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Projekt-ID: 682

Videowegweiser durch das österreichische Asylverfahren

Kontaktperson: Katharina Lang
eingereicht am: 20.03.2014
Budget: € 6.151,-
Finanzierungsfrist: 20.09.2014
Land/Region: Österreich/Tirol
Art: Aktion
Themenkreis: Flüchtlinge & Zuwanderung

Allgemein

Projektadresse

Müllerstraße 7
6020 Innsbruck
  • Start Projektumsetzung: 15.03.2014
  • Ende Projektumsetzung: 15.09.2014

Projektbeschreibung kurz

"Finanzierung der Dolmetschkosten für den Videowegweiser"

Der Videowegweiser soll Flüchtlingen und anderen Interessierten eine einfache Möglichkeit bieten, sich selbstständig über das österreichische Asylverfahren und die damit verbundenen Rechte und Pflichten zu informieren. Wir möchten zusammen mit euch, der Respekt.net Community, Flüchtlingen die Möglichkeit bieten, sich selbstständig über Ihre Rechte und Pflichten informieren können.

Das Video wird mit der Methode der analogen Animation aufgearbeitet, diese erscheint uns am geeigneten, um komplexe Sachverhalte darstellen zu können. Die Zeichnungen für das Video werden von einem Tiroler Künstler angefertigt (Fotos findet ihr unter "Dateien"). 

Im Jahr 2013 haben wir unser Projekt „Videowegweiser durch das österreichische Asylverfahren“ zum ersten Mal veröffentlicht. Das Projekt war mit über 100.000 Videoklicks in nur ein paar Monaten ein großer Erfolg! 

Der Videowegweiser 2013 hat aufgrund der am 01.01.2014 in Kraft getreten Verwaltungsreform keine Gültigkeit mehr. Es gibt neue Gesetze und Bestimmungen für AsylwerberInnen und MigrantInnen in Österreich. Auch die Behördenstrukturen haben sich verändert.

Sowohl Flüchtlingen als auch FachexpertInnen fällt es schwer, die neuen Strukturen zu durchblicken. Daher möchten wir den Videowegweiser so bald wie möglich neu erarbeiten und an die neuen Gesetze und Bestimmungen anpassen.

Als hauptsächlich ehrenamtliches Team sind wir jedoch auf Spenden angewiesen um unter anderem die anfallenden Dolmetschkosten für das Projekt finanzieren zu können. Wir bitten euch deshalb hiermit um eure finanzielle Hilfe, um die Übersetzungskosten abzudecken!

Aufgrund der vielen Nachfragen und Bitten, dass Video so schnell als möglich wieder online zu schalten, wurde bereits im Februar mit der Umsetzungsphase begonnen. Geplant ist im September 2014 das Video wieder online schalten zu können.

Das Video ersetzt keine Beratungsstelle, ermöglicht Betroffenen aber, sich grundsätzliche Informationen bezüglich ihrer Rechte und Pflichten in verschiedenen Sprachen zu beschaffen. Flüchtlinge in Österreich befinden sich in einem Abhängigkeitsverhältnis, sie sind abhängig von staatlicher Unterstützung, von Beratenden und Behörden – der Videowegweiser soll dieser Abhängigkeitsspirale entgegenwirken!

Der Videowegweiser gilt als bedeutendes Arbeitstool für Beratungsstellen, wurde an Schulen und Universitäten zur Lehre und Aufklärungsarbeit verwendet und natürlich auch von zahlreichen Flüchtlingen, um sich selbstständig über ihre Rechte und Pflichten zu informieren.

Wir bitten daher auch Euch, das Projekt in Form einer Geldspende zu unterstützen - damit wir gemeinsam Flüchtlingen die Chance geben können, sich unabhängig und in ihrer eigenen Sprache über ihre Rechte zu informieren!

Eure Plattform Rechtsberatung für Menschenrechte (www.plattform-rechtsberatung.at)


Nachweis Projektabschluss

Gesamtabrechnung, Rechnungskopien zu den Ausgaben, die mit den über Respekt.net lukrierten Mitteln bestritten wurden, Fotodokumentation, Online-Abschlussbericht.

Details

Ausgangssituation

Die täglichen Erfahrungen zahlreicher Rechtsberatungsstellen für Flüchtlinge, wie auch der unabhängigen Rechtsberatung in Tirol, haben gezeigt, dass viele AsylwerberInnen und Menschen ohne legalem Aufenthaltstitel wenig über ihre Rechte und Pflichten wissen. Ihre Informationslage ist oft auch nach jahrelangem Aufenthalt nur sehr vage und sie wissen wenig über den Ablauf des Asylverfahrens in Österreich. Da es kein umfassendes Informationsmaterial gibt, welches es Betroffenen ermöglicht sich niederschwellig und selbständig zu informieren, sind diese Menschen in ihrer schwierigen Lebenssituation gänzlich von Beratungseinrichtungen abhängig.

Da das österreichische Fremdenrecht hoch komplex, schwer verständlich und häufigen Novellierungen unterworfen ist, ist es auch für Einrichtungen, für welche Flüchtlinge nicht die primäre Zielgruppe sind (beispielsweise Jugendzentren, Familienberatungen, etc...) schwierig, sich schnell einen Überblick zu verschaffen. Für jede sozialarbeiterische und therapeutische Maßnahme ist die aufenthaltsrechtliche Lage des/der KlientIn jedoch relevant. Dies macht es notwendig, sich im Bedarfsfall schnell einarbeiten zu können.

Dieses Informationsdefizit auf vielen Seiten stellt eine altbekannte Problemstellung dar. Aufgrund der zahlreichen Novellierungen sind jedoch viele Versuche, entsprechendes Informationsmaterial auszuarbeiten gescheitert.

Innerhalb der EU und in Österreich sind Migration und Integration permanent wichtige öffentliche Themen, welche unserer Ansicht nach so ganzheitlich und konstruktiv wie möglich zu betrachten und zu bearbeiten sind. Die Diskussion über Flüchtlinge wird auf allen Ebenen sehr emotional geführt was unter anderem an verbreiteten Unwahrheiten über die Rechte und Pflichten von AsylwerberInnen liegt. Das Video soll auch dazu beitragen Vorurteile zu bekämpfen und Unwahrheiten entgegen zu treten.

Ziele und Grundsätze

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, ein Informationstool für Flüchtlinge und interessierte Menschen zu schaffen, welches ihnen ermöglicht, sich selbstständig per Video zum Asylverfahren in Österreich zu informieren. Unser Ziel ist auch, dass dieses Tool von Flüchtlingen und Flüchtlingsorganisationen und von anderen Interessierten in ganz Österreich herangezogen wird, um die eigene Informationslage zum Asylverfahren zu verbessern.

Teilziele und Grundsätze des Projektes sind die folgenden:

Verständliche Aufbereitung relevanter Rechtsmaterien des österreichischen Fremdenrechts (Asylgesetz, Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz, Fremdenpolizeigesetz, Grundversorgungsgesetz (Schwerpunkt Tirol) ,Version2014 zusätzlich BFA-VG, VwGVG, AVG)

Niederschwelliger Zugang

(Umsetzung in 8 Sprachen nach den häufigsten Herkunftsländern; gesprochene Information, da es in der primären Zielgruppe viele AnalphabetInnen gibt; grafikunterstützt, um die Informationen leicht verständlich transportieren zu können)

• Kontrolle über die Informationsverbreitung (veraltete Information sollte von uns im Falle einer Novellierung sofort aus der Öffentlichkeit genommen werden, um Fehlinformation zu vermeiden)

Partizipativer Ansatz: Umsetzung mit Flüchtlingen (Ein Grundansatz der Plattform Rechtsberatung ist nicht über nur über Flüchtlinge zu sprechen sondern gemeinsam mit ihnen Projekte zu planen, umzusetzen und gemeinsam die Stimme zu erheben. Besonders für dieses Projekt sind die Erfahrungen von Flüchtlingen essentiell für die Gestaltung des Tools.)

• Das Tool stellt KEINEN Ersatz für eine qualitative Rechtsberatung dar! Jeder Fall ist unterschiedlich und bedarf einer persönlichen Rechtsberatung um individuelle Gründe berücksichtigen zu können.

Evaluation

Die Erreichung unseres Ziels können wir sowohl an den Aufrufzahlen des Videowegweisers messen, als auch durch die direkten Rückmeldungen von Flüchtlingen, RechtsberaterInnen oder anderen Personen. Der Videowegweiser 2013 galt als Pilotprojekt, da es
bis dato kein vergleichbares Informationstool in Österreich gab. Die starke Nachfrage, die globale Verfügbarkeit und die vielen positiven Rückmeldungen bestätigten uns in unserem Vorhaben, den
Videowegweiser 2014 an die aktuelle Rechtslage anzupassen.
Diesbezüglich ist zu erwähnen, dass wir von UNHCR ein Empfehlungsschreiben, in dem die Relevanz der Überarbeitung des
Videowegweisers betont wird, bekommen haben. Die erste große Evaluation des Videowegweisers 2014 wird im Februar 2015 stattfinden, wenn der Videowegweiser 6 Monate online war und wir ihn österreichweit präsentiert haben.

Meilensteine

Vorbereitung:

bis 31.  Februar: Leitfaden ist erstellt

bis 15. März 2014: Beobachtung der Auslegung der gesetzlichen Änderungen und der Praktiken an den zuständigen Ämtern (durch Dokumentation, Befragung von ExpertInnen, Begleitung von geladenen AsylwerberInnen)

Durchführung:

bis 30. März 2014: Text ist auf Deutsch verfasst

bis 15. April 2014: Text ist korrekturgelesen (von RechtsexpertInnen und AsylwerberInnen als ExpertInnen ihrer Lebenswelt) und fertiggestellt

bis 15. April 2014: Drehbuch fürs Filmen ist erstellt

bis 15. Mai 2014: Deutscher Text ist aufgenommen

bis 15. Mai 2014: Zeichnungen sind ausgearbeitet (in Abstimmung mit dem Drehbuch)

bis 31. Mai 2014: Texte sind in 7 Fremdsprachen übersetzt und korrekturgelesen (professionelles Übersetzen mit Gegenchecks)

bis 29. Juni 2014: Texte sind in Fremsprachen aufgenommen

bis 29. Juni 2014: Filmsession abgeschlossen

bis 15. August 2014: Film ist fertig geschnitten

Veröffentlichung:

ab spätestens 15. September 2014: Verfügbarkeit des Videowegweisers online in 8 Sprachen

ab frühestens 1. September bis 25. Februar 2014: Infotour zum Videowegweiser durch alle 9 Bundesländer (österreichweite Öffentlichkeitsarbeit zur Bekanntmachung, Ankündigung der Infotour-Termine auf unterschiedlichen Kanälen und für unterschiedliche Zielgruppen, Präsentation des Videowegweisers)

bis 30. September 2014: Pressearbeit und Aussendungen per verschiedenen Medien

bis 3. Oktober 2014: Pressekonferenz in Innsbruck

Öffentlichkeit

Die Zielgruppen (Flüchtlinge, in der Flüchtlingsarbeit Tätige und andere Interessierte) werden von uns über verschiedene Kanäle angesprochen und zum Projekt Videowegweiser informiert: über regelmäßige mehrsprachige (Video)Updates auf Facebook, über unsere E-Mail-Verteiler, mehrsprachige Flyer, bei unseren Veranstaltungen und durch persönliche Kontakte.

Wir planen sowohl eine Pressekonferenz im September oder Oktober 2014, als auch breite Presseaussendungen, Kooperationen mit Flüchtlingsheimen zur Einrichtung von Videowegweiser-Portalen, eine Infotour durch ganz Österreich und sonstige Kommunikation über unsere Netzwerke und Kanäle. Weiters sind auch internationale Vernetzung und Kooperation geplant, um den Videowegweiser europaweit zu realisieren und das Konzept auch an motivierte Organisationen in anderen Ländern weiterzugeben.

Nachhaltigkeit

Der Videowegweiser ist ein Pionierprojekt! Das Projektergebnis des Videowegweisers, der in 8 Sprachen und in übersichtliche Kapitel gegliedert abrufbar ist, wird allein dadurch einen klaren nachhaltigen Nutzen zeigen.  Da der Videowegweiser übers Internet für alle frei zugänglich ist, werden wir ihn österreichweit bewerben. Weitere nachhaligkeitsfördernde Aktivitäten könnten sein: die Einrichtung von Videowegweiser-Portalen in bestimmten Organisationen, die Erweiterung der Nutzung des Videowegweisers an Bildungseinrichtungen wie z.B. Schulen und Universitäten, die Präsentation des Videowegweisers bei diversen öffentlichen Veranstaltungen, wie zum Beispiel beim Tag der Menschenrechte und die intensive österreichweite Vernetzung mit weiteren Organisationen, die diesem Projekt einen Mehrwert geben können.


Mehr Informationen findet ihr unter www.plattform-rechtsberatung.at

Budget

  • Gesamtbudget
    € 5.600,-
  • - Eigenmittel
    € 0,-
  • Finanzierungsziel
    € 5.600,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 551,-
  • Zielbudget
    € 6.151,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 0,-
  • Respekt.net-Teilbetrag A (wird bei erfolgreicher Finanzierung überwiesen)
    € 3.000,-
  • Respekt.net-Teilbetrag B (wird nach Erhalt des Zwischenberichtes überwiesen)
    € 1.500,-
  • Abgabedatum Zwischenbericht
    22.06.2014
  • Respekt.net-Teilbetrag C (wird nach Erhalt des vollständigen Projektabschlussberichtes überwiesen; mind. 10 % des Zielbudgets)
    € 1.100,-
  • Abgabedatum Abschlussbericht
    30.09.2014
  • Projektrisiken
    Projektrisiken stellen die Finanzierung des Videowegweisers sowie etwaige Gesetzesänderungen in der Zukunft dar. Derzeit ist keine weitere Novellierung des Fremdenrechts bekannt. Sollte es uns nicht möglich sein, die Umsetzung auszufinanzieren werden wir das Projekt dennoch auf jeden Fall umsetzen. Dies sehen wir durchaus kritisch, da wir dabei dem Bund einen großen Teil seiner Informationspflicht gegenüber Flüchtlingen abnehmen und Finanzierungslücken durch Ehrenamt ausgleichen.

    Da Flüchtlinge jedoch eine wenig beachtete Zielgruppe darstellen, für die wenig Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, muss man auch die Realität beachten. Wir sind der Meinung, dass die Versäumnisse des Staates nicht auf den Schultern von marginalisierten Gruppen lasten dürfen.
  • Budgetplanung
    Die Finanzierung des Videowegweisers 2014 ist bisher noch nicht gesichert. Die Überarbeitung des Videos wird jedoch ungefähr 23.000 € kosten - Kosten, die wir aus unseren Vereinsgeldern nicht bewältigen können. Um die überarbeitete Version des Videowegweisers bis September 2014 online stellen zu können, sind wir daher auf die Unterstützung von SpenderInnen angewiesen. Bisher konnten wir 6.510 € durch Preisgelder und Spenden lukrieren.
    Wir bemühen uns darum sowohl von staatlicher als auch privater Seite finanzielle Unterstützung zu erhalten. Diesbezüglich haben wir ein Subventionsansuchen an das Land Tirol gestellt, KooperationspartnerInnen welche das Video im Arbeitskontext benutzen können (v.a. NGOs) angefragt sowie das Projekt bei Preisausschreibungen eingereicht (Sozialmarie, WKO Preis - diesen haben wir gewonnen).

    Via respekt.net wenden wir uns an die Zivilgesellschaft, mit der Hoffnung damit einen wichtigen Teil des Projektes, und zwar die Kosten für die DolmetscherInnen, finanzieren zu können. Wie bereits bei den Projektrisiken erwähnt, werden wir uns darum bemühen, den Videowegweiser auf alle Fälle umzusetzen. Wir sind jedoch auf gewisse externe ExpertInnen, wie die DolmetscherInnen, angewiesen, da das Video in 8 Sprachen veröffentlicht wird.
    Die DolmetscherInnen werden dabei mit 20€ die Stunde vergütet und benötigen für die schriftliche Übersetzung (ca. 40 A4 Seiten) und die Aufnahme der Texte im Tonstudio insgesamt 35 Stunden.

    Wir bitten daher auch Euch, unser Projekt in Form einer Geldspende zu unterstützen - damit wir gemeinsam Flüchtlingen die Chance geben können, sich unabhängig und in ihrer eigenen Sprache über ihre Rechte zu informieren!

Dateien

Links & Downloads

Galerie

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News

Plattform Rechtsberatung

hat am 16.10.2014 geschrieben

Rechnungsbelege

Der Projektzeitraum war vom Mitte März bis Mitte September angesetzt. Aufgrund der Komplexität der Überarbeitung des Videos und Anpassung an die neue Gesetzeslage sind wir leider noch nicht ganz fertig, aber hoffen die nächsten Tage die restlichen Files veröffentlichen zu können. Unsere DolmetscherInnen sind somit bis vor kurzem (teilweise jetzt noch) mit Kontrollarbeiten beschäftigt. Aufgrund dessen und aber auch weil einige unserer DolmetscherInnen mehrere Wochen im Sommer im Urlaub war...

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Plattform Rechtsberatung

hat am 22.09.2014 geschrieben

Ausfinanziert

Wir möchten uns herzlich bei allen UnterstützerInnen bedanken. Wir können es bisher kaum glauben und sind über glücklich nun die Möglichkeit zu haben, all unsere DolmetscherInnen für ihre Leistung gerecht entlohnen zu können. Wir dürfen stolz sagen, die deutsche Version des Videowegweisers ist bereits auf unserer Homepage www.plattform-rechtsberatung.at online. Wir hoffen in den nächsten Wochen die restlichen Sprachen online stellen zu dürfen.

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Plattform Rechtsberatung

hat am 11.08.2014 geschrieben

Vielen Dank

Wir haben bereits über die Hälfte der Kosten herinnen! 40 Tage haben wir noch Zeit um die restliche Summe zu lukrieren. Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich bei all unseren UnterstützerInnen bedanken!

 

Plattform Rechtsberatung

hat am 16.07.2014 geschrieben

Unser Dolmetscher Naqib darf in Österreich bleiben!!

Wir gratulieren unserem Dari-Dolmetscher zum positiv abgeschlossenen Verfahren und freuen uns auf eine weitere gute Zusammenarbeit. Wir wünschen ihm viel Glück und können stolz sagen: "Endlich willkommen in Österreich" :)

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Plattform Rechtsberatung

hat am 16.07.2014 geschrieben

FürsprecherInnen

Auch Christoph Riedl, Geschäftsführer des Diakonie Flüchtlingsdienstes, unterstützt das Projekt "Videowegweiser 2014" und unsere Crowdfunding-Kampagne auf

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Plattform Rechtsberatung

hat am 30.06.2014 geschrieben

FürsprecherInnen

Auch die Tiroler Soziallandesrätin Christine Baur unterstützt das Projekt "Videowegweiser 2014" und unsere Crowdfunding-Kampagne auf www.respekt.net

Meinungen

Abschlussbericht

Abschlussbericht allgemein

Umsetzung

Zu Beginn mussten wir den Text für das Video an das neue Gesetz anpassen. Die vereinfachte Darstellung einer komplexen Rechtsmaterie gestaltete sich auch diesmal wieder als spannender Prozess. Mit viel Mithilfe unserer KollegInnen des Diakonie Flüchtlingsdienstes konnten wir aber dennoch die Texte bald fertig stellen. Anschließend wurden die Texte (40 Seiten) an alle DolmetscherInnen geschickt, welche somit mit ihrer Arbeit beginnen konnten. Zeitgleich wurde das Storyboard geschrieben und somit konnten wir auch eruieren welche Symbole wir für die Überarbeitung benötigen. Somit begann die Arbeit für unseren Künstler, welcher uns, die Symbole gezeichnet hat. Anschließend wurde die deutsche Version des Videos im Tonstudio (Freirad Innsbruck) aufgenommen. Anhand der deutschen Aufnahmen wurde das neue Video anhand der "simple-show" Methode gedreht. Unsere beiden Grafikerinnen haben sich um den Schnitt des Videos gekümmert. Anschließend konnten die anderen Sprachen im Tonstudio aufgezeichnet werden. Nachdem alle Sprachaufnahmen fertiggestellt waren lag es an unseren Grafikerinnen die Videos zu schneiden und mit den DolmetscherInnen nochmals zu kontrollieren.Derzeit müssen gerade noch die letzten Schnittfehler kontrolliert werden uns wir hoffen bis Mitte Oktober alle Videos online stellen zu können! Derzeit sind wir somit wieder damit beschäftigt allen UserInnen die erfreuliche Nachricht zu kommen zu lassen, dass das Video wieder online ist. 

Stolpersteine

Die Überarbeitung des Videotools gestaltete sich komplizierter als wir erwartet haben. Da der Videowegweiser ein innovatives Informationstool ist und vor uns noch keine andere Organisation ein vergleichbares Video erarbeitet hat, können wir uns natürlich auch nicht an Erfahrungsberichten von PartnerInnen orientieren. Aufgrund der umfassenden Verwaltungsreform mussten nicht nur Teile des Videos überarbeitet werden sondern in jedem Kapitel und Erweiterungslink mussten Begriffe und Bestimmungen verändert werden. Was uns von Beginn an vor die entscheidende Frage gestellt hat, den gesamten Text in allen 6 Sprachen aufzunehmen oder nur die zu verändernden Textbausteine und anschließend die alten und neuen Tonaufnahmen zu mischen. Die Version des Videowegweisers wurde 2014 um zwei Sprachen (Französisch und Pashto) erweitert. Bei diesen zwei Sprachen hat sich somit diese Frage nicht gestellt. Wir haben uns damals dafür entschieden alte und neue Tonaufnahmen zu verwenden. Nach vollbrachtem Werk und erster Evaluation, haben wir jedoch beschlossen, bei der nächsten Überarbeitung (insofern wieder grundlegende Begriffe und Bestimmungen angepasst werden müssen) das komplette Video zu erneuern um uns komplizierte Mischarbeiten ersparen zu können.


Danksagung

Wir möchten uns vorab bei all unseren UnterstützerInnen der respekt.net Crowd bedanken. Ohne eure Spenden wäre es uns nicht möglich gewesen die am Projekt beteiligten DolmetscherInnen für ihre wertvolle Leistung entlohnen zu können. Wir möchten uns aber auch bei der respekt.net Crew und vor allem bei Pamina A. bedanken für die großartige Unterstützung während der Kampagnenlaufzeit! Sowie beim Freirad Studio Innsbruck welche uns gratis ihr Tonstudio zur Verfügung stellen und unsere MitarbeiterInnen immer sehr freundlich bei Schwierigkeiten unterstützen. 

Ein großer Dank gebührt allen Projektmitgliedern. Ohne jede/n Einzelne/ Einzelnen wäre es nicht möglich gewesen das einzigartige Informationstool in so kurzer Zeit wieder zu überarbeiten.

In diesem Sinne bedanken wir uns bei allen UnterstützerInnen im Namen des Teams der Plattform Rechtsberatung.

Galerie

Downloads

Welchen gesellschaftspolitischen Zweck hat das projekt erfüllt?

Die primäre Zielgruppe des Projektes sind AsylwerberInnen, MigrantInnen und Illegalisierte welche sich über das österreichische Asylverfahren sowie den damit verbundenen Rechten und Pflichten informieren möchten. Das Informationstool ermöglicht erstmalig in Österreich, AsylwerberInnen die Möglichkeit unabhängig von Beratungseinrichtungen und AnwältInnen für sie wichtige Informationen zu erhalten.

Wobei natürlich angemerkt werden muss, dass der Videowegweiser keine Beratungsstelle ersetzt. Dennoch wirkt das Informationstool der Abhängigkeitsspirale in der sich AsylwerberInnen befinden entgegen und fördert somit die Selbstständigkeit der Zielgruppe.

Aufgrund der objektiven Aufarbeitung der Gesetzestexte dient das Informationstool auch zur Aufklärungsarbeit und Bewusstseinsbildung und wird somit auch als Lehrmaterial verwendet.

Unser Projekt beschäftigt sich mit den Problematiken des Rassismus und der Fremdenfeindlichkeit, die sowohl in der EU als auch in der Europäischen Bevölkerung ein zentrales Thema darstellen und soll die kritische Auseinandersetzung mit diesen Themen fördern.

Wie waren Reaktionen anderer zu diesem Projekt?

Das Projekt "Videowegweiser durch das österreichische Asylverfahren" wurde 2014 zum zweiten Mal umgesetzt und das Endprodukt veröffentlicht. Nachdem wir das Informationstool am 1.1.2014 aufgrund der umfassenden Verwaltungsreform offline nehmen mussten haben wir die letzten Monate viele Anfragen bekommen, in Bezug auf die Veröffentlichung des überarbeiteten Videowegweisers. Derzeit sind bereits fünf der 8 Sprachen auf unserer Homepage wieder abrufbar. Pashto und Arabisch müssen noch eingebettet werden und Französisch ist in den nächsten Tagen fertig. Bisher haben wir nur positive Rückmeldungen und viel Dank geerntet. MitarbeiterInnen aus diversen NGOs haben bereits Folder für das Video bestellt, sowie MitarbeiterInnen der Tiroler Flüchtlingsheime bereits darum gebeten haben, dass Video in Form einer DVD für die Heime zu erhalten. SOS Mitmensch, die Asylkoordination, sowie UNHCR haben bereits das Video auf ihrer Facebookseite und teilweise auf ihrer Homepage verlinkt. Zudem gab es bereits Anfragen von JournalistInnen diverser österreichischen Zeitschriften bezüglich der Veröffentlichung des Informationstool. Auch verzeichnen wir bereits einen Anstieg der BesucherInnenzahlen auf unserer Homepage. Wir hoffen durch eine geplante "Videowegweiser-Bundesländer-Tour" noch viele andere Menschen zu erreichen.

Wofür wurde das gespendete Geld konkret ausgegeben?

Die erfolgreiche Kampagne ermöglicht es uns die am Projekt beteiligten DolmetscherInnen für ihre wertvolle Unterstützung zumindest teilweise entlohnen zu können. Alle DolmetscherInnen bekommen somit 700€ für die erbrachte Leistung.

Auch einer unserer Mitarbeiter wird mit 700€ entlohnt. Er war einerseits an der Texterstellung beteiligt, hat die Einteilung für die Sprachaufnahmen koordiniert und selbst die deutsche Version des Videos "auf gesprochen". 

Da vor allem die Übersetzung für die Sprache "Dari" (welche in Afghanistan gesprochen wird) sich als sehr anspruchsvoll erwies, haben drei Personen an dieser Übersetzung gearbeitet. Daher wurde der Betrag von 700€ zwischen den drei Personen aufgeteilt und somit liegen drei Honorarnoten vor. Bei Dari besteht die Problematik darin, dass es einerseits sehr viele Dialekte gibt und andererseits die geschriebene und gesprochene Sprache sich unterscheidet. Somit musste der Text zwar vorab schriftlich übersetzt werden um anschließend im Studio die Tonspur aufnehmen zu können. Dabei wiederum musste die schriftliche Übersetzung spontan abgewandelt werden.

Vorab wurde berechnet, dass jede/ r Dolmetscher/in 35 Stunden zu je 20€ bezahlt bekommt. Auch wenn alle beteiligten Menschen mehr gearbeitet haben, sind wir froh, dass wir einen Teil der Stunden begleichen können. 

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