Projekt-ID: 1934

Degrowth Vienna 2020 - Strategies for Social-Ecological Transformation

Kontaktperson: Maximilian Hollweg
eingereicht am: 06.12.2019
Budget: € 11.000,-
Finanzierungsfrist: 12.05.2020
Finanzierungsschwelle: € 5.000
Land/Region: Österreich/Wien
Art: Konferenz
Themenkreis: Umweltschutz & Nachhaltigkeit

Allgemein

Projektteaser

Her mit dem guten Leben für Alle! - Aber wie? Auf der “Degrowth Vienna 2020”-Konferenz arbeiten wir an Strategien für einen sozial-ökologischen Wandel.

Projektadresse

Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste Wien & Altes AKH, Universität Wien
  • Start Projektumsetzung: 29.05.2020
  • Ende Projektumsetzung: 01.06.2020

Projektbeschreibung

Auf einem endlichen Planeten ist kein unendliches Wachstum möglich. Wenn wir von „Degrowth“ oder „Postwachstum“ sprechen, meinen wir die Vision einer sozial gerechten Wirtschaftsweise und Gesellschaftsform, die ökologische Grenzen berücksichtigt. Das Ziel ist eine sozial-ökologische Transformation, die ein gutes Leben für alle ermöglicht. Aber wie schaut der Weg dorthin aus? Es braucht praktische Strategien! Seit Sommer 2018 arbeiten ein Kreis von Studierenden, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen an der Idee einer Konferenz, die sich genau diesem Thema widmet. Diese Vision wird nun Realität.

Vom 29. Mai bis zum 1. Juni 2020 findet die “Degrowth Vienna 2020”-Konferenz statt. Gemeinsam mit sozialen Bewegungen, Künstler*innen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungsinstituten arbeiten wir an der Gestaltung und Umsetzung einer sozial-ökologischen Transformation - für einen gesellschaftlichen Wandel zum guten Leben für alle. Dein Beitrag ermöglicht die IT-Betreuung der Online Konferenz, ein Online-Awarenesskonzept und Kulturbeiträge. Außerdem unterstützt du damit die Dokumentation und Veröffentlichung der spannenden Ergebnisse der Degrowth Vienna 2020 Konferenz.Als Dankeschön gibt es spannende Bücher und Geschenke.


Nachweis Projektabschluss

Gesamtabrechnung, Rechnungskopien zu den Ausgaben, die mit den über Respekt.net lukrierten Mitteln bestritten wurden, Fotodokumentation, Online-Abschlussbericht.

Details

Vom 29. Mai bis zum 1. Juni 2020, veranstalten der Verein Degrowth Vienna, ein breites Spektrum an Wiener Forschungsinstituten und Organisationen (siehe Website) eine Online-Konferenz zum Thema "Strategien für eine sozial-ökologische Transformation“.

Die Konferenz bietet Raum für gesellschaftspolitische und visionäre Diskussionen zum Thema Transformation und Strategien für eine sozial-ökologisch nachhaltige Gesellschaft. Das Organisationsteam besteht aus zahlreichen Degrowth-Begeisterten, die gemeinsam und mit basis-demokratischen Organisationsstrukturen, dieses wichtige Projekt möglich machen.

Die Konferenz gliedert sich in zwei Hauptteile. Im ersten Teil liegt der Fokus auf historischen und aktuellen Transformationsprozessen und Konzepten von Strategien. Darauf aufbauend werden im zweiten Teil konkrete Strategien in verschiedenen Praxisfeldern analysiert und reflektiert. Ziel des ersten Teils der Konferenz ist es, Transformationsprozesse, “Theories of Change” und verschiedene Konzeptionen von Strategien zu untersuchen. Wir erwarten Beiträge, die sich auf Theorien oder Konzepte der (sozial-ökologischen) Transformation, historische Analysen des sozialen Wandels oder die Rolle von Strategie in Transformationsprozessen konzentrieren. Dadurch sollen Möglichkeiten, Hindernisse und Hebelpunkte für den sozialen Wandel untersucht werden sowie Formen der Strategieentwicklung, um diesen Wandel zu beeinflussen.

Der zweite Teil der Konferenz baut auf den theoretischen und konzeptionellen Erkenntnissen des ersten Teils  auf und möchte Aktivist*innen, Wissenschafter*innen, Praktizierende, Künstler*innen und engagierte Menschen aus der Zivilgesellschaft in verschiedenen Themenbereichen zusammenbringen, um gemeinsam Strategien zu sozial-ökologischer Transformation und Degrowth zu diskutieren und zu erarbeiten. Dieser Teil ist geprägt von Beiträgen, die konkrete Strategien in bestimmten Themenfeldern präsentieren, um die Vielfalt bestehender Strategien zur sozial-ökologischen Transformation zu verdeutlichen.

Ziel ist es, die Strategien kritisch zu reflektieren, Hindernisse und Hebelpunkte in Zusammenhang mit den verschiedenen Kontexten besser zu verstehen und, wenn möglich, bestehende Strategien (weiter) zu entwickeln. Folgenden Sektoren und Themenbereiche werden nach derzeitigem Stand behandelt: Mobilität; Ernährung; Energie; Stadt und Wohnen; Arbeit und Produktion; Gesundheit und Pflege; Technologie und Digitalisierung; Finanz- und Geldsysteme; Diversität und soziale Gerechtigkeit; Globale Solidarität. Viele dieser Themenfelder verknüpfen die internationale Perspektive mit einem lokalen Wien-Bezug, der durch die direkte Beteiligung lokaler Akteur*innen und Organisationen geprägt ist.

Mehr Informationen findet ihr auf unserer Webseite https://www.degrowthvienna2020.org/

Budget

  • Gesamtbudget
    € 10.000,-
  • - Eigenmittel
    € 0,-
  • Finanzierungsziel
    € 10.000,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 1.000,-
  • Zielbudget
    € 11.000,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 5.000,-
  • Respekt.net-Teilbetrag 1 (wird bei erfolgreicher Finanzierung überwiesen)
    € 4.613,-
  • Respekt.net-Teilbetrag 2 (wird nach Erhalt des vollständigen Projektabschlussberichtes überwiesen; mind. 10 % des Zielbudgets)
    € 513,-
  • Abgabedatum Abschlussbericht
    15.06.2020
  • Projektrisiken

    Das Crowdfunding stellt einen wichtigen Teil der Finanzierungssumme für die elementaren Bestandteile, um eine gute Konferenz für Alle zu organisieren. Durch das große Organisationsteam und vielen Projektpartner*innen können wir die Risiken wie personelle Ausfälle, Absage von Speaker*innen, Workshops, Räumlichkeiten usw. relativ gering halten.

  • Budgetplanung

    Die Unterstützung wird für einen intensiven Dokumentationsprozess, der "Harvesting Prozess", sowie dessen Publikation genutzt - so profitieren alle von den Ergebnissen. Die Kosten der Koordination und Durchführung können über die Crowdfunding-Kampagne gedeckt werden. Ebenso arbeiten wir eng mit selbstorganisierten IT-Kollektiven zusammen, um die Konferenz mit all ihren Beiträgen in den digitalen Raum zu verlagern. Ein großer Teil des Budgets geht in die Koordination der IT-Services. Für einen fairen und sicheren Raum im Netz arbeiten wir ebenso an der Ausarbeitung und Implementierung eines detaillierten Awarenesskonzepts, dessen Koordination ebenso einige Stunden an Koordinationsaufwand sowie Sachkosten beansprucht, sowie das Kulturprogramm.

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Meinungen

Abschlussbericht

Abschlussbericht allgemein

 

Vom 29.5. bis 1.6. fand die Degrowth Vienna 2020 Konferenz statt. Ursprünglich als viertägiges Event im Atelierhaus der Akademie und alten AKH in Wien geplant, wurde sie komplett in den digitalen Raum verlegt. Unter dem Titel und Themenschwerpunkt „Strategien für sozial-ökologische Transformation“ trafen über 4000 Degrowth-Begeisterte, Expert*innen und Interessierte in über 100 Sessions zusammen. Der zugrunde liegende Konsens: Unendliches Wachstum auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen ist nicht möglich. Die Frage: Wie befreien wir uns von gegenwärtigen Wachstumszwängen und können unsere Gesellschafts- und Wirtschaftssysteme sozial und ökologisch umbauen? 

 

Die Degrowth Vienna 2020 Konferenz war keine übliche Konferenz. Durch Covid-19 bedingte Beschränkungen wurde schnell deutlich, dass die Konferenz ausschließlich online stattfinden können würde. In nur wenigen Wochen strukturierte das Organisationsteam die Planungen radikal um. Dank großartiger Kooperation und viel Engagement der über 40 Organisator*innen und mehr als 300 Referent*innen konnten wir vom Alten AKH in die virtuellen Räume von BigBlueButton, Discord und Webinarjam umziehen. Wie üblich bei Degrowth-Konferenzen setzte das Organisationsteam auf aktivistische und zivilgesellschaftliche Mitgestaltung. Die große Herausforderung bestand darin, gemeinschaftlichen Austausch auch digital zu ermöglichen und die Konferenz zu mehr als einer Reihe von Webinaren und Onlinevorträgen zu machen. Dazu gehören auf Degrowth-Konferenzen insbesondere Gespräche zwischen Workshops und Vorträgen – online ist vieles davon ungewohnt und schwierig. Während der Konferenz gab es dazu ein großes Chat-Forum mit regen Diskussionen, Kontakt- und Ideenaustausch. 

 

Das Team von Degrowth Vienna bedankt sich bei allen Organisator*innen, Unterstützer*innen und Teilnehmer*innen. Wir planen auch weiter Events, Workshops und Publikationen zum Thema Degrowth und sozial-ökologische Transformation.

 

Galerie

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Welchen gesellschaftspolitischen Zweck hat das projekt erfüllt?

Die Veranstaltung war geprägt von einer Vielzahl verschiedener Ausrichtender und Referent*innen aus Aktivismus, Wissenschaft, Institutionen und Zivilgesellschaft – mit durchaus heterogenen Interessen und Standpunkten. In den ersten Reflektionen und Nachbereitungen wird klar, dass sich ein Konsens formt: Sozial-ökologische Transformation ist notwendig und dringend. 

Speziell mit Blick auf die gegenwärtigen Entwicklungen um Covid-19, die auf eine globale Wirtschaftskrise hinaus laufen, müssen politische Forderungen neu gedacht werden. In Bezug auf sozial-ökologische Transformation bedeutet das plurale Strategien für verschiedene Themenfelder. Während der Konferenz und deren Planung entstand ein großes Netzwerk an wichtigen Akteur*innen, die an jener Umgestaltung aktiv arbeiten. Dieser Diskurs wurde verstärkt und insbesondere durch das Online-Format erreichten wir viele verschiedene Interessensgruppen weltweit. 

Wie waren Reaktionen anderer zu diesem Projekt?

Die Konferenz hat in einschlägigen Medien ein großes Echo erzeugt. Allein über unsere Medienpartner*innen konnten wir schon im Vorfeld viele Menschen über die Veranstaltung und das Thema informieren. Auf vielen Blogs, in Magazinen und Tageszeitungen berichteten Journalist*innen über verschiedene Aspekte der Konferenz. Hier eine Liste unserer Medienpartner*innen: degrowth.info, Datum - Magazin für Politik & Gesellschaft, LE MONDE diplomatique, mosaik, oya, scoop.me, Südwind Magazin, Unter Palmen, Bildpunkt. Auf unserer Webseite gibt es unter Presse und Dokumentation einige Links zu Pressekonferenzen, Podcasts, Radiosendungen und Artikeln über die Konferenz. Kürzlich erschien ein Artikel im Fluter und Ausschnitte wurden bei United we Stream gezeigt. Viele der 4000 Teilnehmer*innen nutzten außerdem ihre persönlichen Social-Media Profile, um Informationen über die Konferenz zu teilen. So stieg die Zahl unserer Fans und Followers während der Konferenz rapide an. 

 

 

Wofür wurde das gespendete Geld konkret ausgegeben?

Das gespendete Geld konnte einen kleinen Teil der Gesamtkosten abdecken und hat uns daher sehr weitergeholfen. So konnten wir auch das Kulturprogramm in den digitalen Raum verlegen - zumindest Teile des geplanten Programms. Die Mittel wurden für die Honorare der Musiker*innen, sowie für die Koordination des Kulturprogramms sowie generellen Programms verwendet. Außerdem konnten wir durch das gespendete Geld auch mehr Zeit in die Entwicklung eines Awarenesskonzepts für die Konferenz sowie der wichtigen Care Strukturen innerhalb des Teams stecken. Ein zusätzlicher Teil wurde für die Koordination des Harvesting und Dokumentationsprozesses gesteckt, aus dem beispielsweise das Harvesting Tagebuch und das Graphic Recording entstanden sind. 

Wie werden Sie die Mildtätigkeit des Projektes nachweisen?

Zugeordnete Themen