Projekt-ID: 2334

Psychologische Familien-Unterstützung

eingereicht am: 06.12.2021
Budget: € 15.840,-
Finanzierungsfrist: 03.06.2022
Finanzierungsschwelle: € 10
Land/Region: Österreich/Wien
Art: Aktion
Themenkreis: Soziales Engagement

Allgemein

Projektteaser

Um eine permanente Unterstützung von Familien zu ermöglichen und Gewalt besonders für Kinder zu verhindern, benötigen wir finanzielle Mittel zum Aufbau eines Teams aus PsychologInnen und BeraterInnen.

Projektadresse

Blattgasse 4-6/Top 1B
1030 Wien
  • Start Projektumsetzung: 30.11.2021
  • Ende Projektumsetzung: 30.06.2022

Projektbeschreibung

Die Pandemie hat zu einer verstärkten Belastung, Verunsicherung und Angst in Familien geführt, die von unserer Gesellschaft aufgrund der Kontaktbeschränkungen und dem Zurückziehen in die eigenen vier Wände nur getrübt wahrgenommen werden können. Es herrscht ein verstärkter Bedarf an Hilfeleistungen, demnach möchten wir mehr Unterstützung durch Familienbesuche ermöglichen. Zusammen mit ausgebildeten PsychologInnen, SozialarbeiterInnen und Sozial- und LebensberaterInnen ist es unser Ziel, aktiv bei Spannungen und Problemen in Krisenfamilien unterstützend zur Seite zu stehen. Unser Angebot soll insbesondere folgende Alternativen zu Gewalt umfassen:

- Psychologische Leistungen

- Professionelle Beratung und Coaching in der Erziehung für Eltern

- Verbindungen zu Unterstützungsstellen vermitteln und aufrechterhalten

Im Rahmen dieses Crowdfunding-Projektes sollen finanzielle Mittel aufgebracht werden, welche die Projektunterstützung und die Schaffung eines pädagogischen und psychologischen Expertenteams auf Teilzeitbasis ermöglichen sollen.


Nachweis Projektabschluss

Gesamtabrechnung, Rechnungskopien zu den Ausgaben, Online-Abschlussbericht, Einsatzprotokolle.

Details

Übernehmen Wir Verantwortung sind Menschen, die sich rund um das Thema Gewalt in der Kindheit zu einer Organisation von Betroffenen und HelferInnen zusammengefunden haben, um einen neuen Weg im Umgang mit der Hilfe für Opfer zu beschreiten.  

Wir sind ein Team von Menschen aus zwei Lebenswelten: einerseits diejenigen, die zum Teil schwere Gewalterfahrungen in der Kindheit gemacht haben, andererseits Menschen, die gerne eine helfende Hand reichen. 

Viele Kinder wachsen mit Demütigungen auf, werden beschimpft und angeschrien, geschlagen, oft traumatisiert, jedenfalls stark gezeichnet. Es bedarf daher einer Organisation, die sich um diese Menschen deshalb kümmert! 

Mit jeder Spende ermöglichen Sie es uns dabei genau dort zu helfen, wo die Hilfe am dringendsten benötigt wird! Kinder sind die Kleinsten und Schwächsten unserer Gesellschaft, gleichzeitig sind sie unser aller Zukunft. Wir wollen Kindern helfen und ihnen ein gewaltfreies Leben ermöglichen.

Budget

  • Gesamtbudget
    € 14.400,-
  • - Eigenmittel
    € 0,-
  • Finanzierungsziel
    € 14.400,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 1.440,-
  • Zielbudget
    € 15.840,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 10,-
  • Respekt.net-Teilbetrag 1 (wird bei erfolgreicher Finanzierung überwiesen)
    € 524,-
  • Respekt.net-Teilbetrag 2 (wird nach Erhalt des vollständigen Projektabschlussberichtes überwiesen; mind. 10 % des Zielbudgets)
    € 58,-
  • Abgabedatum Abschlussbericht
    28.07.2022
  • Projektrisiken

    Ein Risiko besteht hinsichtlich hoher Belastung und Stress seitens unseres PsychologInnen-Teams. Dies erfordert gegebenenfalls einen höheren Bedarf an Supervision und Intervision. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass unsere Unterstützungen und Hilfeleistungen von den Familien vehement abgelehnt werden.

    Kommt es beispielsweise zu Strafdelikten, sind wir verpflichtet, dies an das Jugendamt weiterzuleiten, ab dann haben wir keinen Einfluss mehr, ob den Familien weiterhin geholfen wird.

  • Budgetplanung

    Die Verwendung des Budgets ist für den Aufbau eines Teams aus PsychologInnen, SozialarbeiterInnen und Sozial- und LebensberaterInnen gedacht. Mit Hilfe dieser professionellen Unterstützung und Beratung können Krisenfamilien aufgesucht und notwendige Unterstützungen geleistet werden.

    • Entlastung im Alltag
    • Abbau von Spannungen
    • Erziehungsberatung
    • Kontakte zu Unterstützungsstellen
    • Aufbau von Konfliktlösungsstrategien
    • Unterstützungsnetzwerke in der Umgebung schaffen

    Da unser Verein ein solches Projekt erstmals plant und umsetzen möchte, streben wir einen Zeitrahmen von 6 Monaten an. Dies ermöglicht es uns Rückschlüsse zu ziehen, die Nachfrage zu analysieren und in einem weiteren Schritt potenzielle Verbesserungen für die Zukunft zu treffen.

    Unsere Rechnung:

    80€/Stunde x 10 Stunden pro Monat und Anstellung = 800 x 6 Monate = 4.800€
    4.800€ für drei Angestellte = 14.400€

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Übernehmen Wir...

hat am 29.11.2021 geschrieben

Der Standard

Gut durch den Lockdown als Familie.

Meinungen

Abschlussbericht

Abschlussbericht allgemein

Das Projekt „Psychologische Familien-Unterstützung“ wurde als Folgeprojekt des Projekts 2253 „Es gibt auch andere Opfer der Pandemie“ gestartet. Wir haben im Laufe des Projekts ein Team aus Psychologinnen, jungen freiwilligen StudentInnen der Psychologie und die jungen SozialarbeiterInnen gebildet. In Rahmen der Gespräche und der Ausarbeitung der Projektunterlagen sind wir dabei darauf gekommen, dass vor allem diese Gruppen während der Pandemie komplett überlastet waren. Daher mussten wir einen Kurs ins Leben rufen, der geeignet war, die jungen freiwilligen StudentInnen der Psychologie und die jungen SozialarbeiterInnen im Ablauf der Familienbesuche und den Zielen zu unterrichten.

Es wurden im Laufe des Projektes regelmäßig Helfer durch diverse Inserate auf Jobseiten gesucht und mit Ihnen wurde im Laufe von Vereinsabenden der Zweck und die konkrete Hilfe besprochen.

Liste an Psychologinnen und Lebens Beraterinnen, die in der Gruppe angeworben wurden, können aus Datenschutzgründen hier nicht angegeben werden (nur auf Anfrage direkt durch Respekt.net)

Mit diesen Menschen hat man Familienbesuche von betroffenen Kindern durchgeführt. Weiters hat man einen Kurs für Betroffene und deren Familien geschaffen (Fotos des Kurses angehängt, der komplette Kursinhalt sowie Aufnahme kann auf Anfrage jederzeit eingesehen werden (Dateien sind über 200 GB groß).

Aufgrund des Interesses haben wir den Kurs weiterentwickelt und auf nicht ausgebildete Menschen ausgedehnt. Wir versetzen damit die Menschen in die Möglichkeit, anhand des Verhaltens eines Kindes wahrzunehmen, ob es Gewalt ausgesetzt ist. Dieser Kurs (Video) wird von uns zwischen einmal im Monat und alle zwei Monate einmal gehalten und hilft uns eine Basis an ehrenamtlichen und geringfügig bezahlten MitarbeiterInnen aufzubauen. Wir nennen die Kampagne inzwischen: „Das Dorf, das nötig ist, um ein Kind zu erziehen“.
Wir haben auch einige Familien besucht und ihnen Hilfe angeboten, die in erster Linie als Gesprächsunterstützung und Coaching angenommen haben.

Eines der wichtigsten Probleme ist natürlich, dass Familienbesuche oft bei den ersten Versuchen abgelehnt wurden. Erst nachdem man die gleichen Familien öfters besucht hat, und ihnen immer wieder das Gefühl gegeben hat, dass Hilfe vorhanden ist, kam es zu einem ersten Kontakt (für Details sehe Datei mit Berichten der Familienbesuche).

Wir haben eingesehen, dass es Hilfestellung gleichzeitig für alle Schichten, die die Betroffene umgeben, geben muss. Allem voran muss informiert werden und deswegen schien uns ein Kurs das schnellste und effizienteste Mittel der Information.

Wir danken allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Spenden, sei es Zeit-, Sach- oder Geldspenden. Weiters danken wir Respekt.net für so eine wundervolle Plattform, wo wirklich man sich viel Gehör verschaffen kann. Abgesehen von den Geldspenden ist es unheimlich wichtig Menschen auf dieses Tabu Thema aufmerksam zu machen. Es liegt noch unheimlich viel vor uns aber der erste Schritt ist dank Respekt.net gesetzt worden.

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Welchen gesellschaftspolitischen Zweck hat das projekt erfüllt?

Es gibt leider ein dunkles Loch, das wir als Betroffene von Gewalt in der Kindheit nur zu gut kennen. Dieses Loch ist die Zeit, in der niemand von unserem Leid Notiz nehmen wollte. Bis es bei vielen von uns soweit war, dass sie entweder starben oder ins Spital mussten und zum ersten Mal kam das Licht der Öffentlichkeit auf unser Leid.

Der Zweck des Projekts liegt darin, dieses dunkle Loch möglichst früh mit dem Licht der Welt zu erfüllen. Wir wollen in diesen Gewalteskalationsprozess möglichst früh einsteigen und die Eskalation möglichst früh stoppen.

Wir unterstützen Kinder, die von Gewalt betroffen sind und zeigen, dass uns ihr Schicksal nicht egal ist, indem wir immer wieder die Familie besuchen und Aufklärungsarbeit machen bzw. versuchen Ihnen Hilfestellung zu geben.

Alle professionellen Stellen (Kinder- und Jugendhilfe/anwaltschaft, Möwe usw.) beklagen sich darüber, dass sie immer zu spät kommen, um das Schlimmste zu verhindern. Wir wollen das über die Kampagne: Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen erreichen. Wir gehen in Kindergärten und Schulen und fragen nach den „auffälligen“ Kindern, die wir selbst waren. Und wir bitten um Anknüpfungspunkte zu den Familien. Wir erreichen es manchmal.

Das Ziel, das wir anstreben, ist ein langfristiges. Dieses Projekt hat einmal die Kampagne, die Ausbildung, die wichtigen Menschen erreicht und wir hatten konkrete Familienbesuche, von denen wir einige auch hier dokumentiert haben.

Wie waren Reaktionen anderer zu diesem Projekt?

Die Reaktionen von Betroffenen sehr unterschiedlich, Von Aggression bis hin zu Dankbarkeit war alles dabei. Wir haben auch ein sehr großes Interesse von Teilnehmern beim Kurs empfunden. Alle haben versucht ihren Teil beizutragen. Viele meinten, dass sie einer Betroffenenorganisation noch nie begegnet sind.

Wofür wurde das gespendete Geld konkret ausgegeben?

Das Geld wurde wie erwartet in erster Linie für die Helfer als Honorar ausgegeben. Die Haupthelfer haben auch von unseren Vereinsmitgliedern Hilfestellung bekommen und Ihnen bei den Besuchen und beim erstellen des Kurses geholfen, aber den größten Teil der Arbeit haben diese bezahlte Helfer geleistet. Ohne Ihr Wissen und Ihre Erfahrung hätten wir das Projekt nie so weit gebracht. 

Wie werden Sie die Mildtätigkeit des Projektes nachweisen?

 

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