Projekt-ID: 60

Gleichstellungsbarometer

Initiator/In: Manuela Vollmann
eingereicht am: 28.06.2010
Budget: € 2.900,-
Finanzierungsfrist: 31.12.2010
Land/Region: Österreich/Wien
Art: Studie
Themenkreis: Gleichberechtigung & Frauenrechte

Allgemein

Projektteaser

Mit dem interaktiven Online-Tool Gleichstellungsbarometer will abz*austria die Stimmung in Sachen Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit, bezogen auf berufliche Themenfelder, in den Fokus stellen
  • Start Projektumsetzung: 30.06.2010
  • Ende Projektumsetzung: 30.12.2010

Projektbeschreibung

A faire G´schicht, so zwischen Frauen und Männern am österreichischen Arbeitsmarkt? Statistiken zeichnen ein eher düsteres Bild, wie es um die Geschlechterdemokratie bestellt ist.


Mit dem interaktiven Online-Tool Gleichstellungsbarometer will abz*austria die Stimmung, die persönliche Zufriedenheit und Einschätzung von Frauen und Männern selbst in Sachen Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit bezogen auf berufliche Themenfelder in den Fokus stellen. Gefühlte Wirklichkeit wird sichtbar und transparent und fordert so eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Diskurs, in dem die Fair-hältnisse der Geschlechter ausgehandelt werden.


Ein leicht bedienbarer Online-Fragebogen erhebt die subjektiven Einschätzungen zu Fragen der Gleichstellung der Geschlechter am Arbeitsmarkt und der Möglichkeiten von Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben.


Auf einer mehrstufigen Skala werden die persönlichen Bewertungen angegeben. Die Antworten werden geschlechtsspezifisch ausgewertet und als Mittelwert aller abgegebenen Votings in Form eines Barometers angezeigt. Laufend aktuell zeigen die beiden Barometer (eines für Frauen, eines für Männer) die „österreichische Wetterlage zur Geschlechterdemokratie“ an.


Organisation

  • Name der juristischen Person / des Vereins / der Firma: abz*austria, Verein zur Förderung von Arbeit, Bildung und Zukunft von Frauen
  • Adresse der juristischen Person: Simmeringer Hauptstrasse 154, A-1110 Wien
  • ZVR-Zahl / Firmenbuchnummer / sonstige Nummer der Registrierung: 862198685

Nachweis Projektabschluss

Projektbericht und Rechnungslegung

Details

Projektbeschreibung und Zielsetzungen


Die Realität des österreichischen Arbeitsmarktes ist durch massive Segregation gekennzeichnet.
Der Frauenbericht 2010 spiegelt ein traditiertes Geschlechter(miß-)verhältnis wieder. Geschlechterdemokratische Werte, die allseits beschworen werden, finden sich in der vorgefundenen Alltagsrealität nicht wieder. Wie wird das Geschlechter-Fair-hältnis von den Frauen und Männern selbst tatsächlich erlebt und welche Wertigkeit geben sie dieser Fragestellung?


Mit dem Gleichstellungsbarometer will abz*austria einen Beitrag zur Förderung von Genderdemokratie im beruflichen Bereich leisten. Das Online-Tool erhebt die subjektive Wahrnehmung von Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit von Frauen und Männern in Fragen rund um Arbeitsmarkt, Berufstätigkeit und Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Wie gerecht wird das Geschlechterverhältnis von Frauen und Männern in Österreich tatsächlich erlebt und welche Wertigkeit hat das Thema Geschlechterdemokratie?


Möglichst viele Frauen und Männer können ihr Voting und ihre persönliche Einschätzung mittels eines interaktiven Online-Fragebogens eingeben. Jedes Voting fließt sofort in die Auswertung ein und beeinflusst das Stimmungsbarometer. Die aktuelle Stimmung und die subjektiven Befindlichkeiten in Österreich werden so sichtbar und transparent gemacht und finden einen beständig aktuellen Ausdruck.


Das Gleichstellungsbarometer ist ein basisdemokratisches Instrument, seine Ergebnisse können einen Referenzrahmen für politische Aktivitäten und wissenschaftliche Studien bilden. Es ist ein „Stimmungsbarometer“ und als solches kein Politikanleitungstool. Es hat keinerlei Anweisungscharakter.

 

Diskurse finden getrennt auf 3 Ebenen statt:

Politik, wissenschaftliche Studien und gefühlte Wirklichkeit. Das Gleichstellungsbaromter zielt darauf ab, die Dualität Politik und Wissenschaft anzukratzen und mit diesem Beobachtungsinstrument zu ergänzen. Das Design der „intelligenten Triangulierung“ der 3 Ebenen dient der größeren Treffsicherheit von Maßnahmen zur Gleichstellung von Frauen und Männern.


Subjektive Befindlichkeiten wollen gehört werden. Das Gleichstellungsbaromter ist Instrument der Zivilgesellschaft, ein Instrument der Beobachtung und der Reflexion. Eine unmittelbare und sichtbare Stimme wird formuliert, die den Dialog in der politischen Auseinandersetzung in Bezug auf Fragen der Geschlechterdemokratie forciert. Es ermöglicht so die Teilnahme am gesellschaftlichen Diskurs und damit auch die Einflussnahme.

Wie funktioniert das Gleichstellungsbarometer?


Das Online-Tool ist leicht und schnell zu bedienen, auf einer mehrstufigen Skala kann die jeweilige persönliche Beurteilung in Bezug auf beruflich relevante Themen angeklickt werden. Der Onlinefragebogen bezieht sich auf die persönlich erlebte Wahrnehmung von  Gerechtigkeit von Männern und Frauen.


Die Antworten werden geschlechtsspezifisch ausgewertet und als Mittelwert aller abgegebenen Antworten in Form eines Barometers angezeigt. (Ein Barometer für Frauen und eines für Männer.)


Ziel ist, die Bewertungen von möglichst vielen Frauen und Männern zu erheben. Der aktuelle Stand der abgegebenen Votings wird auf der Website angezeigt. abz*austria sorgt für die Verbreitung und Bekanntheit des Barometers und kurbelt damit den Diskurs über das Transparent-Machen von gefühlter Wirklichkeit an. Das Gleichstellungsbarometer ist Katalysator für Kommunikation. Viele Stimmen zusammengeflossen zu einer Anzeige wollen einen sichtbaren Standpunkt im Diskurs des Geschlechter-Fair-hältnisses darlegen.


Das Barometer soll über einen längeren Zeitraum Online bleiben, an bestimmten Stichtagen werden die aktuellen Werte archiviert und Veränderungen auf der Website dokumentiert.


Projektthema:

Gleichberechtigung von Frau und Mann/ Stärkung der Demokratie. Die Situation von Frauen am österreichischen Arbeitsmarkt ist nach wie vor – und im europaweiten Vergleich von besonders großen - geschlechtsspezifischen Unterschieden in der Beschäftigungsstruktur gekennzeichnet.

 
Diese Unterschiede in der Verteilung von Erwerbsarbeit, Familien- und Betreuungsarbeit bestimmen die Möglichkeiten an wirtschaftlicher und politischer Gestaltung und Partizipation. Geschlechterdemokratie bedeutet eine gleichberechtigte Partizipation und Repräsentation beider Geschlechter in demokratischen Gesellschaften. Demokratie ohne Geschlechterdemokratie kann nicht gedacht werden.

 

Zum Verein ABZ*:
Mit unterschiedlichen Projekten lenkt abz*austria auf einer breiten gesellschaftlichen Ebene die Perspektive auf Gleichstellungs- und Gerechtigkeitsfragen, um dem Ziel der Geschlechterdemokratie näher zu kommen. Auch das Gleichstellungsbarometer will  als Katalysator für Kommunikationsprozesse der Zivilgesellschaft fungieren. Es zielt auf möglichst große Reichweite und Bekanntheit ab und forciert damit den Diskurs über das Transparent-Machen von gefühlter Wirklichkeit.

Budget

  • Gesamtbudget
    € 4.200,-
  • - Eigenmittel
    € 1.300,-
  • Finanzierungsziel
    € 2.900,-
  • Budgetplanung

    Inhaltliche Konzeption und Umsetzung:

     

    Inhaltliche Erarbeitung der Themenstellungen und des Fragebogens: 1140.-

     

    Technische Umsetzung:

    Onlinetool (Internetanbindung, Interaktiver Fragebogen, Datenbank, Darstellung von Auswertungen auf der Website, ..): 940,-

     

    Grafische Umsetzung:

    (Entwurf des Barometers, Design des Fragebogens, ..) 820,-

     

    Öffentlichkeitsarbeit, um die Reichweite für das Voting zu erzielen: 700,-

     

    Organisation, Auswertung und Wartung: 600,-

     

    Insgesamt: 4.200,-

     

Dateien

News

Manuela Vollmann

hat am 12.04.2011 geschrieben

Voting läuft noch!

Da noch einige unserer Kontaktpersonen mitvoten wollen, ist das Gleichstellungsbarometer noch bis Ende April 2011 online. Demensprechend erfolgt der Abschlussbericht erst Anfang Mai, da wir gerne noch allen interessierten Personen die Möglichkeit für die Abstimmung geben und diese Votings auch einfließen lassen wollen. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Manuela Vollmann

hat am 12.04.2011 geschrieben

Voten Sie mit! Das Gleichstellungsbarometer ist Online!

Mittlerweile ist das Gleichstellungsbarometer online! Es haben schon einige Personen abgestimmt, das Voting läuft aber noch. Stimmen Sie mit: www.abzaustria.at/barometer/questionnaire.php

Manuela Vollmann

hat am 27.01.2011 geschrieben

Das Projekt befindet sich in der Umsetzung!

Wir freuen uns über die Möglichkeit das Projekt Gleichstellungsbarometer umsetzen zu dürfen und bedanken uns sehr herzlich bei allen InvestorInnen!

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Meinungen

Abschlussbericht

Abschlussbericht allgemein

Die österreichische Wetterlage zur Geschlechterdemokratie.

Mit dem interaktiven Online-Tool Gleichstellungsbarometer wollte abz*austria die Stimmung, die persönliche Zufriedenheit und Einschätzung von Frauen und Männern in Sachen Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit bezogen auf berufliche Themenfelder in den Fokus stellen.

Ein leicht bedienbarerer Online Fragebogen machte die Abstimmung per Mausklick möglich.

Auf einer mehrstufigen Skala wurden die persönlichen Bewertungen angegeben. Die Antworten wurden geschlechtsspezifisch ausgewertet und angezeigt. Laufend aktuell zeigen die beiden Barometer (eines für Frauen, eines für Männer) die "österreichische Wetterlage zur Geschlechterdemokratie" an.

Der aktuelle Stand des Gleichstellungsbarometers ist unter  http://www.abzaustria.at/barometer/questionnaire.php abrufbar bzw. ist das Voting nach wie vor möglich.

 

Zusammenfassung der Auswertung:

Mit heutigem Stichtag fällt auf, dass Frauen ihre Arbeitsmöglichkeiten, Verdienstchancen und Arbeitsbedingungen in Unternehmen im Vergleich zu Männern als weniger gerecht einstufen. Auch die Entwicklungs- und Vereinbarkeitsmöglichkeiten werden von Frauen schlechter als von Männern eingestuft.

Männer empfinden sich als eher mit ihrem spezifischen Anliegen politisch, gewerkschaftlich, berufspolitisch gleichermaßen gerecht vertreten als Frauen. Außerdem fühlen sich Frauen eher als Männer durch tradierte Geschlechtsrollenzuschreibungen in ihrem Alltag eingeschränkt.

Besonders auffallend ist, dass sowohl Frauen als auch Männer die Gerechtigkeit in Sachen Geschlechter-Verhältnis in Österreich als besonders negativ beurteilen.

Das Interesse an Fragestellungen rund um den Themenbereich und Geschlechterdemokratie ist Frauen und Männern laut Gleichstellungsbarometer ein großes Anliegen.

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Welchen gesellschaftspolitischen Zweck hat das projekt erfüllt?

Die gefühlte Wirklichkeit erfassen...

Die Realität des österreichischen Arbeitsmarktes ist durch massive Segregation gekennzeichnet. Geschlechterdemokratische Werte, die viel beschworen werden, finden sich in Alltagsrealitäten oft nicht wieder.

 

abz*austria wollte mit dem "Gleichstellungsbarometer" einen Beitrag zur Förderung von Genderdemokratie im beruflichen Bereich leisten und ist mit dem "Gleichstellungsbarometer" der Frage nachgegangen, wie das Geschlechter-Fair-hältnis von Frauen und Männern tatsächlich erlebt wird.

Diskurse finden getrennt auf 3 Ebenen statt: Politik, wissenschaftliche Studien und gefühlte Wirklichkeit.

Das Gleichstellungsbarometer zielte darauf ab, die Dualität Politik und Wissenschaft anzukratzen und mit diesem Beobachtungsinstrument zu ergänzen. Das Design der "intelligenten Triangulierung" der 3 Ebenen dient der größeren Treffsicherheit von Maßnahmen zur Gleichstellung von Frauen und Männern.

Wie waren Reaktionen anderer zu diesem Projekt?

* Es wurden rund 1400 externe Unternehmenskontakte von abz*austria angeschrieben und zum Voten animiert.


* Außerdem wurde die Information zusätzlich über diverse Netwerke von abz*austria verbreitet.  Die Reaktionen waren durchwegs positiv.


* Besonders die Möglichkeit, die persönliche Einschätzung sofort auch optisch umgesetzt zu sehen, fand Lob und Zustimmung. Es war auch durch die optische Umsetzung klar, daß es darum geht, die subjektive Befindlichkeiten zu erkennen. 


* Wichtig war, daß der Fragebogen schnell und einfach zu bedienen war - es gab keinerlei Rückfragen bez. Bedienbarkeit oder negative Reaktionen bez. Zeitaufwand. 

 

Zur Auswertung geht es HIER

Wofür wurde das gespendete Geld konkret ausgegeben?

Inhaltliche Konzeption und Umsetzung (Recherche, Beratung, Themenfindung, Fragebogeninput, Aufbereitung für die graphische Umsetzung, Fachinput)

Technische Umsetzung + Grafische Umsetzung: Design und Programmierung des Gleichstellungsbarometers (interaktives Umfragetool, Banner, Bildhonorare)

Abrechnungen und Belege finden Sie im Abschlusspdf.

 

 

Wie werden Sie die Mildtätigkeit des Projektes nachweisen?

Zugeordnete Themen