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Projekt-ID: 448

Spiel dich frei - Theaterpädagogische Workshops

Kontaktperson: Stephan Kreuzer
eingereicht am: 13.09.2012
Budget: € 5.053,-
Finanzierungsfrist: 13.01.2013
Land/Region: Österreich/Wien
Art: Workshop
Themenkreis: Soziales Engagement

Allgemein

Projektteaser

Kinder und Jugendliche treffen einander in Workshops unter dem Motto „Spiel dich frei“ und entwickeln unter der fachlichen Anleitung von TheaterpädagogInnen gemeinsam Lösungsansätze für bestehende oder potenzielle Konflikte.

Projektadresse

Moselgasse 8/5/18
1100 Wien

Schulen (v.a. Volksschulen) in Wien
  • Start Projektumsetzung: 01.02.2013
  • Ende Projektumsetzung: 30.06.2013

Projektbeschreibung

Konfliktlösungstraining durch theaterpädagogische Workshops

Spiel dich frei

Kinder und Jugendliche treffen einander in Workshops unter dem Motto „Spiel dich frei“ und entwickeln unter der fachlichen Anleitung von TheaterpädagogInnen gemeinsam Lösungsansätze für bestehende oder potenzielle Konflikte.

Die Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeitsentwicklung steht im Mittelpunkt des Projekts, weil die Gewaltprävention möglichst bei der Frühförderung im Kindesalter ansetzen sollte. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Reflexion des eigenen Konfliktverhaltens gelegt. Die Schule wird als ein zentrales Interventionsfeld der Gewaltprävention gesehen.

Durch die theaterpädagogische Arbeit mit Kindern ab dem Volksschulalter soll die Bereitschaft respektvoll über Geschlechtergrenzen hinweg miteinander umzugehen erlernt und ein bewussterer Umgang mit Aggressionen, Stereotypen und den eigenen Gefühlen geschult werden. „Spiel dich frei“ bietet eine Brückenfunktion vom Kindesalter bis ins Seniorenalter für ein nachhaltiges und konfliktfreies Miteinander.


Nachweis Projektabschluss

Am Ende des Semesters gibt es eine Abschlusspräsentation bei der Programmhefte mit Informationen über das Kurssemester und Erinnerungsmaterial verteilt werden. Weitere Materialien werden an diverse Lehrer und Interessenten verteilt. Hier werden durchschnittlich 100 Besucher pro Veranstaltung erwartet. Eine Dokumentation der Theaterproduktionen auf CD ist geplant. Eine enge Zusammenarbeit mit unseren Medienpartnern findet während des gesamten Projektzeitraumes laufend statt.

Details

Intentionen des Projektes

Durch die theaterpädagogische Arbeit mit Kindern im Volksschulalter soll die Bereitschaft respektvoll über Geschlechtergrenzen miteinander umzugehen schon im Vorhinein erlernt und ein bewussterer Umgang mit Aggressionen, Stereotypen und den eigenen Gefühlen geschult werden. Unser Ziel ist es durch Interaktion und Einleben in die unterschiedlichsten Opfer- und Täterrollen die empathischen Fähigkeiten und das Selbstwertgefühl der Kinder zu stärken, damit diese in Zukunft mit Gewalt, Aggression und Rollenklischees umgehen können bzw. diese vermeiden und kanalisieren lernen.

Ziele

Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen als wichtigsten „Zielgruppen“ des Projektes, eine Möglichkeit zu bieten, ihre Ideen und Meinungen, im speziellen zur gewaltfreien Lösung von Konflikten, künstlerisch, mit den Mitteln des Theaters, darzustellen. "Theater für alle" bietet Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Unter der Anleitung von TheaterpädagogInnen entwickeln Kinder und/oder Erwachsene Theaterszenen oder -stücke, gestalten alles rund um die Bühne miteinander und steigern dadurch ihre Ausdrucksfähigkeit und ihr Selbstbewusstsein.

 

Um jedem Teilnehmer einen individuellen Zugang zu gewährleisten, wurden mehrere Module entwickelt, im speziellen nach folgenden

Methoden und Ideen

// intensive Körperarbeit zum Entdecken der eigenen Darstellungsmöglichkeiten und der Stärkung des eigenen ICH

// Methoden des Improvisationstheaters wird sowohl bei stundenweisen Projekten wie auch bei längerfristiger Zusammenarbeit angewendet

// Methode des „Forumtheater“ nach Augusto Boal kommt bei längerer Zusammenarbeit mit der gleichen Gruppe sowie bei TeilnehmerInnen ab dem Jugendalter zum Einsatz

Problemstellung

Gewalt und Aggression in Schulen nehmen immer mehr zu. Eine Querschnittstudie von Mansel/Hurrelmann aus dem Jahr 1998 über die Zunahme delinquenter Handlungen von Jugendlichen zwischen 1972 und 1995 zeigt keine grossen Unterschiede zwischen einzelnen Schulformen, speziell Gymnasien und Hauptschulen. Zahlenmäßig erscheint die Gewaltbereitschaft zwar in Hauptschulen am größten, prozentuell wächst sie jedoch in Gymnasien am raschesten.

Laut der Studie „Integration in Österreich“, des GfK Austria GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Inneres, 2009, erhöht sich das Ausmaß der Ablehnung und der Vorurteile zwischen MigrantInnen und der österreichischen Bevölkerung mit niedrigerem Bildungsniveau. Bei den Bevölkerungsschichten mit Migrationshintergrund spielt Herkunftsland, Berufstätigkeit und wie weit sie eine säkular-politische Einstellung haben, eine große Rolle. Die Identifikation mit Österreich ist aber bei bereits hier geborenen BürgerInnen mit österreichischer Staatsbürgerschaft aus der Gruppe mit türkischen Wurzeln teilweise geringer, als bei MigrantInnen, die im Herkunftsland geboren wurden und die Ablehnung gegen des allgemeinen Wertesystems und des Bildes der Geschlechter und Familie größer, gleichzeitig fühlt sich diese Gruppe besonders stark diskriminiert. Besonders in der Gruppe der MigrantInnen mit türkischen Wurzeln ist ein großer Teil der Frauen nicht berufstätig, diese Frauen verfügen über wenig soziale Kontakte außerhalb der eigenen Sprache und vertreten eine stark ablehnende Haltung gegenüber des Wertesystems. Deshalb ist es besonders wichtig, über die Arbeit in der Schule die Familien zu erreichen und zu mehr Umgang außerhalb der eigenen Gruppe zu motivieren.

Laut einer Studie des Bundesministeriums für Unterricht und Kultur liegt der Höhepunkt der Gewaltausübung bzw. der Aggressionsbereitschaft der Schüler bei 12 Jahren. Dabei können ein sozial schwächerer Familienhintergrund, Gewalt und Alkoholismus in der Familie, Gruppendruck oder kulturelle Unterschiede, vor allem bei Migrationsfamilien Auslöser für Gewalt und Aggression sein. Medien, Computerspiele und veränderte Lebensbedingungen sind weitere Einflussfaktoren. Unzählige Dinge beeinflussen das steigende Aggressionspotential und es ist schwer die Auslöser richtig zu erfassen.

Bedarfsanalyse

A. Bandura hat mit der Theorie des sozialen Lernens den Rahmen des Trainings mit aggressiven Kindern gefunden und betont die positiven Effekte von Rollenspielen.

Auch Petermann/Vianden-Gabriel beobachteten in ihren Studien in Einzel- und Gruppentrainings das Erlernen sozial angemessener Verhaltensmuster und neuer Konfliktlösungsstrategien der Probanden. Aggressive Kinder lernen im angeleiteten Spiel (z.B. Rollenspiel) verschiedene Problemlösungen für einen Konfliktfall kennen.

Petermann sieht in der Prävention die ideale Lösung und betont, dass es sich beim Sozialtraining an Schulen um kein therapeutisches sondern um ein präventives Programm handelt.

 

LehrerInnen fühlen sich machtlos und SchülerInnen werden zunehmend frustrierter. Dem Lehrpersonal fehlen die Ressourcen und die Zeit sich diesen Problemen eingehender zu widmen.

Außerdem erfordert eine theaterpädagogische Maßnahme durch Lehrer eine breit angelegte Qualifizierungsmaßnahme und kostet viel Zeit und Geld. Ein schulinterner Lehrkörper ist desweiteren „befangen“.

Er kennt zwar die Probleme innerhalb der Klasse, kann sie aber oft erst abfangen wenn sie offensichtlich werden. Eine Lehrkraft steht unter dem ständigen Stress, den Lernstoff umzusetzen und hat dadurch gar keine Zeit sich ausführlich mit Gruppendynamik zu befassen.

 

Durch „Theater für alle“ wird die Lehrkraft entlastet, weil die qualifizierte Aufarbeitung von gruppendynamischen Prozessen nicht von der eigentlichen Arbeit ablenkt.

Einheiten mit schulexternen TrainerInnen haben den Vorteil, dass sich diese außerhalb des Schul- und Bewertungssystems befinden. Für das Projekt sollten keine Noten und Bewertungen gegeben werden. Die SchülerInnen müssen das Vertrauen haben, ehrlich sein zu können, ohne dass sich für sie Nachteile für den Schulalltag ergeben. […] Innerhalb des Projekts kann das Mittel Rollentausch auflockernd eingesetzt werden. Zum Beispiel dass Sie die Schulklasse verlassen, als Reporter zurückkommen und die Klasse zu dem Projekt „interviewen“. So erhalten Sie ein Stimmungsbild und ein Feedback. Rollenwechsel sind im gesamten Thema immer wieder sinnvoll, da sie die Empathiefähigkeit stärken.1

Zielgruppe

VOLKSSCHULEN

Setting „Schule“

Die Schule wird als ein zentrales Interventionsfeld der Gewaltprävention gesehen. Über das Setting Schule kann ein großer Teil der Bevölkerung über viele Jahre hinweg erreicht werden.

 

Wissen, Einstellungen und Verhaltensweisen im Umgang miteinander im Blick auf Gewalt werden bereits im frühen Kindesalter erworben, und auch wenn „Peer-Gruppen“ im Jugendalter einen starken Einfluss haben, bietet das Setting Schule gute Kommunikationsmöglichkeiten und ein geschütztes Lernumfeld, in dem neue Fähigkeiten gelernt und praktiziert werden können. Schulerfahrungen beeinflussen die Entwicklung des Selbstwertgefühls und damit den Umgang mit Gefühlen.

 

Schulische Gewaltprävention kann auch dazu beitragen, die Folgen ungleicher sozialer Aufstiegschancen von Kindern und Jugendlichen positiv zu beeinflussen, sofern die Interventionen zielgerichtet die Bedürfnisse und Probleme jener Zielgruppen berücksichtigen, deren soziale Aufstiegschancen relativ schlechter sind als die des Durchschnitts.

 

Anja Prietl hat sich in ihrer Diplomarbeit am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Wien mit der Problematik und dem theaterpädagogischen Ansatz folgendermassen befasst:

 

2“Mit meiner Arbeit habe ich aufgezeigt, dass hier die Theaterpädagogik aber durchaus Möglichkeiten bietet, die mit anderen pädagogischen Mitteln nur schwer zu erreichen sind. Sei es in der besseren Integration von Kindern in der Klasse, die Ausbildung motorischer, kognitiver und sozialer Fähigkeiten, nicht zu vergessen die heute viel zitierten Schlüsselkompetenzen oder auch das Vertiefen und Festigen von Lerninhalten.“

 

Die Theaterpädagogik bietet mit ihren vielschichtigen Mitteln einen günstigen Weg, Kreativität und vor allem auch Körpergefühl schon bei den Kleinsten zu bilden und zu fördern.

Je früher man mit der Arbeit beginnt, desto früher können mögliche Defizite beim Kind erkannt und gefördert werden, desto früher entsteht ein soziales Verständnis in der Klasse und die Kinder werden neben den bereits im Unterricht verankerten ästhetischen Fächern Musik und bildende Kunst auch mit den Techniken des Theaters vertraut gemacht.

 

Dadurch wird auch das Kunstverständnis angehoben und die möglichen Hemmschwellen vor Theaterbesuchen abgebaut.

 

„Ich glaube, dass das Projekt eben schon genau das erfüllt hat, was wir für unsere Klasse wollten. Eben, dass hier eine Gruppe mit einem Gefühl füreinander entsteht, dass sie aufeinander eingehen können. Die Kinder hören und reagieren besser aufeinander. Ich glaube, dass die theaterpädagogische Arbeit bei den Kindern bewirkt hat, dass sie sich bewusst aufeinander konzentrieren mussten und das dadurch gelernt haben.3

 

Wie beschrieben gibt es Ansätze, die Theaterpädagogik in den Schulalltag einzubinden und man muss modernen Schulen – wie der Volksschule Novaragasse – dafür danken, dass sie offen dafür sind, neue Wege zu beschreiten und Raum für nicht Alltägliches zu schaffen.

 

Wünschenswert wäre solche Projekte in vielen Schulen in ganz Österreich möglich zu machen und vielleicht in absehbarer Zeit die Theaterpädagogik zu einem fixen Bestandteil des Unterrichts werden zu lassen.

 

Die Forschungslage zur Theaterpädagogik im Allgemeinen in Österreich, aber auch zur theaterpädagogischen Arbeit mit Kindern an Schulen ist noch sehr gering und es gäbe noch in dieser Richtung noch einiges zu tun vor uns liegt.

 

Es fehlt in Österreich an Einrichtungen und Zusammenschlüssen, in denen die einzelnen Theaterpädagogen einander austauschen und auch unter die Arme greifen können. Harald Volker Sommer bezeichnete die Situation in Österreich als Inselstaat – es gibt viele Leute, die theaterpädagogisch Arbeiten, aber leider nur wenige, die wirklich nach Kommunikation mit anderen streben und es gibt keinen Dachverband, der sich um den Aufbau einer solchen Vernetzung bemüht.

Komplementarität zu anderen Projekten

Theater ist eine ausgezeichnete und unvergleichbare Möglichkeit sich dem Thema Rollenbildern zu nähern. Der Unterschied zu „normalen Gesprächsrunden“ besteht darin, dass die Schüler selbst interaktiv tätig sein können. Kreativität und auch Spaß sind neben dem Lernprozess ein natürlicher und motivierender Nebeneffekt.

Das dadurch gesteigerte Selbstwertgefühl vermindert nach einer Studie des deutschen Forschers Klaus Fröhlich-Gildhoff4 das Aggressionspotential entschieden langfristiger als es einfaches Anti-Aggressionstraining bewirken würde. Zusätzlich beeinflusst die diese gezielte Förderung auch das Lernverhalten positiv.

 

Auch Theaterhäuser bieten Theaterpädagogik an Schulen an, z.B. Dschungel Wien, Theater der Jugend. Beide haben jedoch ihre Kernkompetenz im Bereich von fertigen Theaterstücken für Kinder, die in der Regel von Profischauspielern bühnenadäquat umgesetzt werden. Bei „Theater für alle“ kommen die Ideen von den Darstellern; sie stehen die gesamte Zeit im Mittelpunkt.

Darüber hinaus ist unser Team bedarfsorientiert ausgerichtet, so dass die schulischen Lehrkräfte gezielt unterstützt werden können.

Unser Arbeitssetting

Für unsere Arbeit ist uns ein konstantes Setting wichtig. Dieses finden wir u.a. in Jugendtreffs und der Schule vor. Zusehends wird unsere Methode auch in der Arbeitswelt geschätzt (Lehrlinge, Konflikte am Arbeitsplatz, Alltags- und Nachbarschaftskonflikte). Wir kommen mit unseren TrainerInnen vor Ort, wo Menschen über einen gewissen Zeitraum zusammenkommen. So können wir nachhaltigeVeränderungen bewirken.

Die Besonderheiten des Setting „Schule“

Die Schule wird als ein zentrales Interventionsfeld des Genderansatzes gesehen. Über das Setting Schule kann ein großer Teil der Bevölkerung über viele Jahre hinweg erreicht werden. Wissen, Einstellungen und Verhaltensweisen im Umgang miteinander im Blick auf den Genderaspekt werden bereits im frühen Kindesalter erworben, und auch wenn „PeerGruppen“ im Jugendalter einen starken Einfluss haben, bietet das Setting Schule gute Kommunikationsmöglichkeiten und ein geschütztes Lernumfeld, in dem neue Fähigkeiten gelernt und praktiziert werden können. Schulerfahrungen beeinflussen die Entwicklung des Selbstwertgefühls und damit den Umgang mit Gefühlen.

 

Schulische Integration kann auch dazu beitragen, die Folgen ungleicher sozialer Aufstiegschancen von Mädchen und Frauen positiv zu beeinflussen, sofern die Interventionen zielgerichtet die Bedürfnisse und Probleme jener Zielgruppen berücksichtigen, deren soziale Aufstiegschancen relativ schlechter sind als die der Burschen und Männer.

 

Warum diese Methode sich gerade für das schulische Umfeld eignet:

Zu beiden Schritten sind KlassenlehrerInnen und PsychologInnen zur intensiven Begleitung im Sinne einer Brückenfunktion zwischen Schule und „Theater für alle“ eingeladen. Dadurch kann gezielt auf die Situation in der Klasse/Schule Bezug genommen werden.

Durch diesen Austausch wird auch den Lehrkräften über den sozialen Lernprozess in der Theatergruppe Feedback gegeben.

 

Eine Zusammenarbeit mit allen Schulpartnern ist gerade deshalb sehr wichtig. Wir suchen während des gesamten Projekts den ständigen Kontakt zu Lehrern und Eltern. Darüber hinaus arbeiten wir mit der Schulsozialarbeit zusammen.

Das „PLUS“ dieses Konzepts für die Schule:

Eine theaterpädagogische Maßnahme durch Lehrer erfordert eine breit angelegte Qualifizierungsmaßnahme für die LehrerInnen und kostet viel Zeit und Geld. Außerdem ist ein schulinterner Lehrkörper „befangen“. Er kennt zwar die Probleme innerhalb der Klasse, kann sie aber oft erst abfangen, wenn sie offensichtlich werden.

Durch „Theater für alle“ wird die Lehrkraft entlastet, weil die qualifizierte Aufarbeitung von gruppendynamischen Prozessen nicht von der eigentlichen Arbeit ablenkt. Eine Lehrkraft steht unter dem ständigen Stress, den Lernstoff umzusetzen und hat dadurch gar keine Zeit sich ausführlich mit Gruppendynamik zu befassen. Durch „Theater für alle“ kann die Lehrkraft stärker eine beobachtende Rolle einnehmen.

Wieso diese Form der Theaterarbeit auch ausserhalb der Schule angewendet werden soll:

  • Genderproblematik
  • Konfliktprävention
  • Integrationsmöglichkeit

 

Anwendung im öffentlichen Raum:

Darüber hinaus arbeiten wir nach Bedarf auch in anderen Settings, wie zum Beispiel öffentlichen Institutionen.

In diesem Setting kommen verstärkt verschiedene Methoden des Improvisationstheaters nach Keith Johnstone und die Methode des Forumtheaters von Augusto Boal zum Einsatz.

 

Umsetzung des Projekts

Das Projekt wird in zwei Stufen realisiert. Im ersten Schritt geht es darum, durch intensive Körperarbeit, die eigentliche Kernarbeit der Inszenierung eines Forumtheaterstücks vorzubereiten. Dies geschieht über die Stationen des ICH über das DU zum WIR der Körperarbeit.

Die Schulklasse wird mit spielerischen Mitteln ans Theater herangeführt, wobei sie von Anfang an im Mittelpunkt steht. Des weiteren wird das Theaterspiel mit gruppendynamischen Spielen aufgelockert. Mittels „Statusspielen“ werden Konflikte aufgespürt und von den TeilnehmerInnen selber aufgelöst. Das Team und die anderen Gruppenmitglieder beobachten und reflektieren während des Spiels.

Durch das direkte Erleben am eigenen Körper lernen die Kinder und Jugendlichen sich selbst und andere in unterschiedlichen Situationen besser kennen. Ihr Selbstwertgefühl wird gestärkt und somit können sie auch in Zukunft bewusster auf genderspezifiscche Gewalt reagieren.

Es geht vor allem darum die Situation von innen heraus zu verändern und dadurch Konfliktsituationen zu vermeiden. Ziel ist es längerfristig auf Konfliktsituationen zu reagieren.

KlassenlehrerInnen und PsychologInnen sind zu einer intensiven Begleitung im Sinne einer Brückenfunktion zwischen Schule und „Theater für alle“ eingeladen.

Dadurch kann gezielt auf die Situation in der Klasse/Schule Bezug genommen werden.

Durch diesen Austausch wird auch den Lehrkräften über den sozialen Lernprozess in der Theatergruppe Feedback gegeben.Eine Projektunterstützung, wie etwa durch eine wissenschaftliche Begleitung z.B. im Rahmen einer Diplomarbeit des Instituts für Psychologie wird angestrebt, bei der das Konzept auf seine Wirksamkeit untersucht wird. In Österreich sind Frau Prof. DDr. Christiane Spiel und Frau Dr. Dagmar Strohmeier Vorreiter auf diesem Gebiet, die eine Generalstrategie zur Gewaltprävention an österreichischen Schulen und Kindergärten "Gemeinsam gegen Gewalt" entwickelt haben.

 

Wir möchten darüber hinaus eine Foto-CD über die theaterpädagogische Arbeit erstellen und diese den Klassen als Erinnerung und Dokumentation geben.

Durchführung des Projekts

Die Kurse werden in der Regel von zwei TrainerInnen gemeinsam geleitet und werden über einige Monate hinweg/über ein ganzes Semester wöchentlich in eineinhalb-stündigen Kurseinheiten oder im Rahmen einer Projektwoche an den Volksschulen angeboten.

Die jeweilige Schule oder Einrichtung kann selbst entscheiden in welcher Form der Kurs angeboten wird.

Das Einfließen in den Unterricht wäre jedoch erwünscht, da hierbei die ganze Klasse erreicht werden kann und somit auch die Klassengemeinschaft gestärkt wird. Eine längerfristige Zusammenarbeit über mindestens ein Semester wird angestrebt. Am Ende des Semesters gibt es eine Abschlusspräsentation bei der Programmhefte mit Informationen über das Kurssemester und Erinnerungsmaterial verteilt werden. Weitere Materialien werden an diverse Lehrer und Interessenten verteilt.

 

Durchführungszeitraum:

September 2012 – Akquirierung von Schulen (VS, NMS, AHS) und anderer öffentlicher Einrichtungen, Jugendeinrichtungen mit genderspezifischem Schwerpunkt für das Projekt, gleichzeitiges Aufstellen der Finanzierung – erste Projektpartner bereits vorhanden

 

Oktober 2012 – Erste Projekte an bereits interessierten Schulen in Wien (VS Liebhartsgasse, VS Grundsteingasse, VS Julius-Meindl-Gasse, NMS Loquaiplatz, …), Weitere Akquirierung neuer Schulen, neuer Lehrlingsprojekte

 

Ort der Durchführung:

in den Räumlichkeiten der jeweiligen Bildungseinrichtungen

Methoden, Organisationsstruktur, Zusammenarbeit mit Einrichtungen und Projektumsetzung

 

Angestrebt ist die Teilnahme von möglichst vielen Gruppen.

In der Vorbereitungszeit setzen sich unsere OrganisationsmitarbeiterInnen gezielt und strukturiert mit Bildungseinrichtungen in Verbindung und stellen Ihnen unser Projekt vor. Listen werden erstellt und die Schulen somit optimal betreut. Zur besseren Information haben wir speziell angefertigte Folder, sodass sich die jeweilige Einrichtung schnell ein Bild unseres Vereins bzw. unseres Projekts machen kann. Bei einem persönlichen Treffen werden die unterschiedlichen Erwartungen und Probleme geklärt. Somit können unsere pädagogisch geschulten TrainerInnen dann auch gezielt auf die Bedürfnisse und Probleme der jeweiligen Schule eingehen.

 

Bei der Umsetzung der Theaterkurse wird nach der Methode des „Forumtheater“ von Augusto Boal gearbeitet, die auch von der UNESCO als offizielle „Methods of social change“ anerkannt ist. Theater wird vor Ort als Mittel der kreativen Konfliktlösung eingesetzt.

 

Der Verein „Theater für alle“ arbeitet u.a. mit „Happy Kids“ und der „Fachstelle für Gewaltprävention“ zusammen. Dadurch wird eine zusätzliche fachspezifische Kompetenz gesichert. Weiters haben wir diverse Sachsponsoren, wie z.B. „Ströck“, „Nimm 2“, die uns bei der Durchführung der Kurse unterstützen. Seit April 2011 hat der Vorsitzende der VIDA, Rudolf Kaske, den Ehrenschutz übernommen.

TeilnehmerInnen:

Einrichtungen der außerschulischen Jugendarbeit

SchülerInnen von Volksschulen bis zu Hauptschulen und Gymnasien

Im Idealfall geschlossene Klassen bzw. Schulstufen (Begründung: Altershomogenität)

Geschlossene Gruppen von Lehrlingen bzw. ArbeitskollegInnen

Veranstaltungsort:

Die jeweilige Schule, der jeweilige Arbeitsort, in Wien

Jugendtreffs oder Institutionen

Arbeitsumgebung bzw. öffentlicher Raum

Dauer:

Ca. 1,5 Std./Woche, idealerweise über ein Schuljahr hinausgehend mit der gleichen Gruppe

Projektwoche

Budget

  • Gesamtbudget
    € 5.600,-
  • - Eigenmittel
    € 1.000,-
  • Finanzierungsziel
    € 4.600,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 453,-
  • Zielbudget
    € 5.053,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 0,-
  • Respekt.net-Teilbetrag 1 (wird bei erfolgreicher Finanzierung überwiesen)
    € 3.000,-
  • Respekt.net-Teilbetrag 2 (wird nach Erhalt des vollständigen Projektabschlussberichtes überwiesen; mind. 10 % des Zielbudgets)
    € 600,-
  • Abgabedatum Abschlussbericht
    01.07.2013
  • Projektrisiken
    möglicher personeller Wechsel krankheitsbedingt oder aus zeitlichen Gründen
  • Budgetplanung
    - Einnahmen-/Ausgabengegenüberstellung
    - Wofür werden die Mittel von Respekt.net voraussichtlich ausgegeben?
    Raummiete des jeweiligen Veranstaltungsortes
    theaterpädagogisches Personal des Vereins
    Werbe- und PR Maßnahmen
    CD Produktion (durch Sponsoren abgedeckt)

Dateien

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News

Theater für alle -...

hat am 30.10.2012 geschrieben

Aktuelles Projekt

Wir freuen uns, dass unsere Herbstprojekte in zwei Volksschulen im 16.Bezirk so gut laufen und es bereits Anfragen für Projekte im Frühjahr 2013 gibt.

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