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Projekt-ID: 1765

Flüchtlingskinder sollen sich wohlfühlen - Fortsetzung in St. Nikola 3

Initiator/In: Christian Wiesinger
eingereicht am: 14.09.2018
Budget: € 880,-
Finanzierungsfrist: 14.01.2019
Finanzierungsschwelle: € 600
Land/Region: Österreich/Oberösterreich
Art: Theater
Themenkreis: Respekt & Vielfalt

Allgemein

Projektteaser

Mit dem Ausdrucksspiel helfen wir den Kindern in der Klassengemeinschaft anzukommen und integriert zu werden

Projektadresse

St. Nikola 3
4381 St. Nikola

Volksschule
  • Start Projektumsetzung: 06.05.2019
  • Ende Projektumsetzung: 19.07.2019

Projektbeschreibung

 

Theater Projekt 2019 in St. Nikola

Das Projekt wird nun bereits zum fünften Mal in St. Nikola durchgeführt. Es wird wieder in einer dritten und vierten Klasse durchgeführt und es hat den Vorteil, dass die Kinder die Spielart des Ausdrucksspieles bereits kennen.  So können die neu hinzukommenden Kinder behutsam mit in das Spiel hineingenommen werden.

Kinder aus vielen verschiedenen Ländern spielen in diesem geschützten Rahmen des Theaterspiels miteinander und erfahren dabei wie einfach und unbeschwert das gemeinsame Erleben sein kann. Sie können in ihrer Rolle aufgehen und aufeinanderzugehen, in der Unbeschwertheit des gespielten Stückes.

Wir werden diesmal Märchen aus aller Welt spielen. Märchen aus dem Orient, aus dem Okzident und unsere Hausmärchen.

Sie dürfen sich als König, als Prinzessin, als Katze, als Hund, als das verkleiden,was ihnen beliebt. Sie können in ihren Rollen über sich hinauswachsen und sie können staunen, wie faszinierend diese Welten sind und vor allem können sie aus diesen Geschichten Kraft für ihren oft beschwerlichen Alltag schöpfen.


Nachweis Projektabschluss

Schulbestätigung über die Abhaltung der 4 Workshops


Fahrtenaufzeichnung


Überweisungsbestätigung über erhaltenes Geld


Onlineabschlussbericht

Details

 

Kinder lieben es sich durch das Spiel auszudrücken und Kontakte unbeschwert zu knüpfen.
Bedürfnisse sind überall auf der Welt gleich, da gibt es keine Unterschiede: wir haben ein Bedürfnis nach Nähe, nach Heimat und Geborgenheit, in allen Kulturkreisen auf der Welt. Und auch die "Fremden" bei uns haben diese Bedürfnisse.

Mit diesem Projekt wollen wir ihren Bedürfnissen eine Heimat geben, damit sie sich ein bisschen wie zuhause fühlen können!

Wieso ist mir dieses Projekt ein Anliegen?

Flüchtlingskinder sind hier bei uns fremd. Sie sind oft unserer Sprache nicht mächtig oder müssen diese Stück für Stück erlernen. In den Schulklassen müssen sie erst ihren Platz finden. Hürden über Hürden. Theaterspiel ist ein geeignetes Mittel, um Barrieren zu überwinden, um sich näher zu kommen.

Im Ausdrucksspiel kommt hinzu, dass die sprachliche Barriere auch noch wegfällt, da wir ohne zu sprechen auskommen. Die Kinder begegnen sich als Bär, als Hund, als Hirte, das ist ihnen alles vertraut. Sie begeben sich z. B. auf die Suche nach Nahrung, sie balgen herum,…

Wir kommen uns wieder näher und entwickeln mehr Verständnis füreinander!

Die Erfahrungen, die ich bereits an der Schule machen konnte, möchte ich nun in die weitere Arbeit integrieren. Aufbauend auf diesen Schatz und auf meine Beobachtungen und Erfahrungen können wir nun kontinuierlich weiter arbeiten und den Schatz weiter heben.

Ablauf der 4 Workshops: Wir werden wieder Texte aus der Märchenwelt spielen oder einzelne Teile herausarbeiten. Da immer wieder neue Flüchtlingskinder dazukommen, die in der deutschen Sprache noch nicht so gefestigt sind, müssen wir sehr einfache Spiele machen, um die Kinder nicht zu überfordern. Man muss sich somit von Spiel zu Spiel herantasten, um die Kinder in ihrem Aktionsradius zu erreichen. Es erfordert viel Fingerspitzengefühl, wie so vieles im Zusammenleben mit uns fremden Kulturen.

Ziel: Den Flüchtlingskindern soll eine gute Integration gelingen. Durch das unbeschwerte Spiel können die Kinder zusammenwachsen, was sich förderlich auf die Klassengemeinschaft auswirkt. Durch das Verkleiden, Spielen einer Rolle werden sie in ihrer Persönlichkeit gestärkt und können das Erlebte in ihr oft schwieriges Leben integrieren.

Budget

  • Gesamtbudget
    € 800,-
  • - Eigenmittel
    € 0,-
  • Finanzierungsziel
    € 800,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 80,-
  • Zielbudget
    € 880,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 600,-
  • Budgetplanung

    4 Workshops a 2 Stunden. 1 Workshop ist mit € 100,-- veranschlagt. Somit ergibt sich ein Gesamtbetrag von € 400,--


    Der Restbetrag wird für die Fahrt zum Kursort verwendet. (s. Fahrtenaufzeichnung).


    Die Finanzierungsschwelle liegt bei € 600,--  Sollte das Projekt bis zu diesem Betrag finanziert werden, würden nur drei Workshops stattfinden.

Dateien

Links & Downloads

Galerie

News

Christian Wiesinger

hat am 27.05.2019 geschrieben

Flüchtlingskinder sollen sich wohlfühlen - Abschluss am 24. 05. 2019

Zum Abschluss spielten wir eine Geschichte, die die Kinder sehr herausforderte. Denn sie spielten Menschen, die mißtrauisch sind und sich in ihren Häusern versteckten. Denn so sind die Kinder nicht, sie wollen zusammensein. Aber bei den Malonen, die sie verkörperten war es so. Aber es blieb nicht so, denn ein Wanderer kam in ihr Land und erzählte ihnen schöne Geschichten und er brachte auch Tiere mit. So veränderte sich ihre Welt und sie kamen aus ihren Häusern heraus, es kam zu Begegn...

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Christian Wiesinger

hat am 22.05.2019 geschrieben

3. Einheit am 17. 5. 2019

Wiederum spielten die Kinder ganz besonders. Jedwede Scheu legen sie ab. Sie füllen ihre Rollen aus, arbeiten hervorragend zusammen und entwickeln immer wieder spontane Ideen, kreieren wunderschöne Szenerien, die die Texte erst so richtig zum Vorschein bringen. Diese Geschichte vom "Hartherzigen Riesen" von Oscar Wilde ist auch herzzerreißend. Sie beginnt zwar nicht sehr schön, da die Riesen die Kinder aus ihrem Reich vertreiben, sie endet aber damit, dass die Kinder das Herz der Riesen e...

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Christian Wiesinger

hat am 13.05.2019 geschrieben

2. Stunde am 10. 5. 2019

Diesmal spielten wir ein Tschechisches Märchen. Rasch wurden die Rollen gefunden und die Spielplätze gestaltet. Sehr schön, kreativ und originell. an vielen Orten wurde gleichzeitig gespielt, wie es sich im Jeux Dramtiques gehört, ohne worte, abe rmit viel Phantasie und Aufmerksamkeit. Obwohl die Kinder sehr unterschiedlich zusammengewürfelt sind, was die individellen Voraussetzungen anbelangt, bedingt durch ihre Vorgeschichten, spielen sie mit

Christian Wiesinger

hat am 06.05.2019 geschrieben

Projektbeginn an der VS St. Nikola, 3. Mai 2019

Es ist immer wieder eine Freude, in die Schule zu kommen. Kinder aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern (eine bunte Mischung) befinden sich in dieser Klasse. Es ist so vielfältig.

Unser Einstiegsspiel war dann nicht so vielfältig. Es gab nur zwei Rollen, aber es ging in diesem Spiel darum, sich aufeinander einzulassen, sich gegenseitig zu helfen und Zuwendung zu erfahren. Die Kinder haben es in ihren Rollen gut hinbekommen, es entstand ein dynamisches Miteinander, das sich aber...

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Christian Wiesinger

hat am 05.11.2018 geschrieben

Flüchtlingskinder sollen sich wohlfühlen

Es ist geschafft, das Projekt wurde finanziert. Vielen, vielen Dank an alle Spender und Spenderinnen. Es ist nicht selbstverständlich und es ist nichts selbstverständlich, sondern es gibt immer wieder so großartige Menschen, die selbstlos agieren und damit die Welt viel schöner und lebenswerter machen!!!

 

Ganz liebe Grüße

Projektleiter

Christian Wiesinger

Meinungen

Abschlussbericht

Abschlussbericht allgemein

 

 

Projektbeginn an der VS St. Nikola, 3. Mai 2019Es ist immer wieder eine Freude, in die Schule zu kommen. Kinder aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern (eine bunte Mischung) befinden sich in dieser Klasse. Es ist so vielfältig.Unser Einstiegsspiel war dann nicht so vielfältig. Es gab nur zwei Rollen, aber es ging in diesem Spiel darum, sich aufeinander einzulassen, sich gegenseitig zu helfen und Zuwendung zu erfahren. Die Kinder haben es in ihren Rollen gut hinbekommen, es entstand ein dynamisches Miteinander, das sich aber erst durch die gespielte individuelle Rollenauslegung ergab. So soll es auch sein, denn Löwen sind nicht gleich Löwen, und jeder Löwe hat seine Eigenart. Mancher Löwe war sehr geduldig, ein anderer packte sogleich die Maus, die es zu toll trieb.Ein fabelhaftes Spiel aus der Fabel: Der Löwe und die Maus.2. Einheit am 10. 5. 2019Diesmal spielten wir ein Tschechisches Märchen. Rasch wurden die Rollen gefunden und die Spielplätze gestaltet. Sehr schön, kreativ und originell. An vielen Orten wurde gleichzeitig gespielt, wie es sich im Jeux Dramatiques gehört, ohne Worte, aber mit viel Phantasie und Aufmerksamkeit. Obwohl die Kinder sehr unterschiedlich zusammengewürfelt sind, was die individuellen Voraussetzungen anbelangt, bedingt durch ihre Vorgeschichten, spielen sie mit Hingabe und Enthusiasmus und vertrauen auf ihre Intuition. Sehr schön zu beobachten war, wie sich die unterschiedlichen Handlungsstränge zusammenzogen, aus den vielen Abläufen entstand eine schöne Mitte, was vor allem auch daran lag, dass die Königstochter wieder aufgenommen wurde.Irgendwie dürfte das Theaterspielen verbindend sein, insgesamt vor allem die Kunst, die trotz der sehr unterschiedlichen Gattungen die Menschen zusammenführt. 3.Einheit am 17. 5. 2019Wiederum spielten die Kinder ganz besonders. Jedwede Scheu legen sie ab. Sie füllen ihre Rollen aus, arbeiten hervorragend zusammen und entwickeln immer wieder spontane Ideen, kreieren wunderschöne Szenerien, die die Texte erst so richtig zum Vorschein bringen. Diese Geschichte vom "Hartherzigen Riesen" von Oscar Wilde ist auch herzzerreißend. Sie beginnt zwar nicht sehr schön, da die Riesen die Kinder aus ihrem Reich vertreiben, sie endet aber damit, dass die Kinder das Herz der Riesen erweichen. Und dazwischen ist der unbändige Mut der Kinder zu bewundern, die sich ein Loch durch die Mauer in den Garten des Riesen graben.Dieses Spiel erinnerte mich ein wenig an die Freitagsdemos der SchülerInnen. Auch sie geben nicht auf, fordern ihre Zukunft ein. 4. Einheit am 24. 5. 2019Zum Abschluss spielten wir eine Geschichte, die die Kinder sehr herausforderte. Denn sie spielten Menschen, die misstrauisch sind und sich in ihren Häusern versteckten. Denn so sind die Kinder nicht, sie wollen Zusammensein. Aber bei den Malonen, die sie verkörperten, war es so. Aber es blieb nicht so, denn ein Wanderer kam in ihr Land und erzählte ihnen schöne Geschichten und er brachte auch Tiere mit. So veränderte sich ihre Welt und sie kamen aus ihren Häusern heraus, es kam zu Begegnungen, schließlich wollten sie nicht mehr alleine bleibenFazit: Das Interessante an der Spielweise der Geschichte war dieser Aspekt, als auf einmal diese Struktur aufbrach. Als sich die Menschen annäherten. Das war sehr faszinierend, das passierte Schritt um Schritt, man konnte es als Erzähler förmlich spüren und fühlen, wie sich diese verkorkste Struktur auflöste, wunderbar zu sehen, wie festgefahrene Strukturen abbröseln. Wie es im Sprichwort so schön heißt: Steter Tropfen höhlt den Stein.

 

Galerie

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Welchen gesellschaftspolitischen Zweck hat das projekt erfüllt?

 

 

Wir spielten viele unterschiedliche Geschichten, so dass die Kinder viele Rollen ausprobieren konnten. So konnten sie diese unterschiedlichen Geschichten jedes Mal anders erleben. Einmal von einer Machtposition aus, dann von einer Position des Besuchers, ein anderes Mal als Begleiter oder als Helfer.

 

Auch im Leben ist es so, man nimmt ganz unterschiedliche Positionen ein, es hängt oft von der Stellung ab, in der man sich befindet. Sofern man solche Situationen auch im Spiel erlebt, kann man diese Erfahrungen womöglich auch später sich in Erinnerung rufen, unbewusst oder bewusst.

 

Ein wesentlicher Aspekt des Spielens war diesmal sicher, dieses viele gemeinsame Spielen. So unterschiedlich die Kinder auch sind, so viele verschiedene Kulturen, Religionen hier auch zusammenkommen, es ist faszinierend, wie gut sich diese unterschiedlichen Voraussetzungen integrieren lassen. Es lösen sich keine Unterschiede auf, alles darf seinen Platz haben.

 

Sehr gut gefallen hat mir die intuitive Spielweise der Kinder, inspiriert durch die nonverbale Theatermethode des Jeux Dramatiques, die sie oft punktgenau eingesetzt haben. Intuitiv darauf vertrauen, dass mich der andere versteht, da, wo kein Nachfragen aufgrund der Sprachbarriere möglich ist, und doch funktioniert es, dass man sich versteht. Es war für die Kinder sicher eine große Bereicherung, erfahren zu dürfen, dass die Sprache kein Hemmschuh sein muss, um sich näher zu kommen. Dass man sich auch auf einer anderen Ebene verständigen kann.

 

Wie waren Reaktionen anderer zu diesem Projekt?

"Schade, dass das Projekt schon zu Ende ging, jetzt wäre es doch so richtig in Fahrt gekommen." Die Schuldirektorin hofft auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr. Sie ist auch erstaunt, wie die Kinder ohne lange Vorbesprechungen in das Spiel einsteigen, sich einlassen, intuitiv arbeiten. Sie spürte die besondere Atmosphäre, die über den Spielen lag, das Gemeinsame, das das Trennende hinwegspielte. Oft nicht erklärbar, aber dadurch umso faszinierender.

Wofür wurde das gespendete Geld konkret ausgegeben?

 

Das Geld wurde für die Abhaltung der 4 Workshops und die Fahrt zum Kursort verwendet.

s. Schulbestätigung und Fahrtenaufzeichnung

 

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