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Projekt-ID: 1534

Forum ZADIG: Die Angst vor dem Fremden - Aussonderung oder Diskurs

eingereicht am: 23.08.2017
Budget: € 1.100,-
Finanzierungsfrist: 23.12.2017
Land/Region: Österreich/Niederösterreich
Art: Event
Themenkreis: Respekt & Vielfalt

Allgemein

Projektadresse

Absberggasse 27
1100 Wien

Anker.Saal der Brotfabrik in 1100 Wien wird von der Caritas (magda) betrieben und für die Veranstaltung zum "Sozialtarif" von 2000EUR netto zur Verfügung gestellt.
  • Start Projektumsetzung: 01.08.2017
  • Ende Projektumsetzung: 10.09.2017

Projektbeschreibung kurz

Die Angst vor dem Fremden und ihre Effekte, die Aussonderung von allem, das nicht gleicht, hat in unserer Gegenwart eine neue und beunruhigende Intensität erreicht. Die Ursachen und Wirkungen dieser Angst erleben wir in der Zunahme von Gewalt, Hass und Segregation.

 

Deshalb eröffnen wir mit dem Forum ZADIG einen Ort, an welchem Psychoanalytiker aus Frankreich, Belgien, Israel und Österreich mit hiesigen Kulturschaffenden und Intellektuellen aufeinander treffen, um die latenten Hinter- und Vordergründe dieser manifesten Entwicklung ans Licht zu bringen.

 

Ihre Teilnahme an der Veranstaltung fix zugesagt haben die folgenden Personen: Ruth Beckermann, Isolde Charim, Josef Hader, Erhard Busek, Caspar Einem, Michael Genner, Brigitte Halbmayr, Gudrun Harrer, Bernhard Heinzelmaier, Gerald Knaus, Birge Krondorfer, Kurt Langbein, Tina Leisch, Paul Lendvai, Thomas Maurer, Andreas Peham, Wolfgang Petritsch, Hosea Ratschiller, Marwa Sarah, Heide Schmidt, Gregor Seberg und Virgil Widrich.

 

Die Veranstaltung wird am 9. September um 18 Uhr im Anker.Saal der Brotfabrik in 1100 Wien beginnen und umfasst 4 Panels zu je 50 Minuten. Zwischen den Panels gibt es Musik (siehe Langtext).


Nachweis Projektabschluss

Gesamtabrechnung, Rechnungskopien zu den Ausgaben, die mit den über Respekt.net lukrierten Mitteln bestritten wurden, Live-Veranstaltung am 9. September 2017, Fotodokumentation, Videodokumentation (youtube), Publikation der Beiträge und des Gesprochenen im Verlag Turia & Kant (Wien/Berlin).

Details

Das Viennese Psychoanalytic Seminar (VPS – eine Kooperation zwischen dem Lacanfeld Österreich und dem internationalen Freud’schen Feld) veranstaltet am 09.09.2017 ab 18:00 Uhr in Wien, im Ankersaal der Brotfabrik, ein Forum mit dem Titel „Die Angst vor dem Fremden – Aussonderung oder Diskurs“.

 

Diese Veranstaltung ist Teil des vom französischen Psychoanalytiker Jacques-Alain Miller initiierten weltweiten Forums Zadig (Zero Abjection Democratic International Group). Es steht für ein Netzwerk von Psychoanalytikern und Nicht-Psychoanalytikern, die keinerlei Ausgrenzung bzw. Aussonderung des Fremden oder Anderen akzeptieren. Unter dem Namen Zadig Nosce Tempus – Erkenne die Zeit –wurde am 20.05.2017 der europäische Ableger dieses Netzwerks gegründet.

 

„Das Unbewusste ist politisch“

 

Die Psychoanalyse ist jener Ort, welcher dem Menschen gestattet, „alles“ zu sagen, sein Intimstes in Worte zu fassen. Sie gibt dadurch Raum für das „Unaussprechliche“, für ein Sagen jenseits der Norm, der Konvention und der Erwartung. Es ist der Raum eines Sagens, das weder im öffentlichen Diskurs noch im privaten Dialog Platz findet. Sie ist aber ebenso der Ort an dem das Unerhörte gehört werden kann. Jedoch: „Zu denken, dass die Psychoanalyse exklusiv nur eine Erfahrung von eins für eins ist, eine intime Erfahrung, die dem Chaos, dem Unbehagen jenseits entkommt, ist ein Irrtum“, so Jacques-Alain Miller.

 

Die freie Rede des Patienten erfordert somit ein Reden in Freiheit, in einer Gesellschaft, die die Grundrechte aller Menschen wahrt. Doch auch in den westlichen Demokratien sind Menschenrechte und der Gleichheitsgrundsatz brüchig geworden. Die Angst ist der vorherrschende Affekt des 21. Jahrhunderts. Diese manifestiert sich kollektiv und vorrangig als Angst vor dem Fremden. Zu deren scheinbarer Bewältigung greift die Politik zunehmend zu Mechanismen der Ausgrenzung und Aussonderung.

 

Als internationale Gruppe von Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytikern wollen wir gemeinsam mit Persönlichkeiten des öffentlichen gesellschaftlichen, politischen und künstlerischen Lebens in Österreich dagegen die Stimme erheben und ein Zeichen setzen.

 

Die Veranstaltung wird am 9. September um 18 Uhr im Anker.Saal der Brotfabrik in 1100 Wien beginnen und umfasst 4 Panels zu je 50 Minuten. Zwischen den Panels gibt es Musik von Madame Baheux und der Les Buckel Kombo.

 

Ihre Teilnahme an der Veranstaltung fix zugesagt haben die folgenden Personen: Ruth Beckermann, Isolde Charim, Josef Hader, Erhard Busek, Caspar Einem, Michael Genner, Brigitte Halbmayr, Gudrun Harrer, Bernhard Heinzelmaier, Gerald Knaus, Birge Krondorfer, Kurt Langbein, Tina Leisch, Paul Lendvai, Thomas Maurer, Andreas Peham, Wolfgang Petritsch, Hosea Ratschiller, Marwa Sarah, Heide Schmidt, Gregor Seberg und Virgil Widrich.

 

Die Organisation und Finanzierung dieses Forums kann und wird nicht kostendeckend verlaufen, weshalb wir das Mittel des Crowdfunding zurückgreifen wollen. Wir werden 20EUR Eintritt als Empfehlung für den Unkostenbeitrag verlangen und 10EUR als Empfehlung für Studierende etc. - d.h. bei max. 350 Personen ergibt dies einen maximalen Ertrag von ungefähr 5000EUR.

Dem gegenüber stehen an Ausgaben: Die Raummiete (2000EUR netto), die Kosten für die simultan Übersetzung D->F, F->D, D->E, F->E (4200EUR brutto), Aufwandsentschädigung für die Musiker (600EUR), Flug und Übernachtung für die Podiumsteilnehmer aus Frankreich und Belgien (1786EUR).

 

Niemand der Beteiligten erhält ein Honorar oder sonstige Gelder, alle der Organisatoren und HelferInnen zahlen den Unkostenbeitrag so wie alle anderen BesucherInnen auch. Wir wollen also hervorheben: Hier geht es nicht um Gewinn, sondern um die Sache. Dieses Format soll den Anfang einer öffentlichen Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen Ursachen und Effekten der Angst und der Segregation bilden. Weitere dieser Foren werden folgen und die Video-Dokumentation der Veranstaltung wird auf youtube.com öffentlich gemacht.

Budget

  • Gesamtbudget
    € 4.450,-
  • - Eigenmittel
    € 3.450,-
  • Finanzierungsziel
    € 1.000,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 100,-
  • Zielbudget
    € 1.100,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 0,-
  • Budgetplanung
    Einnahmen: Unkostenbeitrag für die Veranstaltung. Empfehlung für den Unkostenbeitrag: 20 EUR regulär.
    10 EUR ermäßigt.
    Einnahmen bei maximaler Auslastung (350 Personen - 200 regulär/150 ermäßigt): 5500EUR
     

    Ausgaben:
    Personal für Betreuung der Veranstaltung: 350
    Dolmetscher: 2000
    Flugkosten für Gäste: 900
    Transfer/Taxi: 100
    Miete für Veranstaltungsräume: 2200
    Büromaterial: 200
    Übernachtungen der Gäste: 1200
    Drucksorten: 800
    Dolmetschanlage: 2000
    Catering: 200

    Gesamtkosten: 9950 EUR

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News

Verein zur Förderung...

hat am 06.10.2017 geschrieben

Keine Gleichgültigkeit gegenüber Rassismus und antidemokratischen Tendenzen - Für Klarheit im Wahlkampf

Wir laden ein zum Podium am 14. Oktober 2017, im Sigmund Freud Museum

Berggasse 19, 1090-Wien.

Einlass: 19.30 Uhr

 

Mit: Monika Mokre, Andreas Peham, Julya Rabinowich, Virgil Widrich, Karin Brunner und Markus Zöchmeister.

 

Weitere Informationen unter:

www.zadig-wien.at

Verein zur Förderung...

hat am 06.10.2017 geschrieben

Keine Gleichgültigkeit gegenüber Rassismus und antidemokratischen Tendenzen - Für Klarheit im Wahlkampf

Wir laden ein zum Podium am 7. Oktober 2017, im Weberknecht

Lerchenfelder Gürtel 47-49, 1160-Wien. Einlass: 20 uhr

 

mit Ruth Wodak und Robert Schindel, Karin Brunner und Markus Zöchmeister.

 

Weitere Informationen unter:

www.zadig-wien.at

 

Verein zur Förderung...

hat am 06.10.2017 geschrieben

Webseite mit Videos und weiteren Beiträgen online"

Das Forum Zadig am 9. September 2017 wurde von rund 400 Menschen besucht und war ein großer Erfolg! Wir arbeiten nun weiter an den nächsten Veranstaltungen - vor und nach der Wahl.

 

Videos vom Forum und Beiträge zur Angst vor dem Fremden finden Sie unterdem Link:

www.zadig-wien.at/das-forum-vom-9-9/

 

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Noch benötigt: 35 Std.
3 Mitglieder des Lacanfelds sind im Umfang von mind. 35 Stunden mit PR & Marketing beschäftigt. Produktion von Plakaten, Flyern, Betreuung von Webseite, Twitter, Facebook. Bewerbung bei Ö1, ORF, Derstandard.at etc.
Noch benötigt: 25 Std.
Technik, Ton, Licht für die Panels, die Vorträge, die Filmbeiträge und die Musikbeiträge werden von 3 KollegInnen entwickelt, vorbereitet und betreut.

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