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Projekt-ID: 1177

Europäisches Toleranzzentrum

Kontaktperson: Wilfried Seywald
eingereicht am: 17.12.2015
Budget: € 27.460,-
Finanzierungsfrist: 17.06.2016
Land/Region: Österreich/Kärnten
Art: Konferenz
Themenkreis: Respekt & Vielfalt

Allgemein

Projektteaser

Im Kärntner Bergdorf Fresach soll ein Dialogforum für Dichterinnen und Denker entstehen. Das Museumsareal der Evang. Kirche soll zum "Europäischen Toleranzzentrum" ausgebaut werden.

Projektadresse

Museumweg 32
9712 Fresach

Europäisches Toleranzzentrum Fresach | Museumweg 32 | 9712 Fresach Denk.Raum.Fresach - Verein für Toleranz und Integration | Italiener Straße 38 | 9500 Villach DRF Kontaktbüro Wien | Josefstädter Straße 44 | 1080 Wien
  • Start Projektumsetzung: 15.12.2015
  • Ende Projektumsetzung: 30.06.2016

Projektbeschreibung

Die ersten Europäischen Toleranzgespräche im Jahr 2015 waren Auftakt einer Reihe von zivilgesellschaftlichen Aktivitäten mit dem Ziel, Fresach als Toleranzzentrum auf der Europäischen Wissenslandkarte zu verankern. Für 2016 ist ein noch größeres Projekt geplant und dafür brauchen wir Unterstützer, denn es gibt noch eine Finanzierungslücke von etwa 25.000 Euro.

Wir haben mehr als 35 Schriftstellerinnen, Philosophen, Dichter, Wissenschafter und Praktikerinnen eingeladen, als Vortragende und Diskussionspartner an den Europäischen Toleranzgesprächen teilzunehmen, das bedeutet vor allem Kosten für Anreise und Unterbringung, aber natürlich auch Kosten für Honorare, Technik, Bühnenbauten und Bewerbung. Auch eine eigene Ausstellung ist geplant, ebenso musikalische Auftritte.

Fresach kann dabei auf eine gute Tradition verweisen: Von 1972 bis 1993, bis zum Fall des eisernen Vorhangs, trafen sich in der kleinen Gemeinde internationale Schriftsteller, um Auswege aus dem Ost-West-Konflikt zu diskutieren. Der "Denk.Raum.Fresach" setzt diese Tradition fort und verknüpft den wieder dringlichen Ost-West-Dialog mit dem Nord-Süd-Dialog. Mit Ihrer Unterstützung und Ihrer Spende können wir die große Vision des "Europäischen Toleranzzentrums" realisieren.


Nachweis Projektabschluss

Der Projektabschluss 2016 wird mit einer Mediendokumentation zu den "Europäischen Toleranzgesprächen vom 11. bis 14. Mai 2016" nachgewiesen.

Gesamtabrechnung, Rechnungskopien zu den Ausgaben, die mit den über Respekt.net lukrierten Mitteln bestritten wurden, Fotodokumentation, Online-Abschlussbericht.

Details

Ausgangssituation

Mit den ersten Europäischen Toleranzgesprächen 2015 hat der Denk.Raum.Fresach aufgezeigt, dass es mit echtem Anspruch, wahrer Leidenschaft und dem nötigen Willen möglich ist, ein großes Projekt in die Welt zu setzen – und das auch "draußen auf dem Land". Nicht weniger als ein "Europäisches Toleranzzentrum" zu kreieren und mit Leben zu erfüllen, das war und ist das Ziel.
Im Kärntner Bergdorf Fresach soll ein Ort für den europäischen Dialog über Toleranz, Integration und Menschenrechte entstehen. Dies ist umso wichtiger und aktueller denn je, angesichts der vielfältigen Fluchtbewegungen aus dem Nahen und Mittleren Osten sowie Afrika. Die Gründe für Migration, Flucht oder Vertreibung sind vielfältig, die Notwendigkeit zu handeln einfach.

Ursachen hinterfragen, Lösungen finden

Ziel der Europäischen Toleranzgespräche ist es, Toleranz und Integrationsarbeit als eine permanente Aufgabe nicht nur auf politischer, sondern auch auf persönlicher und privater Ebene zu verankern, die friedliche Begegnung über sprachliche und kulturelle Grenzen hinaus zu fördern, vor allem aber Lösungen für und zu einem besseren Miteinander zu entwickeln.
In Fresach, dem ersten „Toleranzdorf“ Europas, treffen sich interessierte Politiker, Wissenschafter, Philosophen und Schriftsteller mit dem "einfachen Volk" zum Informations- und Erfahrungsaustausch. Hier geht es nicht um einen intellektuellen Diskurs allein, sondern um die praktische Übersetzung und Umsetzung „hehrer Ideale“ und „innovativer Ideen“ ins praktische Leben.

Beispiele fürs Miteinander

Was unterscheidet Fresach von anderen Veranstaltungen dieser Art?
Ganz einfach. Die Initiatoren geben sich nicht damit zufrieden, Top-Vortragende zu gewinnen und zum Austausch zusammen zu bringen, von einem hohen intellektuellen Level aus dozieren zu lassen, alles besser zu wissen und die "betroffenen" Menschen dabei zu übersehen, wie es auch in der Politik häufig vorkommt. Nein, in Fresach soll das "Volk" zum Reden kommen, sollen die Teilnehmer/innen Toleranz und Integration "erleben" und selbst an den Ergebnissen und Lösungen mitwirken.

Toleranz und Integration vor Ort

Sämtliche Vortragende, Wissenschafter/innen, Praktiker und Trainer/innen sind angehalten, nicht nur Ideen zu wälzen, sondern Beispiele dafür zu bringen, wie und wo es (schon) besser geht: Beispiele für neue friedliche Lebens- und Gesellschaftskonzepte, Beispiele dafür, wie man andernorts die zunehmende Komplexität in der Welt in den Griff bekommt. Jede/r Referent/in soll Methoden und Beispiele liefern, Lösungen für eine bessere und friedlichere Welt zeigen.Der Fresach-Dialog verharrt also nicht in der Ursachenanalyse, sondern erarbeitet konkrete Lösungen für bestehende Konflikte und kritische Fragen. Und das nicht irgendwo, sondern direkt vor der eigenen Haustür. Das Motto ist: "Wann immer Du etwas verändern willst, fang bei Dir selbst an."

Etwas weiter bringen

Auch das ist ein Unterschied zu herkömmlichen Dialogveranstaltungen. Die Teilnehmer/innen diskutieren, essen und wohnen unter einem Dach - sie müssen so miteinander auskommen. „Es gibt keinen Fluchtweg.“ Da ist kein Hotel verrfügbar und kein abgetrennter Schauplatz, sondern ein Ort mit vielen Privatunterkünften und einem Gasthaus. Ein Dorf mit vielen Ansichten und einem gemeinsamen Forum. Und dem erklärten Ziel und Willen, etwas weiter zu bringen.
"Etwas weiter bringen" heißt: Diskutieren und Lösungen finden, Machbarkeit signalisieren, Vorbilder zeigen, Beispiele aus der Zivilgesellschaft liefern. Alles ist machbar. Jedes Problem ist zu managen. Kein Problem ist zu groß, um es nicht zu diskutieren und Lösungen zu finden. Es braucht nur etwas Mut und die Bereitschaft zu verändern, althergebrachte Vorstellungen zu überwinden und neues auszuprobieren, selbst dann, wenn das Risiken mit sich bringt.

Neue Formate erarbeiten

Schon 2016 sollen erste Schritte zur Realisierung einer Sommerschule für Jugendliche gesetzt werden. In diesem „Friedens- bzw. Toleranzcamp“ sollen 14-19jährige Methoden, Techniken und Strategien zur Konfliktlösung erlernen – und dies über den Umweg des Theaterspiels und der Literatur.
Ebenso attraktiv ist die Vorstellung, in Fresach ein ständiges „Toleranzforum“ einzurichten, um politische und gesellschaftliche Problemstellungen zu diskutieren und vielleicht auch zu überwinden. Dieses Forum dient der Diskussion ebenso wie der Präsentation von toleranz- und friedenstauglichen Konzepten.
Die „Fresacher Vorlesungen“ sind das Markenzeichen des Toleranzzentrums und des Denk.Raum.Fresach. Sie werden die Botschaft der Toleranz und Integration hinaustragen und damit zur politischen und touristischen Positionierung von Fresach auf der europäischen Wissenslandkarte beitragen.

„Fresach-Workshops“ sind offene oder auch ganz gezielte (geschlossene) Events, in denen ebenso Methoden, Techniken und Strategien zur Konfliktbewältigung gelernt werden. Diese Workshops sollen ganz konkret in Gemeinden und Städten durchgeführt werden, wo es Integrationsprobleme gibt, oder für Moderatoren und Mediatoren angeboten werden, die solche Aufgaben übernehmen sollen.

Organisation entwickeln

Das Fresach-Konzept ist neu, so wie der Denk.Raum.Fresach selbst: entwickelt von ehrenamtlichen und freiwilligen Ideenträgern, die natürlich interessiert daran sind, auch eine operative Organisationsstruktur zu schaffen.
Es versteht sich von selbst, dass die zunehmenden Aufgabenstellungen des Toleranzzentrums Organisation und Infrastruktur benötigen, personelle Strukturen ebenso wie Konferenzeinrichtungen, geeignete Tagungsräumlichkeiten und professionelle Trainer/innen und Lehrer/innen. Da reicht ein Museumsentré oder ein Wirtshaussaal nicht mehr aus, und auch das ehrenamtliche Engagement nicht.
Neben dem kleinen Organisationsteam braucht es weitere Budgets für den Einsatz von Konfliktlösungstrainer/innen, für internationale Gastreferenten und die begleitende Marketing- und Medienarbeit.
Mittelfristig wird die Errichtung einer ganzjährigen Einrichtung für Theater- und Bühnenaufführungen, Lesungen und Literatur auf dem Gelände der Evang. Kirche überlegt. Für dieses Projekt, eine Art Dichterschule, haben wir bereits die Zusage eines großen Holzbauunternehmens aus Kärnten.

Budget

  • Gesamtbudget
    € 105.000,-
  • - Eigenmittel
    € 80.000,-
  • Finanzierungsziel
    € 25.000,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 2.460,-
  • Zielbudget
    € 27.460,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 0,-
  • Respekt.net-Teilbetrag A (wird bei erfolgreicher Finanzierung überwiesen)
    € 10.000,-
  • Respekt.net-Teilbetrag B (wird nach Erhalt des Zwischenberichtes überwiesen)
    € 10.000,-
  • Abgabedatum Zwischenbericht
    31.03.2016
  • Respekt.net-Teilbetrag C (wird nach Erhalt des vollständigen Projektabschlussberichtes überwiesen; mind. 10 % des Zielbudgets)
    € 5.000,-
  • Abgabedatum Abschlussbericht
    14.07.2016
  • Projektrisiken
    Es bestehen keine Projektrisiken, da das Europäische Toleranzzentrum mittelfristig jedenfalls umgesetzt wird. Kurzfristig müssen allerdings Aktivitäten wie die "Europäischen Toleranzgespräche" finanziert werden.
  • Budgetplanung
    Einnahmen
    Stadt Villlach 22.500
    Land Kärnten beantragt 15.000
    Bund, BKA u.a. 25.000
    Partnerschaften 8.500
    Eintrittskarten 9.000
    Förderer/Spenden 25.000
    Gesamt 105.000


    Ausgaben
    Honorare für Vortragende 28.000
    Reisekosten und Übernachtungen 9.500
    Catering und Abendveranstaltungen 16.000
    Werbeaktivitäten On- und Offline 31.500
    Veranstaltung, Technik 20.000
    Gesamt 105.000

    Mit dem Crowdfunding via Respekt.net sollen vor allem Referentenhonorare, Moderation, Anreise und Übernachtungen abgedeckt werden. 

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