Projekt-ID: 2338

Verkehrslösungen für die Ostregion

Initiator/In: Verein Respekt.net
eingereicht am: 09.12.2021
Budget: € 21.750,-
Finanzierungsfrist: 09.06.2022
Finanzierungsschwelle: € 12.000
Land/Region: Österreich
Art: Aktion
Themenkreis: Weitere Themen

Allgemein

Projektteaser

Mit dem Baustopp des Lobautunnels befindet sich der Osten Österreichs in einer unsicheren Verkehrssituation. Der Zukunftsrat Verkehr erarbeitet gemeinsam mit Betroffenen Lösungen.

Projektadresse

Neubaugasse 56/2
1070 Wien
  • Start Projektumsetzung: 27.01.2022
  • Ende Projektumsetzung: 31.12.2023

Projektbeschreibung

Am 1. Dezember hat Klimaschutz- und Mobilitätsministerin Leonore Gewessler dem Bau des Lobau-Tunnels eine Absage erteilt. Die sechste Donauquerung und der Autobahnring um Wien sind Geschichte. Die Einen jubeln, die Anderen sind enttäuscht. Passende Alternativen liegen nicht am Tisch, es gibt eine Pattsituation. Was braucht es nun? Es braucht Lösungen für die Verkehrssituation in der Ostregion. Lösungen, die für die Bevölkerung in der Region sinnvoll sind und gleichzeitig die angepeilten Klimaziele der Stadt Wien und des Bundes ermöglichen.

Wer erarbeitet diese Lösungen?

Respekt.net startet im Jänner 2022 mit Unterstützung des Action for Sustainable Future hub der Ludwig-Boltzmann-Gesellschaft und der Universität für Angewandte Kunst einen großen gesellschaftlichen Nachdenkprozess. Der Zukunftsrat Verkehr will gemeinsam mit der betroffenen Bevölkerung ein nachhaltiges Verkehrskonzept für die gesamte Ostregion entwickeln.

Was ist ein Zukunftsrat?

Der Zukunftsrat Verkehr basiert auf der Erfahrung von lokalen Bürger:innenräten und dem im Spätsommer 2021 erfolgreich durchgeführten Zukunftsrat Demokratie. Das Modell des Zukunftsrates ist ein durch und durch partizipativer Prozess und bindet unterschiedliche Bevölkerungs- und Interessensgruppen ein. Weitere Informationen zum Modell und Prozess in den Details.

Crowdfunding Zukunftsrat Verkehr

Das Crowdfunding für den Zukunftsrat Verkehr zielt auf die Finanzierung von begleitenden Werbe- und PR-Maßnahmen ab. Klassische Pressearbeit, die Aktualisierung der bestehenden Webseite, Straßenaktionen und Kampagnen auf Social Media sollen aus dem Crowdfunding finanziert werden. 

Besucht uns auf zukunftsrat.at für mehr Informationen und Details rund ums Projekt.


Nachweis Projektabschluss

Gesamtabrechnung, Rechnungskopien zu den Ausgaben, die mit den über Respekt.net lukrierten Mitteln bestritten wurden, Fotodokumentation, Online-Abschlussbericht.

Details

Warum der Zukunftsrat Verkehr?

Wenn Österreich die Ziele der Agenda 2030 einhalten will, müssen wir die Notwendigkeit einer Verkehrswende mit möglichst vielen Betroffenen reflektieren und mit ihnen tragfähige Lösungen für ihren Alltag definieren. Der Zukunftsrat Verkehr ist ein österreichischer Modellprozess, der auf Erfahrungen von lokalen Bürger:innenräten und dem Zukunftsrat Demokratie basiert und in einem durch und durch partizipativen Prozess, unterstützt von künstlerischen Interventionen, ein nachhaltiges Verkehrskonzept für die gesamte Ostregion entwickeln will.

Welches Ziel verfolgt der Zukunftsrat Verkehr?

Ziel des Zukunftsrats Verkehr ist es, möglichst viele Menschen auf die Notwendigkeit einer nachhaltigen Verkehrswende aufmerksam und sie gleichzeitig zu einem Teil der Lösung zu machen, indem ihre Ideen gehört, gesammelt, dokumentiert und beraten werden. Gleichzeitig werden in diesem Prozess auch die diversen Aktivist:innengruppen zu Bürger:innen, die sich mit gegensätzlichen Standpunkten und Bedürfnissen dialogisch auseinandersetzen und gemeinsame Lösungen erarbeiten. Auch deren Selbstverständnis kann aus der beratenden Auseinandersetzung mit ganz anderen Ansichten und Bedürfnissen nur profitieren.

Wie soll der Zukunftsrat Verkehr ablaufen?

Mit einer aufsuchenden Kampagne werden die Themen gesammelt, die Menschen in der Ostregion im Hinblick auf die Verkehrssituation besonders bewegen. Diese werden verdichtet und in zwei Bürger:innenräten mit jeweils 30 per Losverfahren ausgewählten Bürger:innen bearbeitet. Gemeinsam mit den Bürgerrät:innen werden Empfehlungen für Lösungen entwickelt.

Die Teilnehmer:innen beraten an zwei Wochenenden für jeweils 1 1⁄2 Tage die gesammelten und kondensierten Fragestellungen. Ein Team von Expert:innen steht online zur Verfügung, um eventuelle Sachfragen zu klären. Die Expert:innen dürfen keine persönlichen Meinungen äußern und müssen imstande sein, balancierte und ausgewogene Statements abzugeben.

Um angenehm und gut arbeiten zu können, werden die Bürgerrät:innen auf zwei Gruppen aufgeteilt, die parallel arbeiten. Ein Team von 4 Moderator:innen steht den zwei Gruppen zur Verfügung, um die faire und gleichberechtigte Beratung zu gewährleisten.

Die Ergebnisse der Beratungen werden gemeinsam mit den Teilnehmer:innen in einem “Bürger:innencafé” der Politik, der Verwaltung und der Öffentlichkeit präsentiert. Das Bürger:innencafé lädt alle Menschen ein und wird sowohl online als auch physisch stattfinden. Es wird vor allem die Aufgabe haben, bei der Politik und Verwaltung konkrete Commitments zu den Beratungen des Zukunftsrates und weitere Schritte zu erwirken.

Das Projektteam gestaltet aus dem Prozess ein physisches und ein online Buch sowie ein kurzes “Policy Brief” Dokument, das die Grundlage für die weiteren Schritte in Richtung “Nachhaltiger Verkehr in der Ostregion” bildet.

Gibt es vergleichbare Aktionen?

Ja. Der Verein Respekt.net und die beiden Initiativen IG Demokratie und mehr-demokratie! haben im September 2021 den ersten bundesweiten Bürger:innenrat in Österreich durchgeführt. Dieser behandelte das Thema “Demokratie” und zeigte ein klares Bild: Bürger:innen wollen besser eingebunden werden. Die Ergebnisse des Zukunftsrates Demokratie und des Bürger:innenrat sind online einsehbar.

Wer ist am Zukunftsrat Verkehr beteiligt?

Aktivist:innengruppen bzw. NGOs

  • mehr Demokratie
  • ig Demokratie
  • respekt.net
  • Pioneers of Change
  • Gründungsverein Demokratiestiftung
  • Democratic Society

Unternehmen:

  • plenum gesellschaft für nachhaltige Entwicklung gmbh
  • SORA

Wissenschaftliche Begleitung: 

Katharina Toth, BoKu, Institut für Wald-, Umwelt- und Ressourcenpolitik 

Künstlerische Begleitung:

  • Martin Moser, Buchautor, Umweltaktivist, Weitwanderer
  • Timna Lugstein, Universität für Angewandte Kunst, Fotografie

Foto Titelbild Crowdfunding-Projekt: CC BY 2.0 von flickr.com/christiane_jodl

Budget

  • Gesamtbudget
    € 20.000,-
  • - Eigenmittel
    € 0,-
  • Finanzierungsziel
    € 20.000,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 1.750,-
  • Zielbudget
    € 21.750,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 12.000,-
  • Respekt.net-Teilbetrag 1 (wird bei erfolgreicher Finanzierung überwiesen)
    € 18.000,-
  • Respekt.net-Teilbetrag 2 (wird nach Erhalt des vollständigen Projektabschlussberichtes überwiesen; mind. 10 % des Zielbudgets)
    € 2.000,-
  • Abgabedatum Abschlussbericht
    14.01.2024
  • Projektrisiken

    Durch die Unterstützung des Action for Sustainable Future Hub ist die Basisfinanzierung gesichert. Der Zukunftsrat kann also jedenfalls durchgeführt werden. Es gibt keine Risiken.

  • Budgetplanung

    Das Budget beinhaltet Werbemaßnahmen in Print und Online und Ausgaben für Straßenaktionen (alle Angaben in Euro).

    5.000 für Videoproduktionen und Social Media
    5.000 für Aktionen im öffentlichen Raum
    2.500 für Materialien zur Öffentlichkeitsarbeit
    7.500 für Inserate

    Sollte das Crowdfunding mehr Mittel erzielen können, fließen diese auch in unsere Arbeit.

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