Refugees & immigration

Menschenwürde für Alle: Finanzierung von 2 Friedhöfen für verstorbene Geflüchtete auf der Balkanroute

72 Supporters

Das Projekt "Menschenwürde für Alle" der SOS Balkanroute schafft mit 41 Grabsteinen auf 2 Friedhöfen an den EU-Außengrenzen einen Ort der Erinnerung und Trauer für die Opfer der Festung Europa.

3190 €
58,00%
financed
9 days
Countdown
€ 5.500
Budget
Implementation: 10.12.2023 - 15.03.2024
Website:
Country/Region: Austria
Social Media:
Status: Financing
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Project news

  • RIP: Menschenwürde für alle! Unterstütze unser Friedhofsprojekt

    Unser Helfer Nihad kümmert sich seit Jahren darum, dass Vermisste gefunden werden und dass Tote ein Grab bekommen. All die Menschen, die im Grenzfluss Drina zwischen Bosnien und Serbien ertrunken sind und nicht den Weg nach Europa geschafft haben. Nihad und SOS Balkanroute, gemeinsam mit vielen lokalen Vereinen, schaffen mit 41 Grabsteinen auf 2 Fr…

    Unser Helfer Nihad kümmert sich seit Jahren darum, dass Vermisste gefunden werden und dass Tote ein Grab bekommen. All die Menschen, die im Grenzfluss Drina zwischen Bosnien und Serbien ertrunken sind und nicht den Weg nach Europa geschafft haben. Nihad und SOS Balkanroute, gemeinsam mit vielen lokalen Vereinen, schaffen mit 41 Grabsteinen auf 2 Friedhöfen an den EU-Außengrenzen einen ersten Ort der Erinnerung und Trauer für die Opfer der Festung Europa.Unser Ziel: Auf den Friedhöfen in Bijeljina und Zvornik, an der bosnisch-serbischen Grenze, sollen 41 neue Grabsteine aufgestellt werden und der Friedhof renoviert werden. Wir wollen, dass die Schutzsuchenden menschenwürdig begraben werden, dass die Friedhöfe zu einem Ort des würdigen Gedenkens an die Opfer der Festung Europa werden. Ziel des Projekts ist es, dass das Leben und die Geschichte der dort begrabenen Geflüchteten niemals vergessen und die geraubte Menschenwürde zurückgegeben wird. Am 20. Jänner findet während einer Gedenkfeier die Enthüllung der Gräber statt.Setzt mit uns ein Zeichen gegen das Vergessen und für ein Mahnmal an den EU-Außengrenzen!

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    SOS Balkanroute
    SOS Balkanroute
    05.01.2024
    - 17:28

About the project

What is the project about?

Unter dem Motto Würde für Alle - macht die SOS Balkanroute die Verstorbenen an den EU-Außengrenzen sichtbar. Am Tag der Menschrechte starten wir das Projekt „Menschenwürde für Alle“, um den Menschen, die auf der Suche nach Schutz ihr Leben verloren haben – einen letzten Ort des Friedens zu ermöglichen. Nicht nur die Hoffnungen der jungen Menschen zerschellten an den Toren Europas, sondern auf einer der tödlichsten Fluchtrouten der Welt herrschen menschenunwürdige Verhältnisse: systematische Folter, Unrecht und Diskriminierungen. Hier in Österreich und Europa trägt die Politik bei und trifft Entscheidungen, die Tausenden Menschen an den EU-Außengrenzen jährlich das Leben kosten.

Gemeinsam mit unserem lokalen Helfer Nihad, der seit Jahren die Angehörigen von vermissten Geflüchteten bei ihrer verzweifelten Suche begleitet, sollen auf den Friedhöfen in Bijeljina und Zvornik, an der bosnisch-serbischen Grenze 41 Grabsteine aufgestellt werden. Ziel des Projekts ist es, dass das Leben und die Geschichte der dort begrabenen Geflüchteten niemals vergessen und die geraubte Menschenwürde zurückgegeben wird. Am 20 Jänner findet während einer Gedenkfeier die Enthüllung der Gräber statt.

Wir möchten einen Ort schaffen - an dem die Angehörigen trauen können und die Verstorbenen unvergessen bleiben. Setzt mit uns ein Zeichen gegen das Vergessen!

Why would someone support this project?

Die SOS Balkanroute setzt sich seit Jahren gegen das Wegschauen ein und erinnert an das Leid sowie das tägliche Unrecht an den EU-Außengrenzen. Die Grabsteine sorgen dafür, dass nicht weggeschaut werden kann, wenn die Politik der Grenzzäune Leben kostet. Das Projekt setzt sich nicht nur dafür ein, dass die Menschenrechtsverletzungen sichtbar bleiben, sondern dass jene, die auf der Flucht ihr Leben verloren haben - endlich ankommen können und ihre Geschichte und ihre Träume überleben. 

What happens with the money if financing was successful

Mit Hilfe des Projekts "Menschenwürde für Alle" wird ein wichtiges Zeichen gegen das Vergessen der Opfer der Festung Europa gesetzt! Insgesamt 41 Grabsteine werden an zwei Friedhöfen an der serbisch-ungarischen Grenze, wo unbekannte Geflüchtete begraben wurden, aufgestellt, um ihren Familien einen Ort des Gedenkens und den Verstorbenen einen Ort des Friedens zu widmen.

Die SOS Balkanroute wir regelmäßig von Angehörigen von Vermissten kontaktiert, die verzweifelt seit Tagen, Monaten oder Jahren ihre Kinder, Brüder, Schwester und Freund:innen suchen, die auf der Flucht entlang der Balkanroute spurlos verschwunden sind. Seit 2019 zeigt die SOS Balkanroute bereits die täglichen systematischen Menschenrechtsverletzungen an den EU-Außengrenzen auf,  konfrontiert die Politik und versucht weitere Todes- und Folteropfer zu verhindern.

Wir möchten gemeinsam mit unserem Helfer Nihad einen Ort schaffen - an dem die Angehörigen trauen können und die Verstorbenen unvergessen bleiben. Am 20. Jänner 2024 werden gemeinsam mit zahlreichen Institutionen, sowie der bosnischen und der serbischen Bevölkerung während einer interreligiösen Gedenkfeier die Grabsteine enthüllt. Sie sind ein Mahnmal für die Opfer der Festung Europa.

Gemeinsam mit Euch setzen wir uns gegen das Verschwinden der Menschen, ihrer Geschichte und gegen das Verschwinden der Menschenrechte ein!

SOS Balkanroute 

Permanenter Widerstand gegen das Wegschauen!

Wer wir sind: Die Geschichte einer Initiative

Die SOS Balkanroute ist eine humanitäre Initiative für ein menschenwürdiges Leben von geflüchteten Menschen in Südosteuropa.

Die Geschichte der SOS Balkanroute begann 2019 im Horrorcamp Vučjak, einem Lager in den Bergen der bosnischen Stadt Bihać, gelegen auf einer alten Müllhalde, neben einem Minenfeld. Dort lebten zahlreiche Geflüchtete; wie auch in improvisierten Lagern, verlassenen Fabriken und in den Wäldern. Es wurden die ersten Sachspendentransporte für geflüchtete Menschen entlang der sogenannten Balkanroute – insbesondere in das Grenzgebiet Bosnien-Herzegowina / Kroatien - organisiert, um die Menschen mit dem Lebensnotwendigsten zu versorgen. Auf Druck unserer und vieler anderer Initiative wurde das Horrorlager Vučjak geschlossen.

Im Dezember 2020 passierte jedoch die nächste humanitäre Katastrophe: Das Lager Lipa, ebenso isoliert in den Bergen, ging in Flammen auf und brannte ab. Dort waren bereits vor dem Brand weder Heizung noch Strom oder ausreichend Wasser für Geflüchtete vorhanden. Nach dem Brand waren die Menschen zusätzlich Kälte und Hunger schutzlos ausgeliefert. Der SOS Balkanroute gelang es als erste Initiative, die Menschen nach 18 Tagen der Not, mit warmen Mahlzeiten zu versorgen und Feuerholz zu organisieren. Mittlerweile unterstützen wir neben Hilfsnetzwerken in sechs bosnischen Städten und Orten auch lokale Initiativen im Grenzgebiet Serbien/ Ungarn, wo entlang des Grenzzauns Tausende Menschen in elendigsten Bedingungen ausharren, welche Gewalt und Rassismus der vorherrschenden Politik und der Beamt: innen ausgesetzt sind. Seit März 2023 unterstützen wir auch die Transitzone in Rijeka in Kroatien, wo täglich Hunderte Geflüchtete, darunter zahlreichen Minderjährige, ankommen, deren Körper von den Strapazen und der Gewalt gezeichnet sind und schnelle Erstversorgung benötigen. Die SOS Balkanroute entlastet dort die Caritas der Erzdiözese Kroatien und Aktivist:innen mittels Kleiderspenden, Hygieneartikel und medizinischem Materialspenden, ebenso wie durch den Personaleinsatz einer Diplomkrankenpfleger:in und eine praktische Ärzt:in. Die ankommenden Menschen benötigen oft medizinische Versorgung nach den brachialen Pushbacks, Versorgung der geplagten Füße nach der langen Flucht, sowie Dusch- und Schlafgelegenheiten; aber besonders warme Worte.

Warum es uns gibt:  Menschenrechtsverletzungen an den EU-Außengrenzen

An den EU-Außengrenzen ist die Situation für geflüchteten Menschen desaströs – ihnen wird regelmäßig das Recht auf Asyl verwehrt, sie werden an den Grenzen zurückgeschlagen, gefoltert, ihrer letzten Habseligkeiten durch Grenzbeamt: innen beraubt und rassistisch beleidigt.  Es mangelt an ausreichender Infrastruktur, Unterkünften, medizinischer Versorgung, Rechtsberatung sowie menschenwürdiger Behandlung. Rechtswidrige Pushbacks, Gewalt und Demütigungen von Geflüchteten entlang der Balkanroute sind nicht die Ausnahme, sondern der Alltag. Die SOS Balkanroute war maßgeblich daran beteiligt, die österreichische und europäische Politik mit den Dokumentationen von Menschenrechtsverletzungen direkt zu konfrontieren. In der zweibändigen Dokumentation Black Book of Pushbacks sind über 13.000 Fälle von Menschenrechtsverletzungen an Geflüchteten festgehalten. Wir zeigen regelmäßig auf, dass diese Verbrechen an Schutzsuchenden aufgrund rassistischer Grenzpolitik der EU und der tödlichen Politik einer Festung Europas, verursacht werden. Wir sind mitverantwortlich!

Humanitärer Widerstand und gegen das Vergessen!

Seit 2019 setzt sich  Nihad, unser lokaler Helfer in Tuzla, unermüdlich für die Geflüchteten, die am Busbahnhof ohne Unterkunft und Hab & Gut ankommen, ein. Er versorgt sie mit Essen, ihre Wunden mit Erster Hilfe und spendet Trost nach den beschwerlichen Wegen der Flucht. Nihad konnte bei dem vorherrschenden Leid auf der Balkanroute nicht wegschauen, aber auch nicht vergessen, wie viele Menschen auf der Flucht ihr Leben verlieren und wie viele der Geflüchteten vermisst und verzweifelt von ihren Familien gesucht werden. Daher begleitet er mit Unterstützung der SOS Balkanroute  die Angehörigen auf ihrer Suche. Gemeinsam setzten wir uns nicht nur für die Würde der Lebenden, sondern auch für die Würde Verstorbenen und gegen das Vergessen und das Unrecht ein.  

Wofür wir stehen: Solidarität mit allen - egal woher!

Die SOS Balkanroute arbeitet nach dem Prinzip - die Helfer: innen und die Strukturen vor Ort zu stärken, zu unterstützen und sichtbar zu machen – sowie die engagierten Frau:engruppen,  Mama Zemira, Azra oder Baba Asim in Bihac und  Nihad in Tuzla. Mittlerweile konnte die SOS Balkanroute 65 Hilfstransporte organisieren, hat zahlreiche Initiativen und Helfer:innen vor Ort finanziell unterstützt und 2 Tageszentren – eines in Sarajewo und eines Tuzla - wurden mittels Spendengelder aufgebaut. Der Anspruch auf Nachhaltigkeit widerspiegelt sich auch in der initiierten humanitären Städtepartnerschaft zwischen Graz und Traiskirchen mit Bihać.

Die SOS Balkanroute möchte Bewusstsein für die Menschenrechtsverletzungen entlang der Balkanroute und den EU-Außengrenzen schaffen, versucht nachhaltig die Situation von Geflüchteten in Südosteuropa zu verbessern und steht für Solidarität und Schutz für alle Menschen – gleich ihrer Herkunft.

Mehr Informationen:

https://www.facebook.com/SOSBalkanroute

https://www.instagram.com/sos_balkanroute/

Projektstandort: SOS Balkanroute, Schwarzingergasse 1/10, , 1020 Qien, Austria

Funding target:
€ 5.000,-
Handling fee:
€ 500,-
Crowdfunding amount:
€ 5.500,-
Funding threshold:
€ 2.750,-
Payout amount part 1:
€ 4.500,-
Payout amount part 2:
€ 500,-

Guest donator
1 day ago
Benjamin Lesacher
3 days ago
7 days ago
7 days ago
Guest donator
11 days ago
Guest donator
11 days ago
Eva Hötzendorfer
11 days ago

RIP: Menschenwürde für alle! Unterstütze unser Friedhofsprojekt

Unser Helfer Nihad kümmert sich seit Jahren darum, dass Vermisste gefunden werden und dass Tote ein Grab bekommen. All die Menschen, die im Grenzfluss Drina zwischen Bosnien und Serbien ertrunken sind und nicht den Weg nach Europa geschafft haben. Nihad und SOS Balkanroute, gemeinsam mit vielen lokalen Vereinen, schaffen mit 41 Grabsteinen auf 2 Friedhöfen an den EU-Außengrenzen einen ersten Ort der Erinnerung und Trauer für die Opfer der Festung Europa.Unser Ziel: Auf den Friedhöfen in Bijeljina und Zvornik, an der bosnisch-serbischen Grenze, sollen 41 neue Grabsteine aufgestellt werden und der Friedhof renoviert werden. Wir wollen, dass die Schutzsuchenden menschenwürdig begraben werden, dass die Friedhöfe zu einem Ort des würdigen Gedenkens an die Opfer der Festung Europa werden. Ziel des Projekts ist es, dass das Leben und die Geschichte der dort begrabenen Geflüchteten niemals vergessen und die geraubte Menschenwürde zurückgegeben wird. Am 20. Jänner findet während einer Gedenkfeier die Enthüllung der Gräber statt.Setzt mit uns ein Zeichen gegen das Vergessen und für ein Mahnmal an den EU-Außengrenzen!

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SOS Balkanroute
SOS Balkanroute
05.01.2024
- 17:28