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Projekt-ID: 248

1. Wiener Protestwanderweg

eingereicht am: 12.07.2011
Budget: € 7.140,-
Finanzierungsfrist: 08.04.2012
Land/Region: Österreich/Wien
Art: Aktion
Themenkreis: Demokratie & Bürgerrechte

Allgemein

Projektteaser

Der Protestwanderweg macht für Jugendliche erfahrbar, was in der Vergangenheit an Rechten für uns erstritten wurde, wie Menschen sich organisiert und viel erreicht haben – und wie diese Kämpfe und Errungenschaften das Stadtbild bis heute prägen.

Projektadresse

Helferstorferstraße 5
1010 Wien

Zentrum polis - Politik Lernen in der Schule Der Wanderweg hat Stationen, die über ganz Wien verteilt sind.
  • Start Projektumsetzung: 01.09.2011
  • Ende Projektumsetzung: 20.12.2012

Projektbeschreibung

Auf den Spuren des Österreichischen Protests...

Jugendliche machen sich auf die Suche nach den Spuren von Widerstand, Protest, Zivilcourage und Solidarität im Wiener Stadtbild.

Der Wiener Protestwanderweg macht für Jugendliche erfahrbar, was in der Vergangenheit an Rechten für uns alle erstritten wurde, wie Menschen sich organisiert und viel erreicht haben – und wie diese Kämpfe und Errungenschaften das Wiener Stadtbild bis heute prägen. (Hier finden Sie eine vorläufige Übersicht der Stationen)

„Zivilcourage lernen“ ist eine große Herausforderung für die Politische Bildung. Denn mündige BürgerInnen, die sich einmischen und mitmischen in Gesellschaft und Politik, fallen nicht einfach vom Himmel. Sowohl der schulischen, als auch der außerschulischen Bildung kommen auf dem Weg zu diesem Ziel große Verantwortung zu.

Das Kooperationsprojekt von Autor Martin Auer und der am Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte angesiedelten pädagogischen Serviceeinrichtung Zentrum polis – Politik Lernen in der Schule macht die Themen Widerstand, Protest, Zivilcourage und Solidarität auf zeitgemäße Art erfahr- und erlebbar.

Das Projekt setzt auf aktivierende und partizipative Methoden und verknüpft diese mit neuen Informations- und Kommunikationstechnologien. Es fördert auf diese Art und Weise gleichsam nebenbei auch die Methodenkompetenz der SchülerInnen.

 

Aufgrund einer Erhöhung der Eigenmittel wurde das Zielbudget auf Respekt.net geringfügig angepasst. Der Zeitplan wurde aufgrund einer längeren Finanzierungsphase ebenfalls adaptiert.

Der Inhalt des Projektes bleibt natürlich gleich.


Nachweis Projektabschluss

Zwischenbericht im Juni 2012 nach Eröffnung der ersten Stationen. Abschluss-Projektbericht mit Abrechnung nach Eröffnung aller Stationen.

Details

Protestwanderweg

Der Wiener Protestwanderweg ist ein neuartiges Projekt zur Politischen Bildung.

Er soll aufzeigen, wie in der ferneren und näheren Vergangenheit Menschen durch eigenständige Organisation und Widerstand gesellschaftliche Veränderungen durchsetzen konnten.

An Orten, die mit solchen Protesten in Verbindung stehen, vorzugweise an Orten, die es ohne Protestbewegung so heute nicht geben würde, sollen sogenannte mobile tags angebracht werden. Das sind zweidimensionale Strichcodes, die mit einem Smartphone eingelesen werden können und so eine Verbindung zum Internet herstellen.

Auf diese Weise können für den Ort relevante Informationen direkt an Ort und Stelle abgerufen werden. (Hier finden Sie eine vorläufige Übersicht der Stationen)

Diese Informationen können die Form von Schrift, statischem Bild, gesprochener Sprache oder Video haben. Die Codes können zusammen mit einer kurzen Erklärung auf Tafeln erscheinen, die – ähnlich wie die, die auf architektonisch bedeutsame Gebäude hinweisen – an Gebäuden oder selbständig auf Stehern angebracht werden.

Die Tafeln sollen permanent sein und so die Bedeutung von Protest, Selbstorganisation und Widerstand im öffentlichen Raum sichtbar machen.

Als Nutzer kommen natürlich in erster Linie Schulen und Jugendorganisationen in Betracht, doch durch die Sichtbarkeit im öffentlichen Raum können alle interessierten Einzelpersonen oder Gruppen die Einrichtung nutzen.

Laut Nielsen-Studie besaßen im Dezember 2010 29% der Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren in Deutschland ein Smartphone (Österreich wurde nicht untersucht), also fast jeder Dritte. Man kann also davon ausgehen, dass jetzt schon in jeder Schulklasse genügend solcher Geräte vorhanden sind, um die SchülerInnen gruppenweise den Wanderweg nutzen zu lassen. In kürzester Zeit werden mehr als die Hälfte aller Jugendlichen mit mobilen Endgeräten ausgestattet sein.

Die einzelnen Stationen sollen die TeilnehmerInnen jeweils 15 Minuten bis eine Stunde beschäftigen. Die Informationen müssen der Situation entsprechend kurz, prägnant und abwechslungsreich sein. Niemand möchte auf der Straße gern lange Artikel auf einem winzigen Bildschirm lesen. Gesprochene Beiträge erlauben es den TeilnehmerInnen, sich während des Zuhörens umzusehen und umherzugehen. Schrift, Bild und Video sollen nur ergänzend eingesetzt werden.

Wichtig ist, dass bei der Darstellung der verschiedenen Protestbewegungen auch die Argumente der Gegner dieser Bewegungen entsprechend berücksichtigt werden. Die TeilnehmerInnen sollen zu eigenständigen Überlegungen und zur Diskussion angeregt werden.

Bei den einzelnen Stationen können auch Aufgaben gestellt werden. Das können einfache Quizfragen sein, die zu beantworten sind; aber auch Aufträge, wie z.B. Passanten zu interviewen und die Interviews mit dem Handy aufzunehmen; in der Gruppe über bestimmte Fragen abzustimmen, (z.B. ob Ausländer Gemeindewohnungen bekommen sollen; ob öffentliche Stellen Kulturinitiativen finanzieren sollen, ohne sich in die Inhalte einzumischen; ob ausreichende Energieversorgung und Naturerhalt in Einklang gebracht werden können usw.) und die Abstimmungsergebnisse auf der Webseite einzutragen; kurze Spielszenen zu erfinden und mit dem Handy aufzunehmen („Wie würdet ihr den Protest organisieren? Erfindet neue, ungewöhnliche Formen des Protests.“) usw.

Als „Dach“ für den gesamten Protestwanderweg gibt es eine Website (www.protestwanderweg.at). Die Website stellt den Protestwanderweg vor und gibt eine allgemeine Einführung, sie enthält aber natürlich nicht die Links zu den Medien der einzelnen Stationen. Die gibt es nur vor Ort. Auf der Website können sich einzelne TeilnehmerInnen und Gruppen für einen Account registrieren und an den einzelnen Stationen jeweils mit Usernamen und Passwort einloggen. So können sie den Besuch der einzelnen Stationen belegen. (So wie man auf traditionellen Wanderwegen Stempel ins Wanderbuch drückt). Auch die Lösungen der gestellten Aufgaben können sie entweder direkt mobil, oder bei der Nachbereitung von einem PC aus hochladen und ihrem Account zuordnen. Sie können ihre Beiträge auch freischalten, so dass sie öffentlich eingesehen werden können.

Als Einführung für Lehrkräfte, JugendgruppenleiterInnen etc. wird einmal jährlich ein Seminar angeboten, bei dem sowohl die technischen als auch die inhaltlichen und didaktischen Aspekte des Protestwanderwegs behandelt werden.

Geplante Stationen bis Juni 2012

Das Parlament (Reichsratsgebäude)
Das 1883 eröffnete Parlamentsgebäude existiert als Ergebnis einer Entwicklung, die mit der Märzrevolution 1848 begann. Hier soll der Kampf um die parlamentarische Demokratie und das allgemeine gleiche Wahlrecht thematisiert werden.

  • Märzrevolution 1848 und Oktroyierte Verfassung von 1849
  • Oktoberdiplom 1860 und Februarpatent von 1861
  • allgemeines, gleiches, geheimes, direktes Wahrecht für Männer 1906, allgemeines, gleiches, geheimes, direktes Wahlrecht für Männer und Frauen1919

Planquadrat (Margaretenstraße, 1040) 1972-74
Der Planquadratgarten entstand im Kampf gegen eine Welle von Abbruchspekulationen. Er steht für Stadtplanung unter Beteiligung der Bevölkerung. Der ORF begleitete den Protest der MieterInnen dokumentarisch (Helmut Voitl, Elisabeth Guggenberger), die Dokumentaristen schalteten sich aber auch aktiv ein.

Arena - Besetzung 1976
Aus dem Protest gegen des Abbruch des Industriedenkmals Inlandsschlachthof entstand eine kulturelle und politische Massenbewegung, die drei Monate lang das Schlachthofgelände besetzt hielt und ins Selbstverwaltung mit Kulturveranstaltungen und sozialen Einrichtungen belebte.

Fleischmarkt: pro:woman - Ambulatorium für Sexualmedizin und Schwangerenhilfe seit 1976
Das Ambulatorium existiert als Ergebnis des Kampfs gegen den $144. Gründung der Aktion unabhängiger Frauen, Volksbegehren der Aktion Leben gegen die Strafrechtsreform, Fristenlösung 1975, Eröffnung des Ambulatoriums 1976

 

Rosa-Lila Villa seit 1982

Als Ausdruck des Kampfs gegen die Verfolgung von Schwulen und Lesben.
Homosexuellen-Gesetzgebung vom Holocaust bis zur Homo-Ehe

 

Erstes Mädchengymnasium Hegelgasse 12
1892 erstes Österreichisches Mädchengymnasium. Ein früher Erfolg der Frauenbewegung. Begründet von der Frauenrechtlerin Marianne Hainisch (Verein für erweiterte Frauenbildung, Frauenstimmrechtskomitee usw.)

Geplante Stationen bis Dezember 2012

Karl-Marx-Hof
Der Karl-Marx-Hof stellt eine Errungenschaft der Arbeiterbewegung dar und ist ein Symbol des Widerstands gegen ihre Niederwerfung (Februarkämpfe 1934).

O5 am Stephansdom
Nahe dem unter Denkmalschutz gestellten Symbol O5 am Wiener Stephansdom .soll über den Widerstand gegen die NS-Herrschaft in Österreich informiert werden. „Als Ende des Jahres 1944 der Befehl kam, Wien notfalls durch die eigenen Truppen zerstören zu lassen, nahm Major Carl Szokoll Kontakt mit dem zivilen Widerstand auf und erarbeitete einen Plan zur Befreiung Wiens durch die Rote Armee. Durch engagiertes Handeln konnte er Wien vor der Zerstörung retten.“ Wien als Ganzes ist also ein Ort, der ohne mutigen Widerstand so nicht existieren würde.

Ballhausplatz: Ort des Protests gegen das Atomkraftwerk Zwentendorf
Der Kampf gegen die Inbetriebnahme des Atomkraftwerks, Volksabstimmung 1978

Besetzung der Hainburger Au 1984
(Evtl. beim Kraftwerk Freudenau)
Mai 1984 Pressekonferenz der Tiere (G. Nenning als roter Auhirsch, J. Mauthe als Schwarzstorch). Dez. 1984 Sternmarsch (ÖH), Besetzung. 19 Dez. Polizeieinsatz, 800 Beamte gegen 3000 Besetzer. Demonstration in Wien m. 40.000 Teilnehmern. Rodungsstopp. März 1985: Konrad-Lorenz-Volksbegehren: 350.000 Unterschriften. 1996: Nationalpark.

Heldenplatz: Lichtermeer 1993
Initiiert von SOS Mitmensch gegen das „Ausländervolksbegehren“ der FPÖ. Größte Demonstration in Österreich (200.000 bis 300.000).

Radio Orange seit 1998
1. Republik: Arbeiterradios als Widerstand gegen das Sendemonopol der RAVAG. 1979: Erster PiratInnen-Sender „Ö-Frei“. Im Zuge der Diskussion um die Privatisierung des Radios folgte eine Welle von illegalen Sendungen, die Anträge auf Lizenzerteilung begleiteten. 1995 erhielt das erste nichtkommerzielle Radio Österreichs die Sendelizenz.

Budget

  • Gesamtbudget
    € 29.700,-
  • - Eigenmittel
    € 23.200,-
  • Finanzierungsziel
    € 6.500,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 640,-
  • Zielbudget
    € 7.140,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 0,-
  • Respekt.net-Teilbetrag A (wird bei erfolgreicher Finanzierung überwiesen)
    € 5.500,-
  • Respekt.net-Teilbetrag B (wird nach Erhalt des Zwischenberichtes überwiesen)
    € 500,-
  • Abgabedatum Zwischenbericht
    15.06.2012
  • Respekt.net-Teilbetrag C (wird nach Erhalt des vollständigen Projektabschlussberichtes überwiesen; mind. 10 % des Zielbudgets)
    € 500,-
  • Abgabedatum Abschlussbericht
    30.09.2012
  • Projektrisiken
    -
  • Budgetplanung

    Organisation, Verhandlungen mit möglichen KooperationspartnerInnen bzw. mit den HausbesitzerInnen

     

    6.000,- €

    Konzept für die Inhalte der Stationen

     

    2.000,- €

    Erstellen der Inhalte (Redaktion,  Tonmaterial besorgen, Aufahme)

    1.200,- € pro Station

     

    14.400,- €

    Lektorat, Endkorrektur

     

    2.000,- €

    Grafikkonzept und Gestalten der Tafeln

     

    1.500,- €

    Bedrucken der Tafeln

    50,- € pro Tafel

    600,- €

    Montage der Tafeln

    100,- € pro Station

    1.200,- €

    Erstellen der Begleitbroschüre

    Hier ist nur ein kleiner Betrag für redaktionelle Arbeiten angegeben, Teile des Inhalts, Layout und Druck werden von polis beigesteuert, weil die Begleitbroschüre als Ausgabe von polis aktuell, der Monatsschrift von Zentrum polis, erscheint.

    900,- €

    Werbematerialien

     

    500,- €

    Bewerbung des Protestwanderwegs

    Wird von Zentrum polis im Rahmen seiner allgemeinen Tätigkeiten geleistet.

     

    Lehrkräfteseminar zur Eröffnung des Protestwanderwegs

    Hier ist nur das Honorar des Vortragenden budgetiert, der Raum wird von polis zur Verfügung gestellt

    600,- €

     

     

    29.700,- €




    Finanzierungskonzept

    Stadt Wien MA 7

    Ansuchen bereits gestellt

    8.100,- €

    Stadt Wien weitere

    Ansuchen spätestens August 2011

    7.000,- €

    Bund

    Bewilligt

    4.600,- €

    Respekt.net (www.respekt.net)


    6.500,- €

    Eigenmittel

    bereits vorhanden

    3.500,- €

     

     

    Gesamt

     

    29.700,- €


     

Dateien

Links & Downloads

News

Zentrum polis / Ludwig...

hat am 28.08.2013 geschrieben

Protestwanderweg Reloaded - Wir wandern weiter

Danke für eure bisherigen Investitionen in den Protestwanderweg! Wir wollen nun drei weitere Stationen erarbeiten und haben ein neues Projekt initiiert. Wir hoffen, dass uns die respekt.net Community wieder tatkräftig unterstützt! Infos zum neuen Projekt findet ihr hier:

Zentrum polis / Ludwig...

hat am 14.05.2013 geschrieben

Aktualisierte Version des Begleithefts ist fertig

Alle zwölf Stationen des Protestwanderwegs sind nun zugänglich. Das Begleitheft stellt sie alle vor und ist auf der Webseite von Zentrum polis zum Download bereit gestellt.

Zentrum polis / Ludwig...

hat am 30.04.2013 geschrieben

Neue Station Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch

Der Kampf gegen das Abtreibungsverbot und die neue Frauenbewegung, nachzuhören unter: www.protestwanderweg.at/p144/

Zentrum polis / Ludwig...

hat am 29.04.2013 geschrieben

Neue Station Radio ORANGE 94.0

Ab heute wieder eine neue Station zugänglich. Die Geschichte der freien Radios kann bei Radio ORANGE 94.0 nachgehört werden. www.protestwanderweg.at/orange

 

Zentrum polis / Ludwig...

hat am 25.04.2013 geschrieben

Neue Station Hebenstreit

Eine neue Tafel, die vor dem Republikanischen Club auf Hebenstreit und die Wiener Jakobiner hinweist. Heute montiert und unter www.protestwanderweg.at/jakbn abrufbar.

Zentrum polis / Ludwig...

hat am 11.02.2013 geschrieben

Begleitheft zum Protestwanderweg

Protestwandern hat immer Saison! Das Begleitheft zu den Stationen gibts gratis als Download bei Zentrum polis.

 

Meinungen

20.06.2011 17:00:18

Patricia Hladschik

hat am 20.06.2011 geschrieben

Für uns als OrganisatorInnen ist es besonders wichtig, dass respekt.net bei diesem Projekt dabei ist, weil es für uns ein wichtiges Signal ist, wenn Privatpersonen sich mit dem Thema identifizieren und es fördern. Wir freuen uns darauf, das Respekt.net-Logo auf den Tafeln des Protestwanderwegs zu sehen. Und wir hoffen, dass viele der zukünftigen Protestwanderer sich respekt.net anschließen werden und dass umgekehrt die respekt.net-Community eifrig mitwandern wird.

Abschlussbericht

Abschlussbericht allgemein

Der Erste Wiener Protestwanderweg führt zu Orten, die mit  Protestbewegungen in Verbindung stehen.
Dort sind Tafeln mit so genannten "mobile tags" angebracht. Das sind zweidimensionale Strichcodes, die mit einem Smartphone eingelesen werden können und so eine Verbindung zum Internet herstellen. Auf diese Weise können für den Ort relevante Informationen (Texte, Bilder, Tondokumente und Videos) direkt an Ort und Stelle abgerufen werden.

ERÖFFNUNG VON ZWÖLF STATIONEN

Seit 4. Oktober 2012 sind die ersten sechs Stationen des Protestwanderwegs im öffentlichen Raum zugänglich und führen zur Geschichte der Gewerkschaft, der Arena, der Rosa Lila Villa, zum ersten Wiener Mädchengymnasium sowie ins Planquadrat und ins WUK.

Am 1. Mai 2013 wurden im Rahmen der Aktionstage Politische Bildung 2013 sechs weitere Stationen eröffnet: Hebenstreit und die Wiener Jakobiner, das Parlament, O5 am Stephansdom – Zeichen des österreichischen Widerstands, Radio ORANGE 94.0 – Freie Radios, Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch, Nationalpark Donau-Auen.

Damit kommt das Projekt fürs Erste zu einem Ende und Zentrum polis und Martin Auer werden sich in den nächsten Monaten der intensiven Bewerbung des Protestwanderwegs widmen, damit das Projekt bekannter wird. Das Feedback der  UserInnen wird laufend eingearbeitet und die Usability der Webseite verbessert.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass weitere Stationen erarbeitet werden, wenn eine entsprechende Finanzierung gefunden werden kann und sich abzeichnet, dass das Projekt gut angenommen wird.

Alle Stationen sind auch auf der Projektwebseite abrufbar: www.protestwanderweg.at

Weitere Informationen finden sich im angehängten Projektbericht und im Begleitheft zum Protestwanderweg.

Galerie

Downloads

Welchen gesellschaftspolitischen Zweck hat das projekt erfüllt?

Das Projekt ist ein Beitrag zur politischen Bildung. Petitionen, Demonstrationen, Streiks, Hausbesetzungen, Volksbegehren, Menschenketten, Piratenradio, Flugblätter, Lichtermeer ... Vielfältig sind die Formen, mit denen Menschen sich ihre Rechte erstritten haben. Der Erste Wiener Protestwanderweg macht erfahrbar, wie diese Kämpfe und Errungenschaften das Stadtbild bis heute prägen.

Die Stationen beschäftigen sich u.a. mit folgenden Fragen:

  • Seit wann dürfen Mädchen ein Gymnasium besuchen und studieren?
  • Wie kam es zu den selbstverwalteten Kulturzentren Arena und WUK?
  • Wer hat das Schwulen- und Lesbenhaus erkämpft?
  • Wo gibt es in Wien einen selbstverwalteten Park?
  • Wozu braucht man Gewerkschaften?
  • Seit wann gibt es das Wahlrecht?
  • Wer hat Widerstand gegen den Nationalsozialismus geleistet?
  • Seit wann gibt es freie Radios?
  • Was wurde durch die Besetzung der Stopfenreuther Au erreicht?

Das Projekt will aber nicht nur Jugendliche informieren, sondern steht allen Interessierten offen.

Wie waren Reaktionen anderer zu diesem Projekt?

Erste und heftigste Reaktion war eine parlamentarische Anfrage während der Finanzierungsphase.

Reaktionen Medien

  • ZIB 24 Beitrag
  • Beitrag auf Ö1, Radio WUK, Radio ORANGE 94.0
  • Beiträge in Printmedien, u.a. derstandard.at
  • Hinweise in Newslettern, u.a. Stadtspionin

Reaktionen Wissenschaft

  • Einladung, das Projekt beim Symposion "International Directions in Critical Place-Name Research" der Uni Wien vorzustellen

Reaktionen anderer Organisationen

  • Anfragen von Orten/Organisationen, die Teil des Protestwanderwegs werden möchten.

Reaktionen Schulen

  • Anfragen von Schulen, die den Protestwanderweg während der "Wienwoche" besuchen möchten.
  • Das Begleitheft wurde ca. 200 Mal downgeloadet, was darauf hindeutet, dass die Besuche im Unterricht vor- / nachbereitet werden.

Aufrufe über google Maps

  • Der Protestwanderweg wurde ca. 4500 Mal aufgerufen, was aufzeigt, dass das Interesse über die Hauptzielgruppe Lehrkräfte/SchülerInnen hinausgeht.

Wofür wurde das gespendete Geld konkret ausgegeben?

Die von der respekt.net-Community investierte Summe von 6.500,- € wurde sowohl für Honorarnoten für die inhaltliche Gestaltung der Stationen durch Martin Auer, Ankauf von Bildrechten, kleine Dankesgeschenke für die teilnehmenden Schulklassen als Testklassen, Druck und Layout der Tafeln, Öffentlichkeitsarbeit verwendet.

Die Belege finden Sie im Abrechnungspdf.

Wie werden Sie die Mildtätigkeit des Projektes nachweisen?

Zeit spenden

Bitte geben Sie die Anzahl an Stunden bei den einzelnen Aufgaben ein, die Sie spenden.

Zeit spenden

Noch benötigt: 5 Std.
Zeitraum Jänner bis April 2012: Hilfe bei den Verhandlungen mit den HausbesitzerInnen und für das Aufsetzen der Vereinbarungen
Noch benötigt: 10 Std.
Zeitraum Jänner bis März 2012: Unterstützung bei der Gestaltung der Webseite des Protestwanderwegs und der Tafeln, die im öffentlichen Raum angebracht werden

Zugeordnete Themen