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Projekt-ID: 2086

Telefonieren gegen die Einsamkeit!

Initiator/In: Maria Ecker-Angerer
eingereicht am: 25.06.2020
Budget: € 8.890,-
Finanzierungsfrist: 25.11.2020
Finanzierungsschwelle: € 4.962
Land/Region: Österreich/Oberösterreich
Art: Aktion
Themenkreis: Soziales Engagement

Allgemein

Projektteaser

Endlich jemanden zum Reden haben! Soziale Kontakte sind wichtig, auch in Krisenzeiten. Wir bauen langfristige Telefon-Freundschaften für allein lebende oder einsame Menschen auf.

Projektadresse

Marktplatz 20/6
4202 Hellmonsödt

Projektstandort ist Hellmonsödt, ein kleiner Ort im Mühlviertel. Die Initiative selbst ist allerdings nicht an einen Standort gebunden, sondern zielt auf ganz Österreich.
  • Start Projektumsetzung: 01.07.2020
  • Ende Projektumsetzung: 31.01.2021

Projektbeschreibung

Um körperlich und seelisch gesund zu bleiben, sind soziale Kontakte enorm wichtig. Die private Initiative „Lass uns telefonieren!“ hilft einsamen Menschen, österreichweit neue Telefon-Freundschaften aufzubauen: Ein Team aus Freiwilligen telefoniert regelmäßig mit Betroffenen. Außerdem können sich sozial isolierte Menschen untereinander austauschen und sich gegenseitig Halt geben.

Das Projekt läuft seit Ausbruch der Corona-Krise im März 2020. Es wird weitergeführt, weil das Thema Einsamkeit nicht gemeinsam mit der Pandemie abgeflaut ist, sondern weiterhin besteht. Bisher wurden, als bewusster sozialer Beitrag zur Corona-Krise, alle entstehenden Kosten von der Projektgründerin getragen und alle Arbeitsstunden ehrenamtlich absolviert. Ab Juli 2020 sind wir, um die Initiative qualitätsvoll weiterführen zu können, auf Ihre Spende angewiesen. Es geht dabei um die Abdeckung laufender Fixkosten, die Planung und Durchführung eines Vernetzungstreffen für unsere freiwillig Engagierten und auch die Möglichkeit, Honorare zu zahlen. Mit Ihrer Spende tragen Sie aktiv dazu bei, dass noch mehr einsame Menschen neue Freunde und somit Lebensfreude gewinnen!

www.lassunstelefonieren.com


Nachweis Projektabschluss

Gesamtabrechnung, Rechnungskopien zu den Ausgaben, die mit den über Respekt.net lukrierten Mitteln bestritten wurden, Fotodokumentation, Online-Abschlussbericht. 

Details

 

DAS PROBLEM

Viele Menschen sind einsam
Einsamkeit ist ein wachsendes gesellschaftliches Problem in Österreich. Sie erzeugt chronischen Stress, der sich wiederum negativ auf die Gesundheit auswirkt. Sozial isolierte Menschen haben weniger Abwehrkräfte und sind anfälliger für Krankheiten. Um körperlich und psychisch gesund zu bleiben, sind soziale Kontakte enorm wichtig.

Corona verschlimmert(e) die Situation
Im Moment fühlen sich viele einsame Menschen noch mehr allein gelassen. Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen isolieren sie noch mehr vom Rest der Gesellschaft. Gerade kranke oder alte Menschen, die ohnehin bereits wenig soziale Kontakte haben, gehören zur Risikogruppe. Um sich zu schützen, bleiben sie zu Hause und können sich noch weniger mit anderen austauschen als bisher.

DIE LÖSUNG

Telefon-Freundschaften knüpfen
Das Projekt „Lass uns telefonieren!“ hilft Betroffenen, österreichweit neue Bekanntschaften zu knüpfen. Ein Team aus Freiwilligen telefoniert regelmäßig mit jeweils einer Telefon-Freundin oder einem Telefon-Freund. Außerdem können Betroffene sich untereinander austauschen und sich gegenseitig Halt geben. Vor allem kranke, ältere oder alleinlebende Menschen bleiben so im Austausch mit anderen und gewinnen ein Stück mehr Lebensfreude.

 

Die Projekt-Idee
„Lass uns telefonieren!“
ist eine private Initiative aus Oberösterreich, die Anfang März 2020 spontan ins Leben gerufen wurde. Unser erster Gedanke nach demAusbruch der Corona-Pandemie war: Wie geht es wohl jenen Menschen, die ohnehin schon wenig Kontakt haben? Durch Mund-zu-Mund-Werbung und aktive Medienarbeit haben wir ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gefunden und konnten bisher mehr als 20 Telefon-Freundschaften entstehen lassen.

Konkrete Hilfe und Mehrwert
Unser Organisationsteam führt ausführliche Vorgespräche, vermittelt darauf aufbauend die Kontakte und bleibt auch später noch für Fragen und Anliegen begleitend im Hintergrund. 

Insbesondere die telefonischen Vorgespräche sind von zentraler Bedeutung. Hier wird abgeklärt, ob „Lass uns telefonieren!“ prinzipiell die richtige Initiative ist (oder z.B.eher Krisen-Hotlines wie die Telefon-Seelsorge passender wären), welche Erwartungen und Fragen es gibt, etc. Am Ende des Gespräches entscheiden sich die AnruferInnen noch einmal ganz bewusst, sich auf diese Form des Kontaktes einzulassen und willigen auch in rechtliche Belange ein (z.B. Weitergeben der Telefonnummer). Danach steht das Organisationsteam im Hintergrund für Rückmeldungen und Fragen und auch für Entlastungsgespräche bereit. 

Durch die auf diese Weise entstehenden Telefon-Freundschaften bekommen einsame Menschen einen wichtigen Rückhalt und können tragfähige Kontakte zu anderen aufbauen. Das unterstützt sie dabei, körperlich und seelisch gesund zu bleiben und lässt sie einen aktiven Teil unserer Gesellschaft bleiben. 

DAS PROJEKTTEAM

Wer steht hinter der Initiative?
„Lass uns telefonieren!“
wurde von Maria Ecker-Angerer, Historikerin, Pädagogin und Psychotherapeutin (in Ausbildung unter Supervision), gegründet. Maria Kapeller kümmert sich um redaktionelle und mediale Anliegen.

Beratend begleitet wird das Projekt außerdem seit Beginn an von Gert Dressel, der u.a. für den Verein Sorgenetz tätig ist (Biographische Infos siehe https://www.sorgenetz.at/team/).

Was steht für das Projektteam?
Das Projektteam ist multidisziplinär und deckt sowohl den psychosozialen, medialen und rechtlichen Bereich ab. Die Lebensläufe spiegeln ein hohes soziales Engagement und die Beschäftigung mit psychosozialen Themen und Fragen wider. Der Wille „etwas zu tun“ steht im Vordergrund für alle Beteiligten.

Welche relevanten Erfahrungen hat das Team?

Dr. Maria Ecker-Angerer arbeitet seit fast 20 Jahren regelmäßig mit älteren (traumatisierten) Menschen und war neben ihrer Arbeit als Historikerin der NS-Zeit und Pädagogin auch immer wieder im psychosozialen Bereich tätig (z.B. für den Verein mobilis– Mobile sozialpädagogische Betreuung nach Maß). Seit Herbst 2015 absolviert sie die Ausbildung zur Psychotherapeutin und machte diesbezüglich 2016-2017 ein Praktikum in einem Seniorenheim. Seit Juli 2018 ist sie ehrenamtlich für die Telefon-Seelsorge tätig. Im Herbst 2020 wird sie als Psychotherapeutin zu praktizieren beginnen.

Mag. Maria Kapeller ist seit 15 Jahren in diversen Medienberufen tätig. Aktuell arbeitet sie als freie Texterin und Journalistin und berichtet bevorzugt über soziale, nachhaltige und gesellschaftsrelevante Themen.

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Wie das Projekt bekannt wird
Das Projektteam hat mithilfe ehrenamtlicher Unterstützung die Website www.lassunstelefonieren.com erstellt, um die Initiative in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Außerdem wurde eine Pressemitteilung an Medien verschickt, um Betroffene konkret anzusprechen. Mehrere Zeitungen und Online-Portale haben die Inhalte übernommen. Auf diese Weise konnten noch mehr einsame Menschen erreicht werden, die unterstützt werden.
 

Spenden über Crowdfunding

Wir zählen auf ein breites Netzwerk von Unterstützerinnen und Unterstützern, um die Initiative über Facebook zu teilen und bekannt zu machen. Spenderinnen und Spender können das Projekt zusätzlich bewerben, indem sie die Kampagne über ihre Social Media Kanäle teilen und ihren Freunden und Bekannten davon erzählen. Darüber hinaus senden wir zeitnah eine Pressemitteilungen an relevante Medien in Oberösterreich, um auf die Crowdfunding-Kampagne aufmerksam zu machen.

 

DIE ZUKUNFT

Wie soll es weitergehen?
Auch wenn die Corona-Distanzregeln schrittweise wieder gelockert werden, wird der Bedarf an Gesprächspartnern bleiben – das zeigen die Rückmeldungen der AnruferInnen schon jetzt ganz deutlich. Denn gerade allein lebende, ältere oder kranke Menschen müssen weiterhin soziale Kontakte meiden, um sich nicht mit dem Corona-Virus anzustecken. Für sie ist ein regelmäßiger Austausch am Telefon ein großer Mehrwert.

Deshalb wollen wir bewusst den Aufbau von langfristigem, qualitätsvollen Telefon-Freundschaften ermöglichen, die über lange Zeit Bestand haben. 

 

Budget

  • Gesamtbudget
    € 8.082,-
  • - Eigenmittel
    € 0,-
  • Finanzierungsziel
    € 8.082,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 808,-
  • Zielbudget
    € 8.890,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 4.962,-
  • Respekt.net-Teilbetrag A (wird bei erfolgreicher Finanzierung überwiesen)
    € 7.200,-
  • Respekt.net-Teilbetrag B (wird nach Erhalt des Zwischenberichtes überwiesen)
    € 0,-
  • Abgabedatum Zwischenbericht
  • Respekt.net-Teilbetrag C (wird nach Erhalt des vollständigen Projektabschlussberichtes überwiesen; mind. 10 % des Zielbudgets)
    € 882,-
  • Abgabedatum Abschlussbericht
    14.02.2021
  • Projektrisiken

    - Die Zielgruppe wird nicht "erreicht". Am effektivsten hat sich diesbezüglich ein Bericht in der Kirchenzeitung erwiesen, weshalb der nächste Schritt ist, das Projekt über Pfarrgemeindeblätter publik zu machen. 


    - Telefon-Kontakte werden einseitig abgebrochen, was zu Enttäuschungen und Kränkungen führen kann. Hier ist insbesondere die angebotene psychosoziale Unterstützung und Begleitung wichtig. 



  • Budgetplanung

    Laufende Kosten: 352 Euro


    Vernetzungstreffen Freiwillige, Herbst 2020: 1.250 Euro


    Laufende telefonische Beratung und psychosoziale Unterstützung: 3.360 Euro 


    Honorar für 25 verbundene Telefon-Paare: 2500 Euro 


    Pressearbeit: 300 Euro 


    Supervisorische Beratung 320 Euro


    (Details siehe excel-Datei)



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