Projekt-ID: 2004

Rassismus stoppen – Solidarität zeigen

eingereicht am: 01.01.2020
Budget: € 11.000,-
Finanzierungsfrist: 31.08.2020
Finanzierungsschwelle: € 5.500
Land/Region: Österreich/Wien
Art: Sonstige
Themenkreis: Respekt & Vielfalt

Allgemein

Projektteaser

NIE WIEDER ist JETZT! - die ZARA Beratungsstelle muss auch weiterhin Betroffene und Zeug*innen von Rassismus und rassistisch motivierter Polizeigewalt kostenlos unterstützen können.

Projektadresse

ZARA Zivilcourage und Anti-Rassismus-ArbeitSchönbrunner Straße 119/13Eingang: Am Hundsturm 7
1050 Wien
  • Start Projektumsetzung: 01.01.2020
  • Ende Projektumsetzung: 31.12.2020

Projektbeschreibung

Mitten in der Covid-19 Krise erschüttert die Nachricht, dass George Floyd in den USA durch rassistisch motivierte Polizeigewalt getötet wurde. Das macht wütend und traurig. ZARA ist solidarisch mit der #blacklivesmatter Bewegung.  

NIE WIEDER ist JETZT!
 
Sich gegen das System Rassismus zur Wehr zu setzen braucht Verbündete. ZARA berät, unterstützt und begleitet Betroffene und Zeug*innen von rassistischen Übergriffen seit 20 Jahren. Die Meldungen von rassistisch motivierter Polizeigewalt, die bei ZARA eingehen, reichen von rassistischen Beleidigungen bis hin zu schwerwiegenden Misshandlungen.

NIE WIEDER ist JETZT!

Damit die unterfinanzierte ZARA-Beratungsstelle die steigende Zahl an Meldungen von Rassismus (2019: 1.950 Meldungen) weiterhin bearbeiten kann, benötigen wir Ihre aktive Unterstützung. Mit Ihrer Spende stärken sie das Beratungsteam und ermöglichen, dass Betroffene und Zeug*innen von Rassismus auch in Zukunft umfassende juristische und psychosoziale Unterstützung erhalten.

Informieren Sie sich über unsere Arbeit: www.zara.or.at


Nachweis Projektabschluss

Gesamtabrechnung, Rechnungskopien zu den Ausgaben, die mit den über Respekt.net lukrierten Mitteln bestritten wurden, Fotodokumentation, Online-Abschlussbericht.

Details

Das ZARA Beratungsteam besteht aus primär juristisch, aber auch psychosozial geschulten Berater*innen, die auf Information und Intervention bei rassistischen Diskriminierungen spezialisiert sind. Das kostenlose Leistungsangebot der Beratungsstelle für alle Betroffenen und Zeug*innen von Rassismus umfasst

- die digitale Dokumentation aller gemeldeten Vorfälle,

- juristische und psychosoziale Beratung über E-Mail, Telefon, Chat oder mittels eines persönlichen Beratungsgesprächs mit dem Ziel gemeinsam mit denKlient*innen für sie passende Handlungsoptionen zu erarbeiten,

- Beratungsgespräche, in denen Klient*innen oft erstmals die Möglichkeit haben, ihre diskriminierenden Erfahrungen anzusprechen und bei der Aufarbeitungunterstützt werden,

- Begleitung von Klient*innen zu Behörden und anderen Institutionen,

- eine umfassende juristische Betreuung, die nicht nur Auskunft über rechtliche Schritte wie Möglichkeiten von (gerichtlichen) Anzeigen beinhaltet, sondern auch die Begleitung durch Gerichtsverfahren und die Vertretung bei Verfahren vor der Gleichbehandlungskommission, ebenso wie Versuche außergerichtlicher Einigungen etwa durch das Verfassen von Beschwerdebriefen, die der Sensibilisierung und Information mutmaßlicher Diskriminierer*innen dienen,

- die Beantwortung allgemeiner Fragen zum Thema Rassismus.

Budget

  • Gesamtbudget
    € 10.000,-
  • - Eigenmittel
    € 0,-
  • Finanzierungsziel
    € 10.000,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 1.000,-
  • Zielbudget
    € 11.000,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 5.500,-
  • Respekt.net-Teilbetrag 1 (wird bei erfolgreicher Finanzierung überwiesen)
    € 9.000,-
  • Respekt.net-Teilbetrag 2 (wird nach Erhalt des vollständigen Projektabschlussberichtes überwiesen; mind. 10 % des Zielbudgets)
    € 1.000,-
  • Abgabedatum Abschlussbericht
    14.01.2021
  • Projektrisiken

    Die Beratungsstelle für Betroffene und Zeug*innen von Rassismus wird seit 20 Jahren von ZARA betrieben. Wir sind bestrebt allen Melder*innen eine qualitativ hochwertige Unterstützung zu bieten, was durch eine adäquate Ressourcenlage sichergestellt werden kann.

  • Budgetplanung

    1 Berater*in für 412 Arbeitsstunden im Jahr (bei € 10.000) und 1 Berater*in für 206 Arbeitsstunden im Jahr (bei € 5.000)

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Abschlussbericht

Abschlussbericht allgemein

Mitten in der Covid-19 Krise hat die Nachricht, dass George Floyd in den USA durch rassistisch motivierte Polizeigewalt getötet wurde, viele Menschen erschüttert. Diese Gewalt hat bei vielen zugleich Trauer und Wut ausgelöst. Die Black Lives Matter (BLM)-Bewegung hat das Thema Rassismus in die Mitte der Gesellschaft gebracht. Viele habe sich die Frage gestellt, was jede*r einzelne gegen das System Rassismus tun kann. Der Verein ZARA berät, unterstützt und begleitet Betroffene und Zeug*innen von rassistischen Übergriffen seit über 20 Jahren.

Juristisch und psychosozial geschulter Berater*innen unterstützen Melder*innen über E-Mail, Telefon oder Chat und auf Wunsch auch mittels eines persönlichen Beratungsgesprächs mit dem Ziel gemeinsam mit den Klient*innen für sie passende Handlungsoptionen zu erarbeiten. Diese Beratungsgespräche bieten oftmals Klient*innen erstmals die Möglichkeit, ihre diskriminierenden Erfahrungen anzusprechen und sie bei der Aufarbeitung zu unterstützen. ZARA bietet eine umfassende juristische Betreuung, die nicht nur Auskunft über rechtliche Schritte wie Möglichkeiten von (gerichtlichen) Anzeigen beinhaltet, sondern auch die Begleitung durch Gerichtsverfahren und die Vertretung bei Verfahren vor der Gleichbehandlungskommission, ebenso wie Versuche außergerichtlicher Einigungen etwa durch das Verfassen von Beschwerdebriefen, die der Sensibilisierung und Information mutmaßlicher Diskriminierer*innen dienen.

Das Projekt „Rassismus stoppen. Solidarität zeigen. Teil I“ hat es der unterfinanzierten ZARA-Beratungsstelle für Betroffene und Zeug*innen von Rassismus ermöglicht, die im Jahr 2020 stark gestiegene Zahl an Meldungen von Rassismus weiterhin bearbeiten, und somit Betroffenen und Zeug*innen von Rassismus umfassende juristische und psychosoziale Unterstützung bieten zu können: Konkret wurden mit 10.000€ 328 Arbeitsstunden der Beratungsstelle finanziert und dadurch 306 Menschen unterstützt.

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Welchen gesellschaftspolitischen Zweck hat das projekt erfüllt?

Es braucht Verbündete und Solidarität, um sich gegen das System Rassismus effektiv zur Wehr setzen zu können. Ein gesellschaftspolitisches Ziel der ZARA Beratungsstelle liegt in der konkreten Unterstützung von Betroffenen und Zeug*innen von Rassismus, um sich besser gegen das System Rassismus zur Wehr setzen zu können. Über den Austausch mit potentiellen Diskriminierer*innen bspw. mittels Interventionsschreiben wird Sensibilisierungsarbeit geleistet. Durch die Unterstützung bei Anzeigen und Gerichtsverfahren werden die vorhandenen rechtlichen Rahmenbedingungen genutzt, um dem Recht auf Nicht-Diskriminierung zur Umsetzung zu verhelfen. Die digitale Dokumentation aller gemeldeter Vorfälle ermöglicht u.a. die Publikation des Rassismus Report und dieser zielt darauf ab, unter einer breiteren Öffentlichkeit Bewusstsein für das System Rassismus zu schaffen, ebenso wie Möglichkeiten des zivilcouragierten Handelns aufzuzeigen.

Wie waren Reaktionen anderer zu diesem Projekt?

Durch die BLM-Bewegung wurde das Thema Rassismus in einer breiteren Öffentlich diskutiert. Alleine im Juni 2020, dem Monat, in dem die BLM-Demonstrationen in Wien stattgefunden haben, gingen in der Beratungsstelle über 400 Meldungen von Rassismus ein. Durch eine Presseaussendung haben wir auf die steigende Zahl an Meldungen und auf unser Crowdfunding aufmerksam gemacht. Daraufhin haben mehre Medien über das Crowdfunding berichtet: FROzine, Wien ORF, w24, Kronen Zeitung, Heute und die Wienerin.

Auf Twitter erreichte ein gesponserter Tweet zum Crowdfunding 3.195.330 Impressions. Auf Facebook erreichte ein Posting am 5. Juni über 13.431 Personen, ein zweites Posting erreichte 2.723 Personen. Am 18. Dezember hatte ZARA die Möglichkeit, auf YouTube kostenlos ein Video zu schalten, in dem die Arbeit der Beratungsstelle vorgestellt und auf das Crowdfunding aufmerksam gemacht wurde. Das Video erschien einen Tag lang in ganz Österreich im Startseitenfeld und wurde insgesamt 416.587 Mal gesehen.

Wofür wurde das gespendete Geld konkret ausgegeben?

Es wurde eine neue juristische Berater*in befristet eingestellt, um den enorm hohen Bedarf an Fallmeldungen bewältigen zu können. Der gesamte Betrag von 10.000€ finanzierte 328 Arbeitsstunden und unterstütze somit 306 Betroffene und Zeug*innen von Rassismus.

Wie werden Sie die Mildtätigkeit des Projektes nachweisen?

Das Projekt kommt Melder*innen zugute, welche sich an die ZARA-Beratungsstelle für Betroffene und Zeug*innen von Rassismus wenden. Durch das kostenlose Angebot der ZARA-Beratungsstelle ist der Verein auf Spenden angewiesen. Aufgrund der Gemeinnützigkeit ist der Verein ZARA Träger des Spendengütesiegels, wodurch die Spende steuerlich absetzbar ist.

Die Arbeit der Beratungsstelle für Betroffene und Zeug*innen von Rassismus veranschaulicht am besten der jährlich erscheinende Rassismus Report. Die darin dargestellten Fälle basieren auf Meldungen von Betroffenen und Zeug*innen von Rassismus, die im Berichtsjahr 2020 durch die ZARA Berater*innen entgegengenommen und bearbeitet wurden (Erscheinungsdatum: 18.03.21).

 

Siehe Kostenaufstellung für weitere Details.

Zugeordnete Themen