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Projekt-ID: 1931

Wir geben Hoffnung!

Initiator/In: Hope for the Future
eingereicht am: 17.09.2019
Budget: € 5.500,-
Finanzierungsfrist: 31.10.2019
Finanzierungsschwelle: € 3.500
Land/Region: Österreich/Wien
Art: Sonstige
Themenkreis: Soziales Engagement

Allgemein

Projektteaser

Menschenhandel sollte es in einer modernen Gesellschaft nicht geben! Wir setzen Initiativen, um AussteigerInnen Möglichkeiten für einen beruflichen Neuanfang in Freiheit und Würde zu bieten.

Projektadresse

Vereinssitz: Badgasse 1-7/5/4; 1090 Wien
1090 Wien

Die Workshops finden im 17. Bezirk statt, die genaue Adresse wird aber aufgrund des Vertraulichkeitsbedarfs der Zielgruppe anonym gehalten.
  • Start Projektumsetzung: 02.09.2019
  • Ende Projektumsetzung: 31.08.2020

Projektbeschreibung

Die „Ware Mensch“ wird auch in unserem Land ausgebeutet! Menschenhandel ist oft verknüpft mit sexueller Ausbeutung, es gibt aber auch andere Formen der Ausbeutung, wie Bettelei oder Arbeitsausbeutung am Bau. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, mit und für Menschen in Prostitution bzw. von Menschenhandel betroffenen Personen aktiv Möglichkeiten für einen beruflichen Neuanfang zu erarbeiten.

Hope for the Future bietet eine Reihe von Workshops und Trainings an. Diese sind als Arbeitstraining konzipiert und geben diesen Frauen – oder auch Männern – die Möglichkeit, sich auf weitere berufliche Vorhaben vorzubereiten.

Es war von Anfang an klar, dass aber vor allem auch das Erlernen der deutschen Sprache eine wichtige Voraussetzung ist, um Chancen am österreichischen Arbeitsmarkt zu bekommen.

Wir haben daher nun seit September 2019 das Team unserer Deutsch-Trainer auf stabilere Beine gestellt und bitten Euch um Unterstützung bei der Finanzierung einer unserer Trainer. Die meisten unserer Trainer sind nach wie vor ehrenamtlich tätig, wir benötigen aber auch ein stabiles Kernteam an angestellten Kräften, um den wachsenden Bedarf abdecken zu können.


Nachweis Projektabschluss

Tätigkeitsbericht Hope for the Future 2019,
Online Projekt-Abschlussbericht
,
Na
chweis – Personalausgaben die über dieses Projekt finanziert werden

Details

Unsere Motivation – unsere Vision

Schätzungen internationaler Organisationen zufolge sind derzeit 30-40 Millionen Menschen weltweit Opfer von Menschenhandel – mehr als je zuvor in der Geschichte der Menschheit. Viele von Ihnen werden im Bereich der Prostitution ausgebeutet. Österreich ist auch eines der häufigsten Ziel- und Transitländer. Aus Streetwork-Erfahrungen im Wiener Rotlichtmilieu wissen wir dass viele Frauen sich wünschen, aussteigen zu können. Allerdings stellen existentielle Fragen wie „Wo werde ich wohnen, wovon soll ich leben?“ eine riesige Hürde für viele dar. Dazu kommt, dass viele auch stark traumatisiert sind bzw. unter Druck gesetzt werden oder in der einen oder anderen Form von Abhängigkeit stehen.

Wir verstehen uns als Hoffnungsanker, um gemeinsam mit den Betroffenen

  • Existentiellen Ängsten zu begegnen
  • Aus- und Weiterbidlungsmöglichkeiten auszuloten
  • den Traum von einer selbstgewählten beruflichen Zukunft in Freiheit und Würde wahr werden zu lassen

 

Die TeilnehmerInnen

Die Arbeit von Hope for the Future fokussiert sich in erster Linie auf Frauen und Männer die aus der Prostitution aussteigen wollen oder ausgestiegen sind, unabhängig davon ob es sich um Zwangsprostitution handelt. Wir sind aber auch offen, Betroffene von Menschenhandel mit unserem Angebot zu unterstützen, die nicht aus der sexuellen Ausbeutung sondern anderen Ausbeutungsformen (z.B. Arbeitsausbeutung) kommen.

Speziell bei Betroffenen aus der sexuellen Ausbeutung reden wir von Menschen die immer wieder vergewaltigt wurden und sexuell missbraucht worden sind, viele bereits das erste Mal als Kind von einem Verwandten oder Freund der Familie. Logischerweise hinterlassen diese Erlebnisse seelische Narben. Viele kämpfen in späterer Folge mit Alkohol- oder Drogenproblemen. Solche vom Leben gezeichnete Menschen können nicht von einem Tag auf dem anderen in einem „normalen“ Arbeitsverhältnis Fuß fassen. Vielmehr braucht man viel Geduld, um diese Frauen und Männer wieder in einen geregelten Alltag zurückzuführen. Dinge wie Pünktlichkeit oder Anrufen wenn man krank ist, ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Doch Menschen die bis dato Non-stop 24 Stunden rund um die Uhr in einem Studio für Sex zur Verfügung standen und auch quasi dort lebten, müssen überhaupt erst einmal wieder einen normalen Tagesrhythmus lernen.

Neben einer psychologischen Betreuung muss auch die Sprache erlernt werden und das ist für traumatisierte Menschen kein leichtes Stück Arbeit. Konfrontiert mit all den Problemen werden sie zusätzlich von Existenzängsten geplagt, da es kaum finanzielle Unterstützung für Betroffene gibt.

Wiederherstellung ist ein langer Prozess und ein Großteil schafft diesen Weg nicht alleine. Deswegen ist es notwendig, diesen Menschen Hilfestellung zu geben und sie ein Stück weit in eine selbstbestimmte Zukunft in Freiheit und Würde zu begleiten. Besonders wichtig ist hier die langfristige Sicherung des Hilfsangebots und eine Begleitung die sie schrittweise eine neue berufliche Zukunft gestalten lässt.

Das Projekt

Durch die traumatisierenden Erlebnisse in den verschiedensten Formen der Ausbeutung gilt es in erster Linie, wieder psychisch stabil zu werden und langsam in einen geregelten Alltag zurück zu finden. Da ein Großteil der Betroffenen aus dem Ausland kommt und sie kaum Deutschkenntnisse vorweisen können, stehen sie dadurch vor einer weiteren Herausforderung.

In dieser Phase des Projektes liegt unser Fokus auf Ausweitung unserer Deutsch-Trainings – ein niederschwelliges Angebot für jeden Sprachlevel – von absoluten Anfängern oder sogar Analphabeten bis zu Fortgeschrittenen Kursteilnehmern, die sich im Rahmen unserer Sprachworkshops auf die Deutschprüfungen Level A1 bis C1 vorbereiten.

Parallel dazu bieten wir arbeitsvorbereitende Trainings – derzeit in Form von Nähworkshops – an.

Ziele der Arbeitstrainings

  • Vermittlung einer Tagesstruktur
  • Stärkung sozialer Kompetenzen
  • Feststellung der individuellen Leistungsfähigkeit
  • Steigerung der Belastbarkeit
  • Vermittlung von Kernkompetenzen für den Arbeitsmarkt (Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Regelmäßigkeit, Flexibilität)

 

Nächste Schritte

Bis vor kurzem erfolgten die Deutschtrainings auf rein ehrenamtlicher Basis –was uns bei der Planung der Workshops immer wieder vor Herausforderungen stellte.

Weiters ist es uns wichtig, dass die Bezugspersonen für unsere betreuten Trainees nicht ständig wechseln. Es geht schließlich auch um Aufbau von Vertrauen und darum, ein stabiles, sicheres Umfeld zu bieten – etwas das für viele der betreuten Personen absolut nicht selbstverständlich ist. Solch ein Umfeld ist Voraussetzung damit Wiederherstellung, schrittweise Überwindung von Traumatisierungen überhaupt möglich ist. Ergänzende psychologische Betreuung erfolgt (zumindest derzeit) nicht direkt über Hope for the Future, wird aber bei Bedarf von uns vermittelt.

Wir haben einen großartigen Sprachlehrer gefunden, der bereits ehrenamtlich Erfahrung im Rahmen eines Flüchtlingsprojekt gesammelt hat. Er hat Germanistik studiert (Bachelor-Level) und auch eine VHS Ausbildung zum zertifizierten Sprachkursleiter für Deutsch als Fremdsprache und Zweitsprache absolviert. Er hat weiters ein Zusatzzertifikat für Basisbildung erworben.

Mit Beginn September 2019 haben wir ihn auf Teilzeitbasis über den Verein beschäftigt. Wir bitten nun um Eure Unterstützung, um diese Teilzeit-Anstellung für das erste Jahr finanziell abzusichern.

 

Budget

  • Gesamtbudget
    € 6.000,-
  • - Eigenmittel
    € 1.000,-
  • Finanzierungsziel
    € 5.000,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 500,-
  • Zielbudget
    € 5.500,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 3.500,-
  • Respekt.net-Teilbetrag A (wird bei erfolgreicher Finanzierung überwiesen)
    € 3.000,-
  • Respekt.net-Teilbetrag B (wird nach Erhalt des Zwischenberichtes überwiesen)
    € 1.000,-
  • Abgabedatum Zwischenbericht
    28.02.2020
  • Respekt.net-Teilbetrag C (wird nach Erhalt des vollständigen Projektabschlussberichtes überwiesen; mind. 10 % des Zielbudgets)
    € 1.000,-
  • Abgabedatum Abschlussbericht
    14.09.2020
  • Projektrisiken

    Vorzeitige Einschränkung der Sprachtrainings, da der Trainer nicht für ein volles Jahr finanziert werden könnte

  • Budgetplanung

    Dienstgeber-Beitrag für geringfügige Beschäftigung eines Deutschtrainers - Zeitraum 1 Jahr (14 Monatsgehälter) - VGR IV: Eur 5.999,-

Dateien

Galerie

News

Hope for the Future

hat am 22.11.2019 geschrieben

Anstellung Deutsch-Trainerin erfolgt!

Liebe Unterstützer!

Wir sind immer noch begeistert, dass das Zielbudget von Eur 5.500,- zur Gänze erreicht wurde! Dank Euch und einigen weiteren Unterstützern, die außerhalb dieses Crowdfundings Spenden für diesen Zweck beigesteuert hatten, konnten wir die Anstellung realisieren.

Unsere Deutsch-Trainerin wurde mit 30. September 2019 für ein volles Jahre über Hope for the Future geringfügig angestellt. Sie wird sich speziell um die Deutsch-Anfängergruppe kümmern. Unsere T...

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Meinungen

Abschlussbericht

Abschlussbericht allgemein

 

Hope for the Future bietet seit Februar 2016 regelmäßig arbeitsvorbereitende Workshops an, um Aussteigerinnen aus Prostitution bzw. Betroffene von Menschenhandel durch ein niederschwelliges Angebot beim Umstieg in eine neue berufliche Zukunft zu begleiten und zu unterstützen. Teil dieses Angebotes sind Deutschtrainings, da das Erlernen der deutschen Sprache eine wichtige Voraussetzung ist, um Chancen am österreichischen Arbeitsmarkt zu bekommen.

In den ersten Jahren wurden diese Deutschkurse rein durch ehrenamtlich tätige Trainer abgedeckt. Mit steigenden Teilnehmerzahlen war klar, dass es in diesem Bereich einer Ausweitung des Teams bedarf.

Ziel des Crowdfundings war es, eine(n) Deutschtrainer(in) für die Dauer eines Trainingsjahres geringfügig über den Verein beschäftigen zu können, um so das Deutschtrainer-Team auf stabilere Beine stellen zu können.

Dieses Ziel konnte vollständig erreicht werden. Wir konnten dank des erfolgreichen Fundings beginnend mit September 2019 einen ersten Trainer anstellen. Im Laufe des Jahres wurden drei Trainer(innen), die nacheinander für Hope for the Future tätig waren, durch dieses Crowdfunding finanziert, und zwar im Stundenausmaß einer geringfügigen Tätigkeit.

Dank dieser Maßnahme konnte die Differenzierung des Trainingsangebotes in eine Anfängergruppe und eine Fortgeschrittenengruppe bewerkstelligt werden. Die durch das Crowdfunding finanzierten Trainer(innen) nahmen sich vor allem der Anfänger an, die noch besonders viel Unterstützung brauchen, um die Grundlagen der Alltagskonversation zu erlernen

Bedingt durch den Lockdown aufgrund der Corona-Pandemie konnten im Zeitraum Mitte März bis Mitte Mai 2020 keine Deutschtrainings angeboten werden. Die Trainings wurden erst per 18. Mai wieder aufgenommen.

Wir möchten uns herzlich bei allen Spendern und Spenderinnen bedanken, die zu diesem Meilenstein unserer Arbeit beigetragen haben!

 

Galerie

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Welchen gesellschaftspolitischen Zweck hat das projekt erfüllt?

 

Hope for the Future konnte im Jahr 2019 insgesamt 29 Personen im Rahmen der verschiedenen Workshops betreuen und insgesamt 450 Stunden Deutsch-Training über das gesamte Jahr hinweg anbieten.

Im Postitutionsmilieu sind nur sehr wenige Österreicher(innen) tätig. Die meisten kommen entweder aus europäischen Ländern wie Ungarn, Rumänien, Bulgarien, oder aus diversen anderen Regionen. Im Zeitraum 2019/20 konnten wir auch Personen aus Nigeria, China, Kambodscha, Ghana, Tansania, Kolumbien und Venezuela betreuen.

Viele der Frauen und Männer, die aus dem Prostitutions- bzw. Zwangsarbeitsmilieu aussteigen, haben in dieser Zeit nur schlecht oder gar nicht Deutsch gelernt, obwohl sie in vielen Fällen schon seit etlichen Jahren in Österreich tätig waren. Sie waren vor dem Ausstieg oftmals sehr stark an das Milieu gebunden.

Manche dieser Personen müssen überhaupt erst einmal alphabetisiert werden, weil sie aus Ländern kommen, die ein anderes Schriftsystem verwenden. Oft kann man sich auch nicht über Englisch als Überbrückungssprache verständigen. Es wird daher in den Anfänger¬kursen auch stark mit Bildmaterial, Mimik, Gestik etc. gearbeitet.

In diesen Stunden passiert viel mehr als das Erlernen von Deutsch-Kenntnissen. Die Trainees lernen, sich neue Ziele zu setzen und auf ihre Erfolge stolz zu sein, aber auch mit Rückschlägen umzugehen. Sie lernen vor allem auch, „dran“ zu bleiben, nicht aufzugeben. Viele hatten bereits aufgehört, längerfristig zu planen. Jetzt beginnen sie, sich wieder neue berufliche Ziele zu setzen und arbeiten daran, diese zu erreichen.

Das Erlernen der deutschen Sprache ist ein wichtiger Teil dieser Reise. Die neuen sprachlichen Fähigkeiten eröffnen auch neue Möglichkeiten der gesellschaftlichen Integration. Vor allem aber eröffnen sich auch neue Möglichkeiten für Weiter¬bildungen. Für viele weiterführende Ausbildungen werden Deutsch-Kenntnisse auf B- bzw. C-Level vorausgesetzt. Wir bereiten unsere Schützlinge im Fortgeschrittenen-Kurs genau auf diese Qualifikationen vor und finanzieren teilweise auch die Kosten für den Prüfungsantritt dieser Sprachzertifikate.

Unsere Trainees gehören ganz unterschiedlichen Altersgruppen an. Zum Teil sind es sehr junge Mädchen, die bereits als Teenager zum Zwecke der Prostitution nach Österreich gebracht wurden – zum Teil aber auch Damen in den 40ern.

Viele dieser Frauen hätten aufgrund ihres Aufenthaltsstatus als Asylwerber kaum eine andere Möglichkeit, sich weiterzubilden und Grundlagen für ihre zukünftige berufliche Tätigkeit zu erarbeiten. Vor allem bei Drittstaat-Angehörigen erhöht das Erlernen der deutschen Sprache auch die Chance auf positive Bewertung ihres Asylantrages. Leider müssen dennoch viele von ihnen wieder zurück in die Heimatländer, sofern sie nicht als Menschenhandelsopfer anerkannt werden.

Wir denken, dass jeder Mensch das Recht hat, seine berufliche Tätigkeit in Freiheit und Würde auszuüben. Umso mehr müssen wir als Gesellschaft sicherstellen, dass gerade jene, die Ausbeutung und Unterdrückung erfahren haben, entsprechende Chancen erhalten, sich aus diesen Zwangssituationen zu befreien und ein Leben in Freiheit zu starten. Dies wird aber nicht ohne Unterstützungsangebote möglich sein. Hope for the Future leistet hier einen wichtigen Beitrag.

Darüber hinaus engagieren wir uns auch im Rahmen der Plattform gegen Ausbeutung und Menschenhandel. Zusammen mit zahlreichen weiteren Organisationen wollen wir die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, dass Ausbeutung oft in unmittelbarer Nachbarschaft passiert.

Wir wollen Bewusstsein schaffen, dass es Sklaverei immer noch gibt. Nur wenn das im öffentlichen Diskurs Thema wird, kann sich unsere Gesellschaft verändern.

Wir sind der Meinung, dass es die Zusammenarbeit zahlreicher Organisationen und engagierter Menschen braucht, um der Vielzahl an Herausforderungen vor denen Betroffene von Menschenhandel stehen, zu begegnen. Sie brauchen Rechtsberatung, aber auch Therapie, Ausbildung, Coaching und ganz praktische Hilfe in Alltags-Belangen. Wir können nicht die ganz Bandbreite abdecken, aber wir möchten hier zumindest ein Baustein-Puzzle sein.

 

Wie waren Reaktionen anderer zu diesem Projekt?

Alleine die Tatsache, dass 52 Projekt-Spender beim Crowdfunding beigetragen haben, zeigt, dass unsere Arbeit auf reges Interesse stößt. Von einigen der SpenderInnen wissen wir, dass sie im Privatumfeld noch zahlreiche weitere Personen aufmerksam gemacht haben und als Spender gewinnen konnten.

Im Juni 2019 besuchte uns eine europäische Delegation von GRETA (Group of Experts on Action against Trafficking in Human Beings). Sie besichtigten unsere Räumlichkeiten und wir durften sie über unser Angebot für Betroffene von Menschenhandel informieren, wovon die Deutsch-Trainings ein wichtiger Teil sind.

Im GRETA evaluation report zu Österreich, der im Juni 2020 schließlich veröffentlicht wurde, findet sich auf Seite 21 folgende Passage: „71. GRETA commends the positive initiative of the NGO Hope for the Future, which provides training to presumed victims of trafficking and supports them in finding jobs. There are other civil society actors promoting such initiatives, but in general, it is difficult to get companies interested in supporting public-private initiatives.“
Dies unterstreicht umso mehr, wie wichtig es ist, dass es Plattformen wie respekt.net gibt, die uns helfen, finanzielle Unterstützung für unser Angebot zu sammeln, und wie wichtig es ist, dass zahlreiche private Spender sich hinter Initiativen wie diese stellen.

Wir konnten die Anliegen und Schwerpunkte von Hope for the Future im Projekt-Umsetzungszeitraum auch bei zahlreichen Veranstaltungen vorstellen, so zum Beispiel bei Konferenzen und Veranstaltungen befreundeter Organisationen.

Bei unserer 5-Jahresfeier im Februar 2020 konnten wir einen Videoclip über unsere Arbeit zeigen, in dem auch das Deutschkurs-Angebot vorgestellt wurde. Die Teilnehmer zeigten sich sehr berührt von den Eindrücken aus unseren Trainings.

Natürlich informieren wir Mitglieder, Förderer und Interessierte auch mittels Newsletter, über Facebook und über unsere Homepage über die Fortschritte unserer Arbeit – und dürfen uns immer wieder über positives Feedback freuen. Es gibt sogar einzelne, die wir dadurch motivieren konnten, auch ehrenamtlich bei uns mitzu-arbeiten.

Am wichtigsten ist uns allerdings das positive Feedback, das wir direkt von den Trainees bekommen. Wir freuen uns und feiern mit jeder einzelnen Kursteilnehmerin, die erfolgreich ein A-, B- oder C-Level Sprachzertifikat ablegt. Aber auch die kleinen Fortschritte sind wichtig und werden gefeiert.

Die Corona-Lockdown-Zeit war sehr schwierig für unsere Trainees. Wir durften in dieser Zeit natürlich aus Sicherheitsgründen keine Trainings abhalten, haben aber, so gut es ging, versucht, trotzdem mit diesen Frauen virtuell in Kontakt zu bleiben, um sie bei Besserung der Lage wieder weiter betreuen zu können. Mittlerweile sind viele wieder zu unseren Trainings zurückgekehrt. Fallweise verlieren wir aber auch Personen aus den Augen und können nicht mit Gewissheit nachverfolgen, was aus ihnen wird. Es ist und bleibt eine Herausforderung, dass wir mit einer Personengruppe arbeiten, die in solchen Krisenzeiten immer am schnellsten und härtesten betroffen ist. Wir freuen uns daher umso mehr über jedes Mittragen unserer Arbeit durch unsere Spender.

Wofür wurde das gespendete Geld konkret ausgegeben?

 

Der über das Crowdfunding gesammelte Betrag von Eur 5.000,- wurde gemäß dem Finanzierungszweck der Fundinginitiative zur Gänze für das Gehalt der Deutsch-trainer(innen) eingesetzt, die wir dank des erfolgreichen Crowdfundings im Zeitraum 02. September 2019 bis 31. Juli 2020 im Ausmaß einer geringfügigen Beschäftigung über den Verein anstellen konnten. Im Monat August finden bei Hope for the Future generell keine Trainings statt. Auch im Zeitraum Mitte März bis Mitte Mai fanden, bedingt durch die Corona-Pandemie, diesmal keine Deutschtrainings statt.

DG Gesamtkosten Sep 2019 - Juli 2020: Eur 5.832,53Davon wurden Eur 5.000,- über das Crowdfunding finanziert. Genauere Details entnehmen Sie bitte der beigefügten Kostenauflistung.

 

Wie werden Sie die Mildtätigkeit des Projektes nachweisen?

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