Projekt-ID: 2263

Safrananbau auf 1.500 m – geht nicht?!

Initiator/In: Verein Permatop
eingereicht am: 18.05.2021
Budget: € 5.000,-
Finanzierungsfrist: 20.08.2021
Finanzierungsschwelle: € 4.000
Land/Region: Österreich/Vorarlberg
Art: Sonstige
Themenkreis: Umweltschutz & Nachhaltigkeit

Allgemein

Projektteaser

Gibt’s nicht haben sich zwei 19jährige innovative Schüler gedacht und haben’s einfach ausprobiert. UND: Das Experiment ist geglückt. Nun könnte daraus ein dauerhaftes Projekt werden.
  • Start Projektumsetzung: 19.05.2021
  • Ende Projektumsetzung: 19.11.2021

Projektbeschreibung

Angefangen hatte alles mit einer Fernsehsendung über Safran. Die Vision, hier oben in Lech (Vorarlberg, AUT) wo 6 Monate im Jahr Winter ist und naturgemäß hauptsächlich Milchwirtschaft und Viehzucht betrieben wird, mehr Vielfalt in die Landwirtschaft zu bringen und ein neues, innovatives Produkt zu schaffen, war geboren. Beflügelt von der Idee krempelten zwei Schüler der landwirtschaftlichen Fachschule in Hohenems die Ärmel hoch und stürzten sich ins Abenteuer. 

Laurin Jochum (19 Jahre) und Robert Martin (19 Jahre) machten sich auf die Suche nach einer geeigneten Grünflache. Großteils in Eigenregie und mit etwas Unterstützung von Freunden und Familie wurde umgegraben, gepflanzt, eingezäunt und verschiedene Anbaumethoden ausprobiert. Auf dem kleinen Versuchsfeld haben sie vieles gelernt. Auch einen Totalausfall aufgrund des frühen und strengen Wintereinbruchs musste hingenommen werden.

Das Versuchsfeld muss aber leider aufgelassen werden – der Standort war nicht optimal gewählt. Ein neues südseitiges Hanggrundstück wurde zwar schon gefunden, aber um das Feld anzulegen und bearbeiten zu können brauchen die zwei, neben Muskeln – denn vieles ist nach wie vor Handarbeit, eine Bodenfräse. Diese erleichtert die Lockerung des Bodens und das Unkraut jäten. Auch dem Gemeinschaftsgarten wird die Bodenfräse zur Verfügung stehen. 

Der Anbau in dieser exponierten Lage ist viel zu aufwändig und auch die Fläche zu klein, um gewinnbringend zu arbeiten. Aber darum geht es den zwei Schüler auch nicht. Sie werden mit Entschlossenheit ihre Idee weiterverfolgen und aufzeigen, dass es auch andere/neue Wege für die Landwirtschaft gibt.

Sind Sie auch der Meinung mehr Biodiversität in der Landwirtschaft ist eine positive Vision? Dann unterstützen Sie Laurin und Robert bei ihrem Projekt. Eine großartige Idee braucht großzügige Menschen – die dahinterstehen. Wir freuen uns über Ihren Beitrag.

Dafür gibt es auch tolle Goodies. Zum Beispiel ein Kochkurs direkt am Safranfeld. So können Sie sich persönlich vom Erfolg dieser Idee überzeugen. 

Weitere Infos:
Instagram:@lecher_safran
Facebook: Verein Permatop Lech


Nachweis Projektabschluss

Gesamtabrechnung, Rechnungskopien zu den Ausgaben, die mit den über Respekt.net lukrierten Mitteln bestritten wurden, Fotodokumentation, Online-Abshlussbericht. 

Details

Robert Martin aus Bildstein und Laurin Jochum aus Lech bauen seit drei Jahren Safran in Lech an. Zuerst war eigentlich alles nur als Diplomarbeit für ihre Ausbildung an der höheren Lehranstalt für Landwirtschaft geplant, doch dies änderte sich schnell. Die positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung motivierten die beiden, heute 19jährigen, enorm und so wurde aus dem Projekt nicht nur ein Hobby, sondern eine Berufung.

2018 fing alles mit einer Fernsehsendung über Safran an. Die Ideengeberin war Laurin’s Mutter die meinte, dass könnte man doch mal probieren. Dann war es an Laurin, Mitstreiter für diese Sache zu finden. Sein Schulfreund Robert war sofort davon überzeugt und gemeinsam überzeugten sie auch ihre Lehrer von dieser Idee. Daraufhin bestellten die zwei ihre ersten 1000 Safranzwiebeln und suchten nach einer geeigneten Anbaufläche. Als diese in Lech gefunden war, wurde sofort in Eigenregie mit den Arbeiten begonnen. Den ganzen Sommer über bis in den Herbst hinein, wurden verschiedene Anbaumethoden ausprobiert, das Feld liebevoll und ausschließlich in aufwendiger Handarbeit unkrautfrei gehalten. Bodenproben wurden genommen, alles genau analysiert und dokumentiert. Schließlich galt es, fundierte Daten zu sammeln, um Kritiker zu überzeugen und möglichst viel Know-how zu sammeln. Im September 2018 schließlich ernteten die beiden den ersten Safran. Im Jahr darauf allerdings gab es aufgrund des frühen und strengen Winters einen Totalausfall. 

Überwiegend positive Rückmeldungen motivierten die beiden aber weiterzumachen. Ein ambitioniertes Projekt, dass die beiden mit viel Herzblut verfolgen. Aufgrund der exponierten Lage, der aufwändigen Pflege und der geringen Fläche reine Liebhaberei. Aber für die beiden ist Safran mehr als nur ein einfacher „Krokus“. Durch ihren persönlichen Einsatz haben sie gezeigt, dass es möglich ist auch im alpinen bzw. hochalpinen Raum, landwirtschaftliche Nischen zu besetzen. Mit ihrem Feld wollen sie aufmerksam machen auf den Schatz an wertvollen Ressourcen, die noch ungenutzt sind. Ein Vorbild sein für andere, es ihnen gleichzutun und Neues zu wagen. Andere Kulturpflanzen anzubauen, sich zu trauen und neue Wege für die Landwirtschaft zu suchen und diesen gerade erst begonnen Diskurs am Leben zu erhalten. 

Aber nicht nur für die Artenvielfalt war ihre Pionierleistung ein Gewinn. Durch die Corona-Pandemie hat sich gezeigt wie fatal es sein kann zu sehr von ausländischen Lieferanten abhängig zu sein. Deshalb wird es auch in Zukunft immer wichtiger werden mehr Diversität in die Landwirtschaft zu bringen. Die beiden halten Vorträge, machen Exkursionen und setzten sich damit für eben diese Anliegen ein. Die Bodenfräse wird natürlich nicht nur für das Safran-Feld verwendet, auch in unserem Gemeinschaftsgarten könnte sie gute Dienste leisten und auch anderen Personen, die Bedarf haben wird die Fräse zur Verfügung gestellt.

Zuerst wurde durch Mundpropaganda über das Projekt erzählt. Mittlerweile gibt es ein Instagram-Account @lecher_safran über das laufend Neuigkeiten publiziert werden. Der ORF Vorarlberg brachte einen Kurzbeitrag in der Bundesland-Sendung „Vorarlberg heute“ und auch Servus-TV plant einen Beitrag in der Sendung „Hoagascht“. Weiters ist ein gemeinsames Buchprojekt mit dem Schweizer Safran-Pionier Urs Durer geplant.

Budget

  • Gesamtbudget
    € 5.000,-
  • - Eigenmittel
    € 0,-
  • Finanzierungsziel
    € 5.000,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 4.000,-
  • Respekt.net-Teilbetrag 1 (wird bei erfolgreicher Finanzierung überwiesen)
    € 4.500,-
  • Respekt.net-Teilbetrag 2 (wird nach Erhalt des vollständigen Projektabschlussberichtes überwiesen; mind. 10 % des Zielbudgets)
    € 500,-
  • Abgabedatum Abschlussbericht
    03.12.2021
  • Projektrisiken

    Keine

  • Budgetplanung

    € 4.000,- werden für die Anschaffung einer Bodenfräse benötigt. Die restlichen € 1.000,- für Krokusknollen, Zaunpfähle, Zaun, etc.

    Das Projekt ist dazu da um Safran in den Berglandwirtschaft zu bringen. Eine Gewinnabsicht besteht nicht, wenn Überschüsse entstehen gehen diese an den Verein für Informationsarbeit. 

Dateien

News

Meinungen

Zugeordnete Themen