Respekt & Vielfalt

Arbeitsbehelf für Lehrkräfte an AHS Unterstufen und an Hauptschulen: „Kompetenz im Umgang mit Vorurteilen“

66 Unterstützer:innen

Der Arbeitsbehelf unterstützt Lehrkräfte, die Entstehung wie auch das Wirken von Vorurteilen und Feindbildern verständlich zu machen.

16164 €
100,00%
finanziert
€ 16.164
Budget
Friedrich Gehart
Eingereicht von:
Projektumsetzung: 15.09.2010 - 01.09.2011
Land/Region: Österreich/Wien
Social Media:
Status: abgeschlossen
Projekt-Widget: </> Widget Code anzeigen

Abschlußbericht

Zielsetzung des Projektes war es, einen Beitrag für eine vorurteilsbewusste Bildungsarbeit zu leisten und Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufe I (diese unterrichten 10 bis 14-Jährige) dabei zu unterstützen, dem Thema Vorurteile in der Schule zu begegnen. Ihnen sollte ein Arbeitsbehelf zur Verfügung gestellt werden, der Sie dabei unterstützt, den Entstehungsprozess wie auch das Wirken von Vorurteilen und Feindbildern besser zu verstehen, den Umgang mit Vorurteilen dergestalt in den Unterricht einzubauen, dass Schülerinnen und Schüler dieser Altersstufe Vorurteile als solche erkennen und in der Lage sind, gegen sie aufzutreten.

Warum 10- bis 14-Jährige?

Gerade die Altersstufe der 10- bis 14-Jährigen ist eine sensible und relevante Phase im Kontext der Vorurteilsbildung da dies eine Phase der Identitätsbildung darstellt, die bei Jugendlichen häufig zu Identifikation mit Peer-Gruppen und deren Freund-Feind-Denken führt. Die Inklusions- und Exklusionsmechanismen dienen der eigenen Identitätsstabilisierung. Die Bekämpfung von Vorurteilen setzt demzufolge entsprechende pädagogische Konzepte und methodisches Wissen voraus.

Die Konzeptentwicklung des Lehrbehelfs wurde, im Auftrag des Sir Peter Ustinov Instituts zur Bekämpfung von Vorurteilen, von der Leiterin des Demokratiezentrums Wien, Mag. Gertraud Diendorfer übernommen, die dabei auf ihre langjährige Erfahrung in der Erstellung von Unterrichtsmaterialien insbesondere im Bereich Politischer und Interkultureller Bildung zurückgreifen konnte.

Vorbereitung und Durchführung von Workshops

In der Vorbereitungs- und Konzeptionsphase wurde zunächst ein Workshop vorbereitet und organisiert mit dem Ziel, den wissenschaftlichen Beirat, der dieses Projekt mit Fachwissen begleitet und berät, zu implementieren und unter Einbeziehung dieser Expertise das Konzept und die Grundstruktur des Lehrbehelfs zu diskutieren. Der Projektworkshop wurde von der Projektleiterin Frau Mag. Diendorfer vorbereitet und fand am Demokratiezentrum Wien statt.

Für den wissenschaftlichen Beirat konnten renommierte ExpertInnen auf dem Gebiet der Vorurteilsforschung und Fachdidaktik gewonnen werden wie Univ.-Professor Anton Pelinka, Leiter des Instituts für Konfliktforschung in Wien, Univ.-Professor Wolfgang Benz, Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU-Berlin, Siegfried Frech, Landeszentrale für politische Bildung, Baden-Württemberg sowie Prof. Dr. Kurt Messmer ,Pädagogische Hochschule Zentralschweiz. In einem weiteren Workshop wurden fachlich qualifizierte AutorInnen versammelt und die inhaltlichen Beiträge für den Lehrbehelf erarbeitet. Das vorbereitete Konzept und die ausgewählte Struktur fand in der Arbeitsgruppe großen Anklang und die versammelte Expertise aus den unterschiedlichen Bereichen führte zu einem befruchtenden gemeinsamen Arbeitsprozess und Realisierung der gesetzten Ziele.

Erarbeitung eines Lehrbehelfs zur Unterstützung eines vorurteilssensiblen Unterrichtens

Bezug nehmend auf die Besonderheiten der Sekundarstufe I spannte sich der konzeptuelle Bogen des Lehrbehelfs daher von einer theoretischen-didaktischen Fundierung des Themas auf Basis der aktuellen fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Literatur (Weiter- und Fortbildung von LehrerInnen) über Leitprinzipien eines vorurteilssensiblen Unterrichts (Status Quo des fachdidaktischen Diskurses) bis hin zu ganz konkreten Anregungen und Unterrichtsbeispielen für die Unterrichtspraxis.

Die theoretisch-didaktischen Grundlagen widmen sich zunächst der Definition und den Wirkmechanismen von Vorurteilen. Wolfgang Benz, emeritierter Professor und langjähriger Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung in Berlin, unternimmt den einleitenden Versuch, Vorurteile und Feindbilder zu definieren, und zeigt anhand von historischen Beispielen auf, wie mittels Vorurteilen und Feindbildern Minderheiten ausgegrenzt werden und Ressentiments in Hass und kollektiven Gewalttaten kulminieren können. Wo liegen die Wurzeln von Vorurteilen? Der Sozialpsychologe Josef Berghold beschreibt, wie Vorurteile auf individueller Ebene wirken, und hebt die emotionale Verwurzelung und den Zusammenhang mit der individuellen Wahrnehmungs- und Gefühlswelt hervor. Verachtung bzw. Verweigerung des Respekts anderen gegenüber, Schwarz-Weiß-Denken und Angst vor Bedrohung nennt er als zentrale Elemente, die auf individueller Ebene die Wirkung von Vorurteilen verstärken.

Vorurteile wirken auf individueller Ebene und sind auch im Kontext der individuellen Wahrnehmungs- und Gefühlswelt zu sehen. Verachtung bzw. Verweigerung des Respekts anderen gegenüber, Schwarz-Weiß-Denken und Angst vor Bedrohung sind zentrale Elemente, die auf individueller Ebene die Wirkung von Vorurteilen unterstützen.

Vorurteile tragen über die Konstruktionen von „anderen“ dazu bei, ein deutlicheres Bild von „uns“ zu schaffen, sie bilden aber auch Rangordnungen und Ungleichheiten, wie der Politikwissenschafter und Leiter des Instituts für Konfliktforschung in Wien Professor Anton Pelinka in seinem Beitrag ausführt, und haben dadurch auch Anteil an der Konstruktion von „Sündenböcken“. Vor diesem Hintergrund ist es auch wichtig, zu verstehen, welche Typen von Vorurteilen es gibt. Vorurteile tragen dem menschlichen Bedürfnis Rechnung, „komplizierte Sachverhalte einfach zu erklären“, sind aber letztendlich „Scheinwissen“, das nicht auf Erfahrung beruht, wie Pelinka ausführt.

Die Fachdidaktikerin für Geschichte und Politische Bildung an der Pädagogischen Hochschule Salzburg, Elfriede Windischbauer, und der Pädagoge und Fachreferent der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Siegfried Frech, beschreiben vier didaktische Leitprinzipien die für einen vorurteilssensiblen Unterricht nutzbar gemacht werden können: Werteerziehung, Demokratiebildung, Umgehen mit Heterogenität und Diversität sowie soziales Lernen. Sie bilden damit eine Überleitung für den dritten Teil des Lehrbehelfs, der auf ausgewählte Vorurteilsbeispiele mit konkreten Anregungen und Vorschlägen für die Unterrichtspraxis eingeht.

Praxisbeispiele zu ausgewählten Vorurteilsthemen

Es gibt natürlich viele verschiedene Vorurteilstypen, doch aus Platzgründen musste eine Auswahl getroffen werden. Das Projektteam hat sich daher in den vorbereitenden Workshops auf die fünf Vorurteilsthemen „Rassismus“, „Fremdenfeindlichkeit“, „Ethnisierung“, „Diskriminierung aufgrund religiöser Zugehörigkeit“ und Vorurteile, die sich auf das Geschlecht beziehen beschränkt.

Jedes Vorurteilsthema wurde nach einem gemeinsamen Raster erarbeitet. Zunächst wird in einer Lehrerinformation auf das Vorurteil selbst eingegangen – wie sie wirken, welche Dynamiken sie entwickeln können –, anschließend werden dazu passend sinnvolle Methoden, Herangehensweisen oder didaktische Überlegungen vorgestellt. Schließlich werden ganz konkrete Unterrichtsbeispiele präsentiert sowie Projekte (z.B. „Schule ohne Rassismus“ etc.) aus der Politischen Bildung, der Toleranz- und Menschenrechtserziehung, Projekte, die auf einen inklusiveren, auf Respekt basierenden Unterricht abzielen und auch Simulationsspiele. Die Unterrichtsvorschläge beinhalten kopierfähige Arbeitsblätter, Materialien, Karikaturen und Arbeitsaufgaben, die sich direkt an Schülerinnen und Schüler richten.

Der Praxisteil wurde von den aus Österreich, Deutschland und der Schweiz stammenden DidaktikerInnen und PädagogInnen basierend auf ihrer schulischen Praxis und langjährigen Beschäftigung mit dem Thema erarbeitet.

Danksagung

Das Sir Peter Ustinov Institut dankt der Stadt Wien, den Sir Peter Ustinov Stiftungen in Frankfurt/München und Genf, der Projektbörse www.respekt.net und dem Bundeskanzleramt in Wien für die finanzielle Unterstützung. Es dankt den Mitgliedern des Beirats für die wissenschaftliche Begleitung der Arbeiten, Frau Mag. Diendorfer für die effektive Projektleitung und dem Wochenschau Verlag für sein Interesse und den ausgezeichneten Druck der Broschüre. Vor allem aber möchte das Institut den Autoren und Autorinnen danken, die mit ihren Erkenntnissen und Beiträgen den Weg zu einer von Vorurteilen ungetrübten Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen weisen.

Welchen gesellschaftspolitischen Zweck hat das Projekt erfüllt?

Die Einwanderungsgesellschaften werden immer heterogener, pluralistischer und individualistischer, eine Entwicklung, die sich auf den Sozialisations- und Lernort Schule auswirkt. Wie geht Schule mit dieser Herausforderung um, welches pädagogische Konzept benötigen wir, das sich auf Heterogenität als Normalfall bezieht und das Recht aller Kinder auf Bildung mit ihrem Recht auf Schutz vor Diskriminierung verbindet? Empathie-, Kompromiss- und Konfliktfähigkeit, Toleranz und Multiperspektivität sind grundlegende Kompetenzen, die im Sozialisationsraum Schule erworben werden sollen. Diese sozialen Kompetenzen bilden eine Basis für die Lernbereiche interkulturelles, politisches und geschlechtersensibles Lernen – ebenfalls gesellschaftliche und curriculare Anforderungen, die an die Schule und an Lehrerinnen und Lehrer als Reaktion auf gesellschaftspolitische Entwicklungen gestellt werden.

Der in diesem Projektvorhaben erstellte Lehrbehelf gibt darauf Antworten und schließt mit dem Materialangebot eine Lücke im Bereich der Interkulturellen Bildung. Der Lehrbehelf gibt LehrerInnen in kompakter Form einen fundierten Überblick wie Vorurteile wirken, welche Funktionsweisen diese aufweisen und unterstützt sie in ihrer Unterrichtsarbeit mit ganz konkreten Unterrichtsbeispielen. Die LehrerInnen können selbst mit Hilfe des Angebots Kompetenz im Umgang mit Vorurteilen erwerben und auf dieser Basis den Kompetenzerwerb bei den SchülerInnen ermöglichen. Somit kann dem angestrebten gesellschaftspolitischen Ziel, Vorurteilen entgegen zu wirken und diese abzubauen näher gekommen werden.

Wie waren Reaktionen anderer zu diesem Projekt?

Durch die Zusammenarbeit mit einem Fachverlag der die Aufgabe übernommen hat, den Lehrbehelf im ganzen deutschsprachigen Raum zu verbreiten, wurden und werden viele Lehrkräfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz angesprochen. Für Österreich gibt es darüber hinaus auch einen Empfehlung (Erlass) des Unterrichtsministeriums an die österreichischen Lehrerinnen und Lehrer. Der Lehrbehelf wird aufgrund einer Kooperation mit der Landeszentrale politische Bildung in Baden-Württemberg insbesondere mit dem zuständigen Referenten Siegfried Frech intensiv beworben, der sich äußerst anerkennend über den erstellten Lehrbehelf geäußert hat:

„Der Lehrbehelf ist in der Tat eine überaus gelungene und zudem ansprechende Publikation geworden. Dies ist vor allem der Initiative und dem Engagement von Frau Diendorfer zu verdanken.

Der Wochenschau Verlag ist stets sehr bemüht um Öffentlichkeitsarbeit und verschickt auch Rezensionsexemplare. Ich bin mir sicher, dass in diesem Bereich eine gute Arbeit geleistet wird.

Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg hat 500 Exemplare des Lehrbehelfs mitgedruckt. Wir selbst bewerben den Lehrbehelf mittels diverser Newsletter, die u. a. auch an die Schulen in Baden-Württemberg adressiert werden. Ich werde des Weiteren ein Rezensionsexemplar an die bundesweit erscheinende Lehrerzeitung "Erziehung und Wissenschaft" schicken, damit der Lehrbehelf auch über Baden-Württemberg hinaus bekannt wird.“

Des weiteren werden die AutorInnen, die sich sehr lobend über den Lehrbehelf geäußert haben, wie auch nachstehendes Zitat aus der Schweiz belegt, den Lehrbehelf in ihrer beruflichen Arbeit und in ihrem Umfeld bewerben.

„Über das gelungene Gemeinschaftswerk darf man sich freuen, die Mühe hat sich gelohnt und trägt hoffentlich Früchte.“ (Prof. Dr. Kurt Messmer, Luzern)

Wofür wurde das gespendete Geld konkret ausgegeben?

Abrechnung für die Erstellung des Lehrbehelfs „Kompetenz im Ungang mit Vorurteilen“ für die Sekundarstufe I

 

1. Einnahmen

Respekt.net

14.700,--

Ustinov-Stiftung Deutschland

  6.000,--

Ustinov-Stiftung Schweiz

  1.000,--

BKA

  5.800,--

Gesamt

27.500,--

 

2. Ausgaben

Vorbereitung und Konzeptionsphase

(Konzepterstellung für Arbeitsbehelf und Organisation eines vorbereitenden Workshops mit Wissenschaftlichem Beirat und Experten bzw. Autoren)

2.000,--

 

Honorare

(Wissenschaftl. Beirat)

-

Siegfried Frech

150,--

Wolfgang Benz

150,--

Kurt Messmer

150,--

Anton Pelinka

150,--

Summe

600,-

 

Honorare (Autoren),

Wolfgang Benz

360,--

Josef Berghold

600,--

Anton Pelinka

300,--

Dietmar Larcher

960,--

Siegfried Frech

1.410,--

Elfriede Windischbauer

1.050,--

Kurt Messmer

600,--

Angelika Königseder

720,--

Summe

6.000,--

 

Honorare (Lektorat)

Irmgard Dober

1.408,--

 

Reisekosten

Kurt Messmer 24.02.11

316,64

Josef Berghold 24.02.11

 58,40

E. Winschbauer 25.02.11

 61,50

Wolfgang Benz 25.02.11

256,86

E. Windischbauer 06.06.11

 97,40

Kurt Messmer 02.06.11

356,50

Josef Berghold

 58,40

Summe

1.205,70

 

Abdrucksrechte

Heiko Sakurai

53,50

 

Satzkosten

Grafik Pfleger Satzkosten

3.240,--

Grafik Pfleger Grafiken und Abbildungen

   360,--,-

3.600,--

 

Druckkosten

Wochenschauverlag

3.460,--

 

Projektmanagement und Projektdurchführung sowie Redaktion

7.480,--

 

Dissemination (Veranstaltung, Versand-kosten, Infoarbeit etc.)

1.692,80

 

Projektgesamtkosten

27.500,--

 

 

 

Mag. Gertraud Diendorfer

Projektleiterin

Downloads

Wie werden Sie die Mildtätigkeit des Projektes nachweisen?

Projekt Neuigkeiten

  • Zwischenbericht Maßnahme A

    Hier finden Sie den Zwischenbericht für die Maßnahme A:

    Hier finden Sie den Zwischenbericht für die Maßnahme A:

    Link öffnen
    mehr
    Friedrich Gehart
    Friedrich Gehart
    15.03.2011
    - 12:47
  • Danke

    Liebe Menschen von Respekt.net! Namens des Sir Peter Ustinov Instituts möchte ich Ihnen sehr herzlich danken. Respekt.net macht mit seiner Zuwendung möglich, den Arbeitsbehelf II „Kompetenz im Umgang mit Vorurteilen“ für Lehrkräfte, die an Hauptschulen und an AHS (Unterstufe) tätig sind, jetzt zu verwirklichen. Ich war von Ihrem hohen Engageme…

    Liebe Menschen von Respekt.net!

    Namens des Sir Peter Ustinov Instituts möchte ich Ihnen sehr herzlich danken. Respekt.net macht mit seiner Zuwendung möglich, den Arbeitsbehelf II „Kompetenz im Umgang mit Vorurteilen“ für Lehrkräfte, die an Hauptschulen und an AHS (Unterstufe) tätig sind, jetzt zu verwirklichen. Ich war von Ihrem hohen Engagement zutiefst beeindruckt. Wir werden im Arbeitsbehelf auf die Leistung von Respekt.net entsprechend hinweisen.

    Dieser Arbeitsbehelf ist dem Sir Peter Ustinov Institut ein besonderes Anliegen. Erfolgt doch gerade in dieser Altersstufe eine Identitätsbildung, die bei Jugendlichen häufig zur Identität mit Gruppen und deren Freund-Feind-Denken führt, mit anderen Worten, auch mit deren Vorurteilen.

    Diese Worte des Danks schreibe ich auch im Namen der bei der Herstellung des Projekts mit der Geschäftsführung betrauten Frau Mag. Diendorfer. Wir werden Sie über die weitere Entwicklung des Projekts auf dem Laufenden halten.

    Mit herzlichem Dank und mit besten Grüßen

    Ihr Friedrich Gehart

    mehr
    Friedrich Gehart
    Friedrich Gehart
    15.03.2011
    - 12:45

Worum geht es in dem Projekt?

Anleitungen für vorurteilsbewußte Bildungsarbeit

Das Ziel ist es, einen Arbeitsbehelf (II) für die AHS-Unterstufen, Mittelschulen und Hauptschulen zu schaffen, der Lehrkräfte dabei unterstützt, den Entstehungsprozess wie auch das Wirken von Vorurteilen und Feindbildern besser zu verstehen. Durch vorurteilsbewusste Bildungsarbeit soll der Umgang mit Vorurteilen und Feindbildern so in den Unterricht eingebaut werden, dass Schüler Vorurteile als solche erkennen und in der Lage sind, gegen diese aufzutreten.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

 

+ Auswertung der Erfahrungen von Praktikern mit dem Arbeitsbehelf (I)

 

+ Vorbereitender Workshop mit dem wissenschaftlichen Beirat, Experten, Autoren

 

+ Konzepterstellung

 

+ Honorare für Wissenschaftlichen Beirat, Autoren, Projektleitung und -durchführung

 

+ Satzkosten für die Herstellung einer layoutierten Publikation und online-Version zum Herunterladen

 

+ Propagierung der Nutzung des Arbeitsbehelfs

Wie soll das Projekt umgesetzt werden?

Ein wissenschaftlicher Beirat, bestehend aus international anerkannten Pädagogen und Wissenschaftern (die sich mit Vorurteilen befassen), wird die Ausarbeitung des Arbeitsbehelfs begleiten und die Veröffentlichung freigeben:

  • Univ.-Professor Anton Pelinka, Leiter des Instituts für Konfliktforschung, Wien
  • Univ.-Professor Wolfgang Benz, Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU-Berlin
  • Professor Dr. Kurt Messmer, Pädagogische Hochschule Zentralschweiz Luzern
  • Siegfried Frech, Landeszentrale für politische Bildung, Baden-Württemberg

Mit der Projektleitung und Durchführung des Projektes ist aufgrund ihrer Kompetenz und Erfahrung in der Erarbeitung von Unterrichtsmaterialien Frau Mag. Gertraud Diendorfer vom Demokratiezentrum Wien beauftragt.


Weitere Ziele dieses Projektes sind:

  • einen Arbeitsbehelf zu schaffen, der in Österreich aber auch in Deutschland und in der Schweiz eingesetzt werden kann.
  • einen Arbeitsbehelf zu schaffen, der von Lehrkräften gerne angenommen wird und dessen Verbreitung die Schulbehörden zu fördern bereit sind.
  • einen Arbeitsbehelf zu schafften, der unentgeltlich online zur Verfügung gestellt werden kann.

Die Projekteinreicher und das oben skizzierte Projektteam haben einen Arbeitsbehelf für Lehrkräfte an Volksschulen erarbeitet, der in Österreich, der Schweiz und in Deutschland bereits im Einsatz ist.

Link zum Lehrbehelf für Volksschulen: 

Projektstandort: Lisztstrasse 3, 1030 Wien, Österreich

Finanzierungsziel:
€ 14.700,-
Abwicklungsgebühr:
€ 1.446,-
Crowdfunding-Summe:
€ 16.164,-
Auszahlungsbetrag Teil 1:
€ 2.000,-
Auszahlungsbetrag Teil 2:
€ 2.750,-
Abgabedatum Abschlussbericht:
01.09.2011

Anonyme Spende
vor 14 Jahren
Anonyme Spende
vor 14 Jahren
Johannes Sautner
vor 14 Jahren
Johannes Sautner
vor 14 Jahren
Johannes Gärtner
vor 14 Jahren
Heinz Melion
vor 14 Jahren
Helfried Carl
vor 14 Jahren
maria hackl-seedoch
vor 14 Jahren

Zwischenbericht Maßnahme A

Hier finden Sie den Zwischenbericht für die Maßnahme A:

Link öffnen
Friedrich Gehart
Friedrich Gehart
15.03.2011
- 12:47

Danke

Liebe Menschen von Respekt.net!

Namens des Sir Peter Ustinov Instituts möchte ich Ihnen sehr herzlich danken. Respekt.net macht mit seiner Zuwendung möglich, den Arbeitsbehelf II „Kompetenz im Umgang mit Vorurteilen“ für Lehrkräfte, die an Hauptschulen und an AHS (Unterstufe) tätig sind, jetzt zu verwirklichen. Ich war von Ihrem hohen Engagement zutiefst beeindruckt. Wir werden im Arbeitsbehelf auf die Leistung von Respekt.net entsprechend hinweisen.

Dieser Arbeitsbehelf ist dem Sir Peter Ustinov Institut ein besonderes Anliegen. Erfolgt doch gerade in dieser Altersstufe eine Identitätsbildung, die bei Jugendlichen häufig zur Identität mit Gruppen und deren Freund-Feind-Denken führt, mit anderen Worten, auch mit deren Vorurteilen.

Diese Worte des Danks schreibe ich auch im Namen der bei der Herstellung des Projekts mit der Geschäftsführung betrauten Frau Mag. Diendorfer. Wir werden Sie über die weitere Entwicklung des Projekts auf dem Laufenden halten.

Mit herzlichem Dank und mit besten Grüßen

Ihr Friedrich Gehart

Friedrich Gehart
Friedrich Gehart
15.03.2011
- 12:45

Simon Baumgartner
vor 14 Jahren

Finde ich ein ganz großartiges Projekt, wird hoffentlich bald ausfinanziert sein!


Friedrich Gehart
Eingereicht von: