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Projekt-ID: 1953

Schulhaus Äthiopien leistet medizinische Hilfe

eingereicht am: 18.11.2019
Budget: € 8.000,-
Finanzierungsfrist: 07.01.2020
Finanzierungsschwelle: € 4.000
Land/Region: Österreich/Vorarlberg
Art: Aktion
Themenkreis: Armut & Sozialstaat

Allgemein

Projektteaser

Medizinische Hilfe ermöglichen. Jedes Jahr sind wir in Äthiopien und bauen eine Schule, jedes Jahr kommen mehr Menschen mit Krankheiten/Beschwerden auf die Baustelle oder zu uns und bitten um Hilfe.
  • Start Projektumsetzung: 01.02.2020
  • Ende Projektumsetzung: 30.06.2020

Projektbeschreibung

Dieses Leid lässt uns nicht mehr los, denn oft ist die Hilfe so einfach:

Den Transport organisieren, 50 – 600 Euro für eine Operation und das Kind kann wieder laufen oder die Frau muss keinen Schal mehr tragen, um ihren abstoßenden Kropf zu verbergen etc.

Was wollen wir konkret mit dem Geld machen?

Möglichst vielen Personen eine Operation oder medizinische Hilfe ermöglichen. Die Gelder aus dem Crowdfunding werden 1:1 für diesen Zweck verwendet. Im Jahr 2019 konnten wir 27 Personen eine Operation/Behandlung im 140 km entfernten Spital ermöglichen.


Nachweis Projektabschluss

Gesamtabrechnung, Rechnungskopien zu den Ausgaben, die mit den über Respekt.net lukrierten Mitteln bestritten wurden, Fotodokumentation, Online-Abschlussbericht.

Details

Unsere Hilfe ist sehr effektiv, da wir vor Ort sind. Wir haben die Unterstützung der Gemeinde, die für uns die Transporte in das 140 km entfernte Spital organisiert und für entsprechende Betreuung sorgt. Bei kleineren Beschwerden (z.B. Krätze,Würmer) können wir lokal helfen mit Medikamenten etc. Jedes Jahr kommen mehr Personen für medizinische Hilfe zu uns. Wir, das sind eine Gruppe von Idealisten, die einfach helfen wollen. Wir reisen auf eigene Kosten, versorgen uns selbst und helfen ehrenamtlich.

Wie ist die Lage in Äthiopien?

Äthiopien ist eines der 20 ärmsten Länder der Welt. 60 % der Bevölkerung über 12 Jahre nicht lesen und schreiben. Die medizinische Versorgung ist in den meisten Orten nicht einfach. Wir sind in Bore, 400 km südlich von Addis Abeba, auf einer Hochebene auf 2700 m.ü.M. leben mehr Personen in einfachen und einfachsten Hütten, als in Häusern zum Teil in hygienisch problematischen Verhältnissen.

2017 durften wir am Crowdfunding teilnehmen. Diesmal möchten wir auch wieder möglichst vielen Personen helfen und wo notwendig medizinische Behandlung im 140 km entfernten Spital in Awassa ermöglichen.

Wer steht hinter dem Projekt?

Wir sind eine Gruppe von Idealisten, die einfach helfen will.

Jeder leistet einen finanziellen Beitrag zu den Projekten, reist mit, legt Hand an und finanziert seine Reise, Unterkunfts- und Verpflegungskosten selbst. Wir kommen ohne administrative Kosten und Eigenwerbung aus. Wir machen jeweils ein halbes Jahr nach unserem Einsatz eine Nachkontrolle der Projekte vor Ort.

Auf Wunsch können wir mit einem Bilder-Vortrag unsere Tätigkeit vorstellen.

Kontaktperson: Hugo Waldner, Mehrerauerstrasse 44, 6900 Bregenz

Tel.05574 – 64234, email: waldner.hugo(at)aon.at

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Dieses Projekt wurde über Mit.Einander für Vorarlberg eingereicht.

Budget

  • Gesamtbudget
    € 8.000,-
  • - Eigenmittel
    € 0,-
  • Finanzierungsziel
    € 8.000,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 4.000,-
  • Respekt.net-Teilbetrag 1 (wird bei erfolgreicher Finanzierung überwiesen)
    € 3.875,-
  • Respekt.net-Teilbetrag 2 (wird nach Erhalt des vollständigen Projektabschlussberichtes überwiesen; mind. 10 % des Zielbudgets)
    € 500,-
  • Abgabedatum Abschlussbericht
    14.07.2020
  • Projektrisiken

    Gibt es keine.

  • Budgetplanung

    Was wollen wir konkret mit dem Geld machen?


    Möglichst vielen Personen eine Operation oder medizinische Hilfe ermöglichen. Die Gelder aus dem Crowdfunding werden 1:1 für diesen Zweck verwendet. Im 2019 konnten wir 27 Personen eine Operation/Behandlung im 140 km entfernten Spital ermöglichen.

Dateien

Galerie

News

Verein Trigantium Bregenz

hat am 19.02.2020 geschrieben

Zwischenbericht aus Bore, Äthiopien - Februar 2020

Verein Trigantium Bregenz

hat am 27.11.2019 geschrieben

4. Ein ungelöstes Problem: der Kropf

Verein Trigantium Bregenz

hat am 27.11.2019 geschrieben

3. Unser Vorgehen

 

Verein Trigantium Bregenz

hat am 26.11.2019 geschrieben

2. Wie kommen die Leute mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu uns?

Verein Trigantium Bregenz

hat am 24.11.2019 geschrieben

1. Personen, die mit gesundheitlichen Bedürfnissen zu uns kommen

Verein Trigantium Bregenz

hat am 24.11.2019 geschrieben

Einleitung – Warum sind wir auch im medizinischen Bereich tätig?

Meinungen

Abschlussbericht

Abschlussbericht allgemein

 

Seit unserem Einsatz 2019, bei dem wir 25 Personen einen Aufenthalt im 140 km entfernten Spital in Awassa ermöglichen konnten, mussten wir damit rechnen, dass es dieses Jahr noch mehr Personen sein werden. Im Jahr 2018 waren es noch 11 Personen.

Aber dass Personen aus 90 bis 205 km Entfernung zu uns kommen würden, das hat das Bisherige bei weitem übertroffen. Offensichtlich ist Mundpropaganda im Spiel, wie wir bei den Befragungen herausgefunden haben. Eigentlich hätte eine Frau mit einem Kropf aus  210 km vom Norden zu uns kommen sollen, aber diese Frau hatte kein Geld für den Bus und sie konnte – wie wir erfahren haben– auch kein Geld für den Bus bei Bekannten ausleihen. Sie stammt aus einer ländlichen Gegend um die Ortschaft Ziway und wurde uns durch eine Person aus Bore vermittelt. Da wir auch dieser Frau helfen möchten, wird ein uns bekannter Äthiopier in Awassa die Geldfrage regeln.

Im Spital muss sich jeder Patient registrieren lassen. Das kostet 20 Birr (ca. 60 Eurocents). Bei einem Durchschnittseinkommen in Äthiopien von einem Euro pro Tag also sehr viel Geld. Der Stempel für das Überweisungsformular kostet dann nochmals 25 Birr (ca. 75 Eurocents), also bereits ein Grund für viele zu uns zu kommen, auch wenn sie dann nur Medikamente benötigen.

Der Mann bei der Registrierung kannte uns noch vom Vorjahr, was sich als Vorteil herausstellen sollte. Wir übergaben ihm jeweils unsere Liste mit den Namen, Sprache, Alter sowie Name des Vaters, so dass er nur noch den Namen vom Großvater der jeweiligen Person benötigte. Hier in Äthiopien wird man also mit dem Vornamen angesprochen, das haben wir diesmal dazugelernt.

So geht es also dann mit 7 bis 10 Personen zum Arzt. Im Behandlungsraum sitzen oft zwei Ärzte, so dass 2 Patienten gleichzeitig „untersucht“ werden können. Dies ist auch neu in diesem Jahr. Die eine Person hat z.B. einen Kropf und die andere Person ein Lipom.

Die Patientin mit dem Kropf erhält ein Überweisungsformular (Referal Form) und die Person mit dem kleinen Lipom, wird an einen anderen Arzt verwiesen. Das bedeutet, einer von uns beiden geht mit der Person mit dem Lipom zum anderen Arzt. Dieser Arzt sagt uns, was die Operation kostet und gibt uns eine Liste mit dem für die Operation benötigtem Material. Mit dieser Materialliste gehen wir zur Spitalsapotheke, um zu erfahren, was das Material kostet (Skalpell, Spritzen, Binden, Tupfer, Verbandsmaterial, Desinfektionsmittel, Medikamente etc.). An der Kasse bezahlen wir das Material und die Operationskosten für den Patienten. Erst dann wir das benötigte Material dem Patienten direkt ausgehändigt, welches er zu seiner Operation mitnehmen muss. Der Operationstermin steht auch schon fest und so kann sich der Patient zum vereinbarten Termin beim Arzt melden. Seit diesem Jahr werden im Spital kleinere Operationen durchgeführt. Die Operation und das Material kosten ca. EUR 20,- also ein für uns kleiner Betrag. Der große Vorteil ist, dass der Patient nicht mehr in das 140 km entfernte Spital nach Awassa reisen muss. Aber eben, das gilt nur für kleinere Operationen. Um die finanzielle Seite nicht aus den Augen zu verlieren, müssen wir die Gruppe zusammen halten, was nicht immer einfach ist.

In diesem Jahr waren wir mit 16 Personen gleichzeitig im Spital, ein neuer Rekord. Einer der „Patienten “spielte den Übersetzer. Wir befinden uns ja in einer Gegend, wo es 5 verschiedene Sprachen gibt. An diesem Tag war auch sehr viel los. Das Spital schließt um 12.00 Uhr und es geht erst 90 Minuten später wieder weiter. Wir hatten Wetterglück, so dass „unsere“ Gruppe wohl hungrig auf einer der Wiesen beim Spital auf ihre Abklärung warten konnte.  Jemand von uns organisierte eine Zwischenverpflegung. Alle sind zufrieden und dankbar für das Essen. Wir wissen, etwa 39 % der Bevölkerung von der Gegend ist unterernährt, das sei nur am Rande erwähnt.

 

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Downloads

Welchen gesellschaftspolitischen Zweck hat das projekt erfüllt?

 

2016 sind wir mit 15 Pensionisten angetreten etwas in dieser Welt zu verändern. Unser Motto "Jeder Euro soll ankommen". Unser Ansatz ist die Bildung, der Beste Weg aus der Armut ist der Schulweg.

Inzwischen haben wir 10 Schulen in Äthiopien gebaut/finanziert und damit pro Schule ca. 240 Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Das sind 2.400 Kinder im Jahr. Zusätzlich kam die medizinische Hilfe dazu, um die Menschen von ihrem Leid zu erlösen und gleichzeitig auch diesen ein Chance auf eine erfüllte Zukunft zu geben.

 

Wie waren Reaktionen anderer zu diesem Projekt?

Zahllose Emails und Rückmeldungen auf unser Engagement, wir werden regelmäßig auf diese Projekte angesprochen. Was die Leute fasziniert ist der Umstand das hier Pensionisten ihre Zeit und Geld investieren um andern zu helfen und das hier jeder Euro wirklich ankommt.

Auch Fotovorträgen die wir machen, kommt ganz viel positive Rückmeldungen und wir sind auch regelmäßig in den lokalen Medien welche sehr positiv über uns berichten.

Wofür wurde das gespendete Geld konkret ausgegeben?

Am Ende unseres Aufenthaltes erstellen wir eine Liste unserer „55 Patienten“, aufgeteilt in Kropf-, Augen- oder anderweitige Beschwerden an den Gemeindearbeiter, B. Shedo.

Die andere Liste, mit „Patienten“, denen vor Ort geholfen werden konnte sei es im Gesundheitszentrum oder im Spital und wir sofort bezahlen konnten:

Dieses Jahr war dies bei 20 Personen der Fall, letztes Jahr weniger als die Hälfte. Zusammen mit der Liste der „Patienten“ übergeben wir B. Shedo unser für medizinische Hilfe gesammeltes Geld gegen eine Empfangsbestätigung. Er zeigt uns dann sein Buch mit den täglichen Eintragungen, wer, wann, wo behandelt und für welche Leistungen Geld ausgegeben wurde (Operation, Transport, Spitalaufenthalt, Medizin, Essen, Unterkunft).  Neben den Patienten waren auch zwei Begleitpersonen von der Gemeinde im Buch für die zahlreichen Transporte etc. 2019 für 21 „Patienten“ ins 140 km entfernte Spital in Awassa wurden dafür nur EUR 75,- verlangt. Wir haben volles Vertrauen und sind dankbar, dass die Gemeinde uns hilft.

Achtung: das Datum ist nach dem äthiopischen Kalender, 7 Jahre und 8 Monate hinter unserem gregorianischen Kalender.

Insgesamt wurden über Crowdfunding 5.000 Euro und über Privatspenden noch einmal fast 3700 Euro eingesammelt. Dieser Betrag wird vor Ort dem Gemeindevorstand übergeben, welcher die Rechnung für die medizinischen Behandlungen bezahlt. Wir sind bei der Behandlung anwesend oder gehen im Nachhinein zu den Behandelten um sicher zu stellen, dass auch wirklich geholfen wird. Über die Behandlungen wird ein Patientenbuch geführt, welches wir regelmäßig einsehen.

 

 

 

Wie werden Sie die Mildtätigkeit des Projektes nachweisen?

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