Projekt-ID: 270

BURMA-FESTIVAL

Initiator/In: Elisabeth Kreisel
eingereicht am: 09.08.2011
Budget: € 1.340,-
Finanzierungsfrist: 09.12.2011
Land/Region: Österreich/Kärnten
Art: Event
Themenkreis: Respekt & Vielfalt

Allgemein

Projektteaser

Marionettenspieler, Tänzerinnen, Musiker bieten Einblick in die Tradition und Lebensweise Myanmars - Brücken zwischen Kulturen und Individuen fördern den gegenseitigen Respekt

Projektadresse

Töplach
9313 St. Georgen am Längsee

zwei große Auftritte: im Kultursaal der Gemeinde St. Georgen am Längsee und im Rathaushof in St. Veit an der Glan. Kleinere Auftritte, die auch zur Bewerbung der zwei großen Veranstaltungen dienen, planen wir in Klagenfurt: Messe und Minimundus
  • Start Projektumsetzung: 28.08.2011
  • Ende Projektumsetzung: 13.09.2011

Projektbeschreibung

WAS WOLLEN WIR ERREICHEN

Eine Brücke zwischen Kulturen, eine Brücke zwischen Individuen, eine Brücke, die von beiden Seiten begangen werden kann, eine Brücke, die direkte Begegnung ermöglicht.

Eine Chance, Fremdheit in Vertrautheit, Vorurteile in Wissen, Scheu in offenes aufeinander Zugehen zu verwandeln – auf beiden Seiten.

Wir wollen Menschen hier zu Lande die Möglichkeit bieten, mit Menschen und der Kultur eines fernen Landes bekannt zu werden, auch wenn sie selbst keine weiten Reisen machen.

Wir wollen einfachen Menschen aus Myanmar, dem ehemaligen Burma die Gelegenheit bieten, ihre Kunst in Österreich zu zeigen und über diese Kunst mit Europäerinnen und Europäern in Kontakt zu kommen, um so ein authentisches Bild von dieser für sie fremden Welt in ihre Heimat zu transportieren. 

Wir denken, dass nach der Wahl in Myanmar im November 2010 und der langsam beginnenden Neuorientierung im Land sowie der angestrebten Öffnung nach außen die Zeit dafür nun reif ist.

WIE WOLLEN WIR DAS ERREICHEN

Wir haben eine Gruppe von Künstlern aus Bagan eingeladen und werden einige Veranstaltungen in Kärnten organisieren, bei denen sie traditionelle Tänze, Musik und Marionettenspiel zeigen werden.

WORAN WOLLEN WIR DIE ZIELERREICHUNG MESSEN

- Anzahl der Besucher der Veranstaltungen
- Interesse an Kontakt und Gesprächen im Zusammenhang mit den Veranstaltungen
- Bereitschaft für Spenden vor Ort
- Ergebnis der Tombola, deren Preise Kunsthandwerk aus Myanmar sind


Nachweis Projektabschluss

Fotos von den Veranstaltungen, allfällige Berichte in Presse und Rundfunk, Rechnung der Vermieterin

Details

Da wir eine Wahltochter in Myanmar haben, bieten mein Mann und ich seit 2005 Menschen aus unserem Umfeld die Möglichkeit, uns auf Reisen dorthin zu begleiten.

Für all jene, die keine weiten Reisen unternehmen können oder wollen, berichten wir seit 2006 im Rahmen von Benefizveranstaltungen in Kärnten. Dabei ist diese unsere "Tochter" anwesend und berichtet über ihre privaten soziale Hilfsprojekte in ihrer Heimat - gemeinsam werben wir um Unterstützung.

Von 28.8.2011 bis 13.9.2011 haben wir eine Gruppe von Künstlern eingeladen, um die Kontaktmöglichkeiten zu intensivieren und nicht nur selbst als Touristen das Land zu bereisen sondern auch Menschen aus Myanmar Einblick in unsere Lebensweise zu geben.

Zudem wollen wir jenen interessierten Menschen hierzulande, die keine Möglichkeit für weite Reisen haben, auch die Chance bieten, persönlich noch mehr Menschen aus diesem fernen, lange abgeschotteten Land, das bei uns nur durch die Mönchsrevolte 2007 bekannt wurde, kennen zu lernen.

Obwohl wir Wissen, Fakten und unsere Einschätzung gerne beisteuern und diskutieren, wollen wir bewußt nicht Politik machen und für keinerlei Gruppierung in Myanmar Partei ergreifen - es ist uns wichtig, Interesse zu wecken, damit Interessierte Teilnehmer am Burma-Festival angeregt werden, sich selbst ein Bild zu machen.

das Projekt ist bereits voll angelaufen, wegen der hohen Kosten und der Unsichheit des Einspielens präsentieren wir es auf der Plattform und hoffen, die Unterbringung der KünstlerInnen damit zu sichern.

IN MYANMAR

proben die Künstler seit Wochen, sie nähen Kostüme und wiegen ihre Marionetten und Musikinstrumente, um nicht in die Übergepäcksfalle der Airline zu tappen. Sie haben Pässe beantragt und bereits erhalten, derzeit warten sie auf die Ausstellung der Visa. Sie kennen nicht unsere Sprache und Kultur – aber sie wollen die weite Reise wagen!

 

IN KÄRNTEN

bemühen wir uns, Auftrittsmöglichkeiten und Sponsoren zu organisieren, damit die Künstler die Chance bekommen, die Flugtickets einzuspielen. Auf Unterkunft, Verpflegung, Transport und kleine Ausflüge sind sie eingeladen, keiner könnte jemals die Mittel dafür aufbringen.

Budget

  • Gesamtbudget
    € 11.220,-
  • - Eigenmittel
    € 10.000,-
  • Finanzierungsziel
    € 1.220,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 120,-
  • Zielbudget
    € 1.340,-
  • Budgetplanung
    • 9000,--  Flüge für 9 KünstlerInnen, bereits privat vorfinanziert
    •   700,--  Transport von/zu Flughafen und Auftritten
    •   300,--  Lebensmittel wie Reis, Öl, Fisch und Huhn
    • die Flüge sollen über Spenden und Tombola bei den Veranstaltungen weitest möglich eingespielt werden
    • weiterer Bedarf an Lebensmitteln wird über Spenden von Naturalien aufgebracht, kochen werden die Gäste selbst
    • lokale Transporte, Besichtigungen, Ausflüge werden von Freunden erbracht
    • der finanzielle Beitrag von 1220,-- soll für die Unterkunft von 9 Personen für 15 Tage verwendet werden, die geräumige Ferienwohnung ist bereits reserviert.
    •  Sponsoring
    • die Locations für die Veranstaltungen werden kostenlos zur Verfügung gestellt
      die selbst entworfenen Plakate für die Werbung werden von einer Druckerei kostenlos beigesteuert

Dateien

Links & Downloads

Galerie

video

News

Elisabeth Kreisel

hat am 03.12.2011 geschrieben

Burma-Festival >> da n k e - ausfinanziert - d a n k e

ich war jetzt ein Monat im internetfreien Ausland - wieder in Europa angekommen galt mein 1. Blick im Internet unserem Projekt: ich bin überwältigt und bedanke mich sehr herzlich bei allen UnterstützerInnen, bei meiner Abreise waren noch über 500,-- offen und nun leuchtet der Status "in Umsetzung" :)

vielen, vielen Dank - ich werde mich, sobald ich daheim angekommen bin bin an den Abschlussbericht machen

Elisabeth Kreisel

hat am 04.11.2011 geschrieben

Burma-Festival >> 10. Projektendspurt

ich bedanke mich besonders bei jenen, die - durch den Projektendspurt aufmerksam geworden - uns zu einem Zuwachs von 100,- verholfen haben.

Noch haben wir ein Monat Zeit und bitten weiter um Unterstützung!

Elisabeth Kreisel

hat am 25.09.2011 geschrieben

Burma-Festival >> Medienecho

die Auftritte unserer Gäste wurden in den regionalen Medien angekündigt und begleitet - Plakate, Zeitungsausschnitte und der ORF Bericht sind im beigefügten Link auf meine Homepage zusammengefasst

Elisabeth Kreisel

hat am 22.09.2011 geschrieben

Burma-Festival >> erste Analyse

Es war eine große Herausforderung, der wir uns mit dem Projekt gestellt haben und wir sind mit dem Ergebnis mehr als zufrieden, was die Begegnung der Kulturen und der Menschen betrifft.

mehr

Elisabeth Kreisel

hat am 19.09.2011 geschrieben

1. Tag des Respektes ...

... leider ist es mir nicht möglich, nach Wien ins MQ zu kommen um persönlich unser Projekt vorzustellen und dafür zu werben. Der Veranstaltung wünsche ich großen Erfolg und meinem Projekt die nötige Beachtung ;o)

Elisabeth Kreisel

hat am 15.09.2011 geschrieben

so ein Krampf mit dem Link, man sollte html können :(

der letze Versuch "

Meinungen

Abschlussbericht

Abschlussbericht allgemein

Wir hatten keine Ahnung, auf was wir uns einlassen würden, als wir 2010 in Bagan die Einladung für die Künstler aussprachen. Im Juni 2011 erhielten wir die Information, dass sie tatsächlich kommen würden und bereits mit den Vorbereitungen begonnen hätten - sie brauchten einen Einladungsbrief, um Visa beantragen zu können.

Mein Mann hatte beruflich große Events organisiert, ich war in der Organisation einer großen Bank tätig gewesen - also machten wir uns an die Planung. Im Gegensatz zu früher hatten wir weder Budget noch Mitarbeiter zur Verfügung.

Es mussten Sponsoren, Locations, Logistik auf die Beine gestellt und ein Detailplan für die Zeit mit unseren Gästen entwickelt werden. Dabei war zu berücksichtigen, dass es nur eine einzige Person mit Deutschkenntnissen gibt, unsere Burmesische Wahltochter als zentrale Drehscheibe.
Freunde wurden mit dem Plan vertraut gemacht und als Helfer gewonnen - insbesondere für Transporte aber auch für Losverkauf, Essen- und Getränkeausgabe bei den Veranstaltungen u. ä.

Kuzfristig teilte "unsere Tochter" noch mit, sie hätte im Juni geheiratet und würde gerne hier mit uns ein "Hochzeitsfest" mit ihren Freunden aus Österreich, Deutschland, Schweiz feiern - wer kann da nein sagen ...

Wie der Dateidownload  "Tagebuch" zeigt, ist es uns mit großer persönlicher Anstrengung und viel Unterstützung unserer Freunde und zahlreicher Spender gelungen, das Programm durchzuziehen und ein finanzielles Desaster zu vermeiden.

Was wir unterschätzt hatten, waren die Probleme aufgrund kultureller Unterschiede, die zu spät erkannt wurden und wegen mangelnder Sprachkenntnisse kaum ausgeräumt werden konnten. Außerdem war "unsere Tochter" zerrissen zwischen ihren Aufgaben im Rahmen der Veranstaltungen, dem Wunsch ihres Mannes nach Honeymoon und ihrem eigenen Wunsch, dem Sohn Europa zu zeigen - damit waren zusätzlich ganz normale zwischenmenschliche Probleme vorprogrammiert ...

Vom Publikum wurden die Gäste begeistert aufgenommen, doch erlebten wir die permanente Gratwanderung zwischem echtem Interesse an Kontakt und Kommunikation und dem Bestaunen der Exotik. Persönlich waren wir beide zu sehr konzentriert und beschäftigt, um hier laufend als Vermittler auftreten zu können - teilweise wurde diese Rolle aber von unseren Freunden bravourös übernommen - danke!

Das Echo in den Medien war großartig, sogar ORF Kärnten schickte ein Team von Kärnten Heute. Presseberichte auf meiner Homepage.

Nach ihrer Heimkehr ist der Kontakt mit unseren Gästen spärlich geworden. Ich konnte jedenfalls via facebook erfahren, dass das Reisebüro der Tochter auf einer Pressekonferenz in Yangon über die von ihm organisierte Kulturreise nach Europa berichtete. So haben wohl die Künstlergruppe und "die Tochter" aufgrund der Werbung Chancen auf zusätzliches Einkommen.

Galerie

Downloads

Welchen gesellschaftspolitischen Zweck hat das projekt erfüllt?

Brücken bauen...

Wir wollten durch die Veranstaltungen Eine Chance bieten, Fremdheit in Vertrautheit, Vorurteile in Wissen, Scheu in offenes aufeinander Zugehen zu verwandeln – auf beiden Seiten.

Die Chance war gegeben und in Einzelfällen ist es sicher gelungen, eine Brücke zwischen Individuen zu bauen. Die Brücke zwischen Kulturen war ein hehrer Ansatz, da waren wir zu naiv und unerfahren - haben aber viel gelernt, nicht nur wie wichtig Sprachkenntnisse sind ...

Interesse für die fremde Kultur sowie die politische und wirtschaftliche Lage in Myanmar konnten wir allerdings vielfach wecken, insbesondere bei Multiplikatoren wie Lehrerinnen, Politikern, Medienleuten.

Wie waren Reaktionen anderer zu diesem Projekt?

Das Projekt selbst fand überall Zustimmung, unser Engagement Bewunderung. Die Gäste eroberten nicht nur mit ihrer Kunst sondern auch mit ihrer herzlichen Freundlichkeit jederman und jederfrau im Sturm.

Dass wir das Projekt auf Respekt.net eingereicht hatten und um Spenden dorthin ersuchten, stieß auf viel Verwunderung und teilweise auch Ablehnung - es war viel leichter, Spenden direkt auf mein Konto zu bekommen (2000,-). Nur manche sollte ich weiter überweisen (365,-) weil die Abwicklung den Spendern zu kompliziert war, einige konnten von dem Weg überzeugt werden (570,-).

Jedenfalls haben wir auf diese Weise einen Beitrag zur Bekanntmachung von Respekt.net geleistet und gleichzeitig auf diesem Weg auch einige Interessierte gefunden, denen das Projekt einen Beitrag wert war (405,-) - herzlichen Dank!

Wofür wurde das gespendete Geld konkret ausgegeben?

Die Vermieter haben den Betrag für das Quartier der 10 Künstler abgerundet, sodass um das gespendete Geld auch noch zwei Telefonwertkarten für den Kontakt mit der Heimat gekauft werden konnten - diese Belege sowie die Aufstellung der Einnahmen/Ausgaben siehe bei Downloads.

Wie werden Sie die Mildtätigkeit des Projektes nachweisen?

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