Projekt-ID: 2314

Das Leben afghanischer JournalistInnen retten

eingereicht am: 08.11.2021
Budget: € 18.144,-
Finanzierungsfrist: 09.05.2022
Finanzierungsschwelle: € 9.072
Land/Region: Österreich/Wien
Art: Aktion
Themenkreis: Demokratie & Bürgerrechte

Allgemein

Projektteaser

Nur wenn wir die afghanischen JournalistInnen unterstützen, können wir für Meinungsfreiheit im derzeitigen Afghanistan sorgen!

Projektadresse

Wolkersbergenstraße 22-24/23
1130 Wien
  • Start Projektumsetzung: 03.01.2022
  • Ende Projektumsetzung: 03.01.2023

Projektbeschreibung

Wir wollen fünf afghanische JournalistInnen, die nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan ihren Job verloren haben und nun um ihren Lebensunterhalt kämpfen, für ein einjähriges Projekt als "Freelancer" einstellen. So tragen wir einen Teil dazu bei, dass diese weiterarbeiten können und die Meinungsfreiheit in Afghanistan nicht vollkommen erstickt wird.

Freie Medien werden geschlossen
Nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan wurden 70 % der Medien im Land geschlossen. Mit der Schließung dieser Medien verlor eine große Zahl an Medienschaffenden ihren Arbeitsplatz.


Laut einer Umfrage der „National Union of Journalists of Afghanistan“, die am 3. Oktober 2021 veröffentlich wurde, sind nur mehr 30% der Medien in 28 Provinzen Afghanistans seit der Machtübernahme der Taliban aktiv. Außerdem ist der Zugang von JournalistInnen zu Ressourcen und Recherchemitteln begrenzt. Eine Reihe von JournalistInnen wurde ins Gefängnis gesperrt und brutal geschlagen und misshandelt.

 

JournalistInnen werden ausgehungert
Derzeit zeigen uns Bilder und Videos in sozialen Medien, dass sich eine kleine Anzahl von JournalistInnen beruflich umorientiert hat. Dies geschieht aus der Not heraus. Sie versuchen sich mit Straßenverkäufen oder kurzweiligen Arbeiten im Bauwesen über Wasser zu halten. Doch die Mehrheit an afghanischen Medienschaffenden hat überhaupt keine Möglichkeit irgendeinen Job auszuüben – weder den Hauptberuf in der Medienbranche, noch einen „Not-Beruf“, wie zuvor angeführt. Anfang November hat uns die traurige Nachricht erreicht: Haroon Niromand, der Leiter von technischen Team von afghanischen Parlament TV, hat sich das Leben genommen.

Wenn die Situation so weitergeht, werden die Medienschaffenden in Afghanistan komplett unterdrückt, diskreditiert und eine noch dramatischere Existenzkrise erleben. 

 

JournalistInnen direkt unterstützen
Daher möchte unsere Verein „IEZ“, der in Österreich im Medienbereich tätig ist, im Rahmen von Medienaktivitäten und humanitärer Hilfe zur Unterstützung beitragen. In einem Projekt planen wir, fünf afghanische JournalistInnen, die ihren Job in Afghanistan verloren haben, für ein Jahr als freie JournalistInnen für unser Medienprojekt OXUS TV einzustellen. 
Link zu OXUS TV: www.youtube.com/watch


Die Anstellung dieser Personen ist nicht nur eine humanitäre Hilfe für die Personen selbst, die ihr Leben für Freiheit und Meinungsvielfalt eingesetzt haben, sondern auch eine Unterstützung für einen gemeinnützigen Verein, der sich seit Jahren für die Integration der afghanischer Flüchtlinge in Österreich einsetzt – unser Verein „IEZ“.


Nachweis Projektabschluss

Gesamtabrechnung, Rechnungskopien zu den Ausgaben, die mit den über Respekt.net lukrierten Mitteln bestritten wurden, Online-Abschlussbericht. Wir werden 2 Reportagen, die diese JournalistInnen produzieren, auch auf Deutsch produzieren, damit Sie auch es anschauen können.

Details

Unser Verein  (Interkulturelles Entwicklungs-Zentrum)
IEZ wurde im Jahr 2016 von der afghanischen-österreichischen Journalistin Tanya Kayhan gegründet und hat sich seit Beginn zum Ziel gesetzt, afghanische Flüchtlinge über die Medienarbeit zu integrieren und die beiden Kulturen, Afghanistans und Österreichs, näher zusammenzubringen. 

Der Verein hat im Laufe der Jahre erfolgreiche und grundlegende Projekte für afghanische Flüchtlinge, vor allem für Frauen und Jugendliche, umgesetzt. Im Fokus standen stets Integration und Kooperation.

Eines der wichtigsten und erfolgreichsten Projekte unseres Vereins ist OXUS TV – unser eigener Online-Fernsehsender. Darüber hinaus gehören Journalismus-Workshops, Theaterworkshops, Werte-Kurse und Sprachkurse zu den weiteren Aktivitäten. Die meisten dieser Projekte wurden oder werden von namhaften Organisationen, Institutionen und Behörden in Österreich gefördert.

Wir blicken auf viele Jahre einer guten und starken Zusammenarbeit zurück und werden diese auch durch aktuelle und kommende Projekte weiterführen. Um unser neues Projekt zu implementieren, benötigen wir dieses Mal eure Hilfe, die UnterstützerInnen der Meinungsfreiheit! 


OXUS TV
OXUS TV ist das größte und grundlegendste Projekt des Vereins „Interkulturelles Entwicklungs-Zetrum“, das 2020 ins Leben gerufen wurde. Das TV-Projekt verbreitete sich schnell unter den afghanischen Flüchtlingen in Europa. Ziel dieses Projektes ist es, afghanische Flüchtlinge, insbesondere Frauen und Jugendliche, in Österreich und Europa zu integrieren und zu informieren. 


OXUS TV-Magazin: www.youtube.com/watch;

Integrationsreportage: www.facebook.com/OXUS-TV-101741418008190/videos/453431045995875/

Elternbildung-Projekt, die von MA17 gefördert wurde: www.facebook.com/OXUS-TV-101741418008190/videos/453431045995875/

Integrationsreportag für die Stärkung der Frauen, die von MA57 gefördert wurde: https://www.facebook.com/101741418008190/videos/1417830801755357

 

Projektdetails 
Wir möchten für dieses Projekt fünf JournalistInnen bei unserem Verein als Freelancer einstellen, die über fünf Jahre Erfahrung im TV Nachrichtenbereich haben und seit der Machtübernahme der Taliban ihre Arbeit verloren haben. Wir würden gerne drei Personen innerhalb Afghanistans und zwei Personen außerhalb Afghanistans unterstützen.


Mit der Anstellung dieser JournalistInnen,  
1. schützen wir die Meinungsfreiheit 
2. berichten wir über die aktuelle Situation von Frauen und Minderheiten, sowie kaum vorhandene Menschenrechte unter der Kontrolle des Taliban-Regimes
3. retten wir fünf Personen mit ihren Familien aus der Armut, die sich seit vielen Jahren für die Meinungsfreiheit eingesetzt haben und nun noch mehr um ihr Leben fürchten müssen 

 

Projektablauf 
Wir wollen dieses Projekt Anfang 2022 starten und die Dauer soll ein Jahr betragen. Wir haben bereits Erfahrungswerte bezüglich Crowdfunding sammeln können. 2018 konnten Journalismus-Workshops durch Crowdfunding und „Respekt.net“ gefördert und erfolgreich umgesetzt werden. Noch heute arbeiten die TeilnehmerInnen dieser Workshops bei unserem Verein. Wir können also mit Zuversicht sagen, dass die Unterstützung dieses Projekts nie umsonst, sondern sogar langfristig sein wird.

Budget

  • Gesamtbudget
    € 16.566,-
  • - Eigenmittel
    € 0,-
  • Finanzierungsziel
    € 16.566,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 1.578,-
  • Zielbudget
    € 18.144,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 9.072,-
  • Respekt.net-Teilbetrag 1 (wird bei erfolgreicher Finanzierung überwiesen)
    € 14.909,-
  • Respekt.net-Teilbetrag 2 (wird nach Erhalt des vollständigen Projektabschlussberichtes überwiesen; mind. 10 % des Zielbudgets)
    € 1.657,-
  • Abgabedatum Abschlussbericht
    17.01.2023
  • Projektrisiken

    Derzeit sind uns keine Risiken bekannt.

  • Budgetplanung

    Fünf JournalistInnen: pro Person €200/Monatlich,  €12.000/Jahr


    Überweisung und Geldwechsel: €155/Monatlich, €1.860/Jahr


    Projektbearbeitung und Finanzierung: €100/Monat, €1.200/Jahr

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