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Projekt-ID: 1851

Nachhaltige Landwirtschaft in Tunesien

Initiator/In: Monika Mokre
eingereicht am: 05.04.2019
Budget: € 2.420,-
Finanzierungsfrist: 05.08.2019
Finanzierungsschwelle: € 1.600
Land/Region: Österreich/Wien
Art: Aktion
Themenkreis: Respekt & Vielfalt

Allgemein

Projektteaser

In einem der ärmsten Teile von Tunesien entsteht eine landwirtschaftliche Kooperative, die die lokale Wirtschaft nachhaltig stärkt und weiterentwickeln soll.

  • Start Projektumsetzung: 01.01.2018
  • Ende Projektumsetzung: 31.12.2022

Projektbeschreibung

El Guettar liegt im Süden von Tunesien, am Rande der Sahara, im ärmsten Teil des Landes. Der Hauptwirtschaftszweig in dieser Region sind die Phosphatminen, die zwar Arbeitsplätze für die Bevölkerung schaffen, aber zugleich die Umwelt zerstören. Die finanziellen Erträge der Minen fließen in den Norden des Landes, während die Infrastruktur im Süden darniederliegt.

 

In El Guettar wurde eine Kooperative gegründet, die lokale Produkte und Abfallprodukte zum Aufbau einer Schafzucht nützt. Dies schafft zusätzliche Einnahmequellen für die lokalen Produzent_innen und diversifiziert die landwirtschaftliche Produktion (Fleisch, Milch, Wolle).

 

Aufgrund des Klimawandels kam es im Spätherbst 2018 zu heftigen Regenfällen in El Guettar. Da es normalerweise in dieser Region so gut nie regnet, entstanden dadurch schwere Schäden an den Schafgehegen und den Nahrungsmittelspeichern. Für die Reparatur fehlen der Kooperative die finanziellen Mittel.

Des Weiteren benötigt die Kooperative ein Fahrzeug, um die Nahrungsmittel für die Schafe aus den umliegenden Oasen kostengünstiger anliefern zu können.


Nachweis Projektabschluss

Gesamtabrechnung, Rechnungskopien zu den Ausgaben, die mit den über Respekt.net lukrierten Mitteln bestritten wurden, Fotodokumentation, Online-Abschlussbericht.

Details

Die Ausgangssituation

El Guettar ist eine tunesische Kleinstadt im am Rande der Sahara. In einem Land mit einer insgesamt schwierigen wirtschaftlichen Situation ist diese Region besonders benachteiligt. Die einzige Beschäftigungsmöglichkeit bieten für viele Bewohner_innen die Phosphatminen. Diese zerstören die Umwelt und stellen eine ständige Gefährdung der Bevölkerung dar – das Trinkwasser ist mit Schwermetallen verseucht, was vermutlich der Grund für erhöhte Krebsraten ist. Immer wieder kommt es auch zu Unfällen, im April 2018 etwa zu Vergiftungen von Einwohner_innen aufgrund eines Gaslecks. Zugleich fließen die finanziellen Erträge der Minen in den Norden, während dringend benötigte Investitionen in die Infrastruktur der Region ausbleiben.

Aufgrund dieser Situation kommt es hier immer wieder zu Unruhen. Die Region gilt als die Keimzelle des arabischen Frühlings, auch davor und danach wurden immer wieder Proteste organisiert. Zugleich verlassen viele junge Männer El Guettar und suchen in Europa nach einem besseren Leben.

Doch die Region bietet zahlreiche landwirtschaftliche Möglichkeiten, insbesondere werden Datteln und Oliven geerntet. Daraus lassen sich Einnahmequellen entwickeln, die der Bevölkerung zu Gute kommen und die Umwelt nicht weiter zerstören, sondern im Gegenteil zur Wiederherstellung des ökologischen Gleichgewichts beitragen. In der nahe gelegenen Oase Jemna etwa werden Dattelhaine in Selbstverwaltung bewirtschaftet; die Auswanderungsrate dort geht gegen Null.

Das Projekt

In El Guettar wurde eine Kooperative gegründet, die lokale Produkte und Abfallprodukte zum Aufbau einer Schafzucht nützt. Dies schafft zusätzliche Einnahmequellen für die lokalen Produzent_innen und diversifiziert die landwirtschaftliche Produktion (Fleisch, Milch, Wolle).

Zum Futter für die Schafe werden Abfälle der Dattelernte und Olivenernte, Dattelkerne, Oliventrester, Gerste, Mais, Weizenkleie und Soja verarbeitet. Diese Tiernahrung ist deutlich billiger als kommerzielle Produkte und zugleich reicher an Ballaststoffen und Stickstoff. Die bisherigen Erfahrungen damit sind außerordentlich positiv.

Die Kooperative wird derzeit hauptberuflich von zwei Genossenschaftern betrieben, die zeitweise Arbeitskräfte anstellen. Die Beschäftigung weiterer Personen ist geplant. Von dem Projekt profitieren des Weiteren die Produzent_innen von Datteln und Oliven, denen sich neue Einnahmequellen erschließen und die Endnutzer_innen der Produkte der Schafzucht.

Das Problem

Aufgrund des Klimawandels kam es im Spätherbst 2018 zu heftigen Regenfällen in El Guettar. Da es normalerweise in dieser Region so gut wie nie regnet, entstanden dadurch schwere Schäden an den Schafgehegen und den Nahrungsmittelspeichern. Für die Reparatur fehlen der Kooperative die finanziellen Mittel.

Des Weiteren benötigt die Kooperative ein Fahrzeug, um die Nahrungsmittel für die Schafe aus den umliegenden Oasen kostengünstiger anliefern zu können.

Gesellschaftspolitische Relevanz des Projekts

Das Projekt bemüht sich darum, nachhaltige Lebens- und Arbeitsbedingungen für die Bewohner_innen einer mehrfach benachteiligten Region zu schaffen. Landwirtschaftliche Nutzungen stellen derzeit die einzige Möglichkeit für El Guettar dar, sich mittel- und langfristig ökonomisch und ökologisch zu erholen und der Abwanderung der Einwohner_innen entgegenzuwirken.

Verankerung in Österreich

Die Gründer_innen der Kooperative sind in persönlichem Kontakt mit Freund_innen in Österreich, die das Projekt auch besucht haben. Daher bemühen wir uns, die vergleichsweise geringe Summe in Österreich aufzustellen, die zu einer Stabilisierung des Projekts benötigt wird. Aufgrund unserer breiten Vernetzung sind wir zuversichtlich, dass dies gelingen wird. Wir werden zur Verbreitung in erster Linie auf Social Media, einschlägige E-Mail-Verteiler und persönliche Kontakte zurückgreifen. Befreundete Inititiativen werden uns dabei unterstützen.

Spender_innen werden auf Wunsch gerne laufend über den Fortgang des Projekts informiert.

Budget

  • Gesamtbudget
    € 2.200,-
  • - Eigenmittel
    € 0,-
  • Finanzierungsziel
    € 2.200,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 220,-
  • Zielbudget
    € 2.420,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 1.600,-
  • Budgetplanung
    Mittelverwendung Finanzierungsschwelle:
    Durchführung notwendiger Reparaturen, Kauf eines kleinen, gebrauchten Transportfahrzeugs
    Mittelverwendung Finanzierungsziel:
    Durchführung notwendiger Reparaturen, Kauf eines etwas größeren, gebrauchten Transportfahrzeugs

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