Respekt & Vielfalt

Theaterprojekt für Kinder mit Migrationshintergund in St. Nikola – Fortsetzung

18 Unterstützer:innen

Mit dem Ausdrucksspiel einen Baustein zur Integration setzen

1558 €
100,00%
finanziert
€ 1.558
Budget
Christian Wiesinger
Eingereicht von:
Projektumsetzung: 22.05.2024 - 12.07.2024
Website:
Land/Region: Österreich/Oberösterreich
Social Media:
Status: in Umsetzung
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Projekt Neuigkeiten

  • Zweite Einheit am 13, Mai

    Um etwas Bereicherndes Zuwege zu bringen, braucht es viele Überlegungen, aber auch dann ist der Ausgang noch ungewiß. So entschied ich mich diesmal, ein Spiel anzubieten, dass über den Globus hinweg bekannt ist. Denn jeder hat schon so seine Erfahrungen mit Krankenhaus und verletzt sein gemacht. Wir spielten "Tiere im Krankenhaus" Es gab verschiede…

    Um etwas Bereicherndes Zuwege zu bringen, braucht es viele Überlegungen, aber auch dann ist der Ausgang noch ungewiß. So entschied ich mich diesmal, ein Spiel anzubieten, dass über den Globus hinweg bekannt ist. Denn jeder hat schon so seine Erfahrungen mit Krankenhaus und verletzt sein gemacht. Wir spielten "Tiere im Krankenhaus"

    Es gab verschiedene Stationen: Warteraum, Behandlungsraum, Röntgen, Labor und OP-Saal. Bei jeder Station agierte ein Kind aus St. Nikola mit einem syrischen Kind. Es gab eine syrische Ärztin. Alle anderen waren verletzte Tiere. Die Tiere sagten, wo sie sich verletzt hatten.

    Spielablauf: Durch die klare Struktur konnten die Kinder intuitv hervorragend agieren. Zu meinem Erstaunen entstand ein intensiver Spielfluss. Lange Zeit wurde sehr konstruktiv und lustig gespielt. Die einheimischen und die syrischen Kinder spielten alle gemeinsam, ohne Scheu, mit einem gemeinsamen Ziel: gut versorgt zu sein. Alle halfen zusammen und die Dynamik des Spiels ging allmählich in eine Eigendynamik über, die man mit bereichernd, agil und lehrreich umschreiben kann oder wie im Jeux Dramatiques: Spielfluss ohne Ende. Erst mit dem Gong schnauften wir alle durch, so voll waren wir von dem Spielen.

    Fazit: Auch so kann es sein, wenn man sich mit Unbekanntem einlässt: voller Überraschungen, ein wunderbares gemeinsames Agieren, ganz vergessend, woher man kommt, einzig darauf bedacht, Ideen zu entwickeln und ein gemeinsames Produkt zu erschaffen.

    Projektleiter Christian Wiesinger

     

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    Christian Wiesinger
    Christian Wiesinger
    20.05.2024
    - 08:02
  • Erste Einheit am 6. Mai 2024

    Am Projekt nehmen 7 Kinder aus Syrien und 7 Kinder aus dem Ort St. Nikola teil. Die 7 Kinder aus Syrien leben seit ca. 1 Jahr in St. Nikola. Zur Vorbereitung habe ich sehr lange überlegt, wie wir beginnen sollen. Texte, die ich mit den einheimischen Kindern aus St. Nikola erspielen konnte, kamen aufgrund der sprachlichen Barriere nicht in Frage. Al…

    Am Projekt nehmen 7 Kinder aus Syrien und 7 Kinder aus dem Ort St. Nikola teil. Die 7 Kinder aus Syrien leben seit ca. 1 Jahr in St. Nikola. Zur Vorbereitung habe ich sehr lange überlegt, wie wir beginnen sollen. Texte, die ich mit den einheimischen Kindern aus St. Nikola erspielen konnte, kamen aufgrund der sprachlichen Barriere nicht in Frage. Also begann ich ganz basal, ganz einfach. Ich konzentrierte mich auf den Aspekt der Zuwendung. Wir spielten Tier und Tierpfleger. Die Tierpfleger bürsteten mit unterschiedlichsten Bürstenqualitäten die Tiere ab. Die Tiere waren durchwegs Hunde. Sich ganz aus das Gegenüber einlassen, zuzuwenden, was braucht mein Gegenüber, wie reagiert es auf meine Zuwendung. Überraschenderweise agierten die Kinder immer konzentrierter, saßen da, lagen da, ließen sich abbürsten. Die Kinder aus Syrien waren anfangs noch unsicher, aber mit Fortdauer der Spielsequenz wurden sie immer mutiger, gingen auch miteinander in Interaktion.

    Die zweite Spielsequenz berstand darin, dass der Tierpfleger mit seinem Tier eine Höhle baute, es bereitete den Kindern eine große Freude, Höhlen zu bauen. Hier brauchte es überhaupt keine Anweisung, die Höhlen wurden mit großer Freude und Hingabe, aber auch Kreativität gebaut, keine Höhle glich der anderen.

    Im darauffolgenden Spiel mit dem Impuls: Ich sorge mich um meine Katze, taten sich beim Spiel einige Hindernisse auf. Obwohl ich mit den Kindern (übersetzen und mit Bildmaterial) besprach, was Katzen alles tun, war es für die Kinder aus Syrien nicht so einfach, sich darauf einzulassen, so entstand im Spiel ein Agieren des Nebenher und weniger des Miteinander. Daher beschloß ich als Abschlußsequenz noch einaml einen Schritt zurückzumachen und bot den Kindern ein Paarspiel an, das verschiedene Aspekte des Katzenlebens herausschälte, wie sich anfauchen, anschleichen,  vorsichtig berühren, die Krallen ausfahren usw.

    Ein sehr interessanter Beginn des Projektes, eine große Herausforderung, ein stetiges Überlegen, Ideen über Bord werfen, und aufs Neue ein Spiel voranbringen, mit ungewissem Ausgang. So ein spannendes Projekt, ein Abbild der Wirklichkeit, ...

    Wir werden alle davon profitieren und viel daraus lernen, davon bin ich überzeugt. 

    Projektleiter

    Christian Wiesinger

     

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    Christian Wiesinger
    Christian Wiesinger
    18.05.2024
    - 15:38

Über das Projekt

Worum geht es in dem Projekt?

Kinder lieben es sich durch das Spiel auszudrücken und Kontakte unbeschwert zu knüpfen. Im Ausdrucksspiel haben sie die Möglichkeit sich auf gleicher Ebene zu begegnen und ihre Bedürfnisse auszudrücken.

Bedürfnisse sind überall auf der Welt gleich, da gibt es keine Unterschiede: wir haben ein Bedürfnis nach Nähe, nach Heimat und Geborgenheit, in allen Kulturkreisen auf der Welt. Und auch die Fremden bei uns haben diese Bedürfnisse.

Mit diesem Projekt wollen wir ihren Bedürfnissen eine Heimat geben, damit sie sich ein bisschen wie zuhause fühlen können!

Wieso ist mir dieses Projekt ein Anliegen?

Kinder mit Migrationshintergrund sind hier bei uns fremd. Sie sind oft unserer Sprache nicht mächtig oder müssen sie Stück für Stück erlernen. In den Schulklassen müssen sie erst ihren Platz finden. Hürden über Hürden. Theaterspiel ist ein geeignetes Mittel, um Barrieren zu überwinden, um sich näher zu kommen.

Im Ausdrucksspiel kommt hinzu, dass die sprachliche Barriere auch noch wegfällt, da wir ohne zu Sprechen auskommen. Die Kinder begegnen sich als Bär, als Hund, als Hirte, das ist ihnen alles vertraut. Sie begeben sich z. B. auf die Suche nach Nahrung, sie balgen herum …

Wir kommen uns wieder näher und entwickeln mehr Verständnis füreinander!

Ziel: Den „Migrantenkindern“ soll eine gute Integration gelingen. Durch das unbeschwerte Spiel können die Kinder zusammenwachsen, was sich förderlich auf die Klassengemeinschaft auswirkt. Durch das Verkleiden, Spielen einer Rolle werden sie in ihrer Persönlichkeit gestärkt und können das Erlebte in ihr oft schwieriges Leben integrieren.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Vier Workshops an der VS St. Nikola. Ein Workshop dauert 3 Stunden. 3 Stunden sind bei einem Stundensatz von € 80,-- veranschlagt. Somit ergibt sich ein Gesamtbetrag von € 960,-- Die Fahrtkosten belaufen sich auf € 400,-- Gesamtkosten: € 1360,--

Theaterprojekt 2024 in St. Nikola

Das Projekt wird, wie in den Jahren zuvor, in St. Nikola in Oberösterreich durchgeführt. Es wird diesmal in drei Schulstufen gespielt, da vier Migrantenkinder dazukommen. So werden voraussichtlich 14 Kinder daran teilnehmen. 6 Kinder mit Migrationshintergrund und acht einheimische Kinder. Da einige Kinder die Spielart des Ausdrucksspieles bereits kennen, können die neu hinzukommenden Kinder behutsam mit in das Spiel hineingenommen und geführt werden.

Kinder aus vielen verschiedenen Ländern spielen in diesem geschützten Rahmen des Theaterspiels miteinander und erfahren dabei, wie einfach und unbeschwert das gemeinsame Erleben sein kann. Sie können in ihrer Rolle aufgehen und aufeinander zugehen, in der Unbeschwertheit des gespielten Stückes.

Anknüpfend auf die Erfahrungen und Erlebnisse des letzten Schuljahres werde ich hauptsächlich mit Texten arbeiten, an denen sich die Kinder gut orientieren können. Märchen und Sagen bieten sich dazu wieder an, aber auch ein besonderes Spiel, das Wunden heilt. Aus dem Buch „Ich mache dich gesund, sagte der Bär“ - Die Krankenhausszene. Ein lustvolles heilsames Spiel, das länderübergreifend in seiner Klarheit leicht gespielt werden kann. Kranke Tiere werden ambulant versorgt, auch im Krankenhaus aufgenommen, gepflegt, eventuell sogar operiert, genesen wieder und gehen nach Hause.

Ablauf: Es kann sein, dass das freie Spiel, wie es im Jeux Dramatiques üblich ist, von Beginn weg, noch nicht so möglich ist. Das wir mit einfachen Textpassagen arbeiten werden. Teile aus Märchen herausnehmen und herausspielen, was aber auch reizvoll ist. So werden wir uns von Stunde um Stunde herantasten und schauen, was möglich und spielbar ist. Den Aktionsradius kontinuierlich erweitern.

Die Herausforderung annehmen und nicht daran scheuen, wenn man mit Kindern arbeitet, die in unser gewohntes Leben eintreten. 

Projektstandort: St. Nikola 3, 4381 St. Nikola, Österreich

Finanzierungsziel:
€ 1.416,-
Abwicklungsgebühr:
€ 142,-
Crowdfunding-Summe:
€ 1.558,-
Finanzierungsschwelle:
€ 780,-

Gastspender:in
vor 7 Monaten
Georg Maché
vor 8 Monaten
Karoline Reingraber
vor 8 Monaten
Gebhard Löhnert
vor 8 Monaten
Gastspender:in
vor 9 Monaten
Gastspender:in
vor 9 Monaten
Gastspender:in
vor 9 Monaten
Alois Geyer
vor 9 Monaten

Zweite Einheit am 13, Mai

Um etwas Bereicherndes Zuwege zu bringen, braucht es viele Überlegungen, aber auch dann ist der Ausgang noch ungewiß. So entschied ich mich diesmal, ein Spiel anzubieten, dass über den Globus hinweg bekannt ist. Denn jeder hat schon so seine Erfahrungen mit Krankenhaus und verletzt sein gemacht. Wir spielten "Tiere im Krankenhaus"

Es gab verschiedene Stationen: Warteraum, Behandlungsraum, Röntgen, Labor und OP-Saal. Bei jeder Station agierte ein Kind aus St. Nikola mit einem syrischen Kind. Es gab eine syrische Ärztin. Alle anderen waren verletzte Tiere. Die Tiere sagten, wo sie sich verletzt hatten.

Spielablauf: Durch die klare Struktur konnten die Kinder intuitv hervorragend agieren. Zu meinem Erstaunen entstand ein intensiver Spielfluss. Lange Zeit wurde sehr konstruktiv und lustig gespielt. Die einheimischen und die syrischen Kinder spielten alle gemeinsam, ohne Scheu, mit einem gemeinsamen Ziel: gut versorgt zu sein. Alle halfen zusammen und die Dynamik des Spiels ging allmählich in eine Eigendynamik über, die man mit bereichernd, agil und lehrreich umschreiben kann oder wie im Jeux Dramatiques: Spielfluss ohne Ende. Erst mit dem Gong schnauften wir alle durch, so voll waren wir von dem Spielen.

Fazit: Auch so kann es sein, wenn man sich mit Unbekanntem einlässt: voller Überraschungen, ein wunderbares gemeinsames Agieren, ganz vergessend, woher man kommt, einzig darauf bedacht, Ideen zu entwickeln und ein gemeinsames Produkt zu erschaffen.

Projektleiter Christian Wiesinger

 

Christian Wiesinger
Christian Wiesinger
20.05.2024
- 08:02

Erste Einheit am 6. Mai 2024

Am Projekt nehmen 7 Kinder aus Syrien und 7 Kinder aus dem Ort St. Nikola teil. Die 7 Kinder aus Syrien leben seit ca. 1 Jahr in St. Nikola. Zur Vorbereitung habe ich sehr lange überlegt, wie wir beginnen sollen. Texte, die ich mit den einheimischen Kindern aus St. Nikola erspielen konnte, kamen aufgrund der sprachlichen Barriere nicht in Frage. Also begann ich ganz basal, ganz einfach. Ich konzentrierte mich auf den Aspekt der Zuwendung. Wir spielten Tier und Tierpfleger. Die Tierpfleger bürsteten mit unterschiedlichsten Bürstenqualitäten die Tiere ab. Die Tiere waren durchwegs Hunde. Sich ganz aus das Gegenüber einlassen, zuzuwenden, was braucht mein Gegenüber, wie reagiert es auf meine Zuwendung. Überraschenderweise agierten die Kinder immer konzentrierter, saßen da, lagen da, ließen sich abbürsten. Die Kinder aus Syrien waren anfangs noch unsicher, aber mit Fortdauer der Spielsequenz wurden sie immer mutiger, gingen auch miteinander in Interaktion.

Die zweite Spielsequenz berstand darin, dass der Tierpfleger mit seinem Tier eine Höhle baute, es bereitete den Kindern eine große Freude, Höhlen zu bauen. Hier brauchte es überhaupt keine Anweisung, die Höhlen wurden mit großer Freude und Hingabe, aber auch Kreativität gebaut, keine Höhle glich der anderen.

Im darauffolgenden Spiel mit dem Impuls: Ich sorge mich um meine Katze, taten sich beim Spiel einige Hindernisse auf. Obwohl ich mit den Kindern (übersetzen und mit Bildmaterial) besprach, was Katzen alles tun, war es für die Kinder aus Syrien nicht so einfach, sich darauf einzulassen, so entstand im Spiel ein Agieren des Nebenher und weniger des Miteinander. Daher beschloß ich als Abschlußsequenz noch einaml einen Schritt zurückzumachen und bot den Kindern ein Paarspiel an, das verschiedene Aspekte des Katzenlebens herausschälte, wie sich anfauchen, anschleichen,  vorsichtig berühren, die Krallen ausfahren usw.

Ein sehr interessanter Beginn des Projektes, eine große Herausforderung, ein stetiges Überlegen, Ideen über Bord werfen, und aufs Neue ein Spiel voranbringen, mit ungewissem Ausgang. So ein spannendes Projekt, ein Abbild der Wirklichkeit, ...

Wir werden alle davon profitieren und viel daraus lernen, davon bin ich überzeugt. 

Projektleiter

Christian Wiesinger

 

Christian Wiesinger
Christian Wiesinger
18.05.2024
- 15:38

Christian Wiesinger
Eingereicht von: