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Projekt-ID: 2080

Trauernde Jugendliche digital begleiten

Initiator/In: Karlheinz Six
eingereicht am: 01.07.2020
Budget: € 770,-
Finanzierungsfrist: 03.11.2020
Finanzierungsschwelle: € 385
Land/Region: Österreich/Kärnten
Art: Aktion
Themenkreis: Soziales Engagement

Allgemein

Projektteaser

Jugendliche trauern auf ihre individuelle Weise. Oft wenden sie sich an niemanden, um über ihre Trauer und ihre Gefühle wie Scham oder Schuld zu sprechen. Wir möchten unser digitales Begleitangebot erweitern.

Projektadresse

Rudolfsbahngürtel 2
9020 Klagenfurt
  • Start Projektumsetzung: 01.07.2020
  • Ende Projektumsetzung: 31.03.2021

Projektbeschreibung

Über die Homepage www.jugendtrauer.at wird seit August 2018 kostenlose E-Mail-Beratung für Jugendliche und junge Erwachsene in Trauer angeboten. Nun möchten wir dieses Angebot um eine Chat-Beratung erweitern.

Zugleich möchten wir unsere Angebote auf verschiedenen Kanälen bewerben. Eine zentrale Bedeutung wird dabei der digitalen Werbung zukommen. Denn unsere bisherigen Erfahrungen zeigen, dass diese Angebote dann angenommen werden, wenn auf Sozialen Netzwerken dafür geworben wird. Die Crowdfunding-Kampagne soll helfen, die Implementierung des Chats auf unserer Homepage aber auch die Bewerbung im Print- und Online-Bereich zu finanzieren.


Nachweis Projektabschluss

Gesamtabrechnung, Rechnungskopien zu den Ausgaben, die mit den über Respekt.net lukrierten Mitteln bestritten wurden, Fotodokumentation, Online-Abschlussbericht.


Unter Berücksichtigung der Datenschutzbestimmungen können folgende Nachweise erbracht werden:


  • Rechnungen der Online-Werbung
  • Screenshots der Online-Werbung
  • PDFs der Printwerbung und der Medienarbeit
  • Abschlussbericht auf respekt.net

Details

Das Projekt

Trauernde Jugendliche

Jugendliche neigen dazu, ihre Trauer zu verstecken. Das hat ganz unterschiedliche Gründe: Sie wollen ihren trauernden Eltern keine Last sein. Oder sie schämen sich wegen ihrer Gefühle. Oder sie fühlen sich schuldig und wollen es sich und anderen nicht eingestehen.

Die Folge ist, dass Jugendliche wenig über ihre Trauer sprechen – weder mit ihren Eltern und Verwandten, noch mit ihren Freunden und Freundinnen oder mit Beratern. Sie ziehen sich zurück und können Verhaltensweisen annehmen, die zu sozialen, psychischen und körperlichen Problemen führen.

Dem möchten wir mit einem niederschwelligen Angebot etwas entgegensetzen.

Das Angebot und unsere Erfahrungen damit

Seit August 2018 gibt es die Homepage www.jugendtrauer.at. Derzeit finden sich dort Basisinformationen über die Trauer, Trauma und Suizid, geschrieben hauptsächlich für Jugendliche, aber auch für Eltern und LehrerInnen.

Neben diesen Basisinformationen haben wir auch einen Fragebogen zur eigenen Trauer. So können wir vor einer Beratung abschätzen, wo der/die Trauernde steht, welche möglichen Schwierigkeiten, aber auch wo mögliche Ressourcen liegen können.

Bisher erfolgt unser Beratungsangebot über E-Mail. Die E-Mail-Beratung erfolgt so lange, wie es die Trauernden brauchen und ist völlig kostenlos. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass das Angebot nur registriert und angenommen wird, wenn dafür Werbung gemacht wird. In letzter Zeit spielt dabei Instagram eine bedeutende Rolle. Derzeit haben wir sowohl Plakate und Flyer, die an spezielle Einrichtungen verschickt bzw. bei Workshops verteilt werden, als auch eigene Seiten auf Facebook, Instagram und TikTok.

Obwohl wir auch eine persönliche Beratung empfehlen, kam es bisher zu keinem persönlichen Kontakt mit uns und – soweit wir wissen – auch zu keiner Beratung bei anderen Trauerbegleitern. Interessant ist, dass manche Jugendliche schon in Betreuung (z.B. Familienintensivbetreuung oder betreutes Wohnen) sind.

Manche nutzen diese Beratungsform also als zusätzliches Angebot, andere nur für einen kurzen Einmalkontakt, um Informationen zu erlangen und wieder andere, weil sie sonst keine Ansprechpartner für ihre Trauer finden, aber die Hemmschwelle für ein persönliches Gespräch zu groß ist.

Das Projekt

Unser Projekt soll aus zwei Komponenten bestehen. Einmal wollen wir das digitale Angebot um eine Chat-Beratung erweitern, zum anderen möchten wir dieses neue Angebot bewerben.

Zur Chat-Beratung: Wir planen, einmal wöchentlich einen Chatraum auf unserer Homepage zu öffnen, um direkt und anonym mit Jugendlichen in Kontakt zu treten. Wir gehen davon aus, dass sich so noch besser eine niederschwellige Beratung durchführen lässt.

Zur Bewerbung: Wir möchten vor allem unser neues Angebot verstärkt bewerben. Zielgruppe der Werbung sind vor allem Jugendliche, aber auch Einrichtungen, die mit Jugendlichen in Kontakt sind. Daher möchten wir folgende Kanäle nutzen:

  • Presse-und Medienarbeit
  • Vernetzung mit Jugendeinrichtungen
  • Online-Werbung

Das Beratungsangebot ist kostenlos, wird durch keine öffentliche Stelle gefördert. Wir beraten in unserer Freizeit und finanzieren die laufenden Kosten selbst.

Der Sinn des Projektes

Die bisherige E-Mail-Beratung zeigt unter anderem folgende statistischen Daten:

  • Die Altersspanne der tatsächlichen Beratungen liegt zwischen 13 und 24 Jahren; das Durchschnittsalter bei 18,5 Jahren. Fast alle sind bisher weiblich.
  • Die durchschnittliche Beratungsdauer beträgt 2,5 Monate.
  • Der Großteil der Trauernden melden körperliche Beschwerden wie Schlafprobleme inkl. Alpträume, wollen keine Freunde treffen bzw. fühlen sich von der Umgebung nicht verstanden, sind schnell erregbar und haben große Angst.
  • Die weiteren Ausführungen zeigen, dass die Jugendlichen mehrfachbelastet sind, d.h. neben dem Todesfall gibt es noch weitere belastenden Faktoren im Leben. 
  • Ca. 40 % der Beratenen geben an, mehr Alkohol bzw. Drogen zu konsumieren bzw. mehr Computer zu spielen.
  • Ebensoviele geben an, keinen Sinn im Leben mehr zu sehen, Suizidgedanken zu haben bzw. sich selbst zu verletzen.

Der Sinn dieses Projektes liegt also eindeutig darin, jenen Jugendlichen, die sich sozial zurückziehen und mehrfach belastet sind, aber sich austauschen und verstanden fühlen wollen, ein niederschwelliges Angebot der Beratung zu bieten. Das Ergebnis zeigt, dass damit die Beratung auch eine gesundheitsfördernde, sucht- und suizidpräventive Zielrichtung hat.

Mit einem Chat soll dieses Angebot noch niederschwelliger werden.

Die Projektpartner

Karlheinz Six ist seit 2005 in der Krisenbegleitung und seit mehreren Jahren auch in der Langzeittrauerbegleitung tätig. Er hat sich neben der Krisenbegleitung auch auf die Begleitung von trauernden und traumatisierten Jugendlichen und von Trauernden nach Suizid und nach dem Tod von suchtkranken Menschen spezialisiert.

Homepages: www.sixvisions.at und www.jugendtrauer.at

Martina Marko hat sich im Rahmen ihrer Diplomarbeit mit der Thematik „Jugend S(s)uchtDrogen“ beschäftigt und ist seit 2013 in der Krisenintervention und seit 2015 in der Trauerbegleitung tätig. 

Budget

  • Gesamtbudget
    € 700,-
  • - Eigenmittel
    € 0,-
  • Finanzierungsziel
    € 700,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 70,-
  • Zielbudget
    € 770,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 385,-
  • Budgetplanung

    Für die Implementierung des Chat-Raumes rechnen wir mit ca. 150-200 Euro. Jeder nicht verbrauchte Euro soll in die Bewerbung des Angebotes fließen. D.h. der Restbetrag fließt ausschließlich in die Kosten für die Produktion von Plakaten und Flyern sowie in Online-Inserate.


    Entsprechend gehen wir auch vor, wenn das Finanzierungsziel nicht, die Finanzierungsschwelle aber erreicht wurde: Nach Abzug der Implementierungskosten werden wir den Rest für die Werbung verwenden.

Dateien

Galerie

video

News

Karlheinz Six

hat am 27.08.2020 geschrieben

Danke

Wir sind überwältigt! Nach so kurzer Zeit haben wir schon die angezielte Summe von 770 Euro erreicht. Wir bedanken uns recht herzlichen bei allen SpenderInnen und Spendern. Leider kennen wir nicht alle und können uns so auch nicht persönlich bedanken.
Wollen Sie auf dem laufenden bleiben? Dann melden Sie sich zum Newsletter an: http://www.sixvisions.at/newsletter?fbclid=IwAR2cgIQBetD47ha7hcccf_9DPCl46MhPdURXDzC5xXaz68JYUE-1E5Ve818

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Bitte geben Sie die Anzahl an Stunden bei den einzelnen Aufgaben ein, die Sie spenden.

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Noch benötigt: 100 Std.
Wenn Sie sagen, Sie möchten dieses Angebot in Ihrer Umgebung weiterverbreiten – z. B. in Medien, Jugendeinrichtungen oder in anderen Bereichen – freuen wir uns über jede helfende Hand. Egal aus welchem Teil Österreichs. Wir erarbeiten gemeinsam, wie Sie am besten dieses Angebot bewerben können. Sie können uns gern vorab unter kontakt@jugendtrauer.at kontaktieren.

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