Seiten anzeigen
Projekt-ID: 621

Jüdisches Wien - audiovisueller Guide für Smartphone, Tablet und PC

Initiator/In: Martin Auer
eingereicht am: 09.10.2013
Budget: € 2.240
Finanzierungsfrist: 09.02.2014
Land/Region: Österreich/Wien
Art Publikation
Themenkreis Respekt & Vielfalt

Allgemein

Projektadresse

Wien
  • Start Projektumsetzung: 01.03.2014
  • Ende Projektumsetzung: 01.04.2014

Projektbeschreibung kurz

Demo mit den ersten 10 Stationen: http://juedisches-wien.dort.pw

Der Führer "Jüdisches Wien" ist eine Web-Applikation für Smartphone, Tablet und PC. Er soll zunächst ca. 80 Stationen umfassen. Er läuft im Internet-Browser, es muss also keine native App heruntergeladen werden. Der Führer ist daher auch allgemein kostenfrei zugänglich. Der Guide kann auf dem PC durchstöbert werden. Auf dem Smartphone oder dem Tablet öffnen sich die einzelnen Stories automatisch, wenn der/die UserIn sich an dem betreffenden Ort befindet.

Zu den Themen gehören u.a.: jüdischer Alltag, jüdisches und jiddisches Theater und Kabarett, jüdischer Film, jiddische Literatur, liturgische und Unterhaltungsmusik usw., sie ehemaligen Synagogen und ihre Zerstörung im Novemberpogrom, Zeitzeugenberichte über die Sammellager und Deportationen, Überleben im Versteck...


Nachweis Projektabschluss

Online-Abschlussbericht, Abrechnung, Rechnungskopien.
Der Fortschritt des Projekts kann online mitverfolgt werden.

Der Anteil am Gesamtbudget, der über respekt.net aufgebracht werden soll, reicht, um 10 bis 11 Stationen zu erstellen.
Ein Rahmenplan für die ersten 80 Stationen existiert bereits. Wenn ein Teil der gewünschten Fördergeber (siehe Budget) ausfallen sollte, kann der Führer zunächst in einem geringeren Umfang erstellt werden und weitere Ausbaustufen abhängig von weiteren Förderungen später erstellt werden. Das heißt, wenn die erhofften € 2.000,- auf respekt.net zusammenkommen, wird es auf jeden Fall ein sichtbares und hörbares Ergebnis von mindestens 10 neuen Stationen geben. Der Umsetzungszeitraum bezieht sich auf die von respekt.net finanzierten Stationen.

Details

Der Führer "Jüdisches Wien" ist eine Web-Applikation für Smartphone, Tablet und PC. Er soll zunächst ca. 80 Stationen umfassen. Er läuft im Internet-Browser, es muss also keine native App heruntergeladen werden. Der Führer ist daher auch allgemein kostenfrei zugänglich.

Ziele:

Indem der Führer Bild- und Tondokumente an Ort und Stelle erfahrbar macht, soll er auch eine räumliche Vorstellung von dem vermitteln, was das jüdische Wien bis 1938 war. An der Stelle, wo einst eine Synagoge gestanden ist, kann man den Gesang eines Kantors hören, der dort tätig war, an der Adresse der jüdischen Jargonbühne einen Sketch hören, der dort einmal aufgeführt wurde. Die Stimmen von Zeitzeugen werden hörbar an ihren einstigen Wohnorten, das Gedicht des jiddischen Lyrikers an dem Ort, den es beschreibt. Die Vielfalt und auch Widersprüchlichkeit jüdischen Lebens in Wien soll fühlbar, hörbar und sichtbar werden. Und fühlbar, hörbar, sichtbar soll werden, dass all das heute nicht mehr existiert. In den Geschichtsbüchern steht, wie viele da ermordet oder vertrieben wurden. Hier soll ein Eindruck davon vermittelt werden, wer sie waren und wo sie waren.

Evaluierung:

Die Evaluierung erfolgt anhand von Download-Zahlen und Seitenaufrufen.

Beschreibung:

Zu den Themen gehören u.a.: Die ehemaligen Synagogen und ihre Zerstörung im Novemberpogrom, Zeitzeugenberichte über die Sammellager und Deportationen, Überleben im Versteck, aber auch jüdischer Alltag, jüdisches und jiddisches Theater und Kabarett, jüdischer Film, jiddische Literatur, liturgische und Unterhaltungsmusik usw.

Da der Führer keine native App ist, sonderen eine Web-App, die im Internet-Browser des mobilen Geräts läuft, kann er laufend erweitert werden, ohne dass die UserInnen Updates herunterladen müssen.

Die Tondokumente umfassen Zeitzeugen-Interviews, zeitgenössische Rundfunkaufnahmen, Schallplattenaufnahmen von liturgischer Musik (Kantoren, die tatsächlich an den Wiener Synagogen tätig waren), Schallplattenaufnahmen von Volks- und Unterhaltungsmusik (soweit sie tatsächlich den Aufführungsorten in Wien zugeordnet werden können) u.a.m.

Der Audioguide bedient sich der Internet-Plattform "dort! Geschichten über Orte". Diese von Martin Auer programmierte Plattform ermöglicht es, audiovisuelle Führer zu beliebigen Themen zu schaffen. UserInnen können entweder ein bestimmtes Thema wählen, oder einfach die Stationen anzeigen, die sich in der Nähe befinden. Durch die Funktion "In der Nähe" und dadurch, dass Themengruppen sich überschneiden, werden Inhalte auch von UserInnen entdeckt, die nicht speziell danach gesucht haben. So gehört z.B. die Themengruppe "Jüdisches Wien" klarerweise zum Oberthema "Wien", die einzelnen Stationen zum jeweiligen Bezirk. Einzelne Stationen gehören wiederum zu Themen wie "Literatur", "Musik", ´"Kabarett" etc., so dass also viele verschiedene Zugänge zu dem Thema möglich werden.

Wenn der/die UserIn sich mit dem Smartphone oder Tablet in der Stadt bewegt, ertönt, sobald ein markierter Ort erreicht ist, automatisch die zugehörige Story und die zugehörige Seite mit Text und Bild öffnet sich.

Kooperationen:

Als Kooperationspartner sollen gewonnen werden das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, die Jewish Travel Agency, der Jewish Welcome Service, die Grüne Bildungswerkstatt, der Verband der Wiener Fremdenführer und andere Organisationen.

Öffentlichkeit:

Der Audiovisuelle Guide wird Schulen angeboten, die ihn für Lehrausgänge, Wien-Wochen etc. benützen können, sowie auch anderen Bildungsinstitutionen sowie Reiseunternehmen und Fremdenführern, dem Jewish Welcome Service und der Jewish Travel Agency.

Nachhaltigkeit:

Der Führer wird existieren, solange der Server mit Strom versorgt werden kann. Er soll auch weiter ausgebaut werden, so weit es die Zeit des Autors und die Zugänglichkeit von Dokumenten erlaubt. Er soll auch ein mögliches Vorbild für weitere zeitgeschichtliche Führer sein, denn die Plattform dort.pw ist offen für Projekte auch anderer Initiativen.

Budget

  • Gesamtbudget
    € 12.850,-
  • - Eigenmittel
    € 10.850,-
  • Benötigte Mittel von Respekt.net
    € 2.000,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 240,-
  • Zielbudget
    € 2.240,-
  • Budgetplanung

    Ausgaben

    Arbeitsstunden

    Euro


    Lizenzen


    2.000,00


    Programmierung

    60

    2.400,00


    Recherche

    80

    2.000,00


    Grafik

    40

    1.000,00


    Texten

    35

    875,00


    SprecherIn

    40

    1.000,00


    Aufnahmestudio


    1.575,00


    Bewerbung, PR (Aussendungen, Telefonate etc.)

    100

    2.000,00


    Summe Ausgaben


    12.850,00






    Einnahmen




    respekt.net


    2.000,00


    Grüne Bildungswerkstatt


    1.500,00

    Wird eingereicht

    MA7 Wissenschaft


    700,00

    eingereicht

    MA7 Neue Medien


    650,00

    eingereicht

    Zukunftsfonds


    3.500,00

    eingereicht

    Nationalfonds


    3.500,00

    eingereicht

    Mandelbaum Verlag (Gratislizenzen)


    1.000,00

    Mündliche Zusage

    Summe Einnahmen


    12.850,00






    Die durch respekt.net aufzubringende Summe von € 2.000,- reicht, um 10 Stationen zu erstellen.

    Projektrisiko:
    Wenn die Summe aufgebracht wird, werden diese 10 Stationen auf jeden Fall erstellt, unabhängig von der Förderung durch andere Fördergeber. Es gibt also kein Risiko, dass das Geld nicht seinem Zweck zugeführt werden könnte. Weitere Ausbaustufen würden dann eben erst später folgen, wenn sich Fördermöglichkeiten ergeben.

Dateien

Links & Downloads

Galerie

video

News

Martin Auer

hat am 07.05.2014 geschrieben

Gestapogefängnis in der Karajangasse

Mit dem "Buchenwaldlied" von Beda und Leopoldi, gesungen von ehemaligen Häftlingen.

Martin Auer

hat am 07.05.2014 geschrieben

Die Ausstellung "Der ewige Jude" im Nordwestbahnhof 1938

Eröffnungsrede Seyß-Inquarts. dort.pw

Martin Auer

hat am 07.05.2014 geschrieben

Hachschara - Umschulungswerkstätten

Umschulungswerkstätten als Vorbereitung zur Auswanderung: dort.pw

Martin Auer

hat am 07.05.2014 geschrieben

Sammellager in der Kleinen Sperlgase

Helga Burstin-Feldner berichtet über ihre Erfahrungen: dort.pw

Martin Auer

hat am 07.05.2014 geschrieben

Heinrich Eisenbach

Im Hotel Stephanie, Taborstraße: dort.pw

Martin Auer

hat am 07.05.2014 geschrieben

Molly Picon

"Ost und West" im Taborkino 1923: dort.pw

Meinungen

Abschlussbericht

Abschlussbericht allgemein

Mit der Unterstützung von Respekt.net konnten u.a. die folgenden Stationen des Guides realisiert werden:



Jura Soyfers "Liebesgeflüster in der NSDAP"

in der Schleifmühlgasse beim Eingang zum 1. Wiener Turnverein mit dem Bildnis des Turnvaters Jahn überm Eingang



Eröffnungsmonolog des Kellners Moritz aus der "Klabriaspartie",

dem Paradestück der Budapester Orpheumgesellschaft

Wien 2, Taborstraße 11



Die alte und die neue jüdische Zeremonienhalle auf dem Zentralfriedhof



Fritz Grünbaum:

"Fein Elschen und die Viere" im Kabarett "Simpl"



Hermann Leopoldi:

Soirée bei Tannenbaum im "Etablissement LW"



Armin Berg:

"Mir ist schon alles ganz egal" im Etablissement "Mascotte"



Molly Picon:

"Ost und West" im Taborkino



Heinrich Eisenbach:

"Anekdoten" im Hotel Stephanie, Taborstraße



Das Sammellager in der Kleinen Sperlgasse

mit einem Bericht der Zeitzeugin Helga Burstin-Feldner



Hachschara - Umschulungswerkstätten als Vorbereitung zur Auswanderung



Die Ausstellung "Der ewige Jude" im Nordwestbahnhof 1938



Das Gestapogefängnis in der Karajangasse

Mit dem "Buchenwaldlied" von Beda und Leopoldi, gesungen von ehemaligen Häftlingen.

 

Weiters viele kleinere Stationen, die reine Fotodokumentationen beinhalten.

Insgesamt umfasst der Guide mit Stand 14.5.2014 162 Stationen, davon 44 Audiostories, 4 Videostories und 118 Fotostories. Der Guide wächst noch immer weiter.

Downloads

Welchen gesellschaftspolitischen Zweck hat das projekt erfüllt?

Der Guide hat vor allem um den Jahrestag des Novemberpogroms öffentliche Beachtung gefunden (z.B. Berichterstattung auf Radio Wien). 276 "Likes" auf facebook zeigen ebenfalls, dass diese Form des Berichtens ihre Wirkung hat. Der Guide wird weiter ausgebaut und steht weiterhin der Öffentlichkeit zur Verfügung, insbesondere kann er von Bildungseinrichtungen und Einrichtungen der Jugendarbeit genutzt werden. Es laufen Gespräche, den Guide auch auf wien.gv.at zu verlinken.

Wie waren Reaktionen anderer zu diesem Projekt?

Wofür wurde das gespendete Geld konkret ausgegeben?

Honorar für 150 Stunden Programmierung, Recherche und Gestaltung: € 2000,-

Zugeordnete Themen