Seiten anzeigen
Projekt-ID: 1824

Unterstütze traumatisierte Frauen! - Creating soul food for thought

Kontaktperson: Hannah-Isabella Gasser
eingereicht am: 06.02.2019
Budget: € 1.007,-
Finanzierungsfrist: 06.06.2019
Finanzierungsschwelle: € 635
Land/Region: Österreich/Wien
Art: Workshop
Themenkreis: Gleichberechtigung & Frauenrechte

Allgemein

Projektteaser

Gemeinsames Kochen verbindet! Deswegen wollen wir Betroffenen von Frauenhandel und Gewalt eine Möglichkeit bieten, sich beim Kochen kulturell untereinander auszutauschen.

  • Start Projektumsetzung: 12.02.2019
  • Ende Projektumsetzung: 14.03.2019

Projektbeschreibung

Fast alle der von Frauenhandel und/oder Gewalt betroffenen Frauen, die zu uns in den Verein FOOTPRINT kommen, haben einen Migrationshintergrund. Durch diese Ausgangslage sind sie traumatisiert und in der Gesellschaft isoliert. Das führt außerdem dazu, dass sie im Alltag kaum Deutsch sprechen und die Integration in die österreichische Gesellschaft somit schwer fällt. Die betroffenen Frauen haben wenig finanzielle Mittel und sind auf kostenlose Angebote angewiesen.

Mit unserem Projekt wollen wir dieser Isolierung entgegenwirken und Frauen aus verschiedensten Kulturen beim gemeinsamen Kochen zusammenbringen. In dieser lockeren Atmosphäre erleichtern wir den Frauen das Deutschsprechen. Im Zuge des Projekts gestalten wir mit ihnen ein kleines Rezeptbuch, das bei Veranstaltungen des Trägervereins auch Anderen zugänglich gemacht wird. 

Das Projekt wird vom Verein FOOTPRINT - Betreuung, Freiraum und Integration für Betroffene von Frauenhandel getragen. Durch den Einkauf der Kochzutaten sowie den Druck des Rezeptbuches entstehen Unkosten. 

Da sich der Verein nur über Spenden finanziert, brauchen wir für die Finanzierung des Projekts Eure Hilfe!

 


Nachweis Projektabschluss

Gesamtabrechnung, Rechnungskopien zu den Ausgaben, die mit den über Respekt.net lukrierten Mitteln bestritten wurden, Fotodokumentation, Online-Abschlussbericht.

Updates während des Projekts über die Facebookseite des Trägervereins FOOTPRINT, sowie ein Abschlusspost mit Resumé und Fotos.

Details

Ausgangslage

Viele unserer Klientinnen haben einen Migrationshintergrund, zudem haben sie entweder auf der Flucht Erfahrungen mit Gewalt gemacht, sind als Opfer von Menschenhandel nach Österreich gelangt oder haben in anderer Form Gewalt erlebt. Dadurch haben alle Traumata erfahren. Im Vereinsalltag sehen wir, dass die Frauen oft in ihren ethnischen Gruppen bleiben und wenig in Kontakt mit Frauen anderer Hintergründe treten. Das führt dazu, dass sie teilweise wenig Deutsch sprechen und vermutlich nicht viel Kenntnis über andere Kulturen besitzen. Das gegenseitige Verständnis füreinander kann aber nur durch Wissen über die andere Kultur entstehen. Außerdem haben viele der Klientinnen Kinder oder arbeiten nicht, und sind daher zum Teil in der österreichischen Gesellschaft isoliert

Die meisten der Klientinnen sind zudem beispielsweise aufgrund einer fehlenden Arbeitserlaubnis finanziell in Notlagen und verfügen eventuell nicht über Methoden um z.B. beim Lebensmitteleinkauf Geld zu sparen. Zwar kommen die Klientinnen bereits bei den Deutschkursen, Workshops und anderen Veranstaltungen und Angeboten des Vereins zusammen, jedoch ist auch hier oft eine „Grüppchenbildung“ zu beobachten, und die Frauen kommunizieren viel in ihren Muttersprachen. Daher haben wir uns entschlossen, ein Projekt mit besonderem Augenmerk auf Interkulturalität zu gestalten.

 

Methoden

Die Interkulturalität soll dazu beitragen, die Deutschkenntnisse der Frauen zu erweitern und zur Anwendung der deutschen Sprache anzuregen, indem an jedem Kochtermin zwei Frauen aus verschiedenen Herkunftsländern Rezepte bereitstellen und die Koordinierung des Kochprozesses übernehmen. Weiterhin soll dadurch ein Austausch zwischen den Kulturen ermöglicht und gefördert werden, indem die Teilnehmerinnen Gerichte und (Ess-)Kulturen der anderen Frauen kennenlernen. Auch die österreichische Kultur und Esskultur soll hier nähergebracht werden, indem auch österreichische oder Wiener Gerichte gemeinsam gekocht werden.

Das Zusammenkommen der Frauen beim Kochen soll ihrer Isolation entgegenwirken, indem es ihnen ein Gefühl von Gemeinschaft gibt und sie ihre Selbstwirksamkeit besser spüren lässt. Durch das gemeinsame Einkaufen mit den Anleiterinnen vor den Kochterminen sollen Methoden zum preisgünstigen Einkaufen erarbeitet werden, die von den Teilnehmerinnen auch später in ihrem Alltag angewendet werden können.

 

 

Genauer Projektablauf

Das Projekt besteht aus vier Terminen sowie einem Vortermin. Im Vorfeld werben wir im Verein für das Projekt. Acht bis maximal zehn interessierte Klientinnen können dann zum Vortermin zusammenkommen, bei dem der Projektverlauf mit den Teilnehmerinnen besprochen und gemeinsam das weitere Vorgehen geplant wird. Wir achten hier besonders darauf, dass die Teilnehmerinnen eigene Vorschläge bezüglich Auswahl der Gerichte und Planung der Einkäufe einbringen können. Beim Vortermin werden die Kernkochteams von zwei Frauen pro Termin festgelegt. Es wird geplant, an welchem Termin was gekocht wird, und vereinbart, wann die Frauen die jeweiligen Rezepte mitbringen. Weiterhin wird der gemeinsame Einkaufstermin ausgemacht. Zudem werden beim Vortermin gemeinsam Regeln für die Gruppe erarbeitet, z.B. dass nach dem Kochen gemeinsam aufgeräumt wird, auch werden Rahmenbedingungen bezüglich Allergien, Unverträglichkeiten und Optionen wie vegetarische oder halal Varianten geklärt.

Vor jedem Kochtermin kauft das Vereinsteam mit den beiden zuständigen Frauen die nötigen Zutaten ein, es wird erfragt, ob die zuständige Teilnehmerin für ein Gericht für spezielle Zutaten (z.B. Gewürze) selber sorgen möchte. Bei den Kochterminen selber wird gemeinsam vorbereitet, gekocht, gegessen und aufgeräumt. 

Aus allen gesammelten Rezepten wird ein Rezeptbuch vom Vereinsteam und den Frauen verfasst. Die Teilnehmerinnen tragen die Rezepte bei und machen Fotos von den Gerichten. Dies wird den Teilnehmerinnen am Ende des Projekts überreicht, damit die Frauen eine nachhaltige Erinnerung an die interkulturelle Erfahrung bekommen. Die Rezeptbücher werden auch den anderen Klientinnen und weiteren Interessierten, z.B. im Rahmen von Events des Vereins, zugänglich gemacht.

 

 

Ziele

Unser Ziel ist es, dass die Teilnehmerinnen mit einer schönen Erfahrung, mehr Deutschkenntnissen, einem gestärkten Selbstwertgefühl und einem Gefühl der Gruppenzugehörigkeit aus unserem Projekt herauskommen.

Durch die besseren Deutschkenntnisse und das erhöhte Selbstbewusstsein sollen die Frauen im österreichischen Alltag besser zurechtkommen, und bei ihrem Prozess, sich als Teil der multikulturellen österreichischen Gesellschaft zu fühlen, soll erleichtert werden. Davon profitieren nicht nur die Teilnehmerinnen selber, sondern natürlich auch ihr Lebensumfeld.

Der Mehrwert für die österreichische Gesellschaft wird vom Projekt außerdem erreicht, indem das entstandene Rezeptbuch bei Veranstaltungen des Vereins FOOTPRINT verkauft wird und somit auch das interkulturelle Verständnis der österreichischen Gesellschaft erhöht.

 

Die zwei Projektinitiatorinnen sind Studierende der Internationalen Sozialen Arbeit und Praktikantinnen bei FOOTPRINT. Seit vier Monaten sind sie im Verein tätig, leiten Deutschkurse und betreuen die Klientinnen auch in anderen Projekten des Vereins. Wir möchten dieses Projekt mit den Frauen zusammen verwirklichen und ihnen dabei ein großes Mitspracherecht geben. Das Team des Vereins steht hinter dem Projekt.

Budget

  • Gesamtbudget
    € 915,-
  • - Eigenmittel
    € 0,-
  • Finanzierungsziel
    € 915,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 92,-
  • Zielbudget
    € 1.007,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 635,-
  • Budgetplanung
    Mittelverwendung Finanzierungsschwelle
    Kochzutaten: 6€ pro Person pro Termin für zwei Gerichte, 10 Personen, 4 Termine = 6*10*4 = 240€

    Getränke: 25L Mineralwasser, 10L Apfelsaft, 2 Packungen Tee = 15€+20€+5€ = 40€
    Druck Rezeptbuch: 100 Exemplare, 16 Seiten, A5, Bilderdruckpapier, in Farbe = 355€
    240€+40€+355€ = 635€

    Mittelverwendung Finanzierungsziel:
    Kochzutaten: 6€ pro Person pro Termin für zwei Gerichte, 10 Personen, 4 Termine = 6*10*4 = 240€

    Getränke: 25L Mineralwasser, 10L Apfelsaft, 2 Packungen Tee = 15€+20€+5€ = 40€
    Druck Rezeptbuch: 100 Exemplare, 16 Seiten, A5, Bilderdruckpapier, in Farbe = 355€
    Honorar für Kinderbetreuung: 10€/ Std/ Person, 2 Personen. 1 Vortermin à 2 Std., 4 Kochtermine à 3 Stunden = 14 Std * 20€ = 280€
    240€+40€+355€+280€ = 915€


Dateien

News

Meinungen