Projekt-ID: 50

Teaching the Shoah in the 21st Century – Phase 1: Research

Initiator/In: Daniel Binder
eingereicht am: 27.06.2010
Budget: € 9.886,-
Finanzierungsfrist: 25.01.2011
Land/Region: Österreich/Wien
Art: Studie
Themenkreis: Respekt & Vielfalt

Allgemein

Projektteaser

Studie über Berichte von Zeitzeugen des Holocaust - Phase I

Projektadresse

Internationale Holocaust Forschungs-Institutionen in Jerusalem, Washington, Los Angeles und Berlin.
  • Start Projektumsetzung: 01.07.2010
  • Ende Projektumsetzung: 02.09.2012

Projektbeschreibung

Teaching the Shoah in the 21st Century.

Eine kürzlich von einer israelischen Universität durchgeführte Studie ergab, dass für den überwiegenden Großteil der SchülerInnen die Begegnung mit ZeitzeugInnen und deren persönlicher, lebendiger Geschichte, die eindrücklichste Erfahrung war. Heute sind nur noch wenige Überlebende der Shoah am Leben um in die Klassenzimmer zu gehen und ihre Erfahrungen weiterzugeben. In naher Zukunft wird dies gar nicht mehr möglich sein und Alternativen werden benötigt um diese Lücke zu füllen.

Das Projekt wird in 3 Phasen ablaufen. Im Rahmen eines wissenschaftlichen Forschungsprojektes wird zuerst erforscht wie an den international bedeutensten Institutionen im Bereich Holocaustforschung mit der Herausforderung umgegangen wird. Hierzu werden in Jerusalem, Washington, Los Angeles und Berlin Experten befragt sowie die dort verwendeten Lehrmethoden und Unterrichtsmaterialien analysiert. In Phase zwei wird in Zusammenarbeit mit österreichischen Institutionen im Bereich Holocaust-Education eine Bedarfsanalyse erstellt und ein Konzept für eine Art „Toolbox“ für den Unterricht entwickelt. In dieser sollen Videos aber auch Fotos, Dokumente, Briefe oder Tagebucheintragungen enthalten sein, welche die Geschichten von ZeitzeugInnen aus der unmittelbaren regionalen Umgebung der SchülerInnen erzählen. Insbesondere die regionale Nähe der ausgewählen Geschichten soll dazu beitragen möglichst nahe an der Lebensrealität der Schülerinnen zu bleiben. In Phase 3 wird diese Toolbox dann technisch und organisatorisch umgesetzt.


Eingereicht wird hier nun ausschließlich Phase 1: Research. Die Phasen 2 und 3 werden nach Abschluß der Forschungsphase als neues Projekt eingereicht.


Nachweis Projektabschluss

Abschlußbericht (inkl. Photos der Forschungsreisen und Video mit Interviewausschnitten) Ausdruck der wissenschaftlichen Arbeit

Details

Teaching the Shoah in the 21st Century. Phase 1 – Research


Ziel der Research-Phase ist herauszufinden, wie Experten auf dem Gebiet der Holocaust Education mit der Herausforderung umgehen bald ohne ZeitzeugInnen auskommen zu müssen. Welche Strategien wurden entwickelt bzw. wie wurden oder werden bestehende Programme auf die neue Situation angepasst? Hierfür habe ich Forschungsaufenthalte an den wichtigsten internationalen Holocaust Forschungs-Institutionen in Jerusalem, Washington, Los Angeles und Berlin geplant. Dort werde ich einerseits mit Experten auf dem Gebiet der Holocaust-Education sprechen sowie andererseits einen Einblick in die Programme und Materialien bekommen die dort eingesetzt werden.

Die Research-Phase wird als wissenschaftliche Arbeit, konkret als Magister-Arbeit am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien umgesetzt. Als Betreuer konnte Prof. Dr. Walter Manoschek gewonnen werden, einer der (wenigen) Experten in Österreich auf dem Gebiet der Vergangenheitspolitik.

 

Dokumentation:

Dokumentiert wird die Research-Phase durch einen umfassenden Arbeitsbericht (inkl. Videoaufzeichnungen der Experten- Interviews) sowie die mindestens 100 Seiten starke wissenschaftliche Arbeit. Eine Veröffentlichung der wissenschaftlichen Arbeit in Buchform wird angepeilt.

Die Phasen 2 (Konzeption) und 3 (Umsetzung) werden anschließend als  Folgeprojekte eingereicht. (siehe beigeleter Gesamtprojektplan)

 

Ziel:

Das langfristige Ziel des Projektes ist einen Beitrag zu leisten, dass auch zukünftigen Generationen von österreichischen SchülerInnen die Tragweite der Shoah in Österreich, und das Ausmaß des größten Verbrechens der österreichischen Geschichte vermittelt werden kann. Um dies begreifen zu können reicht die reine Vermittlung von Fakten und Zahlen nicht aus. Eine emotionale Erfahrung, eine Konfrontation mit einzelnen Schicksalen hinterlässt hingegen einen bleibenden Eindruck. Somit soll im weitesten Sinne ein Beitrag geleistet werden, dass die Shoah nicht als historische Randnotiz zunehmends aus dem kollektiven Gedächtnis verschwindet sondern präsent und damit auch handlungsweisend bleibt. Die Analysen der letzten Nationalratswahlen (über 30% der jungen WählerInnen wählten die FPÖ) zeigen, dass dies heute wichtiger denn je ist.

 

Anmerkungen des Projektinitiators:

In den 8 Monaten Forschungstätigkeit werde ich meine freiberufliche Tätigkeit einstellen und Vollzeit an dem Projekt arbeiten. Hierfür ist eine Aufwandsentschädigung für Verdienstentgang von € 1.500,- monatlich veranschlagt.


Die Forschungstätigkeit wird etwa 8 Monate benötigen. Da jedoch durch die gleichzeitige Einreichung der Arbeit als Diplomarbeit ein persönlicher Nutzen gegeben ist sind lediglich 4 Monate Aufwandsentschädigung im Budget kalkuliert. Dies entspricht etwa dem über die Diplomarbeit hinausgehenden Aufwand dieser Forschungsarbeit.


Hinzu kommen Reisespesen (Jerusalem, Washington, Los Angeles, Berlin) im Ausmaß von etwa € 3.000,-


Infrastruktur (Laptop, Video-Kamera etc...) wird aus privatem Besitz zur Verfügung gestellt und ist nicht im Budget berücksichtigt.

Budget

  • Gesamtbudget
    € 9.000,-
  • - Eigenmittel
    € 0,-
  • Finanzierungsziel
    € 9.000,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 886,-
  • Zielbudget
    € 9.886,-
  • Respekt.net-Teilbetrag 1 (wird bei erfolgreicher Finanzierung überwiesen)
    € 1.500,-
  • Respekt.net-Teilbetrag 2 (wird nach Erhalt des vollständigen Projektabschlussberichtes überwiesen; mind. 10 % des Zielbudgets)
    € 1.500,-
  • Abgabedatum Abschlussbericht
    28.02.2011
  • Projektrisiken

    Keine erdenklichen Risiken

  • Budgetplanung

    In den 8 Monaten Forschungstätigkeit werde ich meine freiberufliche Tätigkeit einstellen und Vollzeit an dem Projekt arbeiten. Hierfür ist eine Aufwandsentschädigung für Verdienstentgang von € 1.500,- monatlich veranschlagt.

    Anmerkung: Die Forschungstätigkeit wird etwa 8 Monate benötigen. Da jedoch durch die gleichzeitige Einreichung der Arbeit als Diplomarbeit ein persönlicher Nutzen gegeben ist sind lediglich 4 Monate Aufwandsentschädigung im Budget kalkuliert. Dies entspricht etwa dem über die Diplomarbeit hinausgehenden Aufwand dieser Forschungsarbeit.

    Hinzu kommen Reisespesen (Jerusalem, Washington, Los Angeles, Berlin) im Ausmaß von etwa € 3.000,-

    Infrastruktur (Laptop, Video-Kamera etc...) wird aus privatem Besitz zur Verfügung gestellt und ist nicht im Budget berücksichtigt.

Dateien

Links & Downloads

News

Daniel Binder

hat am 01.10.2012 geschrieben

Projektabschluss

Liebe Investorin, Lieber Investor!

mehr

Daniel Binder

hat am 01.10.2012 geschrieben

Projektabschluss

Liebe Investorin, Lieber Investor!

mehr

Daniel Binder

hat am 24.02.2011 geschrieben

Zwischenstand

Liebe Investorin, Lieber Investor!

Nachdem Sie mein Projekt, Teaching the Shoah, dankenswerterweise so großzügig unterstützt haben kann ich nun endlich mit der Arbeit beginnen.

Die Planungen sind soweit abgeschlossen, Kontakte geknüpft und Termine vereinbart. Da ich keine weitere Zeit mehr verlieren will, geht es noch diese Woche los. Beginnen werde ich konkret mit einem Forschungsaufenthalt in Los Angeles Anfang bis Mitte März um an der Shoah Foundation sowie dem Wi...

mehr

Daniel Binder

hat am 22.01.2011 geschrieben

In den Startlöchern...

Nach einigen Verzögerungen in der Vorlaufphase des Projekts ist es nun endlich (fast) soweit. Die Planungen laufen und ich freue mich darauf, mich nun die nächsten Monate intensiv "Teaching the Shoah" widmen zu können.

mehr

Meinungen

03.07.2010 01:22:20

Simon Baumgartner

hat am 03.07.2010 geschrieben

WICHTIG UND UNTERSTÜTZENSNOTWENDIG UND WICHTIG!!! ;-)

Abschlussbericht

Abschlussbericht allgemein

Teaching the Shoa in the 21st Century 

Ein Rückblick nach Abschluss der Arbeit.

Oft ist mir zu meinem Projekt “Teaching the Shoah in the 21st Century” die Frage gestellt worden, warum der nun abgeschlossenen Research-Phase verhältnismäßig viel Zeit und damit auch Finanzierungsbedarf eingeräumt wird. Begründet habe ich dies mit der Annahme, dass ein tragfähiges wissenschaftliches Fundament für die weitere Arbeit zu schaffen notwendig ist, da die derzeitige wissenschaftliche Literatur diesbezüglich unzureichend ist.

Rückblickend hat sich dies als äußerst wichtige und richtige Entscheidung erwiesen. Die Erkenntnisse, die in den persönlichen Gesprächen mit den ExpertInnen an den weltweit führenden Forschungsinstitutionen zum Thema Shoah gewonnen werden konnten, übertrafen alle Erwartungen.

Ein aktuelles Thema

Die konkrete Fragestellung, wie man das Themenfeld “Shoah” an künftige Generationen vermitteln kann, ist eine Frage mit der man sich an allen besuchten Institutionen derzeit intensiv auseinandersetzt. Verschiedenste Ansätze werden in Arbeitsgruppen diskutiert bzw. man hat teilweise begonnen diese umzusetzen. All dies ist jedoch “work in progress”, weshalb publizierte Ergebnisse rar sind. In den persönlichen Gesprächen waren die ExpertInnen jedoch gerne bereit mir Auskunft zum aktuellen Stand ihrer Arbeit bzw. Einblicke in die konkreten Projekte, die noch in Entwicklung sind, zu geben. Das Ergebnis ist eine wissenschaftliche Arbeit, die am letzten Stand der weltweiten Forschung zu diesem Thema ist, jedoch gleichzeitig eine konkret österreichische Perspektive bietet.

Für eine umfangreiche Darstellung der wissenschaftlichen Ergebnisse verweise ich auf das Kapitel 10 “Conclusio” der Forschungsarbeit ab Seite 160.

Galerie

Downloads

Welchen gesellschaftspolitischen Zweck hat das projekt erfüllt?

Ich bin überzeugt, dass mit dieser Arbeit nicht nur ein starkes Fundament für die weitere Arbeit an “Teaching the Shoah in the 21st Century” geschaffen wurde, sondern ebenso ein wichtiger Beitrag zum Diskurs in Österreich über die Rolle von ZeugInnen der Shoah in Österreich und die Vermittlung dieses Themenfeldes an künftige Generationen.

Die Wissenschaftliche Arbeit steht sowohl in der Universitätsbibliothek als auch hier auf Respekt.net zum Download zur Verfügung. Eine Veröffentlichung in Buchform wird angestrebt.

Wie waren Reaktionen anderer zu diesem Projekt?

Rückmeldungen zu dieser Arbeit waren bisher durchwegs positiv. Von vielen Seiten habe ich bereits Anfragen nach Kopien der Arbeit bekommen. 

Besonders ermutigend war das Gutachten von Prof. Davidowicz (Institut für Judaistik, Universität Wien) der die Arbeit nach Einreichung an der Universität Wien als Magisterarbeit beurteilt hat. Das Gutachten ist ebenfalls zum Download an diesen Abschlussbericht angehängt.

DOWNLOAD: Teaching the Shoah in the 21st Century

Wofür wurde das gespendete Geld konkret ausgegeben?

Im Budgetplan für das eingereichte Projekt waren gesamt € 9.000,- veranschlagt, die sich wie folgt zusammensetzten:

 

€ 6000,- Aufwandsentschädigung für 4 Monate je € 1.500,-

€ 3000,- Reisespesen

 

Eine Übersicht der Spesen mit der Sammlung der Belege ist im separaten Dokument “SpesenabrechnungUndBelege”, das an diesen Abschlussbericht zum Download angehängt ist, zu finden.

 

Einige Anmerkungen zur Spesenabrechnung: 

Nicht zuletzt durch die Verzögerungen in der Finanzierungsphase und der langen Unsicherheit über die Machbarkeit des Projektes konnten die Flüge in die USA nur sehr kurzfristig gebucht werden. Dementsprechend nahmen die Flugkosten einen guten Teil des Reisebudgets ein. (Für die Reise von Los Angeles nach Washington DC konnte ich etwas Geld sparen, indem ich einen Flug nach New York buchte, und dann mit dem Bus nach Washington DC weiterfuhr.)

 

Als Resultat der hohen Flugkosten habe ich versucht die Unterkunftskosten  in Los Angeles und Washington DC möglichst niedrig zu halten. Für Hotelpreise von mindestens USD 100 pro Nacht wäre im Budget kein Platz mehr gewesen. Über verschiedenste Kontakte konnte ich dann in beiden Städten bei Bekanntnen unterkommen. Dementsprechend sind keine Hotelrechnungen für Los Angeles oder Washington DC zu finden. Als Dankeschön für die kostenlose Beherbergung habe ich meine GastgeberInnen jeweils zwei mal zum Abendessen eingeladen. So erklären sich die vier relativ hohen Restaurant-Rechnungen. (Belege 13,14 und 22,23).

 

Die Spesenabrechnung inkl. Belege umfasst die veranschlagten € 3000,- (exakt: EUR 3022,30), ist jedoch offenkundig nicht vollständig. Die zusätzlichen Kosten wurden privat beglichen. 


Wie werden Sie die Mildtätigkeit des Projektes nachweisen?

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