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Projekt-ID: 1429

Flüchtlingskinder sollen sich wohlfühlen - Fortsetzung in St. Nikola

Initiator/In: Christian Wiesinger
eingereicht am: 20.12.2016
Budget: € 330
Finanzierungsfrist: 20.04.2017
Land/Region: Österreich/Oberösterreich
Art Theater
Themenkreis Respekt & Vielfalt

Allgemein

Projektadresse

St. Nikola 3
4381 St. Nikola

Volksschule St. Nikola
  • Start Projektumsetzung: 01.06.2017
  • Ende Projektumsetzung: 14.07.2017

Projektbeschreibung kurz

Kinder lieben es sich durch das Spiel auszudrücken und Kontakte unbeschwert zu knüpfen. Im Ausdrucksspiel haben sie die Möglichkeit sich auf gleicher Ebene zu begegnen und ihre Bedürfnisse auszudrücken.

Bedürfnisse sind überall auf der Welt gleich, - da gibt es keine Unterschiede: wir haben ein Bedürfnis nach Nähe, nach Heimat und Geborgenheit, in allen Kulturkreisen auf der Welt. Und auch die Fremden bei uns haben diese Bedürfnisse.

Mit diesem Projekt wollen wir ihren Bedürfnissen eine Heimat geben, damit sie sich ein bisschen wie zuhause fühlen können!

Wieso ist mir dieses Projekt ein Anliegen?

Flüchtlingskinder sind hier bei uns fremd. Sie sind oft unserer Sprache nicht mächtig oder müssen sie Stück für Stück erlernen. In den Schulklassen müssen sie erst ihren Platz finden. Hürden über Hürden. Theaterspiel ist ein geeignetes Mittel, um Barrieren zu überwinden, um sich näher zu kommen.

Im Ausdrucksspiel kommt hinzu, dass die sprachliche Barriere auch noch wegfällt, da wir ohne zu Sprechen auskommen. Die Kinder begegnen sich als Bär, als Hund, als Hirte, das ist ihnen alles vertraut. Sie begeben sich z. B. auf die Suche nach Nahrung, sie balgen herum,…

Wir kommen uns wieder näher und entwickeln mehr Verständnis füreinander!

Die Erfahrungen, die ich bereits an der Schule machen konnte, möchte ich nun in die weitere Arbeit integrieren. Aufbauend auf diesen Schatz und auf meine Beobachtungen und Erfahrungen können wir nun kontinuierlich weiterarbeiten und den Schatz weiter heben.

Ablauf der 5 Workshops: Wir werden wieder Texte aus der Märchenwelt spielen oder einzelne Teile herausarbeiten. Da immer wieder neue Flüchtlingskinder dazukommen, die in der deutschen Sprache noch nicht so gefestigt sind, müssen wir sehr einfache Spiele machen, um die Kinder nicht zu überfordern. Man muss sich somit von Spiel zu Spiel herantasten, um die Kinder in ihrem Aktionsradius zu erreichen. Es erfordert viel Fingerspitzengefühl, wie so vieles im Zusammenleben mit uns fremden Kulturen.

 

Ziel: Den Flüchtlingskindern soll eine gute Integration gelingen. Durch das unbeschwerte Spiel können die Kinder zusammenwachsen, was sich förderlich auf die Klassengemeinschaft auswirkt. Durch das Verkleiden, Spielen einer Rolle werden sie in ihrer Persönlichkeit gestärkt und können das Erlebte in ihr oft schwieriges Leben integrieren.


Nachweis Projektabschluss

Schulbestätigung über die Abhaltung der Workshops.
Fahrtenaufzeichnung zur Volksschule St. Nikola

Details

Lernen durch tun!

Begriffserklärung:
Der Begriff "Jeux Dramatiques" wurde von dem Theaterpädagogen Leon Chancerel geprägt. Im Gegensatz zum herkömmlichen Theaterspiel unterscheiden sich die "Jeux", da man zur eigenen Freude und Entfaltung spielt und nicht vor Publikum. Man lernt auch keinen Text auswendig, da es das "Innere Erleben" hemmen  und die Spieler hindern würde, mit den eigenen Ausdrucksmöglichkeiten zu experimentieren.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Weglassen der Sprache. Durch das Weglassen der Sprache können sich andere schöpferische Anteile frei entfalten. Es tauchen ungeahnte Möglichkeiten auf, sich auf einer ganz anderen Ebene zu entfalten und auszudrücken.


Innerhalb der Thematik, die in den Workshops vorgegeben ist, bestimmen die Spieler aufgrund ihrer momentanen Stimmung und ihrer Ideen selbst ihre Rollen. Sie gestalten diese völlig frei nach ihren eigenen Vorstellungen. 

Meine Aufgabe als Spielleiter: Der Sinn, der hinter der Geschichte steht soll zum Ausdruck gebracht werden. Ich führe die Spieler durch die Geschichte durch, lasse ihnen aber genügend Freiräume, um sich entfalten zu können. In der Art eines Regisseurs.

Zusammenfassend: Was ist Ausdrucksspiel aus dem Erleben?

* Entdecken und wachrufen unserer schlummernden und schöpferischen Fähigkeiten.

* Ein Mittel, Inneres Erleben und Gefühle spielerisch auszudrücken

* Eine einfache Art des freien Theaterspiels ohne eingeübte Spieltechnik

* Eine Möglichkeit zur Selbstentfaltung und Lebenshilfe

 

Noch ein paar Anmerkungen:

Der Raum ist die Bühne. Der Raum ist ein wichtiges Element. Er kommt zum Tragen. Der Raum wird von den Spielenden so gestaltet, dass er ein Teil ihres Spieles wird. (Z. B. wird ein Dorfplatz gestaltet)

Verkleidung: Die Spieler verkleiden sich vorwiegend mit Tüchern. Durch das Verkleiden schlüpfen sie in ihre Rolle, wird die Rolle "fester, greifbarer und sicherer."

Reflexion: (Nachbesprechung): Die Spieler sagen nach dem Spiel,  was sie erlebt haben. Was ihnen wichtig gewesen ist. Evtl., welche Gefühle hervorgekommen sind. Jeder so, wie er es sich zumutet.

P. S.: Der Einfachheit halber ist der Text in der männlichen Form abgefasst.

Budget

  • Gesamtbudget
    € 300,-
  • - Eigenmittel
    € 0,-
  • Benötigte Mittel von Respekt.net
    € 300,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 30,-
  • Zielbudget
    € 330,-
  • Budgetplanung
    Das Geld wird für die Fahrtkosten verwendet. Es werden 5 Workshops zu je zwei Stunden abgehalten. Die Kosten für diese Workshops werden von der öffentlichen Hand getragen, so bleiben nun die Restkosten für die Fahrt zu dem Veranstaltungsort (Schule St. Nikola) übrig, die sich auf € 300,-- belaufen.

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News

Christian Wiesinger

hat am 27.06.2017 geschrieben

Flüchtlingskinder sollen sich wohlfühlen - Abschluss

 

Zum würdigen Abschluss haben wir "Dornröschen" gespielt. Der hundertjährige Schlaf, der uns sprachlos macht. Was bedeutet er? Es war ein interessantes, lustiges, turbulentes Spiel, die Kinder konnten sich ganz vergessen, tauchten so richtig in ihre Rollen hinein und vergassen ganz darauf, dass sich eine Frau in die Kammer schlich und nicht nur die Frau, sondern auch Dornröschen und plötzlich steht alles still, es ist ein faszinierender Augenblick, die Zeit wird angehalten. Es ist so still,...

mehr

Christian Wiesinger

hat am 09.06.2017 geschrieben

Flüchtlingskinder sollen sich wohlfühlen - 2. Einheit

Da die Mädchen die Prinzessinnen spielen wollten, eintauchen in diese himmlische Scheinwelt, haben wir uns für das Märchen "Dornröschen" entschieden. Aus allen Ländern sind sie gekommen, um ihre Aufwartung zu machen und als Geschenk haben sie Segenswünsche mitgebracht, die sie dem Kind überbracht haben. Ein Wunsch hat mich ziemlich nachdenklich gestimmt, doch war er auch irgendwie verständlich, in Anbetracht dessen, was die Flüchtlingskinder durchgemacht hatten. Ein Kind sagte: Ich wün...

mehr

Christian Wiesinger

hat am 06.06.2017 geschrieben

Flüchtlingskinder sollen sich wohlfühlen - 1. Einheit

Wunderbar wie die Kinder gespielt hatten, bestes Ausdrucksspiel, lustig, originell, ausdrucksstark, fantastische Verkleidungen und natürlich, wie es sich gehört im Ausdrucksspiel - ohne zu sprechen.

Übrigens kommen die Kinder aus ziemlich vielen verschiedenen Nationen - kein Problem.

Sie spielen geminsam und schaffen sich so eine Welt, die gut gemeinsam auskommt.

 

Projektleiter Christian Wiesinger

Christian Wiesinger

hat am 31.05.2017 geschrieben

Flüchtlingskinder sollen sich wohlfühlen

Aufgrund der geringen Unterstützung der öffentlichen Hand (€ 300,--) können leider nur drei workshops durchgeführt werden. Trotz alledem werden wir wieder tolle Projekte machen, dafür jetzt 3 Superprojekte, die unvergeßlich bleiben.

 

Projektleiter

Christian Wiesinger

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