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Projekt-ID: 676

Gartenprojekt GRUND

Initiator/In: Max Werdenigg
eingereicht am: 24.01.2014
Budget: € 879,-
Finanzierungsfrist: 24.05.2014
Land/Region: Österreich/Niederösterreich
Art: Sonstige
Themenkreis: Flüchtlinge & Zuwanderung

Allgemein

Projektteaser

Ein Gemeinschaftsgartenprojekt für Asylwerber*innen, sowie Menschen nach dem Abschluss des Asylverfahrens und Anwohner*innen im Sonnenpark St. Pölten.

Projektadresse

Spratzerner Kirchenweg 81 – 83
3100 St. Pölten

Unser Gartenprojekt wird mit freundlicher Unterstützung vom Kulturverein LAMES und dem Sonnenpark - Verein zur Förderung nachbarschaftlicher Kommunikation und gemeinschaftlicher Aktivitäten auf der SciFi Wiese des Sonnenparks entstehen.
  • Start Projektumsetzung: 20.01.2014
  • Ende Projektumsetzung: 20.08.2014

Projektbeschreibung

Unser primäres Anliegen ist die Besserung der Situation von Menschen die aktuell in Österreich um Asyl ansuchen und jenen die dies in der Vergangenheit tun musste. Dazu wollen wir über einen Gemeinschaftsgarten Zugang zu sinnvoller Beschäftigung in der Natur und sozialen Kontakten aus der Umgebung anbieten.

Für die Finanzierung der ersten Saat und einige Gartengeräte brauchen wir nun eure Unterstützung. Bitte helft uns einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der menschenunwürdigen Situation von Asylsuchenden in Österreich zu leisten!


Nachweis Projektabschluss

Nach Abschluss der Anschaffungsphase im Frühjahr werden die einzelnen Rechnungen zu einer Gesamtabrechnung zusammengefasst die alle Ausgaben der Einreichung bei respekt.net umfasst.

Die laufende Dokumentation des Projektfortschritts erfolgt durch Textbeiträge und Fotos, die via facebook und über unseren Blog veröffentlicht werden. Für den Projektabschluss der Einreichung bei Respekt.net werden die relevanten Beiträge in Form eines Abschlussberichts zusammengefasst und mit zusätzlichen Informationen ergänzt. Dieser Bericht wird nach Projektabschluss hier auch ersichtlich sein.

Details

Die Situation für Menschen die aktuell in Österreich um Asyl ansuchen oder dies in der Vergangenheit tun mussten ist in vielen Fällen extrem prekär. Aufgrund widrigster Umstände in den Herkunftsländern müssen diese Menschen ihre Heimat verlassen und einen beschwerlichen Weg auf sich nehmen.

Die Bedingungen des Asylwesens in Österreich werden häufig als menschenrechtlich bedenklich und hochgradig entwürdigend eingestuft. Verfahrenszeiträume von bis zu zehn Jahren sind keine Seltenheit und ein selbstbestimmtes Leben ist schier unmöglich.

Generell ist die Wohnungssituation für Menschen unserer Zielgruppe in St. Pölten äußert beengt und prekär. Viele Menschen wohnen in Mietobjekten auf engem Raum und haben keine Möglichkeit, eine Gartenfläche zu nützen, um Gemüse und Pflanzen anzubauen. Obwohl diese Menschen zum Teil einen freien Arbeitsmarktzugang haben, scheitert es unter anderem an fehlenden Ressourcen (bspw. Sprachbarrieren), einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen zu können. Sie warten teilweise auch mehrere Monate auf einen Deutschkursplatz und haben in dieser Zeit keine bis wenig Tagesstruktur.

Viele Flüchtlinge haben in ihren Heimatländern in ruralen Gebieten gelebt und ihren Eigenverbrauch an Gemüse und Obst selber angebaut und geerntet. Die Bewirtschaftung eines Gartens bietet eine sinnvolle Aufgabe und die Personen können eigene Qualifikationen und Fähigkeiten in ihr neues Lebensumfeld einbringen.

Da von staatlicher Seite kaum Angebote zur Besserung dieser Situation bestehen, wollen wir mit unserem Gartenprojekt dazu beitragen, die Situation von Asylwerber*innen und auch Menschen nach dem Abschluss des Asylverfahrens zu verbessern, indem wir die Ressourcen zum Anbau von Lebensmitteln zur Verfügung stellen und soziale Anknüpfmöglichkeiten schaffen.

Der Ort für den Garten konnte bereits gefunden werden. Dank einer Partnerschaft mit den Kulturverein LAMES, der Sonnenpark-Initiative und anderen Gartenprojekten können wir einen Bereich im Sonnenpark – Park des Wandels bewirtschaften. Mitten in dieser Grünoase in St. Pölten am Spratzerner Kirchenweg wird zwischen Weidenhäusern, Kunstwerken und einem Baumhaus ab dem Frühjahr 2014 im buntesten Park der Stadt der Gemeinschaftsgarten “Grund” entstehen.

Frei nach dem Prinzip der Gemeinwesenarbeit und des partizipativen Ansatzes geht es uns darum, Raum zu schaffen für die Steigerung der Lebensqualität aller Beteiligten. Sowohl Asylwerber*innen, Menschen nach einem abgeschlossenen Asylverfahren wie auch Anwohner*innen bietet sich dadurch die Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung ihrer Umgebung mitwirken zu können und einander kennenzulernen. Unsere Ziele umfassen im Konkreten die Schaffung von sinnvollen Freizeitangeboten in der Natur, finanzielle Entlastung der teilnehmenden Flüchtlinge durch den Eigenanbau von Nahrungsmitteln, Zugang zu hochwertigen und frischen Lebensmitteln, Förderung von Inklusion, sozialem Austausch und natürlich in erster Linie viel Freude.

Die Konzeption und Organisation der Initiative geht auf eine Gruppe von Studierenden der FH St. Pölten zurück. Im Rahmen der Bachelorarbeit ist die Konzeption eines Projekts vorgesehen und wir haben uns dazu entschieden, diesen Garten ins Leben zu rufen.

Aktuell läuft eine Bedarfserhebung bei der Zielgruppe, die Konzeption des Webauftrittes, die Gartenplanung und die Planung eines Frühlingsfestes im Sonnenpark. Sobald es warm genug ist starten wir gemeinsam mit den Teilnehmer*innen mit der Bestellung des Bodens. In regelmäßigen Abständen erfolgen dann im Sommer gemeinsame Aktivitäten im Sonnenpark wobei die soziale Begegnung und die Gartenarbeit eine große Rolle spielen sollen und wir herzlich einladen, zu Besuch zu kommen.

Langfristig wird das Gartenprojekt unter der Betreuung des aktuellen Projektteams schrittweise an die Teilnehmer*innen übergeben. Anrainer*innen und Nutzer*innen des Sonnenparks sollen gemeinsam mit Asylwerber*innen, Menschen nach einem abgeschlossenen Asylverfahren den Garten bewirtschaften. Die Koordination erfolgt auch langfristig durch die Sozialarbeiter*innen des Projektteams.

Besondere Relevanz erhält das Projekt auch dadurch, dass wir bislang die einzige Initiative dieser Art in der niederösterreichischen Landeshauptstadt darstellen und damit eine Lücke im Angebot schließen wollen, die in Wien schon durch mehrere Gartenprojekte abgedeckt ist.

Budget

  • Gesamtbudget
    € 900,-
  • - Eigenmittel
    € 100,-
  • Finanzierungsziel
    € 800,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 79,-
  • Zielbudget
    € 879,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 0,-
  • Budgetplanung
    Um einen Garten für mehr als 20 Menschen auf die Beine stellen zu können brauchen wir einige Dinge, für die wir das Geld ausgeben wollen, das ihr für uns spendet. Unsere Kostenschätzung hat ergeben, dass wir mindestens € 900,- als Anschubfinanzierung brauchen werden.

    In erster Linie handelt es sich dabei um Infrastruktur, Gartengeräte, Saatgut und Erde. Je nachdem wie unsere Zielgruppe den Garten gestalten will, werden die Kosten unetrschiedlich gewichtet. So könnt es zum Beispiel sein, dass wir ein Hochbeet bauen werden oder ein Gartenhäuschen. Natürlich brauchen wir auch eine Wasserleitung und Schaufeln.

    Für diese Ausgaben konnten wir über unseren Punschstand bei der Projektvernissage der FH St. Pölten bereits € 100,- an Spenden lukrieren. Daher ist unser Ziel über Respekt.net noch € 800,- an Spenden herein zu holen.


News

Max Werdenigg

hat am 03.06.2014 geschrieben

Sonnenparkfest

Wir danken allen Unterstützer*innen und Sympathisanti*innen unseres Gemeinschaftsgartens und freuen uns über den positiven Abschluss der Respekt.net Kampagne. Wenn Ihr sehen wollt wie euer Geld eigesetzt wurde und was mittlerweile bei uns gewachsen ist würden wir uns freuen, Euch am Sonntag beim Sonnenparkfest begrüßen zu dürfen! Mehr Infos hier: www.facebook.com/events/1484492345097582/

Meinungen

Abschlussbericht

Abschlussbericht allgemein

Abschlussbericht Gartenprojekt GRUND

Seit dem Beginn der Fundraisingphase auf Respekt.net ist einiges passiert in unserem Gemeinschaftsgarten. Wie auf unserer facebook Timeline ersichtlich haben wir reges Interesse seitens der Zielgruppe und viel Unterstützung aus der Umgebung erfahren.

Vom ersten Treffen zur Abklärung der Vorstellungen, Wünsche und Möglichkeiten der Gärtner*innen Anfang März über die ersten Arbeiten am GRUND mit der Zielgruppe Ende März bis hin zur Aussaht Anfang April war viel Arbeit notwendig um den Garten dorthin zu bringen wo er heute ist. Darauf können alle Beteiligten stolz sein. Ohne die Unterstützung der Respekt.net Community gäbe es heute keine Wasserleitung. Denn mit dem Geld aus der Fundraisingaktion konnten wir einen Bagger mieten um damit einen 200 Meter langen Graben quer durch den Park zu ziehen und unsere Gärtner mit fließendem Wasser zu versorgen. 

Dank der Hilfe unserer Gastgeber, dem Verein Sonnenpark und Lames konnten wir diese wichtige Infrastrukturmaßnahme umsetzen und unsere Pflanzen müssen nicht verdursten.

Auf der nächsten Seite noch einige Bilder von den Arbeiten zur Verlegung des Wasserschlauches. Weitere Fotos und Berichte sind unter www.facebook.com/dergrund abrufbar.

Im Namen aller Beteiligten danken wir unseren Unterstützer*innen auf Respekt.net für die Hilfe und laden Euch alle herzlichst ein uns kommenden Sonntag beim Sonnenparkfest zu besuchen.

Liebe Grüße,
Euer GRUND-Team

Galerie

Downloads

Welchen gesellschaftspolitischen Zweck hat das projekt erfüllt?

Beitrag zur Integration von Asylwerber*innen in einem laufenden Asylverfahren oder Menschen mit abgeschlossenem Asylverfahren.

Wie waren Reaktionen anderer zu diesem Projekt?

Wie aus der facebook Seite hervorgeht haben wir enorme Hilfsbereitschaft und breite Unterstützung aus der Umgebung, den Medien und der Fachhochschule erfahren.

Wofür wurde das gespendete Geld konkret ausgegeben?

Im Rahmen der Schaffung der geeigneten Infrastruktur wurde das Geld zur gänze für die Anmietung eines Baggers inkl. Zubehör aufgewendet. Dieses Gerät war notwendig um den Garten mit fließendem Wasser zu versorgen.

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