspolitische Zieldes Projekts United for Mali bestand darin, Schutz für die 1.500 betroffenenPersonen zu gewährleisten und ihnen nachhaltige Zukunftsmöglichkeiten zu schaffen. Nach einer Vor-Ort-Evaluation wurde klar, dass Zelte auf demGrundstück in Faladjie weder nachhaltig sind, noch eine Besserung derLebensbedingungen bringen können. Aufgrund unserer soziopolitischen und humanitären Expertise konnten wir das Projekt entsprechend den Bedürfnissen derPersonen umstrukturieren, indem die Zelte an einem anderen Ort errichtet wurden und die Menschen durch Empowerment-Strategien zu nachhaltiger, zukunftsorientierter Selbstbestimmung befähigt wurden. Außerdem ist uns in solchen Situationen stets wichtig, Hoffnung zu schenken – daher haben wir eine finanzielle Spende an die Flüchtlinge des kürzlich stattgefunden Mopti-Massakers vergeben.

Der gesellschaftspolitischeZweck der humanitären Nothilfe wird durch die Langfristigkeit und Nachhaltigkeit unserer Projektorientierung gewährleistet. Durch das ProjektUnited for Mali gehen die betroffenen Menschen Schritt für Schritt in RichtungUnabhängigkeit von Staat und Hilfsorganisationen: sie haben Schutz vor den gefährlichen Witterungen während der Regenzeit, generieren ihr eigenesEinkommen und sind zudem besser an die lokale Gesellschaft angebunden.

Darüber hinaus konnten wir durch unsere sozialen Aktivitäten, wie das Verteilen von Fußbällen, Haarpflege beiMädchen und Frauen, und dem gemeinsamen Sammeln von Plastik das interkulturelle Zusammengehörigkeitsgefühl der Personen stärken und Hoffnung generieren, indem wir die Personen ermutigten, aktiv gegen ihr aktuelles Schicksal vorzugehen.Vor allem die Frauen, die bekanntlich Trägerinnen einer Gesellschaft, sowie Lastenträgerinnen in Krisen- und Konfliktszenarien sind, zeigten starke Initiative, um das Leben von sich und ihren Familien zum Positiven zu verändern.

 

Wie waren Reaktionen anderer zu diesem Projekt?

Sowohl die malischen Autoritäten als auch andere humanitäre Organisationen waren von dem Projekt überwältigt und sprachen ihr Lob für die nachhaltige Ausrichtung unseres Projektes aus. Wir haben uns vor Ort ein Netzwerk von Akteuren aufgebaut, die uns im weiteren Prozess behilflich sein werden und uns im Hintergrund unterstützen. Die betroffenen Personen waren sehr angetan, sie waren begeistert über die Zelte; als die ersten fertiggestellt wurden, bedankten sie sich bereits enorm bei unserem Team. In vielen Gesprächen mit den Familien vor Ort wurde klar, dass eine sichere Unterkunft das wichtigste für einen neuen Neustart dieser Menschen ist. Mit Sicherheit ist auch der Umzug von Faladjie ach Sogoniko gemeint, da in Faladjie v.a. für kleine Kinder und alte Menschen viele Gefahren lauern. Das Empowerment-Programm brachte vielen ihr Lachen zurück, zumindest für einen Moment – denn ihnen wurde klar, dass ihr Leben und ihr Schicksal tatsächlich in ihrer eigenen Hand liegen und sie mit dieser Arbeit wieder unabhängig von den zahlreichen Hilfsorganisationen werden können. 

Wir haben uns mit einigen malischen Radio- und TV-Sendern bezüglich des Projektes und der Eröffnung der Zelte in Verbindung gesetzt, um mediale Abdeckung zu erlangen. Diese haben unsere Arbeit aufgezeichnet und auch ausgestrahlt. Die Reaktionen dazu waren unglaublich: ORTM, der nationale malische Fernsehsender, meinte: „Unser Projekt ist das sinnvollste und nachhaltigste seit Jahren.“

Unsere Community in Europa war darüber hinaus auch mehr als begeistert von unseren Erfolgen, unsere Konflikt- und Problemlösungskompetenzen um dem Durchhaltevermögen in einem solch komplizierten und schwierigen Umfeld. Zusätzlich wurden auch einige Firmen, sowohl in Mali als auch in Europa, auf uns aufmerksam und zeigten ihr Interesse an einer langfristigen Kooperation.

Wir haben also von allen relevanten Gruppen ausschließlich positives Feedback erhalten, was unseren Erfolg zusätzlich bestätigt.

Wofür wurde das gespendete Geld konkret ausgegeben?

Wir teilen unsere Ausgaben primär in zwei Sektoren: Den Zeltebau und die Empowerment-Workshops. Der Zeltebau umfasst Planen, Pfähle, Platten, Nägel, Zement, Schlagbolzen und ähnliche dafür benötigte Utensilien, Arbeitskraft (Carpenters - Tagelöhner) undTransport. Die Empowerment-Workshops umfassen Kursgebühren (nur bei Seife, da externe Dienstleister), Platzmiete (Schweißen), benötigte Utensilien undRohmaterialien. Die dazu verwendeten finanziellen Mittel wurden primär aus dem Crowdfunding-Projekt auf Respekt.net generiert; darüber hinaus erhielten eine Weihnachtsspende von dem Unternehmen ‚Kulturformat GmbH‘ und weitere Unterstützungen (nach dem Projektabschluss auf Respekt.net).

Alle weiteren Informationen findenSie in der Kostenaufstellung oder auf Anfrage an Nina Popanton nina(at)cpvp.org

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