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Projekt-ID: 594

Protestwanderweg Reloaded – Wir wandern weiter

Kontaktperson: Patricia Hladschik
eingereicht am: 26.08.2013
Budget: € 5.492,-
Finanzierungsfrist: 26.02.2014
Land/Region: Österreich/Wien
Art: Sonstige
Themenkreis: Demokratie & Bürgerrechte

Allgemein

Projektteaser

Der Protestwanderweg wird erweitert: Drei neue Stationen zeigen, dass sich eine Gesellschaft nur entwickelt, wenn Menschen für ihre Anliegen eintreten. Unterstützen Sie uns bei diesem Vorhaben!
  • Start Projektumsetzung: 01.09.2013
  • Ende Projektumsetzung: 15.04.2014

Projektbeschreibung

Auf den Spuren des Österreichischen Protests...

Der Wiener Protestwanderweg macht erfahrbar, was in der Vergangenheit an Rechten für uns alle erstritten wurde, wie Menschen sich organisiert und viel erreicht haben – und wie diese Kämpfe und Errungenschaften das Wiener Stadtbild bis heute prägen. Aufgrund des anhaltenden Interesses und der tollen Rückmeldungen zum Projekt soll der Protestwanderweg nun um drei neue Stationen erweitert werden.

Hauptzielgruppe des Projekts sind in erster Linie Jugendliche; doch durch die Sichtbarkeit und freie Zugänglichkeit im öffentlichen Raum sind alle interessierten Einzelpersonen oder Gruppen dazu eingeladen, diese Einrichtung zu nutzen.

Insgesamt zwölf Stationen (Parlament, 05 am Stephansdom, Hebenstreit, Arena, Gewerkschaften, Planquadrat, Rosa-Lila Villa, Erstes Mädchengymnasium, WUK Werkstätten- und Kulturhaus, Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch, Radio ORANGE 94.0, Stopfenreuther Au) konnten im vergangenen Jahr – unter anderem durch die große Unterstützung der Respekt.net-Community – bereits eröffnet werden.

 

Die drei neuen Stationen sollen sich nun folgenden Orten bzw. Protestbewegungen widmen:

  1. Der Protest gegen das Atomkraftwerk Zwentendorf am Ballhausplatz (der Kampf gegen die Inbetriebnahme des Atomkraftwerks, Volksabstimmung 1978)
  2. Die Ringstraße als Ort des Protests (Sammlung und Überblick über die zahlreichen Protestaktionen, welche im Laufe der Geschichte auf der Ringstraße stattgefunden haben)
  3. Der Karl-Marx-Hof als Errungenschaft der ArbeiterInnenbewegung und Symbol des Widerstands gegen ihre Niederwerfung (Februarkämpfe 1934)

Das mit dem Projekt bereits erfahrene Team (die am Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte angesiedelte pädagogische Serviceeinrichtung Zentrum polis – Politik Lernen in der Schule und der Autor Martin Auer) gewährleistet die kontinuierliche Betreuung und Bewerbung des Projekts.


Nachweis Projektabschluss

- Abrechnung (die Rechnungskopien werden online gestellt)
- Abschlussbericht mit Fotodokumentation
- Erweiterung der Webseite www.protestwanderweg.at um die drei neuen Stationen
- Begleitpublikation für Lehrkräfte, JugendgruppenleiterInnen und Interessierte

Details

Der Protestwanderweg

Warum?

Das Projekt regt dazu an, sich auf die Suche nach den Spuren von Widerstand, Protest, Zivilcourage und Solidarität im Wiener Stadtbild zu machen. Die "ProtestwanderInnen" werden dadurch Teil eines innovativen Stadterkundungsprojekts, welches das selbstständige Erforschen, Beobachten und Interagieren in den Mittelpunkt stellt.

Das Projekt setzt nicht auf reine Wissensvermittlung, sondern auf aktivierende und partizipative Methoden und verknüpft diese mit neuen Informations- und Kommunikationstechnologien.

Der Protestwanderweg richtet sich vor allem an Schulen und Jugendorganisationen; da jedoch die Tafeln genauso wie die Webseite www.protestwanderweg.at frei und öffentlich zugänglich sind, können alle interessierten Personen, die mehr über Orte des Protests und Protestbewegungen in Wien erfahren möchten, den Wanderweg nutzen.

Der Protestwanderweg hat das Potenzial, das Gefühl „Ich als einzelner kann ohnehin nichts erreichen“ zu relativieren bzw. diesen Ohnmachtsgefühlen konkrete Situationen entgegenzustellen, in denen genau dieses Gefühl von einer Gruppe von Menschen überwunden wurde – indem sie sich organisiert und für ihre Ziele eingesetzt haben.

Wie?

Der Protestwanderweg bedient sich so genannter „mobile tags“, die auf Tafeln an den Orten von Protest und Widerstand angebracht werden.

Über die zweidimensionalen Strichcodes, die mit einem Smartphone eingelesen werden und so eine Verbindung zum Internet herstellen, können für den Ort relevante Informationen direkt an Ort und Stelle abgerufen werden.

Diese Informationen können die Form von Schrift, statischem Bild, gesprochener Sprache oder Video haben. Die Tafeln, welche auf die Stationen des Protestwanderwegs aufmerksam machen, sind dabei permanent im öffentlichen Raum zugänglich.

Die einzelnen Stationen sind so konzipiert, dass sie die Jugendlichen zwischen 20 Minuten und einer Stunde beschäftigen. Die Informationen sind abwechslungsreich und prägnant. Gesprochene Beiträge erlauben es den "ProtestwanderInnen" sich während des Zuhörens umzusehen und umherzugehen; Schrift, Bild und Video werden ergänzend eingesetzt.

Erweiterung um drei neue Stationen

Nachdem bereits die ersten zwölf Stationen des Protestwanderwegs auf großes Interesse gestoßen sind und die Zugriffszahlen kontinuierlich ansteigen und zeigen, dass bereits mehrere tausend Personen die Stationen des Protestwanderwegs aufgerufen haben, möchte das Projektteam den Wanderweg nun um drei neue Stationen erweitern:

  • Protest gegen das Atomkraftwerk Zwentendorf
  • Die Ringstraße als Ort des Protests im Verlauf der Zeit
  • Der Karl-Marx-Hof als Errungenschaft der ArbeiterInnenbewegung

Das Projekt-Team kann dabei auf die Erfahrungen aus der erfolgreichen Organisation, Abwicklung und Fertigstellung der ersten zwölf Stationen des Protestwanderwegs zurückgreifen. Durch die Einbettung des Projekts in die Arbeit von Zentrum polis, der zentralen österreichischen Servicestelle für Politische Bildung, ist eine durchgängige Betreuung und Bekanntmachung des Projekts gewährleistet.

Meilensteine

September/Oktober/November

  • Kontaktaufnahme mit diversen KooperationspartnerInnen
  • Recherche nach Bild-, Ton- und Textmaterial bzw. Durchführung von Interviews für die Stationen
  • Formulierung der Texte zu den Stationen und Aufnahme der Sprechertexte
  • Redaktion und Lektorat

Dezember/Jänner/Februar

  • Verhandlungen mit HauseigentümerInnen bzw. öffentlichen Stellen über die Möglichkeit der Montage der Tafeln
  • Grafische Gestaltung der Tafeln
  • Druck der Tafeln
  • Erstellung des Begleithefts für Lehrkräfte, JugendgruppenleiterInnen und Interessierte

März/April

  • Montage der Tafeln im öffentlichen Raum
  • Bewerbung und Öffentlichkeitsarbeit
  • Eröffnung der drei neuen Stationen
  • Durchführung von angeleiteten Protestwanderweg-Spaziergängen mit Martin Auer zur Bekanntmachung der neuen Stationen

Öffentlichkeitsarbeit

Bereits die Eröffnung der ersten zwölf Stationen des Protestwanderwegs im vergangenen Jahr stieß auf das Interesse zahlreicher Medien. So berichtete die ORF-Nachrichtensendung ZiB24 in ihrer Ausgabe vom 4. Oktober über das Projekt und auch derstandard.at berichtete darüber. Zusätzlich dazu machte eine ganztägige Schaltung auf den Info-Screens in U-Bahnen und Bussen der Stadt Wien auf den Start des Ersten Wiener Protestwanderwegs aufmerksam.

Auch die Eröffnung der drei neuen Stationen soll wieder über die Kontakte und Netzwerke des Projektteams (Webseite, Twitter/Facebook, Aussendungen etc.) beworben und Medienkontakte genutzt werden. Als Begleitmaterial für Schulklassen bzw. Jugendgruppen wird eine Broschüre erstellt, welche neben den Basisinformationen zu den Inhalten der Stationen auch eine genaue Anleitung zum „Protestwandern“ und weitere Ideen für den Unterricht enthält. Die Broschüre kann auf der Webseite von Zentrum polis kostenlos heruntergeladen werden.

Nachhaltigkeit des Projekts

Die Tafeln des Protestwanderwegs sind permanent im öffentlichen Raum zugänglich. Zudem ist die kontinuierliche Erweiterung des Protestwanderwegs um neue Stationen geplant. Als „Dach“ für den gesamten Protestwanderweg fungiert die Webseite www.protestwanderweg.at.

Budget

  • Gesamtbudget
    € 10.500,-
  • - Eigenmittel
    € 5.500,-
  • Finanzierungsziel
    € 5.000,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 492,-
  • Zielbudget
    € 5.492,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 0,-
  • Respekt.net-Teilbetrag A (wird bei erfolgreicher Finanzierung überwiesen)
    € 4.000,-
  • Respekt.net-Teilbetrag B (wird nach Erhalt des Zwischenberichtes überwiesen)
    € 500,-
  • Abgabedatum Zwischenbericht
    15.03.2014
  • Respekt.net-Teilbetrag C (wird nach Erhalt des vollständigen Projektabschlussberichtes überwiesen; mind. 10 % des Zielbudgets)
    € 500,-
  • Abgabedatum Abschlussbericht
    01.05.2014
  • Projektrisiken
    Das Projekt-Team kann bereits auf die Erfahrungen aus der erfolgreichen Organisation, Abwicklung und Fertigstellung der ersten zwölf Stationen des Protestwanderwegs zurückgreifen, was das Projektrisiko deutlich minimiert.
  • Budgetplanung

     


    Koordination/Organisation, Verhandlungen mit KooperationspartnerInnen, Projektmanagement, Bildrechte

     

    € 1.500,-

    Erstellen der Inhalte (Recherche, Ton- und Bildmaterial besorgen, Interviews führen, Texte erstellen, Sprecherbeiträge aufnehmen etc.)

    € 2.000,- pro Station

     

    € 6.000,-

    Lektorat, Endkorrektur

     

    € 500,-

    Grafische Gestaltung der Tafeln

    € 120,- pro Station

    € 360,-

    Herstellung und Druck der Tafeln

    € 140,- pro Station

    € 420,-

    Montage der Tafeln

    € 40,- pro Station

    € 120,-

    Grafische Gestaltung der Begleitbroschüre

     

    € 300,-

    Inhaltliche Erstellung der Begleitbroschüre

     

    € 400,-

    Drei angeleitete Protestwanderweg-Spaziergänge mit Martin Auer zur Bekanntmachung der neuen Stationen

    € 300,- pro Workshop

    € 900,-

    Bewerbung

    Die weitere Bewerbung des Projekts wird von Zentrum polis im Rahmen seiner allgemeinen Tätigkeiten geleistet.


    Gesamt

     

    € 10.500,-


     Finanzierungskonzept


    Stadt Wien

    angesucht

    € 5.500,-

    Respekt.net

    angesucht

    € 5.000,-

    Gesamt

     

    € 10.500,-






Dateien

Links & Downloads

Galerie

News

Zentrum polis / Ludwig...

hat am 16.10.2014 geschrieben

Der Protestwanderweg als "Wiener Testimonial" für erfolgreiches Crowdfunding

Patricia Hladschik stellt am 22.10.2014 im Rahmen der Veranstaltung "Innovationsgespräch Crowdfunding" den Ersten Wiener Protestwanderweg als ein Beispiel für erfolgreiches Crowdfunding vor.

 

Wann: Mittwoch, 22.10.2014, 9:00-14:00 Uhr

Wo: meetingpoint.Mediatower, Taborstraße 1-3, 1020 Wien

Organisator: Wirtschaftsagentur Wien

Zentrum polis / Ludwig...

hat am 07.10.2014 geschrieben

Protestwanderweg goes international!

Präsentation des Ersten Wiener Protestwanderwegs im Rahmen der NECE-Konferenz (Networking European Citizenship Education):

mehr

Zentrum polis / Ludwig...

hat am 22.09.2014 geschrieben

Vorstellung des Protestwanderwegs im Rahmen des Symposiums "Lernen im Museum – Aktuelle Diskurse und Modelle in der Geschichtsdidaktik"

Wir stellen den Protestwanderweg als Angebot des (historischen) Lernens im öffentlichen Raum vor.

 

Wann: Samstag, 27.9.2014

Wo: Kunsthistorisches Museum, Wien

 

Alle Details zum Symposium:

Zentrum polis / Ludwig...

hat am 01.07.2014 geschrieben

Übersicht über alle Stationen des Protestwanderwegs

Insgesamt 15 Stationen sind bereits zugänglich. Das beigefügte Bild gibt einen kurzen Überblick zu den Themen und Standorten.

Zentrum polis / Ludwig...

hat am 01.07.2014 geschrieben

Begleitheft zum Protestwanderweg

Das 40 Seiten starke Heft zum Protestwanderweg stellt alle 15 Stationen vor, enthält eine Auflistung der Standorte und eine Auswahl der Aufgaben für SchülerInnen.,

Zentrum polis / Ludwig...

hat am 01.07.2014 geschrieben

Der Kampf gegen Zwentendorf

In Österreich steht das einzige Atomkraftwerk der Welt, das auf Grund einer Volksabstimmung nicht in Betrieb genommen wurde. Die 15. Station des Protestwanderwegs geht der Geschichte dieser Protestbewegung nach.

Meinungen

Abschlussbericht

Abschlussbericht allgemein

Ohne Unterstützung der respekt.net-Community wäre eine Fortführung des Wiener Protestwanderwegs nicht möglich gewesen. Herzlichen Dank für diese großartige Unterstützung!

Die drei neuen Stationen von Protestwanderweg Reloaded widmen sich folgenden Orten bzw. Protestbewegungen:

  • Der Ringstraße als Ort des Protests (Sammlung und Überblick über die zahlreichen Protestaktionen, welche im Laufe der Geschichte auf der Ringstraße stattgefunden haben)
    www.protestwanderweg.at/ring
  • Den Februarkämpfen 1934 und dem Karl-Marx-Hof als Errungenschaft der ArbeiterInnenbewegung und Symbol des Widerstands gegen ihre Niederwerfung
    www.protestwanderweg.at/feb34
  • Dem Protest gegen das Atomkraftwerk Zwentendorf am Ballhausplatz (der Kampf gegen die Inbetriebnahme des Atomkraftwerks, Volksabstimmung 1978)
    www.protestwanderweg.at/zwent

Im Karl Marx Hof wurde die Tafel zu den Februarkämpfen gut sichtbar in der Nähe des Museums „Der Waschsalon“ angebracht:

Beim Waschsalon Nr. 2, Karl-Marx-Hof, Halteraugasse 7, 1190 Wien

Für die Stationen Ringstraße und Ballhausplatz wurden keine Tafeln montiert. Sie sind so gestaltet, dass UserInnen mobiler Endgeräte eine Nachricht über die Verfügbarkeit der Informationen erhalten, wenn Sie z.B. auf der Ringstraße unterwegs sind. Auch übers Internet sind alle Informationen abrufbar.

Weitere Informationen finden sich im ausführlichen Projektbericht, der als PDF angefügt ist.

Galerie

Downloads

Welchen gesellschaftspolitischen Zweck hat das projekt erfüllt?

Das Projekt ist ein Beitrag zur Politischen Bildung.

Petitionen, Demonstrationen, Streiks, Hausbesetzungen, Volksbegehren, Menschenketten, Piratenradio, Flugblätter, Lichtermeer ... vielfältig sind die Formen, mit denen Menschen sich ihre Rechte erstritten haben. Der Erste Wiener Protestwanderweg macht erfahrbar, wie diese Kämpfe und Errungenschaften das Stadtbild bis heute prägen.

Wie waren Reaktionen anderer zu diesem Projekt?

Das Projekt findet großen Zuspruch. Die Karte mit den Stationen ist über google maps aufrufbar: Mit Stand 1. Mai 2014 hatte die Karte etwa 10.900 Aufrufe.

Das Presseecho ist anhaltend positiv, so hat Ö1 eine Ambiente-Sendung zum Protestwanderweg ausgestrahlt, die danach auf Ö1 macht Schule für Schulen aufbereitet wurde:

Die Ambiente-Sendung „Erkämpft – Erwandert“ vom 17. Oktober 2013 steht auf Ö1 macht Schule zum Nachhören bereit. Gemeinsam mit begleitenden Unterrichtsmaterialien zur Vor- und Nachbereitung im Unterricht.

http://oe1.orf.at/artikel/358802

Wofür wurde das gespendete Geld konkret ausgegeben?

Das Geld wurde, wie im Budgetplan dargestellt, für Honorare zur Erarbeitung der neuen Stationen, für das Layout der neuen Tafel, für den Druck der Tafel, für das Projektmanagement, für Pressearbeit sowie für die Eröffnungsveranstaltung der neuen Stationen ausgegeben.

Eine Auflistung der Belege findet sich um PDF-Dokument Abrechung.

Wie werden Sie die Mildtätigkeit des Projektes nachweisen?

Zugeordnete Themen