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Projekt-ID: 1292

Mutige Buben und Mädchen braucht das Land

Initiator/In: Christian Wiesinger
eingereicht am: 11.07.2016
Budget: € 527,-
Finanzierungsfrist: 11.11.2016
Land/Region: Österreich/Oberösterreich
Art: Theater
Themenkreis: Respekt & Vielfalt

Allgemein

Projektadresse

Volksschule im Bezirk Schärding, Ried oder Grieskirchen
  • Start Projektumsetzung: 13.01.2017
  • Ende Projektumsetzung: 28.04.2017

Projektbeschreibung kurz

Mutig sein will gelernt werden!

 

Mut ist eine Eigenschaft, die man sich erwerben muss. Ich meine damit nicht den Mut,  um auf einen Baum zu klettern. Ich meine damit den Mut, z. B. sich für einen Schwächeren einzusetzen. Das muss geübt, veranschaulicht oder mit der Methodik des Theaterspielens gelebt werden.

Auf diese Art, mit der Methode des Ausdruckspieles (s. Begriffserklärung unter Details) wollen wir den MUT in seinen vielschichtigen Facetten beleuchten und erarbeiten.

Dazu wollen wir Texte spielen, in denen die Eigenschaft „Mutig“ gefragt ist, wo vor allem die Menschen, die Akteure darin gefordert sind, ihren ganzen Mut aufzubringen, um ein Leid abzuwenden oder der Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen.

 

In dem Buch „Der arme Mann und der König“ nimmt ein einzelner Mann seinen ganzen Mut zusammen und tritt dem gefürchteten König gegenüber, um damit die Menschen des Dorfes zu retten. (Mut in Form von Zivilcourage)

In dem Buch „Es klopft bei Wanja in der Nacht“ handelt ein Mann ganz unkonventionell. Er nimmt unterschiedlichste Tiere bei sich auf, auf die Gefahr hin, dass es zu schwerwiegenden Konfrontationen kommt. (Mutiges spontanes Handeln, aus der Situation heraus)

In dem Buch „Die dumme Augustine“ springt die Augustine erstens über ihren Schatten und zweitens auch über die bestehenden Konventionen. (Mut in der Gesellschaft, Mut zu zeigen, im rechten Augenblick, der nur einmal kommt und dann nicht wieder)

In dem Buch „Peter und der Wolf“ macht ein Junge etwas, was lebensgefährlich ist. Mit List und Geschick fängt er den Wolf. (In dieser Geschichte wollen wir das mutig sein auch hinterfragen, ob es ratsam ist, immer mutig zu sein, ob es nicht manchmal gescheiter ist, seinen Mut hintanzustellen)

 

Die Texte, Geschichten, die gespielt werden, werden natürlich an die jeweilige Klasse angepasst. Grundsätzlich werden die oben genannten Texte gespielt, es kann jedoch sein, dass noch einige Änderungen vorgenommen werden müssen, um das Thema zufriedenstellend aufzuarbeiten.

 

Ziel: Wenn sich Kinder mit dieser Thematik intensiv auseinanderzusetzen lernen, dann lernen sie schon sehr früh in ihrem Leben, dass es sich lohnt, auf der Seite der Mutigen zu stehen, dass es nicht wehtut, mal gegen den Strom zu schwimmen, sondern eine Bereicherung für das Leben ergibt. Mutig zu sein soll die Kinder in ihrem Wesen stärken und auch selbstsicherer machen. Sie sollen die gemachten Erfahrungen als eine Bereicherung für ihr Leben erfahren und diese Ressource in ihr Leben integrieren.

 

Gesellschaftspolitisch relevant: Ich bin überzeugt, dass wirklich mutige Menschen einen großen Mehrwert für die Gesellschaft erbringen, sie bringen ihre Überzeugung ein, sie sind keine Schreier und Mitläufer, sondern Menschen, die ihre Frau und ihren Mann stehen. Solche Menschen sind sicher in Zukunft sehr gefragt, besonders dann, wenn die Gesellschaft noch mehr auseinanderzudriften droht.


Nachweis Projektabschluss

Dokumentation der 4 Workshops
Photodokumentation
Schulbestätigung über geleistete Arbeit
Überweisungsbestätigung über erhaltenes Geld
Onlineabschlussbericht

Details

Lernen durch tun!

Begriffserklärung:
Der Begriff "Jeux Dramatiques" wurde von dem Theaterpädagogen Leon Chancerel geprägt. Im Gegensatz zum herkömmlichen Theaterspiel unterscheiden sich die "Jeux", da man zur eigenen Freude und Entfaltung spielt und nicht vor Publikum. Man lernt auch keinen Text auswendig, da es das "Innere Erleben" hemmen  und die Spieler hindern würde, mit den eigenen Ausdrucksmöglichkeiten zu experimentieren.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Weglassen der Sprache. Durch das Weglassen der Sprache können sich andere schöpferische Anteile frei entfalten. Es tauchen ungeahnte Möglichkeiten auf, sich auf einer ganz anderen Ebene zu entfalten und auszudrücken.


Innerhalb der Thematik, die in den Workshops vorgegeben ist, bestimmen die Spieler aufgrund ihrer momentanen Stimmung und ihrer Ideen selbst ihre Rollen. Sie gestalten diese völlig frei nach ihren eigenen Vorstellungen. 

Meine Aufgabe als Spielleiter: Der Sinn, der hinter der Geschichte steht soll zum Ausdruck gebracht werden. Ich führe die Spieler durch die Geschichte durch, lasse ihnen aber genügend Freiräume, um sich entfalten zu können. In der Art eines Regisseurs.

Zusammenfassend: Was ist Ausdrucksspiel aus dem Erleben?

* Entdecken und wachrufen unserer schlummernden und schöpferischen Fähigkeiten.

* Ein Mittel, Inneres Erleben und Gefühle spielerisch auszudrücken

* Eine einfache Art des freien Theaterspiels ohne eingeübte Spieltechnik

* Eine Möglichkeit zur Selbstentfaltung und Lebenshilfe

 

Noch ein paar Anmerkungen:

Der Raum ist die Bühne. Der Raum ist ein wichtiges Element. Er kommt zum Tragen. Der Raum wird von den Spielenden so gestaltet, dass er ein Teil ihres Spieles wird. (Z. B. wird ein Dorfplatz gestaltet)

Verkleidung: Die Spieler verkleiden sich vorwiegend mit Tüchern. Durch das Verkleiden schlüpfen sie in ihre Rolle, wird die Rolle "fester, greifbarer und sicherer."

Reflexion: (Nachbesprechung): Die Spieler sagen nach dem Spiel,  was sie erlebt haben. Was ihnen wichtig gewesen ist. Evtl., welche Gefühle hervorgekommen sind. Jeder so, wie er es sich zumutet.

 

P. S.: Der Einfachheit halber ist der Text in der männlichen Form abgefasst.

Budget

  • Gesamtbudget
    € 480,-
  • - Eigenmittel
    € 0,-
  • Finanzierungsziel
    € 480,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 47,-
  • Zielbudget
    € 527,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 0,-
  • Budgetplanung
    Das Projekt beinhaltet 4 Workshops a 2 Schulstunden. 1 Workshop ist mit 120,-- veranschlagt, somit ergibt sich eine Gesamtsumme von € 480,--
    Darin ist enthalten: Die konkrete Projektarbeit mit den Kindern, Vor- und Nachbereitung der Schulstunden, Gespräch mit der Lehrperson, Abschlußgespräch mit den SchülerInnen.

Dateien

Links & Downloads

Galerie

News

Christian Wiesinger

hat am 06.05.2017 geschrieben

3. Einheit Mutige Buben und Mädchen braucht das Land

Wie das Feuer auf die Erde kam. Die Kinder dürfen als Tiere erleben, wie es ist, gemeinsam, etwas Großes zu vollbringen. In diesem Fall: Das Feuer von der Insel auf die kalte Erde zu bringen. Doch nur vier Tiere sind mutig, die anderen verlassen sich auf diese vier Tiere. Und es geht fast schief, drei Tiere scheitern, keines schafft es, das Feuer auf die Erde zu bringen. Da versucht es ein ganz kleines Tier, eine Spinne, sie holt das Feuer, der Versuch glückt. Es ist geschafft und vollbracht,...

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Christian Wiesinger

hat am 06.05.2017 geschrieben

2. Einheit Mutige Buben und Mädchen braucht das Land

Wir haben uns dazu entschieden, die Geschichte „Das kleine Entchen und der große Gungatz“ zu spielen. Der große Gungatz, ein reicher Herrscher nimmt dem kleinen Entchen seinen Teich weg, doch das kleine Entchen lässt sich diese Anmaßung nicht gefallen, es wehrt sich, es wehrt sich, obwohl es doch viel kleiner ist. Es tritt dem großen Gungatz entgegen. Der lässt sich dieses Entgegentreten nicht gefallen und will das kleine Entchen umbringen lassen, doch da kommt eine Hilfe, mit der das ...

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Christian Wiesinger

hat am 27.04.2017 geschrieben

Mutige Buben und Mädchen braucht das Land

1. Stunde: Um das Ausddrucksspiel kennenzulernen, braucht es einen Impuls, so wählte ich den Text "Der Adler, der nicht fliegen wollte". Nach dem Bauen, Verkleiden und Ausgestalten der Rollen haben die Kinder allmählich in das Spiel gefunden. Behutsam, bedächtig, sich aneinander annähernd. Gut Ding braucht Weile heißt es doch so treffend. Ein schöner leiser Anfang, so wollen wir weiterschreiten, Schritt um Schritt und den Mut nicht aus den augen verlieren.

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Christian Wiesinger

hat am 12.12.2016 geschrieben

Projektstart Änderung

Das Projekt startet nun ab 21. April 2017 in der VS Pram. Projektende ist am 30. Juni 2017.

Meinungen

Abschlussbericht

Abschlussbericht allgemein

1. Einheit:21. April

Umdas Ausdrucksspiel kennenzulernen, braucht es einen Impuls, so wählte ich denText "Der Adler, der nicht fliegen wollte". Nach dem Bauen,Verkleiden und Ausgestalten der Rollen haben die Kinder allmählich in das Spielgefunden. Behutsam, bedächtig, sich aneinander annähernd. Gut Ding brauchtWeile heißt es doch so treffend. Ein schöner leiser Anfang, so wollen wirweiterschreiten, Schritt um Schritt und den Mut nicht aus den Augen verlieren.

 

2.Einheit: 28. April

Wirhaben uns dazu entschieden, die Geschichte „Das kleine Entchen und der großeGungatz“ zu spielen. Der große Gungatz, ein reicher Herrscher nimmt dem kleinenEntchen seinen Teich weg, doch das kleine Entchen lässt sich diese Anmaßungnicht gefallen, es wehrt sich, es wehrt sich, obwohl es doch viel kleiner ist.Es tritt dem großen Gungatz entgegen. Der lässt sich dieses Entgegentreten nichtgefallen und will das kleine Entchen umbringen lassen, doch da kommt eineHilfe, mit der das Entchen nicht gerechnet hatte. Fuchs, Fluss und Leiterhelfen dem Entchen und verhelfen diesem wieder zu seinem Teich.

Fazit: die Kinder durften erleben,dass es sich lohnt,  Zivilcourage zuleben, auch gegen einen scheinbar ungerechten, überlegenen Gegner und dass dieHilfe oft nicht lange auf sich warten lässt. Manchmal sogar von der Naturkommt.

 

3.Einheit: 5. Mai

Wiedas Feuer auf die Erde kam. Die Kinder dürfen als Tiere erleben, wie es ist,gemeinsam, etwas Großes zu vollbringen. In diesem Fall: Das Feuer von der Inselauf die kalte Erde zu bringen. Doch nur vier Tiere sind mutig, die anderenverlassen sich auf diese vier Tiere. Und es geht fast schief, drei Tierescheitern, keines schafft es, das Feuer auf die Erde zu bringen. Da versucht esein ganz kleines Tier, eine Spinne, sie holt das Feuer, der Versuch glückt. Es istgeschafft und vollbracht, die Tiere müssen nicht mehr frieren.

Eswar sehr schön anzuschauen, wie Verzweiflung mit Hoffnung in diesem Spiel abwechselte,wie der Mut auch Unsicherheit bringen kann, manchmal in einem leeren Raum steht.Mutig zu sein heißt auch manchmal, das Wagnis auf seine Gültigkeit hin zuüberprüfen, auch auf die Gefahr hin, zu scheitern. Doch Mutig zu sein hattesich hier gelohnt, die Kinder hatten sich sehr gefreut.

 

4.Einheit, 12. Mai

Diesmalhaben wir um Thema Mut und der daraus wachsenden Gefahr ein Stück aus dem Buch„Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ gespielt. Die Kinder sind diesmal ganz toll in das Spiel eingestiegen, es gabsehr lange intensive Sequenzen, abwechselnd mit originellen Spielausführungen,einige Kinder sind über sich hinausgewachsen, sind so richtig mutig geworden,hatten den Mut für sich entdeckt.

Fazit:Sich im Mutigsein zu finden, seine Stärken zu entdecken, über seine Grenzen hinauszugehen,eine tolle Erfahrung, eine reicher Schatz für die Klassengemeinschaft.

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Welchen gesellschaftspolitischen Zweck hat das projekt erfüllt?

Sichim Mutig sein zu erleben ist eine gute Erfahrung, es stärkt die Kinder, esmacht sie selbstsicher und selbstbewusst, sie erleben sich als wertvollen Teilder Gesellschaft, sie erleben sich als Menschen, die gebraucht werden, impositiven Sinne

MutigeSpiele zu machen erweitert das Handlungsspektrum, es fördert eine gänzlichandere Sicht auf die eigene Lebenswelt, aber auch auf die umgebende Lebenswelt,mutige Spiele zu erleben bereichern den Menschen, seine Umwelt und die Weltdarüber hinaus.

Somacht es Lust, das Mutig sein zu zelebrieren, nicht aus den Augen zu verlieren,später dann, im Leben darauf zurückgreifen zu können, ach ja, da war ich somutig, da habe ich mich dem bösen König gegenübergestellt, diesen Mut will ichauch heute aufbringen, ich will mich z. B.: für einen Menschen einsetzen, dernicht gut behandelt wird (z. B. vom Chef)

Wie waren Reaktionen anderer zu diesem Projekt?

Ausdrucksspiel– Workshop, VS Pram

Freitags vom 21.4. bis 12.5.2017, je 2 Einheiten


3. und 4. Schulstufe
Klassenlehrerinnen    
3.Kl.:Postl Ulrike,14 SchülerInnen

                                   4.Kl.:Spindler Renate, 13 SchülerInnen

 

 

Lehrerinnen - Rückmeldung:

Es war eine neue Erfahrung für uns und die SchülerInnen.
Mit Spannung wurde der Freitag erwartet.
Herr Wiesinger wählte sehr gut passende Bücher bzw. Geschichten für diejeweilige Schulstufe aus. Im Umgang mit den SchülerInnen war er sehrermunternd, spontan und hilfsbereit. Für neue Ideen und Vorschläge der Kinderhatte er stets ein offenes Ohr. Aus seiner „Verkleidungskiste“ fand jeder dasRichtige und im Nu war jeder in seine Rolle geschlüpft. Im Verlauf desTheaterprojektes konnten wir eine positive Entwicklung bei den SchülerInnenfeststellen.

Was kann es für einen Workshopleiter Schöneres geben als folgende Komplimente der Schülerinnen und Schüler:


Das Ausdrucksspiel gefiel mir mega, weil es die schönsten Freitage waren….

Es gefiel mir sehr gut, weil wir immer tolle Geschichten spielten.

Es war super, weil ich mich verkleiden konnte.

Ich war mit meinen Rollen immer sehr zufrieden.
Mir hat gefallen, dass man sich selber die Rolle aussuchen durfte.

Es war toll, weil wir die ganze Klasse immer umbauendurften.

Mir gefiel es sehr gut, weil wir uns immer Höhlen, Häuseroder Wohnungen mit den Tischen bauen durften.

Es war cool, weil ich immer tolle Rollen spielen durfte.
Mir hat gefallen, dass wir jeden Freitag eine andere Geschichte spielen durften.

Meine Lieblingsrolle war der König im Stück „Der armeMann und der König“.

Mir hat es sehr gut gefallen, weil man nicht reden musste.

Meine Lieblingsrolle war der Clown und meinLieblingsstück „Die dumme Augustine“.

Mein Lieblingsstück war Jim Knopf.
Herr Wiesinger war so hilfsbereit.

Das Ausdrucksspiel hat mir sehr gut gefallen, weil ichRollenspiele gerne mag.

Es war lustig und unterhaltsam.

Mir hat gefallen, dass du die Geschichten immer laut undauswendig gesprochen hast.

Es war super, weil ich einmal das schöne Kleid anziehendurfte.

Meine Lieblingsrolle war der Zirkushund.

Ich finde das Geschichtennachspielen einfach toll!

Wofür wurde das gespendete Geld konkret ausgegeben?

Das Geld wurde für die Abhaltung der 4 Workshops verwendet. (s. Schulbestätigung)

Zugeordnete Themen