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Projekt-ID: 766

FÖRDERUNG DER ZIVILGESELLSCHAFT IN DEN LÄNDERN OSTEUROPAS

Kontaktperson: Rainer Zeitlinger
eingereicht am: 28.08.2014
Budget: € 8.787
Finanzierungsfrist: 28.02.2015
Land/Region: Österreich/Wien
Art Workshop
Themenkreis Soziales Engagement

Allgemein

Projektadresse

Albrechtskreithgasse 19-21
1160 Wien
  • Start Projektumsetzung: 01.09.2014
  • Ende Projektumsetzung: 31.03.2015

Projektbeschreibung kurz

Die Ukraine und die Republik Moldau sind zwei der ärmsten Länder Europas. Sie gehören schon seit vielen Jahren zu den Schwerpunktländern der Auslandshilfe der Caritas Wien. Die Ukraine erlebt zudem derzeit ihre schwerste Krise seit ihrer Unabhängigkeit 1991, die zunehmend das fragile soziale Gefüge des Landes zerrüttet.

Freiwilliges Engagement kann einen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten. Im Rahmen des Projekts werden mit PartnerInnen aus dem osteuropäischen Ausland Möglichkeiten erarbeitet, wie Freiwilligenarbeit in zivilgesellschaftlich orientierten Organisationen professionalisiert und selbst dort, wo die Not am größten ist, weiter ausgebaut werden kann.

Ein Study Visit vom 20. - 26.10.2014 gibt 14 MitarbeiterInnen unterschiedlicher Organisationen aus den beiden Ländern die Möglichkeit, Methoden und Modelle der Arbeit mit Freiwilligen in Wien kennen zu lernen: das Programm umfasst zwei Besuchstage in Einrichtungen, die verstärkt mit Freiwilligen arbeiten, einen Workshop über Rahmenbedingungen und Ideen für neue Freiwilligenprojekte sowie den Besuch der Freiwilligenmesse am 25.10.2014 im MAK in Wien.

Die PartnerInnen werden zu MultiplikatorInnen in ihren Heimatländern: die Arbeit mit Freiwilligen in der eigenen Organisation soll weiter ausgebaut und die Erfahrungen in Form von Runden Tischen mit lokalen NGOs geteilt werden.

 


Nachweis Projektabschluss

Gesamtabrechnung, Rechnungskopien zu den Ausgaben, die mit den über Respekt.net lukrierten Mitteln bestritten wurden, Fotodokumentation, Online-Abschlussbericht.

Details

FÖRDERUNG DER ZIVILGESELLSCHAFT IN DEN LÄNDERN OSTEUROPAS

Ein Beitrag zur Entwicklung von Freiwilligem Engagement in zivilgesellschaftlich orientierten Organisationen in der Ukraine und der Republik Moldau.

 

Executive summary

Freiwilliges Engagement leistet einen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. In Österreich sind rund 45% der Bevölkerung freiwillig tätig. Damit liegt Österreich im europäischen Vergleich im oberen Mittelfeld. Aufgrund der historischen Gegebenheiten und der wirtschaftlichen Lage ist die Zivilgesellschaft in vielen osteuropäischen Staaten noch wenig entwickelt.

Ein Modell für gelungene Freiwilligenarbeit kann die Caritas Wien mit ihrer Erfahrung im Inland bieten. Im Rahmen des Projekts werden mit PartnerInnen aus dem osteuropäischen Ausland Möglichkeiten erarbeitet, wie Freiwilligenarbeit professionalisiert und selbst dort, wo die Not am größten ist, weiter ausgebaut werden kann.

Ein Study Visit vom 20. - 26.10.2014 gibt 14 MitarbeiterInnen unterschiedlicher Organisationen aus Osteuropa die Möglichkeit, Methoden und Modelle der Arbeit mit Freiwilligen in Wien kennen zu lernen: das Programm umfasst zwei Besuchstage in Einrichtungen, die verstärkt mit Freiwilligen arbeiten, einen Workshop über Rahmenbedingungen und Ideen für neue Freiwilligenprojekte sowie den Besuch der Freiwilligenmesse am 25.10.2014 im MAK in Wien.

Die PartnerInnen werden ihre Eindrücke in ihre Heimatländer mitnehmen: die Arbeit mit Freiwilligen in der eigenen Organisation wird weiter ausgebaut, die Erfahrungen in Form von Runden Tischen mit lokalen NGOs geteilt.

Freiwilliges Engagement und Zivilgesellschaft

Freiwilliges Engagement leistet einen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Vielfalt der Bereiche (Soziale Dienste, Bildung, Katastrophenhilfsdienste, Sport, Politik, Kultur usw.), in denen Freiwilligenarbeit realisiert wird, spiegelt die große soziale Bedeutung wider: die verstärkte Teilhabe innerhalb der Zivilgesellschaft sowie Beteiligung in organisierten sozialen Netzwerken, z. B. in Sportvereinen, Theatergruppen oder anderen Interessengemeinschaften kann die Integration unterschiedlichster sozialer Gruppen fördern und einen Beitrag zur Stärkung des gesamtgesellschaftlichen Sozialkapitals leisten.

Politische Partizipation, als eine Beteiligungsform, ist ein grundlegender Pfeiler in der Wahrung und Nutzung von Demokratie, indem sich BürgerInnen aktiv mit politischen Themen auseinandersetzen oder diese mitentscheiden. Grundlage für politische Partizipation ist Vertrauen: in die Rechtsstaatlichkeit, in die politischen Institutionen, aber auch in die MitbürgerInnen. Die Beziehung zwischen Vertrauen und Demokratie kann daher in wechselseitiger Abhängigkeit gesehen werden: einerseits reproduziert sich Vertrauen aus Demokratie, andererseits ist es eine Grundvoraussetzung zur Demokratiesicherung.

Aufgrund der Ergebnisse des europäischen Forschungsnetzwerkes „Civil Society and New Forms of Governance“ (CINEFOGO) zeigt sich, dass insbesondere in Ländern mit langjähriger demokratischer Tradition, starkem Sozialsystem und geringer sozialer Ungleichheit auch ein höheres Partizipationsniveau besteht. Soziale Sicherheit, Vertrauen in Mitmenschen und das politische System sind demnach eine wichtige Grundlage zur Förderung einer aktiven Zivilgesellschaft.

In Österreich sind rund 45 Prozent der Bevölkerung in Organisationen und Vereinen oder in der Nachbarschaftshilfe freiwillig und unentgeltlich tätig. Damit liegt Österreich bei der Freiwilligenarbeit im europäischen Vergleich im oberen Mittelfeld. Aufgrund der historischen Gegebenheiten und der wirtschaftlichen Lage ist die Zivilgesellschaft in vielen osteuropäischen Staaten noch wenig entwickelt.

Durch eine Veränderung der institutionellen Arrangements kommt es aber auch in diesen Ländern verstärkt zu neuen Formen der Zusammenarbeit zwischen den gesellschaftlichen Sektoren: eine Reihe von Initiativen und Organisationen bezieht BürgerInnen in die Gestaltung und Planung ihres unmittelbaren räumlichen oder sozialen Lebensumfelds mit ein: Nachbarschaftshilfen, Selbsthilfegruppen und ähnliche Gemeinschaften bieten Betroffenen Möglichkeiten, sich für ihre Interessen zu engagieren.

Freiwilliges Engagement hat sich, bedingt durch veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen, in den letzten Jahren verändert. Freiwilliges Engagement ist zunehmend über die Lebensspanne eingebettet. Verschiedene Institutionen (z. B. Bildungssysteme) bemühen sich neben den familiären und informellen Netzwerken, Verantwortungs- und Partizipationsdenken zu vermitteln und gemeinwesenorientierte Beteiligungsperspektiven zu eröffnen. Insbesondere steht auch die Beteiligung der Wirtschaft in Prozesse des freiwilligen Engagements zur Diskussion. Zudem entwickeln sich verschiedene solidarische Konzepte und Alternativformen (z. B. „Voluntourism“, Tauschzirkel etc.).

Die Intentionen, die mit Freiwilligen Engagement vertreten werden, differenzieren sich weiter und Freiwilliges Engagement zeigt sich somit als Indikator für gesellschaftlichen Wandel und übernimmt selbst eine Gestaltungsrolle. Stärker als bisher muss aber auch ein Freiwilligenmanagement in eine allgemeine Infrastruktur eingebettet sein, die ein Zeichen für die Wahrnehmung des freiwilligen Engagements als Säule der gesellschaftlichen Wohlfahrt sind! In dieser Funktion sollte Freiwilliges Engagement künftig noch mehr Beachtung finden.

Freiwilligenmanagement in NPOs

Viele Organisationen gestalten den Wandel der Freiwilligenarbeit, indem sie ein professionelles Freiwilligenmanagement etablieren. Freiwillige werden angeworben, eingeführt, geschult, begleitet etc. Instrumente des Personalmanagements werden auf Freiwillige angewendet. An Bedeutung nehmen dabei die Systeme der Weiterbildung im Rahmen des freiwilligen Engagements zu, aber auch eine adäquate Absicherung durch Versicherungsleistungen (z. B. Unfall- und Haftpflichtversicherung).

NPOs beteiligen sich an den durch die staatliche Freiwilligenpolitik initiierten Gestaltungsprozessen. Besonders erwähnenswert sind die in den letzten Jahren entstandenen Freiwilligenzentren, die als Vermittler für Freiwillige und für Organisationen zur Verfügung stehen. Damit können Freiwilligenorganisationen auf neue Infrastrukturen zurückgreifen und es bilden sich neue Interessennetzwerke zwischen Organisationen.

Die Organisationen präsentieren sich verstärkt nach außen, erstellen Tätigkeitsprofile und bestimmen Koordinatorinnen und Koordinatoren, die für die Agenden des Freiwilligenmanagements zuständig sind.

Freiwilliges Engagement in der Caritas Wien

Konkrete Hilfe für Menschen in Not.

Hospizbegleitung oder Sprachförderung, Besuchsdienst, gemeinsames Kochen oder Nachhilfe - die Einsatzgebiete von freiwilligen MitarbeiterInnen sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Freiwilliges Engagement bedeutet, sich persönlich und konkret für notleidende Menschen einzusetzen.

Rund 4.300 Menschen engagieren sich in Wien hauptberuflich für die Caritas. Über 2.000 Menschen ergänzen diese Arbeit durch ihren persönlichen Einsatz als freiwillige MitarbeiterInnen in verschiedenen Einrichtungen der Caritas: Freiwillige spenden Zeit, Know-How und Zuwendung für ein Lächeln als Gegenleistung und das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun. Hauptamtliche und freiwillige MitarbeiterInnen bilden die zwei Säulen der Caritas-Arbeit.

Eigene AnsprechpartnerInnen in den Einrichtungen der Caritas Wien begleiten Freiwillige, es gibt regelmäßige Teamtreffen, Supervisions- und Weiterbildungsangebote. Freiwillige sind außerdem haftpflicht- und unfallversichert.

Das Engagement der Caritas Wien in den Ländern Osteuropas

Die Ukraine und die Republik Moldau gehören schon seit vielen Jahren zu den Schwerpunktländern der Auslandshilfe der Caritas der Erzdiözese Wien. Die Caritas setzt sich im In- wie auch im Ausland in vielfältiger Weise für benachteiligte Menschen ein: langfristige Schwerpunkte der Auslandshilfe der Caritas Wien in der Ukraine liegen in der Unterstützung von Kindern in Krisensituationen und in der Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege für kranke und alte Menschen.

Ukraine

Die Ukraine ist das drittärmste Land Europas und erlebt derzeit die schwerste Krise seit ihrer Unabhängigkeit 1991. Die Ereignisse rund um die Auseinandersetzungen am Kiewer Unabhängigkeitsplatz und der Sturz der Regierung im Februar 2014, die Abspaltung der Autonomen Republik Krim und der Bürgerkrieg im Osten des Landes seit März 2014 zerrütten zunehmend das fragile soziale Gefüge des Landes. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung der Ukraine lebt bereits jetzt in großer Armut. Der Mindestlohn betrug 2013 umgerechnet nur etwa 100 Euro, das Durchschnittsgehalt ca. 200 Euro, doch das Leben und Wohnen sind in der Ukraine mittlerweile fast ebenso teuer wie im restlichen Europa.

Vor allem für Familien mit vielen Kindern und ältere Menschen wird die wirtschaftliche Situation schwieriger. Immer mehr Familien geraten in Krisensituationen, verlieren Arbeit und Wohnung. In vielen Fällen zwingt die soziale Not einen oder beide Elternteile, ihre Kinder langfristig der Obhut von Großeltern oder Nachbarn zu überlassen und Arbeit im Ausland zu suchen. Laut UNICEF verlieren so jedes Jahr in der Ukraine knapp 20.000 Kinder die elterliche Betreuung. Insgesamt schätzt UNICEF die Zahl der Kinder in der Ukraine, die ohne elterliche Obsorge aufwachsen, auf über 100.000! Ältere und pflegebedürftige Menschen bleiben oft alleine zurück, haben keinen familiären Anschluss und niemanden mehr, der sie betreuen oder pflegen könnte.

Republik Moldau

Die Republik Moldau ist mit Platz 113 am internationalen UNDP-Index das ärmste Land Europas. Nur 1,5 Flugstunden von Wien entfernt lebt ein Großteil der Bevölkerung am Rande des Existenzminimums. Da viele Menschen von ihren Löhnen und Gehältern nicht leben können, hat von den vier Millionen Einwohnern bereits ein Viertel das Land verlassen, um im Ausland Arbeit zu suchen. Insbesondere für ÄrztInnen und KrankenpflegerInnen sind die Länder der EU erstes Zielgebiet, wo sie ein Vielfaches wie zu Hause verdienen können. Für die Menschen in der Heimat jedoch hat die massive Abwanderung schwerwiegende Konsequenzen: Familien werden auseinander gerissen, Kinder und Jugendliche bleiben nur unzureichend versorgt zurück, alte und pflegebedürftige Angehörige bleiben weitgehend sich selbst überlassen.

 

Der Staat kann die Lücke, die der Weggang der arbeitsfähigen mittleren Generation hinterlassen hat, nicht füllen. Die Sozialbudgets sind unterdotiert, flächendeckende soziale Angebote für Kinder und Pensionisten fehlen. Insbesondere für Letztere ist die Lage prekär: Wer die Durchschnittspension von 50 Euro erhält, muss den Großteil davon für Lebensmittel und Heizung ausgeben. Für Medikamente oder gar die Bezahlung von Pflegeleistungen reicht das Geld nicht. Die zunehmende Überalterung der Bevölkerung trägt zusätzlich dazu bei, dass immer weniger Pflegepersonal für immer mehr kranke Menschen vorhanden ist.

In seit Jahren bewährter Kooperation mit Partnerorganisationen in der Republik Moldau und der Ukraine setzt sich die Caritas daher für die Schwächsten der Gesellschaft dieser Länder ein. In zahlreichen Sozialprojekten werden Kinder und Jugendliche, Alleinerzieherinnen sowie alte und pflegebedürftige Menschen unterstützt: Lernhilfe und Freizeitgestaltung in Kinderzentren, Unterkunft und Betreuung in Mütter- und Mädchenwohneinrichtungen, Essen auf Rädern und Hauskrankenpflege für Senioren.

All diese Aktivitäten sind ohne das Engagement freiwilliger Helfer und Helferinnen nicht möglich. Trotz oder vielleicht gerade wegen der aktuellen schwierigen politischen Lage in der Ukraine oder der schwierigen wirtschaftlichen Situation der Republik Moldau ist die Bereitschaft zu Freiwilligem Engagement aber gleichzeitig sehr hoch!

Ein Modell für gelungene Freiwilligenarbeit kann dabei die Caritas Wien mit ihrer reichen Erfahrung im Inland bieten. In der Kooperation mit den PartnerInnen aus dem Ausland wird ein Weg sichtbar, wie die Freiwilligenarbeit auch dort, wo die Not am größten ist, weiter ausgebaut werden kann. Daher ist es gerade jetzt - in dieser politisch schwierigen Zeit - sehr wichtig, die Partnerorganisationen in der Ukraine und in der Republik Moldau zu unterstützen, ihr Freiwilligenmanagement zu professionalisieren und die Angebote und Zielsetzungen des Freiwilligen Engagements in ihren Organisationen neu zu definieren und sich als Organisation, die mit Freiwilligen arbeitet, zu positionieren. Denn die Entwicklung der Zivilgesellschaft zu fördern darf nicht heißen, den Staat oder die Wirtschaft aus ihren Pflichten zu entlassen!

Projekt

Am 25. und 26. Oktober 2014 findet die diesjährige Freiwilligenmesse in Wien statt: 2013 präsentierten 70 Einrichtungen Möglichkeiten für Freiwilliges Engagement in Ihren Organisationen. 2012 fand die erste Freiwilligenmesse in Wien statt. Damals wurden ca. 4.500 Besucherinnen und Besucher gezählt und 600 neue Freiwillige angeworben.

 Im Rahmen eines Study Visits vom 20. - 26.10.2014 werden 14 MitarbeiterInnen verschiedener Partnerorganisationen der Caritas Wien in der Ukraine und der Republik Moldau, die für das Freiwilligenmanagement in ihren jeweiligen Organisationen verantwortlich sind, die Möglichkeit bekommen, unterschiedliche Möglichkeiten, strukturelle Rahmenbedingungen und Modelle der Arbeit mit Freiwilligen in verschiedenen Organisationen in Wien kennen zu lernen.

Das Besuchsprogramm umfasst zwei Besuchstage in insgesamt 8 Wiener Einrichtungen, die verstärkt oder fast ausschließlich mit Freiwilligen arbeiten, ein eintägiger Workshop und der Besuch der Freiwilligenmesse am 25. Oktober im Museum für angewandte Kunst in Wien. Abschließend werden mit den VertreterInnen der Partnerorganisation Ideen gesammelt, wie in der eigenen Organisation verstärkt Freiwillige in die tägliche Arbeit eingebunden werden können, welche Strukturen es dafür braucht und welche entsprechenden Maßnahmen im nächsten Projektjahr umgesetzt werden sollen und können.

Die ProjektpartnerInnen werden die Eindrücke ihres Aufenthalts in Wien in ihre Länder mitnehmen: die Arbeit mit Freiwilligen in der eigenen Organisation wird weiter ausgebaut, die Erfahrungen werden in Form von Runden Tischen mit anderen lokalen NGOs in ihren Heimatstädten geteilt.

Die beiden LänderreferentInnen der Caritas Wien für die Ukraine und die Republik Moldau sowie 10 freiwillige MitarbeiterInnen werden die Gäste aus dem Ausland in dieser Woche begleiten und betreuen.

Zeitplan

Phase 1: 15.09. – 21.10.2014: Projektvorbereitungen

Phase 2: 21.10. – 26.10.2014: Study Visit in Wien

Phase 3: – 31.03.2015: Anstoß von Projektideen in der eigenen Organisation und Veranstaltung von Runden Tischen in den Heimatländern

Programm des Study Visits

Di., 21. Oktober 2014

Ankunft der TeilnehmerInnen in Wien

Mi., 22. Oktober 2014

Besuch folgender Einrichtungen:

- Präsentation des Bereichs „Ehrenamtliches Engagement“ in der Caritas Wien:

Vorstellung der Tätigkeitsbereiche, strukturelle Rahmenbedingungen, Bericht über Erfolge und Schwierigkeiten. Im Anschluss offene Diskussion.

- YoungCaritas: Die youngCaritas macht die Arbeit der Caritas für junge Menschen erlebbar und führt gemeinsam mit jugendlichen Ehrenamtlichen Aktionen durch: Lebensmittel sammeln, Benefizaktionen starten, Abwechslung in Flüchtlings- und Obdachlosenhäuser bringen, Nachhilfeunterricht geben, Ausflüge organisieren oder einfach nur mit der Oma alte Fotos anschauen - auch wenns nicht die eigene Oma ist.

- LEO+: Hilfe zur Selbsthilfe ist das Ziel dieser Einrichtung: Lebensmittel und Orientierung, die gemeinsam mit Wiener Pfarren 2009 ins Leben gerufen wurde. Das Angebot kombiniert die Ausgabe von Lebensmittel an armutsbetroffene Menschen mit einem individuellen, kostenlosen Beratungs- und Orientierungsangebot. Die Lebensmittelausgabe läuft hauptsächlich über Freiwillige.

- Lerncafé: Das Lerncafé in Wien-Simmering ist einer von mehreren Standorten der Caritas Wien, an denen Kinder und Jugendliche am Nachmittag Lernhilfe und Unterstützung bei der Vorbereitung auf Prüfungen erhalten. Dieses Projekt lebt vom Engagement der Freiwilligen, die die Nachmittage mit den SchülerInnen verbringen, um sie für die Schule fit zu machen.

Do., 23.Oktober 2014

Besuch folgender Einrichtungen:

- PfarrCaritas: Besuchsdienst, Trauerarbeit, Seelsorge: Viele Menschen vereinsamen und ziehen sich aufgrund von Krankheit und Schwäche weitgehend zurück. Die PfarrCaritas vermittelt Freiwillige, die Besuchsdienste machen. Auch in der Trauerarbeit oder in der Seelsorge wird mit Freiwilligen gearbeitet.

- St. Barbara Tageshospiz: HospizbegleiterInnen verstehen sich als PartnerInnen für Schwerkranke und ihre Angehörigen. Sie arbeiten unter anderem mit ÄrztInnen, Krankenhäusern, mobilen Diensten und mit der Hauskrankenpflege zusammen und ergänzen sie. Die Hospizbegleitung der Caritas wird sehr stark von speziell ausgebildeten Ehrenamtlichen getragen, die in ein Netz hauptamtlicher MitarbeiterInnen eingebunden sind.

- St. Barbara Gartengruppe: Im Garten des Pflegeheims St. Barbara treffen sich die BewohnerInnen wöchentlich mit freiwilligen HelferInnen, um den zum Haus gehörenden Garten gemeinsam zu gestalten und die Produkte ihrer Arbeit zu genießen.

- Canisibus: Die Suppenbusse der Caritas kommen kommen jeden Tag zur selben Zeit an dieselben Orte in Wien. Die Suppe wird von den ehrenamtlichen MitarbeiterInnen täglich frisch gekocht, dann in die Busse verladen und direkt zu den Menschen gebracht.

Fr. 24. Oktober 2014

Workshop - Tagesprogramm

09.30. – 10.15 Vorstellung der Caritas-Wien-Strategie zum freiwilligen Engagement

Feedback zu den Projektbesuchen vom 22.u.23.10.2014:

Diskussion und Themenabrundung

10.15 – 10.30 Kaffeepause

10.30 - 12.30 Marktplatz: Präsentation der Partnerorganisationen

mit gruppendynamischer Gestaltung von Plakaten,

gegenseitiger Austausch über die Freiwilligenprojekte

12.30 – 13.30 Mittagspause

13.30 – 15.30 Plenumsdiskussion: Austausch über Erfolge und Herausforderungen in der Freiwilligenarbeit

Gruppenarbeit: Suche nach Lösungsansätzen

Plenumsdiskussion: Austausch über die Ergebnisse

Vision: Freiwilligenarbeit in der Zukunft - Entwicklung zukünftiger Projekte

Sa., 25. Oktober 2014

Besuch der Freiwilligenmesse im Museum für angewandte Kunst in Wien

So., 26. Oktober 2014

Abreise der TeilnehmerInnen

Budget

  • Gesamtbudget
    € 12.000,-
  • - Eigenmittel
    € 4.000,-
  • Finanzierungsziel
    € 8.000,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 787,-
  • Zielbudget
    € 8.787,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 0,-
  • Respekt.net-Teilbetrag A (wird bei erfolgreicher Finanzierung überwiesen)
    € 3.000,-
  • Abgabedatum Zwischenbericht
    14.11.2014
  • Respekt.net-Teilbetrag B (wird nach Erhalt des Zwischenberichtes überwiesen)
    € 3.000,-
  • Abgabedatum Abschlussbericht
    14.04.2015
  • Respekt.net-Teilbetrag C (wird nach Erhalt des vollständigen Projektabschlussberichtes überwiesen; mind. 10 % des Zielbudgets)
    € 2.000,-
  • Projektrisiken
    Probleme bei Beantragung der Visa
  • Budgetplanung
    Reisekosten (Flug- bzw. Zugtickets) für 14 Personen ... € 5.600,- 
    Unterbringung für 14 Personen für 5 Nächte ... € 3.360,-
    Verpflegung für 14 Personen für 5 Tage ... € 2.800,-
    Wochenticket Wiener Linien für 14 Personen ... € 240,-

    Über respekt.net möchten wir gerne 2/3 der Projektkosten einnehmen, 1/3 der Kosten können aus Eigenmitteln gedeckt werden. 

    Der Eintritt für die Freiwilligenmesse ist frei. Die Kosten für die Raummiete für den Workshop sowie die Pausenverpflegung, Druckkosten und Projektbegleitkosten werden von der Caritas Wien übernommen. Die Kosten für die Durchführung der Runden Tische in den Heimatländern werden von den Partnerorganisationen getragen.

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