Seiten anzeigen
Projekt-ID: 1546

Wir geben Hoffnung!

Kontaktperson: Andrea Staudenherz
eingereicht am: 19.09.2017
Budget: € 11.000,-
Finanzierungsfrist: 31.12.2017
Finanzierungsschwelle: € 8.000
Land/Region: Österreich/Wien
Art: Sonstige
Themenkreis: Soziales Engagement

Allgemein

Projektadresse

Badgasse 1-7/5/4
1090 Wien

Die Workshops finden ebenfalls im 9. Bezirk statt, die genaue Adressse wird aber aufgrund des Vertraulichkeitsbedarfs der Zielgruppe anonym gehalten.
  • Start Projektumsetzung: 01.02.2018
  • Ende Projektumsetzung: 31.01.2019

Projektbeschreibung kurz

Sklavenhandel gibt es leider immer noch! … und zwar in Form von Menschenhandel , oft verknüpft mit sexueller Ausbeutung. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, mit und für Menschen in Prostitution bzw. von Menschenhandel betroffenen Personen aktiv Möglichkeiten für einen beruflichen Neuanfang zu erarbeiten.

Die Projektphase des Pilotprojektes (mit 4-6 betreuten Personen) läuft seit Februar 2016. Ein Kernbereich dabei sind unsere Nähworkshops. Diese sind als Arbeitstraining konzipiert und geben diesen Frauen die Möglichkeit, sich auf weitere berufliche Vorhaben vorzubereiten.

Nun geht es in die nächste Phase:

Ab Februar 2018 wird das Projekt ausgeweitet. Um die Gestaltung der Workshops auf stabile, nachhaltige Beine zu stellen, wollen wir eine unserer sehr engagierten ehrenamtlichen Trainerinnen auf Teilzeitbasis über den Verein beschäftigen, wir weiten aber auch unser Angebot an Workshops Schritt für Schritt aus.


Nachweis Projektabschluss

Fotodokumentation, Tätigkeitsbericht 2018, Interviews zum Fortschritt in den Workshops,
Nachweis – Personalausgaben die über dieses Projekt finanziert werden

Details

Unsere Motivation – unsere Vision:

 

Schätzungen internationaler Organisationen zufolge sind derzeit an die 30 Millionen Menschen weltweit Opfer von Menschenhandel – mehr als je zuvor in der Geschichte der Menschheit. Viele von Ihnen werden im Bereich der Prostitution ausgebeutet. Österreich ist auch eines der häufigsten Ziel- und Transitländer. Aus Streetwork-Erfahrungen im Wiener Rotlichtmilieu wissen wir dass viele Frauen sich wünschen, auszusteigen. Allerdings stellen existentielle Fragen wie „Wo werde ich wohnen, wovon soll ich leben?“ eine riesige Hürde für viele dar. Dazu kommt, dass viele auch stark traumatisiert sind bzw. unter Druck gesetzt werden oder in der einen oder anderen Form von Abhängigkeit stehen.

Wir verstehen uns als Hoffnungsanker, um gemeinsam mit den Betroffenen

- existentiellen Ängsten zu begegnen

- Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten auszuloten

- den Traum von einer selbstgewählten beruflichen Zukunft in Freiheit und Würde wahr werden zu lassen

 

Die TeilnehmerInnen:

 

Die Arbeit von Hope for the Future fokussiert sich in erster Linie auf Frauen und Männer die aus der Prostitution aussteigen wollen oder ausgestiegen sind, unabhängig davon ob es sich um Zwangsprostitution handelt. Wir sind aber auch offen, Betroffene von Menschenhandel mit unserem Angebot zu unterstützen, die nicht aus der sexuellen Ausbeutung sondern anderen Ausbeutungsformen (z.B. Arbeitsausbeutung) kommen.

Speziell bei Betroffenen aus der sexuellen Ausbeutung reden wir von Menschen die immer wieder vergewaltigt wurden und sexuell missbraucht worden sind, viele bereits das erste Mal als Kind von einem Verwandten oder Freund der Familie. Logischerweise hinterlassen diese Erlebnisse seelische Narben. Viele kämpfen in späterer Folge mit Alkohol- oder Drogenproblemen. Solche vom Leben gezeichnete Menschen können nicht von einem Tag auf dem anderen in einem „normalen“ Arbeitsverhältnis Fuß fassen. Vielmehr braucht man viel Geduld diese Frauen und Männer wieder in einen geregelten Alltag zurückzuführen. Dinge wie Pünktlichkeit oder Anrufen wenn man krank ist, ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Doch Menschen die bis dato Non Stop 24 Stunden rund um die Uhr in einem Studio für Sex zur Verfügung standen und auch quasi dort lebten, müssen überhaupt erst einmal wieder einen normalen Tagesrhythmus lernen.

Neben einer psychologischen Betreuung muss auch die Sprache erlernt werden und das ist für traumatisierte Menschen kein leichtes Stück Arbeit. Konfrontiert mit all den Problemen werden sie zusätzlich von Existenzängsten geplagt, da es kaum finanzielle Unterstützung für Betroffene gibt.

Wiederherstellung ist ein langer Prozess und ein Großteil schafft diesen Weg nicht alleine. Deswegen ist es notwendig diesen Menschen Hilfestellung zu geben und sie ein Stück weit in eine selbstbestimmte Zukunft in Freiheit und Würde zu begleiten. Besonders wichtig ist hier die langfristige Sicherung des Hilfsangebots und eine Begleitung die sie schrittweise eine neue berufliche Zukunft gestalten lässt.

 

Das Projekt:

 

In dieser Phase des Projektes liegt unser Fokus auf arbeitsvorbereitenden Trainings – ein niederschwelliges Angebot das den Umstieg in ein geregeltes Berufsleben erleichtern soll. Solche Maßnahmen – genau für diese Zielgruppe – hatten bislang gefehlt .

Durch die traumatisierenden Erlebnisse in den verschiedensten Formen der Ausbeutung gilt es in erster Linie wieder psychisch stabil zu werden und langsam in einen geregelten Alltag zurückzufinden. Da ein Großteil der Betroffenen aus dem Ausland kommt und sie kaum Deutschkenntnisse vorweisen können, stehen sie dadurch vor einer weiteren Herausforderung

Ziele der Arbeitstrainings

• Vermittlung einer Tagesstruktur

• Stärkung sozialer Kompetenzen

• Feststellung der individuellen Leistungsfähigkeit

• Steigerung der Belastbarkeit

• Vermittlung von Kernkompetenzen für den Arbeitsmarkt

 Pünktlichkeit

 Verlässlichkeit

 Regelmäßigkeit

 Flexibilität

 

Nächste Schritte:

 

Seit Februar 2016 war es uns möglich, unsere Arbeitstrainings in Form von Nähworkshops, aber auch Deutsch-Konversation und diversen anderen Inhalten (Schmuckherstellung, Strickworkshops etc.) regelmäßig anzubieten. Bis dato erfolgt dies auf rein ehrenamtliche Basis – was uns bei der Planung der Workshops immer wieder vor Herausforderungen stellt.

Weiters ist es uns wichtig, dass die Bezugspersonen für unsere betreuten Trainees nicht ständig wechseln. Es geht schließlich auch um Aufbau von Vertrauen und darum, ein stabiles, sicheres Umfeld zu bieten – etwas das für viele der betreuten Personen absolut nicht selbstverständlich ist. Solch ein Umfeld ist Voraussetzung damit Wiederherstellung, schrittweise Überwindung von Traumatisierungen überhaupt möglich ist. Ergänzende psychologische Betreuung erfolgt (zumindest derzeit) nicht direkt über Hope for the Future, wird aber bei Bedarf von uns vermittelt.

Daher ist unser Ziel, ab Februar 2018 unser Workshopangebot nicht nur auszuweiten, sondern auch einzelne Mitarbeiterinnen fix anstellen zu können. Speziell eine unserer engagierten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen liegt uns hier am Herzen: Sie musste selbst in früheren Jahren aus ihrem Heimatland flüchten und kennt daher die Ängste und Schwierigkeiten eines Neubeginnes, mit denen die von uns betreuten Frauen konfrontiert sind. Sie hat in Österreich völlig neu gestartet, sich sehr gut integriert und hilft nun ehrenamtlich beim Anleiten unserer Trainings. Dabei kommt ihr ihre Ausbildung im Bereich Modedesign sehr zu Gute. Ab Februar 2018 möchten wir sie mit dem Erlös des Crowdfundings auf Teilzeitbasis über den Verein anstellen.

Budget

  • Gesamtbudget
    € 14.000,-
  • - Eigenmittel
    € 4.000,-
  • Finanzierungsziel
    € 10.000,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 1.000,-
  • Zielbudget
    € 11.000,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 8.000,-
  • Respekt.net-Teilbetrag A (wird bei erfolgreicher Finanzierung überwiesen)
    € 8.000,-
  • Respekt.net-Teilbetrag B (wird nach Erhalt des Zwischenberichtes überwiesen)
    € 1.800,-
  • Abgabedatum Zwischenbericht
    30.09.2018
  • Respekt.net-Teilbetrag C (wird nach Erhalt des vollständigen Projektabschlussberichtes überwiesen; mind. 10 % des Zielbudgets)
    € 1.200,-
  • Abgabedatum Abschlussbericht
    14.02.2019
  • Projektrisiken
    Finanzierung kommt nicht zustande
  • Budgetplanung
    Mittelverwendung Finanzierungsschwelle: 

    Geringfügige Beschäftigung von 2 Mitarbeitern, die derzeit ehrenamtlich Workshops anleiten


     Mittelverwendung Finanzierungsziel:
    Teilzeit Beschäftigung von 1 Mitarbeiterin, die derzeit ehrenamtlich Workshops anleitet

Dateien

Galerie

News

Meinungen

Zeit spenden

Bitte geben Sie die Anzahl an Stunden bei den einzelnen Aufgaben ein, die Sie spenden.

Zeit spenden

Noch benötigt: 4 Std.
Deutsch-Konversation, Deutsch-Nachhilfe

Zugeordnete Themen