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Projekt-ID: 1449

Frieden erleben - Frieden erspüren

Initiator/In: Christian Wiesinger
eingereicht am: 02.02.2017
Budget: € 527,-
Finanzierungsfrist: 02.07.2017
Land/Region: Österreich/Oberösterreich
Art: Theater
Themenkreis: Respekt & Vielfalt

Allgemein

Projektadresse

Volksschule im Bezirk Schärding, Grieskirchen oder Ried
  • Start Projektumsetzung: 17.01.2018
  • Ende Projektumsetzung: 25.04.2018

Projektbeschreibung

Gemeinsam wollen wir den Weg des Friedens gehen

Der Weg des Friedens ist nicht immer einfach zu gehen. Das ist keine immense Weisheit, sondern eine Lebenserfahrung, die jeder Mensch macht. Würde es so einfach sein, Frieden auf Erden zu schaffen, dann wäre er schon längst Wirklichkeit geworden. Denn wir Menschen sind nicht nur Wesen aus Fleisch und Blut, sondern auch erzogen, geprägt und geformt worden. So müssen wir uns, wenn wir den Frieden erreichen wollen, mit uns, mit unserer Herkunft und mit den Umständen um uns herum auseinandersetzen.

Doch, noch immer gilt, je früher man sich mit dem Weg des Friedens auseinandersetzt, desto zielführender ist dieser Weg zu beschreiten.

So wollen wir uns aufmachen, sogleich den Weg des Friedens zu erkunden, treu nach dem Motto: Früh übt sich, wer friedlich werden will.

Dazu wollen wir Geschichten erspielen, in denen das Thema „Frieden“ eine große Rolle spielt.

- In der „Kinderbrücke“ von Max Bolliger zerstreiten sich die Nachbarn, sie sind unversöhnlich. Doch dann gehen die Kinder aufeinander zu. Sie brechen dadurch die verkrusteten, eingefahrenen  Strukturen auf und ebnen den Weg zur Versöhnung und zum Frieden hin.

- In die triste Welt der „Malonen“ , die sich feindlich gesonnen sind, bringt ein Wanderer mit einem Mal den Sonnenschein, indem er ihnen von der schönen Welt da draußen erzählt, von dem Gesang der Vögel, von den warmen Sonnenstrahlen. Mit diesen Erzählungen weckt er eine Sehnsucht in ihnen und siehe: die Menschen brechen auf, sie ziehen hinaus aus ihrer grauen Welt und entdecken die Freude, den Frohsinn und schließlich das „Gemeinsame“  (Hier lernen die Kinder, dass es zum Frieden hin oft nicht mehr braucht, als ein paar Sonnenstrahlen, dass der Friede vor uns liegt und greifbar ist)

- Und schließlich wollen wir Geschichten suchen, wo der Friede drinnen steckt oder auch Geschichten, wo sich der Friede versteckt hält, es wird spannend sein, diese Geschichten aufzuspüren, denn zum Frieden hin ist es oft ein langer Weg, aber auch ein gangbarer und lohnender, wenn er auch mit Unebenheiten gepflastert ist.

 

Ziel: Durch die intensive spielerische Auseinandersetzung mit den Friedensgeschichten, mit ihren Rollen in diesen Geschichten können die Kinder bereits erfahren, wie komplex menschliches Zusammenleben ist. Sie können z. b. erleben, dass man sich wie in der Friedensbrücke zerstreitet, dass es aber auch möglich ist, wieder Frieden zu schließen. Sie erfahren, dass es Gründe geben kann, um sich zu zerstreiten, dass es aber auch viele Möglichkeiten gibt, um wieder Frieden zu schließen. Und sie können erfahren, dass man Frieden auch einüben kann, damit es erst gar nicht zum Konflikt kommt.

 

Gesellschaftspolitisch relevant: Es ist sehr wichtig, sich so früh wie möglich mit dem Frieden, mit dem Begriff des Friedens auseinanderzusetzen. Aber auch auseinanderzusetzen, wieso es zu unfriedlichen Begebenheiten kommen kann. Für Kinder ist die Form der Geschichten ein einzigartiger Zugang, der ihnen den Begriff des Friedens in dieser Form nahebringt. Erst wenn sie spielerisch sich dem Begriff annähern, sind sie auch intellektuell fähig, darüber zu reflektieren.

 

So werden sie schon früh geschult und unterwiesen, sich auf den Weg des Friedens zu machen und dadurch die Welt ein Stück weit besser zu machen.


Nachweis Projektabschluss

Dokumentation der 4 Workshops
Photodokumentation
Schulbestätigung über geleistete Arbeit
Überweisungsbestätigung über erhaltenes Geld
Onlineabschlussbericht

Details

Lernen durch tun!

Begriffserklärung:
Der Begriff "Jeux Dramatiques" wurde von dem Theaterpädagogen Leon Chancerel geprägt. Im Gegensatz zum herkömmlichen Theaterspiel unterscheiden sich die "Jeux", da man zur eigenen Freude und Entfaltung spielt und nicht vor Publikum. Man lernt auch keinen Text auswendig, da es das "Innere Erleben" hemmen  und die Spieler hindern würde, mit den eigenen Ausdrucksmöglichkeiten zu experimentieren.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Weglassen der Sprache. Durch das Weglassen der Sprache können sich andere schöpferische Anteile frei entfalten. Es tauchen ungeahnte Möglichkeiten auf, sich auf einer ganz anderen Ebene zu entfalten und auszudrücken.


Innerhalb der Thematik, die in den Workshops vorgegeben ist, bestimmen die Spieler aufgrund ihrer momentanen Stimmung und ihrer Ideen selbst ihre Rollen. Sie gestalten diese völlig frei nach ihren eigenen Vorstellungen. 

Meine Aufgabe als Spielleiter: Der Sinn, der hinter der Geschichte steht soll zum Ausdruck gebracht werden. Ich führe die Spieler durch die Geschichte durch, lasse ihnen aber genügend Freiräume, um sich entfalten zu können. In der Art eines Regisseurs.

Zusammenfassend: Was ist Ausdrucksspiel aus dem Erleben?

* Entdecken und wachrufen unserer schlummernden und schöpferischen Fähigkeiten.

* Ein Mittel, Inneres Erleben und Gefühle spielerisch auszudrücken

* Eine einfache Art des freien Theaterspiels ohne eingeübte Spieltechnik

* Eine Möglichkeit zur Selbstentfaltung und Lebenshilfe

 

Noch ein paar Anmerkungen:

Der Raum ist die Bühne. Der Raum ist ein wichtiges Element. Er kommt zum Tragen. Der Raum wird von den Spielenden so gestaltet, dass er ein Teil ihres Spieles wird. (Z. B. wird ein Dorfplatz gestaltet)

Verkleidung: Die Spieler verkleiden sich vorwiegend mit Tüchern. Durch das Verkleiden schlüpfen sie in ihre Rolle, wird die Rolle "fester, greifbarer und sicherer."

Reflexion: (Nachbesprechung): Die Spieler sagen nach dem Spiel,  was sie erlebt haben. Was ihnen wichtig gewesen ist. Evtl., welche Gefühle hervorgekommen sind. Jeder so, wie er es sich zumutet.

 

P. S.: Der Einfachheit halber ist der Text in der männlichen Form abgefasst.

 

Die Projekte werden nach dem

RSPV- Zirkel durchgeführt

R = Der Rohstoff des Spiels: Beweggründe, Bedürfnisse, Wünsche, Thema oder Text, mögliche Rollen, Requisiten und Musik, Spielorte

S = Spielvorbereitung: Thema oder Text vorstellen und ausarbeiten, Rollen auswählen, Spielorte festlegen, Verkleiden, Szenische Fragen klären und Spielplätze gestalten, Vorstellungsrunde aller Spieler, innere Sammlung vor dem Spiel

P = Praktische Durchführung: Gestützt auf die ersten beiden Schritte erfolgt nun das eigentliche Spiel. Leiter und Spieler vereinbaren miteinander ein Zeichen für Beginn und Ende.

V = Verarbeitung: Austausch von Erlebnissen, Erfahrungen und Erkenntnissen, Klären von Unbehagen, Unsicherheiten und Missverständnissen.

 

Wieso wird das Projekt in dieser Form durchgeführt?

Man könnte doch auch darüber reden, diskutieren, zeigen wie es andere machen.

Das Ausdrucksspiel geht einen anderen Weg. Es beschreitet den Weg der Selbsterfahrung, des Tuns, des Erlebens und im Anschluss daran: Die Reflexion.

Wie schon Konfuzius sagte: „Lass es mich tun und ich verstehe.“

Budget

  • Gesamtbudget
    € 480,-
  • - Eigenmittel
    € 0,-
  • Finanzierungsziel
    € 480,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 47,-
  • Zielbudget
    € 527,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 0,-
  • Budgetplanung
    Das Projekt beinhaltet 4 Workshops a 2 Schulstunden. 1 Workshop ist mit 130,-- veranschlagt, somit ergibt sich eine Gesamtsumme von € 520,--
    Darin ist enthalten: Die konkrete Projektarbeit mit den Kindern, Vor- und Nachbereitung der Schulstunden, Gespräch mit der Lehrperson, Abschlussgespräch mit den SchülerInnen.

Dateien

Links & Downloads

Galerie

News

Christian Wiesinger

hat am 27.04.2018 geschrieben

Abschluss Projekt Frieden erleben - Frieden erspüren

Zum Abschluss spielten wir die Friedensbrücke. Ein langer steiniger Weg ist es hin zum Frieden, buchstäblich - in der Geschichte von der Friedensbrücke, denn die Männer greifen zu den Steinen und werfen aufeinander. Wären da die Kinder nicht, käme es nie und nimmer zum Frieden. Denn nachdem sich die Erwachsenen aneinander abreagiert hatten, greifen die Kinder in das Geschehen ein und erleben durch die Kinder einen Wandel ihrer Ansichten, ein Umdenken, zu guter Letzt gehen sie aufeinander z...

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Christian Wiesinger

hat am 22.04.2018 geschrieben

3. Einheit Projekt Frieden

Bei der Geschichte "Igel haben Vorfahrt" stellte sich die Frage, wie kann es überhaupt zum Frieden kommen, wenn die Menschen ständig streiten. Zwei Familien liegen im Clinch und vergessen dabei, sich um die Insel zu kümmern. Genaugenommen, um den Schutz der Insel, denn die Deiche wurden durch die Mäuse beschädigt und wurden deshalb löchrig und unterspült. Es gab auf der Insel nur einen Menschen, der sich um den deich sorgte, aber auch er konnte die beiden Streitparteien nicht besänftigen...

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Christian Wiesinger

hat am 14.04.2018 geschrieben

2. Einheit Projekt Frieden

Wir spielten eine Szene aus dem "Eisenhans". Ein friedlicher Tag beginnt im Königshaus und was passiert, ein Jäger nach dem Anderen verschwindet. Rasch ist die Idylle getrübt. Bald ist der Übeltäter gefasst. Ein sogenannter "wilder Mann" treibt im Wald sein Unwesen. Er wird in Gewahrsam genommen, doch als der König auf der Jagd ist, passiert etwas Schreckliches, der Sohn vom König wird von dem "wilden Mann" entführt. Nun ist es endgültig aus mit dem Frieden, denn die Königsfamilie weiß nicht, was mit dem Kind passiert ist. Schließlich kommt die Geschichte zu einem guten Ende, doch wir konnten erfahren, dass der Friede jäh zerbrechen kann, dass manchmal etwas Unerwartetes hereinbricht, mit dem man niemals gerechnet hatte. Soweit haben die Kinder natürlcih nicht vorausgedacht, doch augenscheinlich war das Betroffensein, zum Spüren war diese beklemmende Atmosphäre, als das Kind auf einmal verschwunden war.

Projektleiter

Christian Wiesinger

 

 

Christian Wiesinger

hat am 08.04.2018 geschrieben

Projektstart Projekt Frieden

Das Projekt findet an der VS Auerbach statt. Frieden zu schaffen, zu erleben, zu erreichen ist ein weites Feld. So haben wir uns mit einem Lautmalerei darauf eingestimmt. Es war noch etwas holprig, die Kinder taten sich noch schwer, mit der besonderen Spielweise des Ausdrucksspieles sich anzufreunden. Doch der Anfang ist gemacht und der Weg zum Frieden hin ist meist holprig und birgt viele Unwägbarkeiten.

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Christian Wiesinger

hat am 17.05.2017 geschrieben

Hilferuf eines kleinen Projektes

So ist es mit den kleinen Projekten, sie werden nicht gehört, es ist unerhört. Die Kinder wollen sich auf den Weg des Friedens begeben, doch anscheinend ist dieser Gang zu leise, zu behutsam. Wir hoffen, doch noch gehört zu werden und bedanken uns schon jetzt bei allen SpenderInnen.

Projektleiter

Christian Wiesinger

Meinungen

Abschlussbericht

Abschlussbericht allgemein

 

Projektstart Projekt Frieden am 4. April 2018

Das Projekt findet an der VS Auerbach statt. Frieden zu schaffen, zu erleben, zu erreichen ist ein weites Feld. So haben wir uns mit einem Lautmalereigedicht darauf eingestimmt. Es war noch etwas holprig, die Kinder taten sich noch schwer, mit der besonderen Spielweise des Ausdrucksspieles sich anzufreunden. Doch der Anfang ist gemacht und der Weg zum Frieden hin ist meist holprig und birgt viele Unwägbarkeiten.

So freuen wir uns schon auf die nächste Einheit, die uns dem Frieden wieder näher bringt.

 

2. Einheit am 11. April 2018

Wir spielten eine Szene aus dem "Eisenhans". Ein friedlicher Tag beginnt im Königshaus und was passiert, ein Jäger nach dem anderen verschwindet. Rasch ist die Idylle getrübt. Bald ist der Übeltäter gefasst. Ein sogenannter "wilder Mann" treibt im Wald sein Unwesen. Er wird in Gewahrsam genommen, doch als der König auf der Jagd ist, passiert etwas Schreckliches, der Sohn vom König wird von dem "wilden Mann" entführt. Nun ist es endgültig aus mit dem Frieden, denn die Königsfamilie weiß nicht, was mit demKind passiert ist. Sie befürchten das Schlimmste. Schließlich kommt dieGeschichte zu einem guten Ende, doch wir konnten erfahren, dass der Friede jäh zerbrechen kann, dass manchmal etwas Unerwartetes hereinbricht, mit dem man niemals gerechnet hatte. Soweit haben die Kinder natürlich nicht vorausgedacht, doch augenscheinlich war das Betroffensein, zum Spüren war diese beklemmendeAtmosphäre, als das Kind auf einmal verschwunden war.

 

3. Einheit am 18. April 2018

Bei der Geschichte "Igel haben Vorfahrt" stellte sich die Frage, wie kann es überhaupt zum Frieden kommen, wenn die Menschen ständig streiten. Zwei Familien liegen im Clinch und vergessen dabei, sich um die Insel zu kümmern. Genaugenommen, um den Schutz der Insel, denn die Deiche wurden durch die Mäuse beschädigt und wurden deshalb löchrig und unterspült. Es gab auf der Insel nur einenMenschen, der sich um den Deich sorgte, aber auch er konnte die beiden Streitparteien nicht besänftigen. So wäre es fast zu einem großen Unglück gekommen, als ein schweres Gewitter über die Insel hereinbrach. Erst durch dieses Ereignis kamen die Inselbewohner zur Vernunft.

Ein sehr anschauliches, ereignisreiches Lehrstück zum Thema Frieden, zur Brüchigkeit des Friedens und vor allem zur Leichtfertigkeit - wo die Eigeninteressen über das Wohl des Ganzen gestülpt werden.

Die Kinder spielten ganz getreu der Geschichte, intuitiv, engagiert, couragiert, mit ganz viel Engagement, großartigstes Spontantheater, hautnah erlebt, mit viel Raffinesse und Witz.

 

4. Einheit am 25. April 2018

Zum Abschluss spielten wir die Friedensbrücke. Ein langer steiniger Weg ist es hin zum Frieden, buchstäblich - in der Geschichte von der Friedensbrücke, denn die Männer greifen zu den Steinen und werfen aufeinander. Wären da die Kinder nicht, käme es nie und nimmer zum Frieden. Denn nachdem sich die Erwachsenen aneinander abreagiert hatten, greifen die Kinder in das Geschehen ein und die Erwachsenen erleben durch die Kinder einen Wandel ihrer Ansichten, ein Umdenken, zu guter Letzt gehen sie aufeinander zu.

Spielablauf: Es gab im Spiel sehr viele hoffnungsvolle Aspekte und Szenen. Das Aufeinanderzugehen, das Kennenlernen der anderen Familie, der erstmalige Austausch ohne Vorurteile, das Zeigen der eigenen Wohnung, die Einladung, zu kommen und zu bleiben.

Fazit: Dieses Spiel war brandaktuell, wenn man es umdeuten will, auf die heutige Zeit, in der auch Flüchtlinge und Fremde zu uns kommen. Denn wenn auch die Kinder sich rasch aneinander gewöhnten, war der Argwohn doch weiterhin zu spüren, den die Erwachsenen in sich trugen.

So ist es nicht so einfach, Frieden kann man nicht so ohne weiteres verordnen, er muss immer und immer wieder erkämpft werden, - wohlgemerkt - mit friedlichen Mitteln!!!

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Welchen gesellschaftspolitischen Zweck hat das projekt erfüllt?

Je früher sich Kinder mit dem Thema auseinandersetzen, desto besser ist es. Natürlich können sie nicht die ganze Tragweite der Geschichten ermessen, doch durch die intuitive Spielart bleiben ganz viele Emotionen hängen.

Beispiel  Kinderbrücke: Die allmähliche Versöhnung, das Aufeinander zugehen nach dem Streit, das Kennenlernen der anderen Familie, das Abebben der Vorurteile, und es passiert spontan, durch den natürlichen Ablauf des Spieles, es ist keine Konstruktion.

Durch diese intensive Spielart lernten die Kinder, dass es zwar nicht immer so leicht ist, friedlich zu leben, dass es aber vieleMöglichkeiten gibt, den brüchigen Frieden zu kitten. Sie durften selbst der Kitt sein!!!

Beispiel Igel haben Vorfahrt: ein gesellschaftspolitischer Auftrag: sich um das Ganze zukümmern: Es geht fast in die Brüche, weil die Eigeninteressen im Vordergrund stehen, es kommt fast zu einem verheerenden Unglück. Wieder konnten die Kinder hautnah erleben, wie brüchig der Frieden, aber auch die Lebensumstände sein können.

Wiederum erlebten die Kinder in ihren Rollen hautnah, wie sehr der Egoismus und die Eigeninteressen fast zum Unglück geführt hätten – der Damm wäre beinahe gebrochen. Ein Kind sagte es nach dem Spiel: Das wäre fast schief gegangen! Mit dieser Aussage hatte sie das Geschehen hinlänglich erklärt.

Wie waren Reaktionen anderer zu diesem Projekt?

Reaktionen der Kinder

Ungewohnt war das Nichtsprechen, sich auf die Gefühle und Emotionen zu verlassen. Gefallen hatte ihnen auch der „Wilde Mann“, da er zu dem Kind nett war. Gefallen hatte ihnen auch das aussuchen können der Rollen. Sie mochten auch das Bauen, gestalten und schließlich doch das Improvisieren in der Rolle. Tiere zu spielen kam manchen Kindern auch sehr entgegen. Viele verschiedene Rollen ausprobieren zu können. Es gab auch Kinder, die eine andere Art des Theaterspiels gewohnt waren und sich daher mit dem Nichtsprechen nicht so anfreunden konnten. Manche wollten auch andere Verkleidungen als Tücher. Andere taten sich auch schwer, sich auf das Streiten einzulassen.

Die Reaktionen der Kinder insgesamt haben mich sehr zuversichtlich gestimmt, denn sie haben nach dem Spielen oft gesagt, dass es ziemlich unvernünftig sei, sich so zu benehmen, es mutete ihnen fremdartig an, so zu streiten, in Auseinandersetzungen zu gehen. Ein gutes Zeichen insgesamt, dass diese Generation auf einem guten Weg ist.

Wofür wurde das gespendete Geld konkret ausgegeben?

Das Geld wurde für die Abhaltung der 4 Workshops ausgegeben (s. Schulbestätigung).

Zugeordnete Themen