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Projekt-ID: 578

Gefühle sprechen kunterbunt – Die Kunst, Kind sein zu dürfen

Kontaktperson: Cecilia Heiss
eingereicht am: 16.09.2013
Budget: € 2.979,-
Finanzierungsfrist: 16.01.2014
Land/Region: Österreich/Wien
Art: Sonstige
Themenkreis: Flüchtlinge & Zuwanderung

Allgemein

Projektteaser

Helfen Sie 10 Kindern von Folter- und Kriegsüberlebenden dabei, ihre Erlebnisse zu verarbeiten und endlich in Österreich anzukommen

Projektadresse

Sechsschimmelgasse 21
1090 Wien

Der Projektstandort entspricht der Projektadresse
  • Start Projektumsetzung: 01.12.2013
  • Ende Projektumsetzung: 30.11.2014

Projektbeschreibung

Der gemeinnützige Verein HEMAYAT (Wien) bietet seit 1995 vielen der schutzbedürftigsten Menschen in unserer Gesellschaft Psychotherapie und Schutz: Traumatisierten Folter- und Kriegsüberlebenden, die meist als Flüchtlinge in Österreich leben. Flüchtlingskinder brauchen unsere Hilfe ganz besonders, denn sie sind oft selbst traumatisiert und ihre traumatisierten Eltern sind nicht immer in der Lage, ihnen genug psychische Unterstützung zu geben. Zwei im Frühjahr 2013 mit großem Erfolg durchgeführte Kunsttherapiegruppen für Kinder aus Kriegsgebieten und aus Familien mit Foltererfahrungen konnten mangels finanzieller Mittel nicht mehr weitergeführt werden. Mit 2712,00 Euro wird eine weitere Kunsttherapiegruppe ermöglicht, die Kindern von Kriegs- und Folterüberlebenden die Chance gibt, ihre schrecklichen Erlebnisse zu verarbeiten und endlich wirklich in Österreich anzukommen. Jede Spende hilft 10 Kindern bei der Kunst, ein Kind sein zu dürfen.


Nachweis Projektabschluss

Die Gesamtabrechnung sowie Rechnungskopien zu den Ausgaben, die mit von respekt.net lukrierten Mitteln bestritten wurden, werden den InvestorInnen vorgelegt.

Im Rahmen der Gruppen soll nicht produktorientiert, sondern prozessorientiert gearbeitet werden. Darum ist vorab nun schwer abzuschätzen welche "Produkte" (Zeichnungen etc., …) entstehen und dann für den Nachweis des Projektabschlusses und im Rahmen von Öffentlichkeits- Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit weiter verwendet werden können. Es sind DVDs mit Zeichnungen und Produkten, Broschüren und eventuell eine Ausstellung angedacht.

Details

1. Ausgangssituation

HEMAYAT bietet Folter- und Kriegsüberlebenden aus unterschiedlichen Herkunftsländern psychotherapeutische Betreuung und Schutz. Unsere KlientInnen leiden häufig an schweren posttraumatischen Belastungen. Meist ist hier nicht ein einzelnes Erlebnis als Auslöser erfassbar, sondern eine ganze Kette von traumatisierenden Ereignissen, die leider auch hier in Österreich nicht ihr Ende finden: Die Existenz als Asylwerber/in, die Angst vor Abschiebung und die Unsicherheit über den Ausgang der oft Jahre dauernden Asylverfahren stellen weitere schwere Belastungen dar. Die von HEMAYAT gebotene dolmetschgestützte Psychotherapie gehört zu den wichtigsten Integrationsmaßnahmen für traumatisierte AsylwerberInnen und Flüchtlinge, denn ein ausreichend guter körperlicher und psychischer Zustand, der es Menschen erlaubt, sich zu konzentrieren, neue Informationen zu verarbeiten und selbständig zu agieren, ist die unabdingbare Voraussetzung für Integration. Unumgänglich ist dabei aber auch, in der Öffentlichkeit eine Sensibilität für die spezifische Situation sowie die Bedürfnisse traumatisierter Flüchtlinge zu schaffen. HEMAYAT arbeitet somit seit jeher am Schnittpunkt von Therapie und Öffentlichkeitsarbeit.

Leider werden oftmals gerade die Kinder traumatisierte Folter- und Kriegsopfer übersehen, obwohl gerade sie unserer Hilfe besonders bedürfen. Traumatisierte Eltern sind oftmals nicht in der Lage, ihren Kindern die notwendige psychische Unterstützung zu bieten und häufig treten bei Kindern ähnliche Symptome wie bei den traumatisierten Eltern auf: Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung. 2013 wurde von HEMAYAT als Pilotprojekt die Kindergruppe „Gefühle sprechen kunterbunt – Die Kunst, Kind sein zu dürfen“ umgesetzt. In diesem Rahmen wurden 10 Kinder in zwei Gruppen mit je fünf Kindern betreut. Die schwer traumatisierten Mädchen und Buben aus unterschiedlichen Herkunftsländern konnten in der Gruppe lernen, Zuneigung und Körperkontakt zuzulassen, sich in die Gruppe zu integrieren und ihre Gefühle zu kommunizieren. Aufgrund mangelnder finanzieller Mittel konnte diese Gruppe leider nicht weitergeführt werden.

 2. Meilensteine

Mit den Spenden von Respekt.net soll den Kindern der Pilotgruppe die Teilnahme an einer weiteren Gruppe ermöglicht werden, die möglichst im Oktober 2013 starten soll. Das Projekt ist auf eine Dauer von zwölf Monaten ausgelegt, im Zuge derer (1) die Eltern der Kinder des Pilotprojekts noch einmal kontaktiert werden, (2) Einverständniserklärungen für die Verwendung der in den Therapiegruppen entstandenen künstlerischen Werke eingeholt werden, (3) Gruppentherapien mit kunsttherapeutischen Methoden durchgeführt werden, (4) abschließende Einzelgespräche mit Kindern und Eltern vorgenommen werden, (5) eine Abschlusspräsentation organisiert wird und (6) die Nachbearbeitung, Dokumentation und Evaluation des Projekts stattfinden wird. Diese sechs Arbeitsschritte münden in vier Meilensteine: (1) den Abschluss der Vorbereitungsarbeit, (2) den Abschluss der Gruppenstunden, (3) eine Abschlussveranstaltung sowie (4) den Projektabschluss.

 3. Ziele

Das Ziel des Projekts besteht darin, 10 Kindern und Jugendlichen, die direkt mit Krieg und Folter konfrontiert waren oder aber auch indirekt unter den Folgen leiden, kunsttherapeutische Betreuung anbieten zu können. Mit 2712,00 Euro wird eine Kunsttherapiegruppe ermöglicht, die Kindern von Kriegs- und Folterüberlebenden die Chance gibt, ihre schrecklichen Erlebnisse zu verarbeiten und endlich wirklich in Österreich anzukommen.

Die Betreuungsleistungen und der Therapieverlauf werden schriftlich erfasst, dokumentiert und monatlich statistisch erfasst. Die Therapieverläufe werden laufend (in der Regel nach jeder Sitzung) intern dokumentiert.

 4. Öffentlichkeit

Um das von respekt.net geförderte Projekt an die Öffentlichkeit zu kommunizieren, werden wir unsere bestehenden Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit nutzen. Zu diesen gehören neben zahlreichen Publikationen und Tagungsteilnahmen unserer MitarbeiterInnen im wissenschaftlichen Feld, unserem Facebook Profil HEMAYAT sowie der Internetseite www.hemayat.org, regelmäßigen Berichterstattungen und Interviews in österreichischen Tages- und Wochenzeitungen wie Der Standard, Die Presse, Wiener Zeitung, Kurier, Falter, Kleine Zeitung sowie im Fernsehen (ORF2, 3Sat) und der Teilnahme an Gedenkkundgebungen auch Benefizabende und -konzerte (u.a. mit Nino aus Wien, maschek, Playbackdolls, Florian Horwath, Roy de Roy, Nariman Ali Gouche, Indira Uteuova) sowie seit 2011 unser jährliches Sommerfest.

5. Nachhaltigkeit

Die im Rahmen einer Psychotherapie erworbenen Bewältigungsstrategien und Selbstkompetenzen befähigen die KlientInnen von HEMAYAT nachhaltig, also auch nach Abschluss der Behandlung, mit Schwierigkeiten kompetenter umzugehen. Psychotherapie an und für sich, aber besonders die Behandlung von Kindern und Jugendlichen im Besonderen, erscheint uns eine Investition in die Zukunft und damit auch eine Verstärkung der Nachhaltigkeit, denn unbehandelt können die Folgen einer Traumatisierung zu chronischen physischen und psychischen Folgeerkrankungen führen und lebenslang anhalten. Ein frühzeitiger Erwerb kreativer Fähigkeiten ermöglicht es später, kompetent mit schwierigen Verhältnissen in späteren Lebensphasen umzugehen.

Budget

  • Gesamtbudget
    € 2.712,-
  • - Eigenmittel
    € 0,-
  • Finanzierungsziel
    € 2.712,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 267,-
  • Zielbudget
    € 2.979,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 0,-
  • Budgetplanung

    Kleine Abweichungen von den einzelnen Posten sind möglich!

    Kosten- und Finanzierungsplan Kindergruppentherapie

    Für eine Gruppe á 10 Kinder

     

     

     

     

     

    Personalkosten

     

     

     

     

     

     

    Vorbesprechung mit Eltern (10x 1/2 Stunde Psychotherapie á 54,00 pro Stunde)

    270,00

    Nachbesprechung mit Eltern (10 x 1/2 Stunde Psychotherapie á 54,00 € pro Stunde)

    270,00

    Fallweise Dolmetschunterstützung Nachbesprechung (á 28,00 €/h)

    140,00

    12 Stunden Gruppentherapie (2 TherapeutInnen á 54,00 € pro Stunde)

    1.296,00

    Laufende Projektbetreung (5 Stunden á 27,00 €)

    135,00

    Nachbearbeitung, Evaluation, Dokumentation (13 Stunden á 27,00 €)

    351,00

    Summe Personalkosten

     

     

     

     

     

    2.462,00

    Materialkosten

     

     

     

     

     

     

    Materialkosten (geschätzt)

    250,00

    Summe Materialkosten

     

     

     

     

     

    250,00

    Projektkosten für eine Kindergruppentherapie á 10 Kinder

     

    2.712,00



Dateien

Links & Downloads

Galerie

News

Hemayat-Betreuungszent...

hat am 14.01.2014 geschrieben

Dankeschön!!!

Ein herzliches Dankeschön an alle SpenderInnen! Durch Eure/Ihre Unterstützung ist es uns gelungen, unser Projekt zu finanzieren uund sobald wie möglich zu beginnen.

Hemayat-Betreuungszent...

hat am 01.10.2013 geschrieben

Abstract zum Vortrag in Berlin

Und so lautet das Abstract zum Votrag von Birgit Koch und Edita Lintl:

mehr

Hemayat-Betreuungszent...

hat am 01.10.2013 geschrieben

Noch ein Flyer

... und hier gibts den zweiten Teil des Flyers...

Hemayat-Betreuungszent...

hat am 01.10.2013 geschrieben

Flyer

Unsere Kunsttherapeutinnen Birgit Koch und Edita Lintl stellen die 1. Kunsttherapiegruppe für Kinder von Hemayat im Rahmen des 7. Kongresses für Transkulturelle Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik vom 3. bis 5. Oktober 2013 in Berlin vor.

 

Gratulation!

Meinungen

Abschlussbericht

Abschlussbericht allgemein

Der gemeinnützige Verein HEMAYAT (Wien) bietet seit 1995 vielen der schutzbedürftigsten Menschen in unserer Gesellschaft Psychotherapie und Schutz: Traumatisierten Folter- und Kriegsüberlebenden, die meist als Flüchtlinge in Österreich leben. Flüchtlingskinder brauchen unsere Hilfe ganz besonders, denn sie sind oft selbst traumatisiert, und ihre traumatisierten Eltern sind nicht immer in der Lage, ihnen genug psychische Unterstützung zu geben.

Mit den Spenden von respekt.net konnte eine Kunsttherapiegruppe für Kinder von Kriegs- und Folterüberlebenden finanziert werden, die diesen die Chance gab, ihre schrecklichen Erlebnisse zu verarbeiten und endlich wirklich in Österreich anzukommen.  Die Gruppe wurde von Februar 2014 bis April 2014 von unseren Kunsttherapeutinnen geführt und konnte 13 Kinder betreuen.

Als Problem ergab sich bald, dass die Dauer der Gruppentherapien mit einer Stunde pro Woche zu niedrig angesetzt war und die Kinder Bedarf nach viel mehr Betreuung hatten. Wir haben daher die Dauer der Gruppen auf ca. drei Stunden pro Woche erhöht, was sich für die Kinder sofort positiv ausgewirkt hat und dankbar angenommen wurde.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen unseren SpenderInnen, diesen Kindern diese wunderbare Erfahrung ermöglicht zu haben!!!

Galerie

Downloads

Welchen gesellschaftspolitischen Zweck hat das projekt erfüllt?

Die angedachte Idee konnte umgesetzt und sogar noch erweitert werden. Wir konnten 13 Kinder mit unserer Gruppe erreichen, und die Effekte waren wunderbar: Die Kinder konnten malend, gestaltend und darstellend unterdrückte Gefühle entladen, Worte für vieles finden, das Thema „Sterben“ bearbeiten, sich viel Raum zum Experimentieren nehmen, Ruhe, Konzentration und schöne Gefühle erfahren, sich für einen Moment in einer anderen Welt aufhalten und einen sicheren Ort finden.

Am Beispiel eines tschetschenischen Mädchens wollen wir die Veränderung beschreiben, die sich durch die Kunsttherapiegruppen bei den Kindern abspielten:

Das Mädchen musste in Tschetschenien die Ermordung seines Vaters mitansehen. Zunächst stellte es in seinen Zeichnungen genau diese Erfahrung dar; spätere Bilder sind Dokumente eines Perspektivenwechsels. Nachdem es schweigend sein Leid zeichnete, war es ihm möglich, einen anderen Blickwinkel einzunehmen und sich an eine glückliche Szene zu erinnern. Das Mädchen zeichnete sich selbst mit einem Lächeln im Gesicht. In seiner Brille spiegeln sich Vater und Mutter wider, die gemeinsam in ihrem Wohnzimmer sitzen.

Die im Rahmen dieser Kunsttherapiegruppen erworbenen Bewältigungsstrategien und Selbstkompetenzen befähigen die Kinder nachhaltig, also auch nach Abschluss der Behandlung, mit Schwierigkeiten kompetenter umzugehen. Psychotherapie ist somit eine Investition in die Zukunft und damit auch eine Verstärkung der Nachhaltigkeit, denn unbehandelt können die Folgen einer Traumatisierung zu chronischen physischen und psychischen Folgeerkrankungen führen und lebenslang anhalten. Ein frühzeitiger Erwerb kreativer Fähigkeiten ermöglicht es den Kindern später, mit schwierigen Verhältnissen in späteren Lebensphasen kompetent umzugehen.

Wie waren Reaktionen anderer zu diesem Projekt?

Reaktionen gab es von allen, die die Kinder im Alltag betreuen und beobachten – dazu gehörten u.a. Eltern und LehrerInnen; Beispiele:

Nachbesprechung mit Eltern eines Mädchens:

 Welche Veränderungen haben Sie im Verhalten ihres Kindes bemerkt?

·        Das Kind hat keine Angst mehr

·        Das Kind hat sich komplett verändert, „von Kopf bis Fuß, und das sehr schnell“. „Wir (Eltern) hatten keine Lust mehr am Leben, und jetzt haben wir diese wieder gefunden“

·        Das Kind hat sich geöffnet, äußert sich zu Themen, die in der Vergangenheit eine Rolle gespielt haben; es ist ruhiger geworden

·        Es spricht mehr bzw. hat die Sprache wieder gefunden und redet viel

·        Es hat wieder mehr zu lachen begonnen, ist fröhlicher geworden

·        Will jetzt alles ausprobieren

·        Fragt viele Dinge, ist sehr neugierig geworden

·        Mehr Interesse am Malen, so, wie es ihm Spaß macht

·        Traut sich mehr, probiert mehr aus

·        Es ist ein viel besseres Verhältnis zwischen den Familienmitgliedern entstanden; vorher hatte es seine Eltern wesentlich öfter zur Weißglut gebracht; auch die Ehe der Eltern hat sich dadurch stark gebessert

·        Das Kind spricht mehr mit seiner Mutter

·        Es versteht sich mit seinem Bruder besser. Es gibt zwar Streit, aber keine körperliche Gewalt mehr. Es schlägt seinen jüngeren Bruder nicht mehr; die Geschwister haben mehr Spaß zusammen

Ein Auszug aus einem psychotherapeutischen Befund der behandelnden Psychotherapeutin als Beispiel für die Probleme eines kleinen Buben, aber auch seine Entwicklungen:

 A. B., geb. am X.X.XXXX ist seit 1.1.XX bei Hemayat in psychotherapeutischer Behandlung.

 Diagnose:

Posttraumatische Belastungsstörung (ICD 10; F43.1) aufgrund von Flucht- und Verlusterlebnissen.

Emotionale (Trennungs-) Angststörung des Kindesalters (ICD 10; F 93.0).

Zur Geschichte:

A. ist seit diesem Jahr bei Hemayat in psychotherapeutischer Behandlung, da er akut an massiven Trennungsängsten leidet und der Kindergartenbesuch bislang daran scheiterte.

Seine beiden Eltern werden ebenfalls von KollegInnen behandelt.

Die Familie kommt aus dem Iran, und A. hat als Kleinkind schwerste gewalttätige und sadistische Übergriffe erlebt. Meine Kontaktaufnahme mit der Kindergartenleiterin seines ehemaligen Kindergartens bestätigte die Symptomatik der Trennungsangst von A.

Parallel zur Trauma verarbeitenden Einzelpsychotherapie bot Hemayat eine Kindergruppentherapie bei den KunsttherapeutInnen Frau Koch und Frau Lintl an.

A. nahm als jüngstes Mitglied daran teil.

In der Einzeltherapie wurde sichtbar, wieviel und wie gut er davon profitieren konnte.

Er war in der Lage, seine Eltern loszulassen und blieb mit mir und der Dolmetscherin alleine im Raum.

Sein Spielverhalten änderte sich komplett.

Er konnte sich auf gemeinsame Spiele einlassen, bei denen er nicht mehr nur alleine bestimmen wollte.

Sein Kontrollbedürfnis wurde deutlich kleiner.

Er begann, bunt und farbenfroh zu malen. Davor übermalte er seine und meine Bilder immer am Schluss der Stunde mit schwarzer Farbe.

Er erzählte viel über die Gruppe, die anderen Kinder und die Freude, sie wieder zu besuchen.

Sein Deutschwortschatz wurde viel größer.

Er begann, Freundschaften zu schließen, zum ersten Mal in seinem Leben.

Für A. wäre es sehr, sehr wichtig, weiterhin an dieser Gruppentherapie teilzunehmen, um ein sozial gutes Verhalten zu entwickeln und adäquate Konfliktstrategien zu erlernen.

Reaktion der LehrerInnen zu einem ihrer Schüler:

 Das Lehrerinnenteam von XXX möchte sich bei Hemayat und den Therapeutinnen, die unseren Schüler in der Kunsttherapiegruppe betreut haben, sehr herzlich bedanken. Unser Schüler konnte durch diese Unterstützung enorme Entwicklungssprünge machen.

Folgende Veränderungen sind unserem Team aufgefallen:

 ·        Auffallend bessere Konzentrationsfähigkeit bei allen schulischen Aufgaben

·        Schnelleres und ruhigeres Arbeitstempo

·        Frustrationen, verursacht durch soziale Kontakte mit den Mitschülern, hält XXX viel besser aus, und es gelingt ihm sogar, humorvoll darauf zu reagieren („echt erstaunlich“)

·        Viel größerer Spielraum bei Reaktionsmöglichkeiten

·        Er hält Berührungen besser aus

·        Enorme Verbesserung der Teamfähigkeit

·        Kann sich besser in die Gruppe einfügen

·        Spielt jetzt auch mit Mädchen; das war vorher gar nicht möglich

·        Kompromissbereitschaft stark erhöht

·        Die Beziehung zur Mutter hat sich stark verbessert („Juhu - das freut mich ganz besonders; vielleicht sogar der Ausgangspunkt für alle anderen Veränderungen)

·        Kann sich selber viel besser organisieren

·        Nimmt teil am schulischen Geschehen

·        Übernimmt Verantwortung und kümmert sich jetzt um seine Angelegenheiten (wirkte früher meist sehr verloren)

·        Verbringt keine Pause mehr alleine; spielt mit anderen Kindern. „BItte, bitte , bitte weiterhin eine Gruppe aufstellen, da all diese hervorragenden Entwicklungsschritte gefestigt werden sollten, um eine Stärkung für den oft schwierigen Übertritt in die nächste Schule zu gewährleisten.“

Wofür wurde das gespendete Geld konkret ausgegeben?

Die Dauer der Kunsttherapiegruppen wurde schon zu Beginn an den Bedarf der Kinder angepasst;  die Ausgaben haben sich aber erhöht und mussten an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Hemayat hat sich dazu bereit erklärt, die Kosten für die Vor- und Nachbesprechungen mit den Eltern, für die Dolmetschunterstützung, für die laufende Projektbetreuung, für Nachbearbeitung, Evaluation und Dokumentation sowie für einen Teil der Kunsttherapiestunden selbst zu übernehmen.

 

Aus den Mitteln von respekt.net wurden die Honorare der beiden TherapeutInnen finanziert:

 

32 Stunden Kunsttherapie mit B.K. sowie 17 Stunden Kunsttherapie mit E. L., jeweils für die Monate Februar, März und April 2014 (EUR 2.794,00).

 

Der Betrag, der die von respekt.net bewilligten Spendenmittel um EUR 82,00 übersteigt, wurde von Hemayat übernommen.

 

Honorare B.K.:

49 Stunden Kunsttherapie á EUR 55,00:   EUR 2.695,00

9 Stunden Stehzeiten á EUR 11,00:                          EUR      99,00

Gesamt:                                                                         EUR 2.794,00

Wie werden Sie die Mildtätigkeit des Projektes nachweisen?