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Projekt-ID: 1800

TROTZ-DEM: Inklusion braucht Sensibilisierung!

Initiator/In: trotz-dem e.U.
Kontaktperson: Harald Fiedler
eingereicht am: 12.12.2018
Budget: € 11.000,-
Finanzierungsfrist: 12.06.2019
Finanzierungsschwelle: € 8.000
Land/Region: Österreich/Wien
Art: Workshop
Themenkreis: Bildung & Ausbildung

Allgemein

Projektteaser

Mit Selbsterfahrung, Wissensaustausch, spannenden Hilfsmitteln und einer guten Portion Humor sollen Barrieren im Kopf abgebaut und ein ungezwungener Umgang mit Menschen mit Behinderung erlernt werden.

Projektadresse

Hirschvogelgasse 7/4
1200 Wien

Die Workshops finden vor Ort in den Bildungseinrichtungen oder direkt bei diversen Veranstaltungen statt.
  • Start Projektumsetzung: 01.12.2018
  • Ende Projektumsetzung: 31.05.2019

Projektbeschreibung

„Bist behindert?“, „Spasti“ oder „Das is ja ur behindert“ sind Sätze, die den meisten bekannt vorkommen dürften. Nicht nur auf Schulhöfen, auch im Arbeitsumfeld und in der Freizeit hört man das oft. Darauf angesprochen fällt den meisten dann doch auf, dass damit eine Gruppe von Menschen diskriminiert und verletzt wird.

 

Was wir als trotz-dem dagegen tun?

Um dafür sensibilisiert zu werden und eine Enttabuisierung des Themas Behinderung, und im speziellen Blindheit zu erreichen, veranstaltet trotz-dem regelmäßig Workshops und Seminare an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen. Wir wollen zeigen dass Behinderung nur ein Teil des Lebens ist, in dem genau so individuelle Herausforderungen warten, wie im Leben nicht behinderter Menschen.

 

Denn Sensibilisierung für das Leben von Menschen mit Behinderung ist ein wesentlicher Bestandteil für eine aufgeschlossene Gesellschaft!


Nachweis Projektabschluss

Fotoberichte der Workshops, 2.000 sensibilisierte Menschen mehr, Nachgewiesen mit anonymisierten Workshop-Daten

Details

TROTZ-DEM: Inklusion braucht Sensibilisierung! 

Ausgangslage

Es gibt eine Menge Gründe warum wir von trotz-dem tun, was wir tun und warum wir nun um Unterstützung ersuchen. Es gibt uns wirklich: Menschen mit einer oder mehreren Behinderungen oder kurz und abfällig „die Behinderten“. Man kann aber den Eindruck gewinnen, dass die mongolische Bergziege oder das indische Steppenhuhn, mehr mediale Aufmerksamkeit genießen als die Lebensumstände behinderter Menschen... Dabei sind wir nichts Besonderes und von einem anderen Stern kommen wir schon gar nicht!Es gibt immer mehr Angebote, Hilfsmittel und Förderungen in diesem Bereich. Wie man sich gegenüber Menschen mit Behinderung verhält, wie es sich anfühlt nicht überall gleichberechtigt teilnehmen zu können, was es bedeutet eine andere (Schrift)-Sprache (Braille, Gebärdensprache, etc.) zu sprechen oder wie das Essen schmeckt, wenn ich dabei nichts sehe können sich die wenigsten vorstellen. Obwohl dies bereits in der, seit 2008 von Österreich ratifizierten UN-Behindertenrechtskonvention ausdrücklich von den unterzeichnenden Staaten gefordert wird, ist Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung für die meisten kein großes Thema.

 
Was wir dagegen oder besser DAFÜR tun? 

„trotz-dem – Behinderung erleben, Behinderung verstehen“ will hier eine Lücke schließen! Wir wollen Menschen von jung bis alt dabei helfen ein Bewusstsein für das Thema Behinderung zu entwickeln. Mithilfe von Sensibilisierungs-Workshops und Seminaren im schulischen Bereich, in der Erwachsenenbildung, aber auch bei diversen anderen Veranstaltungen wird versucht einen positiven, kritischen und zukunftsorientierten „Behindertenbegriff“ in den Köpfen der Menschen zu verwurzeln. 

trotz-dem will... 

...ein anderes, positives Bild von Menschen mit Behinderung vermitteln.

...Vorurteile aufbrechen. 
...Berührungsängste beseitigen. 
...aufklären. 
...zeigen, dass Behinderung weder eine Ausrede, noch ein Lebenshindernis sein muss. 
...Barrieren im Kopf abbauen. 
...dazu beitragen, dass alle Menschen mit Behinderung einen Arbeitsplatz haben. 
...dass ArbeitgeberInnen nicht mehr denken behinderte Menschen leisten weniger als nicht behinderte. 
...erreichen, dass in Zukunft kein Kind mehr fragen muss: „Papa! Was hat die...?“ und niemand mehr verschämt flüstern muss: „Psst! Darüber spricht man nicht!“. 
...einen natürlichen, ungezwungenen Umgang mit Menschen mit Behinderung. 

...dass niemand mehr die mitleidige „Behindertenbrille“ aufsetzt, wenn von „Behinderten“ die Rede ist. 

 
Wie wollen wir das erreichen? 

Wir von trotz-dem kommen direkt an eine Schule/Bildungseinrichtung und bieten erlebnispädagogische Workshops, die erfahrungsgemäß zu erstaunlichen Ergebnissen und Erkenntnissen führen. Der Inhalt der Workshops wird an die jeweilige Zielgruppe und das eventuell bestehende „Lernziel“und die zeitlichen und räumlichen Rahmenbedingungen angepasst. 

Beispielhaft werden bei unseren Workshops folgende Fragen beantwortet: 

 

  • Wie leben eigentlich blinde Menschen? 
  • Wie kann ich einem blinden Menschen richtig helfen?-Welche Hilfsmittel gibt es? 
  • Wie arbeitet ein Blindenführhund? (Blindenführhündin Arya ist immer dabei und zeigt wie das „Führen“ im Alltag von statten geht. 
  • Welche Hobbies haben blinde Menschen? 
  • Welche Jobs können sie machen? 
  • und vieles mehr... 

In angenehmer Atmosphäre können die Fragen aus erster Hand beantwortet, aber vor allem auch Erfahren werden. Wir bieten Raum für Selbsterfahrung und Austausch, genau so wie die Möglichkeit Fragen zu stellen, welche sonst vielleicht oft hinter vorgehaltener Hand gestellt werden. 

Um diese Workshops anbieten zu können müssen wir von den TeilnehmerInnen einen kleinen Unkostenbeitrag (etwa 10 Euro) verlangen, da es diesbezüglich keine staatliche Finanzierung gibt. Viele SchülerInnen können sich diesen Beitrag für einen 4-stündigen Sensibilisierungs-Workshop nicht leisten. Damit auch wirklich niemand eine solch wertvolle Erfahrung missen muss, ersuchen wir nun um eure Unterstützung, damit wir die finanzielle Belastung zumindest auf die Hälfte reduzieren können.

Kämpfen wir gemeinsam, damit Inklusion von einem Schlagwort zur Realität werden kann! 

 

trotz-dem hat sich der UN-Behindertenrechtskonvention, im speziellen Artikel 8 „Bewusstseinsbildung“ verschrieben. Hier findet ihr besagten Artikel: 

Artikel 8) "Bewusstseinsbildung" 

(1) Die Vertragsstaaten verpflichten sich, sofortige, wirksame und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um 

a) in der gesamten Gesellschaft, einschließlich auf der Ebene der Familien, das Bewusstsein für Menschen mit Behinderungen zu schärfen und die Achtung ihrer Rechte und ihrer Würde zu fördern; 

b) Klischees, Vorurteile und schädliche Praktiken gegenüber Menschen mit Behinderungen, einschließlich aufgrund des Geschlechts oder des Alters, in allen Lebensbereichen zu bekämpfen; 

c) das Bewusstsein für die Fähigkeiten und den Beitrag von Menschen mit Behinderungen zu fördern. 

(2) Zu den diesbezüglichen Maßnahmen gehören 

a) die Einleitung und dauerhafte Durchführung wirksamer Kampagnen zur Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit mit dem Ziel, 

i) die Aufgeschlossenheit gegenüber den Rechten von Menschen mit Behinderungen zu erhöhen, 

ii) eine positive Wahrnehmung von Menschen mit Behinderungen und ein größeres gesellschaftliches Bewusstsein ihnen gegenüber zu fördern, 

iii) die Anerkennung der Fertigkeiten, Verdienste und Fähigkeiten von Menschen mit Behinderungen und ihres Beitrags zur Arbeitswelt und zum Arbeitsmarkt zu fördern; 

b) die Förderung einer respektvollen Einstellung gegenüber den Rechten von Menschen mit Behinderungen auf allen Ebenen des Bildungssystems, auch bei allen Kindern von früher Kindheit an; 

c) die Aufforderung an alle Medienorgane, Menschen mit Behinderungen in einer dem Zweck dieses Übereinkommens entsprechenden Weise darzustellen; 

d) die Förderung von Schulungsprogrammen zur Schärfung des Bewusstseins in Bezug auf Menschen mit Behinderungen und für deren Rechte. 

Alle Vertragstexte sind hier zu finden: bit.ly/2sOWzl8 (https://behindertenrechtskonvention.info)

Budget

  • Gesamtbudget
    € 10.000,-
  • - Eigenmittel
    € 0,-
  • Finanzierungsziel
    € 10.000,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 1.000,-
  • Zielbudget
    € 11.000,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 8.000,-
  • Respekt.net-Teilbetrag A (wird bei erfolgreicher Finanzierung überwiesen)
    € 8.500,-
  • Respekt.net-Teilbetrag B (wird nach Erhalt des Zwischenberichtes überwiesen)
    € 500,-
  • Abgabedatum Zwischenbericht
    15.04.2019
  • Respekt.net-Teilbetrag C (wird nach Erhalt des vollständigen Projektabschlussberichtes überwiesen; mind. 10 % des Zielbudgets)
    € 1.000,-
  • Abgabedatum Abschlussbericht
    14.06.2019
  • Projektrisiken
    Da die Workshops bisher bereits gut laufen und die Mittel dafür verwendet werden sollen, bestehen de facto keine wirklichen Risiken.
  • Budgetplanung
    Mittelverwendung:

    Die Mittel werden zur Gänze als TeilnehmerInnenbeiträge zur Verfügung gestellt. Workshops werden angeboten, so lange finanzielle Mittel dafür zur Verfügung stehen. Mit der Finanzierungsschwelle von € 8.000,- kann der Beitrag zur Hälfte von 1.600 Personen (bei einer TeilnehmerInnenanzahl von etwa 15 Personen pro Workshop also etwa 110 Workshops) finanziert werden. 

    Wenn das Ziel von € 10.000,- erreicht werden kann, sind damit 2.000 TeilnehmerInnen (also wie oben etwa 135 Workshops) ermöglicht.


    Folgendes wird durch die Beiträge im Detail finanziert:

    • Unterlagen (Layout, Aktualisierungen, (Spezial)-Druck durch Braille-Unterlagen)
    • Material, welches für die Workshops benötigt wird (z.B. "Jause/Frühstück im Dunklen" 
    • Anreise 
    • Hilfsmittel zu Vorführungs- und zu Selbsterfahrungszwecken

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