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Projekt-ID: 1535

ZIVILCOURAGE - Von Kindesbeinen an 2

Initiator/In: Christian Wiesinger
eingereicht am: 08.08.2017
Budget: € 572,-
Finanzierungsfrist: 08.12.2017
Land/Region: Österreich/Oberösterreich
Art: Theater
Themenkreis: Respekt & Vielfalt

Allgemein

Projektadresse

Volksschule im Bezirk Schärding, Vöcklabruck oder Grieskirchen
  • Start Projektumsetzung: 15.12.2017
  • Ende Projektumsetzung: 14.04.2018

Projektbeschreibung kurz

Zivilcourage – Will von Kindesbeinen an gelernt werden

Nach meinen langjährigen Erfahrungen in der Schule, in der Arbeit mit den Kindern,ist mir bewusst geworden, dass die Kinder Unterstützung brauchen, um Zivilcourage leben zu können. Oft würden sie sich gerne für ein schwächeres Mitglied einsetzen, doch dann schrecken sie davor zurück, weil sie sich dem Gruppendruck ausgesetzt fühlen.

So machen sie bereits in sehr jungen Jahren die Erfahrung, dass Zivilcourage zu leben, nicht so einfach ist und mit Hürden verbunden ist.

Um diese Hürden zu meistern, wollen wir Texte und Geschichten spielen, in denen das Thema „Zivilcourage“ eine große Rolle spielt. In diesen Texten wachsen die Menschen über sich hinaus, um anderen beizustehen, um der Gemeinschaft zu helfen, anschauliche Geschichten, die den Kindern helfen, Zivilcourage leben zu können.

Geschichten zum Thema Zivilcourage:

Indem Buch „Der arme Mann und der König“nimmt ein einzelner Mann seinen ganzen Mut zusammen und tritt dem gefürchteten König gegenüber, um damit die Menschen des Dorfes zu retten.

In dem Buch „Es klopft bei Wanja in der Nacht“ handelt ein Mann ganz unkonventionell. Er nimmt unterschiedlichste Tiere bei sich auf, auf die Gefahr hin, dass es zu schwerwiegenden Konfrontationen kommt.

In der Geschichte von dem Großen Gungatz begehrt ein kleines Entchen gegen den großen Herrscher auf, immer wieder tritt es dem Herrscher gegenüber, um sich sein Recht zu verschaffen.

 

Ziel: Die Kinder lernen in diesen Geschichten am eigenen Leib, was es heißt Zivilcourage zu leben, mit welchen Konsequenzen dies verbunden ist. Durch dieses immer wiederkehrende Lernen werden sie gestärkt, werden sie gefordert, werden sie ausdauernd. Es macht sie vertraut mit dem Wort Zivilcourage und haucht diesem das notwendige Lebenselixier ein.

Gesellschaftspolitischrelevant: Zivilcourage zu leben ist ein lebenslanger Prozess, man lernt es nicht von heute auf morgen, man wird auch nicht als der Couragierte geboren; lernen,vorleben, üben, einüben, darüber reden, Geschichten entdecken, in denen Zivilcourage gelebt wird, so können Menschen lernen couragiert ans Werk zugehen, sich für eine bessere Gesellschaft einzusetzen, wachsam die gesellschaftlichen Prozesse zu hinterfragen.


Nachweis Projektabschluss

Dokumentation der 4 Workshops
Photodokumentation
Schulbestätigung über geleistete Arbeit
Überweisungsbestätigung über erhaltenes Geld
Onlineabschlussbericht

Details

Lernen durch tun!

Begriffserklärung:


Der Begriff "Jeux Dramatiques" wurde von dem Theaterpädagogen Leon Chancerel geprägt. Im Gegensatz zum herkömmlichen Theaterspiel unterscheiden sich die "Jeux", da man zur eigenen Freude und Entfaltung spielt und nicht vor Publikum. Man lernt auch keinen Text auswendig,  da es das "Innere Erleben" hemmen  und die Spieler hindern würde, mit den eigenen Ausdrucksmöglichkeiten zu experimentieren.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Weglassen der Sprache. Durch das Weglassen der Sprache können sich andere schöpferische Anteile frei entfalten. Es tauchen ungeahnte Möglichkeiten auf, sich auf einer ganz anderen Ebene zu entfalten und auszudrücken.


Innerhalb der Thematik, die in den Workshops vorgegeben ist, bestimmen die Spieler aufgrund ihrer momentanen Stimmung und ihrer Ideen selbst ihre Rollen. Sie gestalten diese völlig frei nach ihren eigenen Vorstellungen. 

Meine Aufgabe als Spielleiter: Der Sinn, der hinter der Geschichte steht soll zum Ausdruck gebracht werden. Ich führe die Spieler durch die Geschichte durch, lasse ihnen aber genügend Freiräume, um sich entfalten zu können. In der Art eines Regisseurs.

Zusammenfassend: Was ist Ausdrucksspiel aus dem Erleben?

*Entdecken und wachrufen unserer schlummernden und schöpferischen Fähigkeiten.

* EinMittel, Inneres Erleben und Gefühle spielerisch auszudrücken

*Eine einfache Art des freien Theaterspiels ohne eingeübte Spieltechnik

*Eine Möglichkeit zur Selbstentfaltung und Lebenshilfe

 

Nochein paar Anmerkungen:

Der Raum ist die Bühne. Der Raum ist ein wichtiges Element. Er kommt zum Tragen. Der Raum wird von den Spielenden so gestaltet, dass er ein Teil ihres Spieles wird.(Z. B. wird ein Dorfplatz gestaltet)

Verkleidung: Die Spieler verkleiden sich vorwiegend mit Tüchern. Durch das Verkleiden schlüpfen sie in ihre Rolle, wird die Rolle "fester, greifbarer und sicherer."

Reflexion: (Nachbesprechung): Die Spieler sagen nach dem Spiel,  was sie erlebt haben. Was ihnen wichtig gewesen ist. Evtl., welche Gefühle hervorgekommen sind. Jeder so, wie er es sich zumutet.

 

P.S.: Der Einfachheit halber ist der Text in der männlichen Form abgefasst.

 

Die Projekte werden nach dem

RSPV- Zirkel durchgeführt

R = Der Rohstoff des Spiels: Beweggründe, Bedürfnisse, Wünsche, Thema oder Text, mögliche Rollen, Requisiten und Musik, Spielorte

S = Spielvorbereitung: Thema oder Text vorstellen und ausarbeiten, Rollen auswählen, Spielorte festlegen,Verkleiden, Szenische Fragen klären und Spielplätze gestalten,Vorstellungsrunde aller Spieler, innere Sammlung vor dem Spiel

P = Praktische Durchführung: Gestützt auf die ersten beiden Schritte erfolgt nun das eigentliche Spiel. Leiter und Spieler vereinbaren miteinander ein Zeichen für Beginn und Ende.

V = Verarbeitung: Austausch von Erlebnissen, Erfahrungen und Erkenntnissen, Klären von Unbehagen, Unsicherheiten und Missverständnissen.

 

Wieso wird das Projekt in dieser Form durchgeführt?

Man könnte doch auch darüber reden, diskutieren, zeigen wie es andere machen.

DasAusdrucksspiel geht einen anderen Weg. Es beschreitet den Weg derSelbsterfahrung, des Tuns, des Erlebens und im Anschluss daran: Die Reflexion.

Wie schon Konfuzius sagte: „Lass es mich tun und ich verstehe.“

Budget

  • Gesamtbudget
    € 520,-
  • - Eigenmittel
    € 0,-
  • Finanzierungsziel
    € 520,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 52,-
  • Zielbudget
    € 572,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 0,-
  • Budgetplanung

    4 Workshops a 2 Stunden
    1 Workshop ist mit 130,-- veranschlagt
    Gesamtkosten 520,--

    Darin ist enthalten: Die konkrete Projektarbeit mit den Kindern, Textauswahl, Vor- und Nachbereitung der Schulstunden, Evaluierung, Gespräch mit der Lehrperson, Abschlussgespräch mit den SchülerInnen.

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