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Projekt-ID: 1604

Ein Linienbus für Familie in Gambia

Kontaktperson: Andreas Langer
eingereicht am: 13.03.2018
Budget: € 4.400,-
Finanzierungsfrist: 13.09.2018
Finanzierungsschwelle: € 2.200
Land/Region: Österreich/Tirol
Art: Aktion
Themenkreis: Soziales Engagement

Allgemein

Projektadresse

Doktor-Karl-Dorrek-Straße 28a
6130 Schwaz
  • Start Projektumsetzung: 12.04.2018
  • Ende Projektumsetzung: 01.05.2018

Projektbeschreibung kurz

Gambia. Eines der ärmsten Länder der Welt liegt in Westafrika und ist die Heimat unseres Freundes Yusuf. 2015 musste er aus seiner Heimat fliehen. Heute lebt er in Sicherheit in Österreich. Und Yusuf hat einen Traum: Er möchte auch seiner Familie in Gambia helfen, ein besseres Leben zu führen.

Ziel unseres Projektes ist es, diesen Traum zu verwirklichen und mit Yusuf ein Familienunternehmen in Gambia aufzubauen. Damit legen wir den Grundstein für ein stabiles und sicheres Einkommen einer 24-köpfigen Familie.

Damit unser Projekt erfolgreich wird, arbeiten wir mit dem Tiroler Busunternehmen Ledermair und Hilfsorganisationen in Afrika zusammen. Mit Tiroler Know-How und Erfahrungen vor Ort trägt das Projekt „Räder für Afrika“ zur Nachhaltigkeit bei. Unsere Vision ist es, mit der Gründung dieses Busunternehmens eine langfristige Partnerschaft zwischen Tirol und Gambia zu schaffen.

Doch wie kommt der Bus nach Afrika? Richtig - Man fährt ihn. Weil das die günstigste Variante ist und uns ermöglicht, uns selbst ein Bild vor Ort zu machen. „Räder für Afrika - Tiroler helfen vor Ort“ ist ein Pilotprojekt, das Mut und Unterstützung braucht: Denn ein Bus ist nur ein Anfang.


Nachweis Projektabschluss

Gesamtabrechnung, Rechnungskopien zu den Ausgaben, die mit den über Respekt.net lukrierten Mitteln bestritten wurden, Fotodokumentation, Online-Abschlussbericht.

Live-Berichterstattung über Facebook und weitere social media Kanäle
Road-Movie und Reisetagebuch
Fotodokumentation
Einschaltungen in Print-Medien

Details

Ausgangssituation

Beinahetäglich wird von tragischen Ereignissen im Mittelmeer berichtet, wo bereitstausende Menschen auf der Flucht von Afrika nach Europa gestorben sind.

Wegen Hunger, Krieg, religiöser und ethnischer Verfolgung suchen viele von ihnen ihre Rettung in Europa, weil es in ihren Heimatländern keine Zukunft und keine ausreichendenEntwicklungsmöglichkeiten gibt.

Neben Korruption, mangelnder gesundheitlicher Versorgung, fehlenden Ausbildungsmöglichkeiten und fehlenden Jobs ist auch die Mobilität durch das Fehlen von ausreichenden Verkehrsmitteln immer wieder ein Thema, das diewirtschaftliche Entwicklung bremst. Ein Beispiel hierfür ist das kleinewestafrikanische Land Gambia.

Von keinem Land Afrikas machen sich prozentual mehr Menschen auf den Weg als von Gambia. Fünf Prozent der Bevölkerung suchen in Europa nach Perspektiven“

(derstandard.at/2000052006522/Wer-etwas-aus-sich-machen-will-geht-weg)

Gambia

Gambia ist ein kleines, vom Senegal umschlossenes Land in Westafrika mit einem schmalen Küstenstreifen am Atlantik. Bekannt ist Gambia vor allem durch die vielfältigen Ökosysteme am gleichnamigen Fluss, der sich durch die Mitte des Landes zieht. Die artenreiche einheimische Tierwelt im Nationalpark Kiang West und dem Naturschutzgebiet Bao Bolong Wetland Reserve umfasst Affen, Leoparden, Nilpferde, Hyänen und seltene Vögel. Strände liegen etwa in der Hauptstadt Banjul und im nahen Serrekunda.

Mit einer Gesamtfläche von ungefähr 11.000 Quadratkilometern und ca. 2 Mio. Einwohnern ist das Land der kleinste Staat des afrikanischen Festlandes. Die Wirtschaft ist von Landwirtschaft, Tourismus und Fischerei geprägt – Industrie ist so gut wie nicht vorhanden. Das Land hat ein sehr hohes Handelsbilanzdefizit aufgrund der niedrigen Wettbewerbsfähigkeit der einheimischen Industrie. 2016 betrug es knapp 20% der Wirtschaftsleistung. Um seinen Importbedarf zu decken, muss sich das Land hoch verschulden. Im Jahr 2016 betrug die Staatsverschuldung 116 % des BIP und war damit eine der höchsten der Welt.

Die Schätzungen für das Bruttoinlandsprodukt schwanken extrem je nach Wechselkurs. Kaufkraftbereinigt soll es 2016 3,38 Milliarden US-Dollar betragen haben. Das entspricht 1700 US-Dollar pro Einwohner. Andere Schätzungen liegen um 50% niedriger. Damit zählt Gambia zu den ärmsten Ländern der Welt: 2003 belief sich der Anteil der Bevölkerung mit einem Einkommen von weniger als 1 US-Dollar pro Tag (nicht kaufkraftbereinigt) auf 59 Prozent.

Im Global Competitiveness Index, der die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes misst, belegt Gambia Platz 117 von 137 Ländern (Stand 2017–2018) [ de.wikipedia.org/wiki/Gambia]

Die Größe des Landes, die relative Sicherheit und Stabilität sowie der persönliche Kontakt zu Yusufa, unserem Freund aus Gambia, haben uns auf die Idee gebracht, genau in diesem Land mit einer ganz einfachen Form der „Entwicklungshilfe“ vor Ort zu wirken.

Die Projektidee

DasTransportwesen in Europa hat in den letzten Jahren sehr hohe Standards entwickelt, was den regelmäßigen Austausch von Fahrzeugen mit relativ hohen Umweltstandards erfordert, welche durchaus noch verkehrstüchtig wären und in Entwicklungsländern hoch geschätzt sind. So auch im Bereich von Nutzfahrzeugen und Autobussen.

Warum also nicht jene Fahrzeuge, die bei uns nicht mehr den aktuellsten, strengen Normen entsprechen anderswo weiter nutzen? Bereits heute werden diese Fahrzeuge teilweise in weniger entwickelten europäischen Ländern noch genutzt.

Noch dringender aber werden solche Transportmittel in Afrika benötigt. Konkret gibt es nun die Idee, einen Autobus auf der Straße in das kleine nordwestafrikanische Land Gambia zu überführen, da ein Schiffstransport rund doppelt so teuer ist.

Die Firma Ledermair aus Schwaz hat sich bereit erklärt einen Linienbus vom Typ Mercedes CITARO kostenlos zur Verfügung zu stellen, um damit einer 24-köpfigen Familie in Gambia eine Einkommens- und Lebensgrundlage zu schaffen, sowie die Mobilitätsversorgung im Nahverkehr (Vororte der Hauptstadt Banjul und Banjul Zentrum) weiter zu verbessern. Heute sind dort nur Taxis und sogenannte - zum Teil abenteuerliche - Gelli-Gelli (Minibusse) im Einsatz.

Aus diesem ersten Pilotprojekt könnte – so unsere Vision - eine routinemäßige Vorort-Hilfe werden, die in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen (wie z.B. dem SOS-Kinderdorf) auf weitere Bereiche wie etwa den Gesundheits-, Bildungs- und Industriesektor ausgebaut werden kann oder bereits bestehende Initiativen unterstützt. Somit könnte man die Wirtschaft und die Lebensqualität vor Ort weiter verbessern, sodass die Menschen erst gar nicht ihre Heimat verlassen und den gefährlichen Weg nach Europa suchen müssen.

Die Umsetzung – medienwirksame Überstellung nach Gambia

Um das öffentliche Interesse zu wecken und zu weiteren Aktivitäten einzuladen, wurde der Verein „Räder für Afrika – Tiroler helfen vor Ort“ gegründet. Zunächst soll in einem Pilotprojekt der Mercedes CITARO der Firma Ledermair, der in Innsbruck für die IVB (Innsbrucker Verkehrsbetriebe) jahrelang gute Dienste leistete,auf dem Land- und Seeweg im April 2018 nach Gambia überstellt werden. Dabei werden neben Italien, Frankreich und Spanien und die Länder Marokko & Westsahara, Mauretanien sowie Senegal auf einer ca. 6000 km langen Reise durchquert. In jedem Land soll es mindestens einen Stopp und eine Berichterstattung über soziale Medien geben. Kontakte vor Ort werden durch die Außenhandelsorganisation der Wirtschaftskammer bereitgestellt.

Es sollen im Rahmen des Porjektes auch Baumaterialien finanziert werden, um einer 24-köpfigen Familie in Farafenni das Dach zu reparieren, damit sie in der Regenzeit (Juli-August) vor Nässe geschützt sind. Soweit transportierbar sollen auch Hilfsgüter für Projekte in den Transitländern mitgenommen werden.

Weitere Unternehmen und Organisationen sollen eingeladen werden, sich an der aktiven Vor-Ort-Hilfe zu beteiligen und so für neue Zukunftsperspektiven für die Bewohner von Gambia zu sorgen.

Wir hoffen auf die Unterstützung und Beteiligung der Wirtschaftskammer und des Landes Tirol, sowie weiterer Tiroler Unternehmen aber wir suchen auch die Kooperation und Abstimmung mit anderen Hilfsorganisationen wie zum Beispiel dem SOS Kinderdorf, das 2 Kinderdörfer in Gambia unterhält und Hilfsorganisationen in den Ländern, die während der Überstellung durchquert werden (Marokko, Mauretanien, Senegal).

Langfristig könnten sich zum Nutzen aller Beteiligten sogar wirtschaftliche Möglichkeiten für Tiroler Unternehmen ergeben, etwa in den Bereichen Tourismus, Landwirtschaft, erneuerbare Energien oder anderen Spezialgebieten derheimischen Wirtschaft.

Budget

  • Gesamtbudget
    € 8.000,-
  • - Eigenmittel
    € 4.000,-
  • Finanzierungsziel
    € 4.000,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 400,-
  • Zielbudget
    € 4.400,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 2.200,-
  • Respekt.net-Teilbetrag A (wird bei erfolgreicher Finanzierung überwiesen)
    € 4.000,-
  • Respekt.net-Teilbetrag B (wird nach Erhalt des Zwischenberichtes überwiesen)
    € 0,-
  • Abgabedatum Zwischenbericht
  • Respekt.net-Teilbetrag C (wird nach Erhalt des vollständigen Projektabschlussberichtes überwiesen; mind. 10 % des Zielbudgets)
    € 0,-
  • Abgabedatum Abschlussbericht
    15.05.2018
  • Projektrisiken
    Fahrzeugrisiko
    Behördenrisiko
    Risiko politischer Unruhe (Mauretanien, Mali)
  • Budgetplanung
    Mittelverwendung Finanzierungsschwelle: 

    Diesel für Überstellung

    Carnet de Passage

    Ticket für Yusufa


    Mittelverwendung Finanzierungsziel:

    Zollgebühren (Einfuhr)

    Maut und Fährgebühren

    Ersatzteile für Bus

    Diesel & Öl für Betriebsstart Linienbus

    Visa

    Impfungen


Dateien

Galerie

video

News

Räder für Afrika -...

hat am 11.06.2018 geschrieben

Girl Power

Die Mädels aus Farafenni mit ihren Tiroler Schultaschen...

Räder für Afrika -...

hat am 11.06.2018 geschrieben

Fahrräder und Schultaschen

Mit den gespendeten Fahrrädern der Firma Adler-Werk Lackfabrik und den Tiroler Schultaschen macht die Schule den Kindern aus Yusufas Familie noch mehr Spass...

Räder für Afrika -...

hat am 11.06.2018 geschrieben

Dachreparatur

In Arbeit

Räder für Afrika -...

hat am 11.06.2018 geschrieben

Neues Dach

Rechtzeitig vor Beginn der Regenzeit konnte die Familie von Yusufa in Farafenni das neue Dach fertigstellen! "Wir sitzen dieses Jahr im Trockenen!" wurde uns gemeldet

Räder für Afrika -...

hat am 01.05.2018 geschrieben

Übergabe der Rollatoren

Dringend benötigt - die Rollatoren. Nun kann die Mutter sich wieder ein wenig bewegen...

Räder für Afrika -...

hat am 01.05.2018 geschrieben

Farafenni Übergabe der Spenden

Verteilung der Geschenke und Spenden im Dorf Farafenni, ca. 120km von Banjul entfernt.

Meinungen

Abschlussbericht

Abschlussbericht allgemein

Projekt 1604 - "Räder für Afrika - Tiroler helfen vor Ort"

Im Zeitraum vom 10. April bis 27. April wurde der Mercedes Bus CITARO vom Team "Wüstenschiff" von Schwaz in Tirol über 6000km nach Banjul in Gambia erfolgreich überstellt und am 28. April an Yusufa - stellvertretend für seine Familie - übergeben.

Unser Projekt zielte ja darauf ab, mit der Überstellung und dem Einsatz des von der Firma Ledermair gespendeten 15 Jahre alten Linienbusses im Nahverkehrsbetrieb in Banjul Gambia, eine nachhaltige Einkommensquelle und Zukunftsperspektive für die ca. 25-köpfige Familie von Yusufa aus Farafenni  zu schaffen.

Ein 7-köpfiges Team von TirolerInnen und einem Kärntner fuhren dazu von Schwaz in Tirol über den Brenner nach Genua, mit der Fähre nach Tanger Med in Marokko und von dort über Casablanca & Guelmim, Boujdour & Dakhla (West-Sahara), Nouadhibou & Nouakchott (Mauretanien), St.Louis (Senegal) nach Banjul in Gambia (ca. 4000km über Land). Die erreignisreiche Fahrt wurde über einen Reiseblog ( tirolambia.wordpress.com ) dokumentiert und von zahlreichen Menschen - teilweise live - mitverfolgt.

Neben den vielen Spendern auf respekt.net wurde unser Projekt von vielen Firmen und Privatpersonen mit Sach- und Geldspenden unterstützt. So wurden im Bus noch ca. 40 Schultaschen, Hefte und Stifte, Malsachen, 2 Rollstühle, 2 Rollatoren, Krücken sowie ca. 10 Kartons mit Verbandsmaterial mittransportiert. Durch die großzügige Unterstützung der Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB) konnten auch Ersatzteile, Werkzeug und Ersatzreifen im Wert von mehrerern tausend Euro nach Gambia mitgenommen werden. All diese mitgebrachten Materialien verursachten natürlich erhebliche Probleme mit dem Zoll und bei der Durschreise durch Marokko, Mauretanien und Senegal sowie bei der Einreise nach Gambia. Aber nach Bezahlung zusätzlicher Gebühren und unter dem Einsatz vieler lokaler Helfer konnten alle Hürden genommen werden.

Generell erlebten wir viel Hilfsbereitschaft von den Menschen auf unserer gesamten Reise, inklusive Gendarmerie, Polizei und anderen Exekutivkräften.

Insbesondere hervorheben möchte ich die Unterstützung durch Amal Zniber und die Mitarbeiter ihres Vereins "Amis des ecoles" (https://www.facebook.com/amis.desecoles.7) in Marokko, ohne deren Hilfe wir es wohl nicht innerhalb der geplanten Zeit geschafft hätten. Einen Teil der Sachspenden (Laptop, Schulsachen, Schultaschen) konnten wir in Marokko an die Organisation übergeben, die Schulen in entlegenen Bergregionen des Atlas und in Südmarokko unterstützt.

Am 25. April trafen wir spät abends in Banjul ein (der Bus musste an der Grenze ca. 25km entfernt warten). Am 26. April gelang die Einfuhr und Verzollung in Banjul. Am 27. April wurden die Hilfsgüter nach Farafenni gebracht und das dortige Health Center sowie an Yusufa's Familie übergeben. Am 28. April erfolgte die Rückreise des Überstellungsteams nach Österreich.

Die Verzögerungen beim Zoll sowie einige Pannen führten dazu, dass wir ja quasi in letzter Minute in Gambia eintrafen und so nicht mehr wie ursprünglich geplant live miterleben konnten, wie der Bus seinen Betrieb aufnimmt. Die Anmeldung und Inbetriebnahme dauerten dann doch noch ein paar Tage und erst eine Woche nach unserer Abreise wurden die ersten Fahrgäste von Tabokoto nach Banjul transportiert.

Nach einem Testbetrieb im Mai werden nun weitere Adaptionen am Fahrzeug durchgeführt, um die Sitzplatzanzahl zu erhöhen und den Treibstoffverbrauch zu reduzieren. Wir sind jedoch nach wie vor zuversichtlich, dass das Ziel, mit dem Betrieb des Fahrzeuges eine nachhaltige Einkommensquelle und eine Zukunftsperspektive für Yusufa und seine Familie aus Farafenni zu schaffen, erreicht werden wird. 

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Welchen gesellschaftspolitischen Zweck hat das projekt erfüllt?

"Hilfe zur Selbsthilfe" ist das Motto, unter das wir unser Projekt von Anfang an gestellt hatten. Auch wenn die Gründung eines kleinen Busunternehmens im kleinen Land Gambia nur ein Tropfen auf dem heissen Stein sein dürfte, glauben wir, dass nur eine unternehmerische Eigenverantwortung der Menschen vor Ort zu nachhaltiger Veränderung führen kann. Viele unserer Unterstützer sind selbst Unternehmer und glauben nicht daran, dass sich Dinge ohne eigenen Einsatz und Initiative ändern lassen. Es geht ja darum, durch eine Perspektive für die Zukunft und durch eine nachhaltige finanzielle Einnahmequelle, eine Existenzgrundlage zu schaffen. Stellt sich der erhoffte Erfolg ein, kann das Unternehmen wachsen, weitere Menschen beschäftigen und diesen damit eine Chance für die Zukunft bieten. Und wenn nur den Mitgliedern der unterstützen Familie langfristig das Schicksal erspart werden kann, ihr Land verlassen zu müssen und die Chance auf ein Leben ohne Hunger und Armut nur in Europa und in der Flucht zu finden, haben wir einen Beitrag geleistet. Noch steht das Unternehmen auf wackligen Beinen aber Yusufa und unser Verein haben uns fest vorgenommen weiter darauf zu achten, dass sich unser Traum für ein besseres Leben in Gambia erfüllt. Die erfolgreiche Umsetzung unseres Ansatzes könnte für andere Motivation und Vorbild werden, auch selbst etwas zu verändern und Selbstvertrauen zu gewinnen. Im Moment sind die Rahmenbedingungen in Gambia noch immer sehr schwierig. Die fehlende Zuverlässigkeit der Regierung, mangelnde Versorgung mit Elektrizität und Wasser, das fehlende Sozial- und Gesundheitssystem, etc... Aber wenn es nicht gelingt, Hoffnung zu geben und Perspektiven zu schaffen, wird die Migration weiter ansteigen und zur Verschärfung der Flüchtlingskrise in Europa beitragen.

Wie waren Reaktionen anderer zu diesem Projekt?

Die Reaktionen auf unser Projekt waren von Anfang an extrem positiv. Nur ganz wenige einzelne Stimmen äußerten sich kritisch und selbst dann eher im Bezug auf die Machbarkeit der Geschäftsidee und die Eignung des Fahrzeugs für die lokalen Verhältnisse eines Entwicklungslandes und nicht auf die Initiative an sich.

Insbesondere nach der umfassenden Berichterstattung im ORF kam es zu einem rasanten Anstieg der Unterstützungen, was auch bei der raschen Realisierung des Projektzieles spürbar wurde. Menschen aus ganz Österreich und sogar aus dem benachbarten Bayern haben bei der Realisierung geholfen. Selbst Kommunen wie die Städte Schwaz und Villach unterstützten uns durch Geldspenden.

Wie bereits erwähnt half die Projektidee und unsere humanitäre Ausrichtung auch bei mancher Diskussion mit den Behörden. Bei den zahlreichen Straßensperren und Kontrollposten ebenso wie beim Zoll wurden unsere humanitären Ziele gewürdigt und so manches Auge zugedrückt. Nicht selten wurden wir bei Kontrollen von Polizei, Gendarmerie und Militär mit einem "God bless you!" und "Have a safe trip!" schon nach kurzer Zeit weitergewunken.

Wir werden unsere Spender und Unterstützer noch mit einem ausführlichen Bericht informieren und hoffen, dass wir damit unsere Initiative in die nächste runde schicken können. Es gibt noch genug zu tun!

 

 

Wofür wurde das gespendete Geld konkret ausgegeben?

Die bereitgestellten Mittel wurden wie folgt eingesetzt (EUR):

 

Carnet de Passage                                                386,65

Versicherung und Zulassung                                 463,94

Fähre                                                                  1.852,20

Maut Italien und Marokko                                        83,06

Einfuhrzoll und Frachtabwicklung Banjul               847,46

VISA für das Überstellungsteam                           312,00

Hotel Taiba Boujdour (Reparaturstopp)                   94,59


GESAMT                                                    EUR 4.039,61