Seiten anzeigen
Projekt-ID: 1755

FC Sans Papiers will weiterspielen!

Initiator/In: Madge Gill Bukasa
eingereicht am: 01.10.2018
Budget: € 2.564,-
Finanzierungsfrist: 01.02.2019
Finanzierungsschwelle: € 1.308
Land/Region: Österreich/Wien
Art: Aktion
Themenkreis: Flüchtlinge & Zuwanderung

Allgemein

Projektadresse

Rotenlöwengasse 12/1, 1090 Wien
1090 Wien

FC Sans Papiers - Die Bunten ZVR-Zahl: 438637755
  • Start Projektumsetzung: 05.09.2018
  • Ende Projektumsetzung: 01.03.2019

Projektbeschreibung

Der unerwartete Tod des Obmanns Dr. Bukasa hat die Spieler des FC Sans Papiers schwer getroffen. Zudem hat die neue Fussball-Saison gestartet und dem Club fehlen die finanziellen Mittel für sein Weiterbestehen.
Der FC Sans Papiers ist ein österreichischer Fußball Club, bei dem Nationalität und Religionszugehörigkeit im Hintergrund stehen. Die Spieler stammen aus über 20 afrikanischen und asiatischen Ländern, sie sind Moslems und Christen. Die meisten sind Asylwerber und anerkannte Flüchtlinge. Der FC Sans Papiers spielt als aktive Mannschaft des WFV – Wiener Fußball Verbands wöchentlich Matches. Die Begegnungen am Fußballfeld mit den anderen Mannschaften des WFV sollen wechselseitig Vorurteile, Ängste und Aggressionen abbauen. Jeder Spieler des FC Sans Papiers ist ein „Botschafter” für Solidarität in der Weltgemeinschaft und Respekt gegenüber jeglichen Gegnern sowie den Gesetzen des Landes. Der Verein „FC Sans Papiers – Die Bunten“ spielt in der Wiener Liga A 2. Klasse. Um dorthin zu gelangen, trainiert das Team mindestens 1-2 x wöchentlich in einem Sportzentrum in Wien.
Information: www.fcsanspapiers.com


Nachweis Projektabschluss

Nachweis des Projektabschlusses:
Gesamtabrechnung, Rechnungskopien, Fotodokumentation für die Saison 18/19

- Trainings
- Organisation: Reservierung des Feldes, Koordination mit Spielern und Trainer
- Matches: Heimmannschaftsspiele und Gastmannschaftsspiele

- Öffentlichkeitsarbeit: Bekanntmachung der Trainings und Matches (Website, Newsletter, Socialmedia)
- Fotos und Videos

Details

 

Ausgangssituation/Problem/Missstand: Der Obmann und Motor des Projekts über viele Jahre Dr. Di-Tutu Bukasa ist im Sommer 2018 unerwartet verstorben. Die Situation bringt die bestehende Struktur des FC Sans Papiers in Gefahr, da die nötigen finanziellen Mittel, die üblicherweise durch die Integration des Fußballclubs in die Plattform die Bunten gewährleistet werden konnten, kurzfristig nicht zur Verfügung stehen. Im Sommer 2002 wurde der Fußballverein FC Sans Papiers – Die Bunten ins Leben gerufen, damit junge Männer im Asylverfahren im Alltag nicht die Balance verlieren. Mitglieder des FC Sans Papiers erhalten die Möglichkeit die Gesellschaft auf appropriierte Weise kennenzulernen. Beim Fußballsport lernen sie, die innere Stärke zu kultivieren, um sich auch abseits des Spielfelds mittels Worten und Methoden der Verständigung anstatt Gewalt zur Wehr setzen zu können. Die Begegnungen mit den eigenen und den anderen Teams fördern die Kenntnisse von Sitten und Regeln des Landes und lassen die Spieler demokratische Fairness sowie Respekt gegenüber jeglichen Gegnern kultivieren. Disziplin beim Spiel sowie Respekt vor dem Gesetz gehören mit zum Bewusstseinsstatus eines „Botschafters” durch den Fußballsport. Die Spieler stammen aus über 20 afrikanischen, asiatischen und europäischen Ländern. Die meisten sind Asylwerber und anerkannte Flüchtlinge. Der FC Sans Papiers ist Mitglied des Wiener Fußball-Verbands und spielt zurzeit in der 2.Klasse A. Die öffentliche Präsenz der Meisterschaftsspiele - im Breitensport Fußball - gibt dem Club die Gelegenheit, die Matches aktuellen gesellschafts- und geopolitischen Ereignissen zu widmen, die medial (Newsletter, Facebook) verbreitet werden. Der FC Sans Papiers praktiziert Fußball als antirassistisches Projekt, weil er zum Abbau von Vorurteilen und Diskriminierung beiträgt. Grundsätzlich ist der Fußball die „Empowerment-Erfahrung“ für den FC Sans Papiers. Die meisten der jungen Männer setzen ihre individuellen Talente, die sie aus der kulturellen Diversität mitbringen, jedoch in allen Fasern der Gesellschaft ein und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung unserer pluralistischen und offenen Demokratie. Daher sind die Spieler des FC Sans Papiers „Botschafter/Ambassadors“ für alle jungen Menschen, die aus dem Schoß der Immigration stammen. 

Zielgruppen:

•Junge Männer (16 – 25 Jahre) aus Drittstaaten, die im Asylprozess stehen.

Seit über fünfzehn Jahren fördert der Fußballclub „Sans Papiers“ die Integration von Asylwerbern durch den Sport. Selfempowerment, aktive Partizipation, Teamgeist, mentale und physische Stärkung und Respekt dem Gegner und den Spielregeln gegenüber zählen zu den wesentlichen Zielen des Vereins. Im Verein engagieren sich viele Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, die die jungen Spieler als MentorInnen mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen unterstützend begleiten. Seit Bestehen des FC Sans Papiers wurden weit mehr als 100 Spieler beim Verein registriert. Einen besonders großen Zustrom an neuen Spielern erfuhr das Team im Zuge der „Refugee-Bewegung“ in den Jahren 2013/2014. Die Vielfalt der Herkunft der Spieler spiegelt sich in ihren Biographien und Lebensweisen wieder. Allen gemeinsam ist der Respekt gegenüber dem Menschsein, d.h. den Bürgerinnen und Bürgern und den Menschen ohne Papiere, die sozial, gesellschaftlich stark exkludiert leben. Dem Fußballclub ist es ein Anliegen, die (Über)Lebens-Ziele der „Sans Papiers“, die angesichts von Flucht und Immigration stark eingeschränkt sind, zu achten und zu fördern. Fußball versteht sich bei uns nicht nur als reine Sportart, sondern als Raum für interkulturelle Verständigung, um Möglichkeiten und Konzepte für ein gleichwertiges soziales und kulturelles Miteinander zu entwickeln und aufzuzeigen. Das Individuum wird „Teil eines Teams“, was Identität, Selbstwertgefühl und Sicherheit stärkt und Gewalttendenzen und Aggressionen basierend auf nationaler, ethnischer oder religiöser Zugehörigkeiten schwächt. Der FC Sans Papiers ist somit ein Sammelbecken von Menschen unterschiedlicher kultureller, geistiger und sexueller Orientierungen im Zeichen des Sports; er leistet einen Beitrag zur Zivilisierung der politischen Kultur des Nationalstaats und einer zukünftigen Vergesellschaftung in Diversität.

•Teile der österreichischen Mehrheitsgesellschaft, die solidarisch mit Asylwerbern ist und/oder ein kosmopolitisches Weltbild bevorzugt, ist die zweite primäre Zielgruppe.

Die zweite Zielgruppen sind Männer und Frauen, die solidarisch mit jungen Männern im Asylverfahren sind und in bedingter Weise (Herkunft) oder aus freiwilligem Interesse (Arbeitswelt, etc.) einen Bezug zum österreichischen Asylsystem haben. Wirtschaftstreibende, Intellektuelle, Ausbildner/innen, Arbeiter/innen, Student/innen und Schüler/innen, die am öffentlichen Leben aktiv partizipieren, fühlen sich von dem unglücklichen Unterfangen vieler Menschen auf der Flucht stark betroffen. Sie sollen zu konkreten zivilgesellschaftlichen Aktivitäten und Engagement in dem bestehenden Framework des FC Sans Papiers inspiriert werden. Da die Migration eine Hürde für die gesamte EU-Struktur geworden ist, spaltet und schwächt sie den europäischen Integrationsprozess. So gesehen ist die europäische Integration nicht nur ein Expertenanliegen Brüssels oder eine Intergouvernemental-Last für Staats- und Regierungschefs im Europarat, sondern europäische Bürger/innen selbst könnten als Zivilgesellschaft in ihrem eigenen Interesse ihren Beitrag leisten, weil sie Betroffene sind. Die Migrationswellen aus dem Süden und die damit verbundenen Tragödien an den Grenzen Europas gehören zu den drängenden Problemen unserer Zeit, weil sie bestehende Systeme und Werte durch einander bringen. In den multilateralen Vereinbarungen und Proklamationen werden daher die Artikel zum Recht auf Asyl besonders angegriffen bzw. umgangen. Da Asylwerber im Alltag in Österreich oft auf das Bild von Kriminellen (Drogendealer und Terroristen) reduziert werden, ist es dringend notwendig diese Images über junge Männer aus dem Süden durch komplexere zu ersetzen. Intentionen des Projekts: • Schutz und Alternativen von jungen Menschen im Asylalltag vor Gewalt und Kriminalität • Weiterkommen im materiellen und immateriellen Sinn, um die Jungen zu Bildung und Ausbildungen zu motivieren • Jedes Mitglied des FC Sans-Papiers ist Botschafter für Partnerschaft und Solidarität in der Weltgemeinschaft • Besuch der Matches und Meisterschaftsspiele • Erfolge und Aufstieg in den Fußballligen Informationen zu den ProjektinitiatorInnen: Madge Gill Bukasa Büro und Sponsoring FC Sans Papiers (ehrenamtlich) Chefredakteurin The Global Player Magazin Cyril Chima OzoekweOrganisation und Koordination FC Sans Papiers (Anstellung) FC Sans Papiers Alumni-Spieler Journalist bei Radio ICAP und Black Lives Matter Vienna Mag. Sintayehu Tsehay Stellvertretender Obmann FC Sans Papiers Sendungsverantwortlicher Radio Black Lives Matter FMDas gesamte Team des FC Sans Papiers steht hinter dem Projekt.

 

 

Budget

  • Gesamtbudget
    € 3.749,-
  • - Eigenmittel
    € 1.460,-
  • Finanzierungsziel
    € 2.289,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 275,-
  • Zielbudget
    € 2.564,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 1.308,-
  • Budgetplanung
    Mittelverwendung Finanzierungsschwelle:
    Eigenmittel:
    14 x Training à 70 = 980
    16 x Dressen/Wäscherei à 20 = 320
    16 x Wasser à 10 = 160

    Finanzierung:
    4 x Heimmannschaft Spielfeld à 280 = 1120
    4 x Schiedsrichter Heim à 47 = 188

    Mittelverwendung Finanzierungsziel:
    Eigenmittel:
    14 x Training à 70 = 980
    16 x Dressen/Wäscherei à 20 = 320
    16 x Wasser à 10 = 160

    Finanzierung:
    7 x Heimmannschaft Spielfeld à 280 = 1960
    7 x Schiedsrichter Heim à 47 = 329

Dateien

Galerie

News

Meinungen

Zugeordnete Themen