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Projekt-ID: 553

Krieg oder Frieden - Erweiterung

Initiator/In: Christian Wiesinger
eingereicht am: 17.06.2013
Budget: € 1.153,-
Finanzierungsfrist: 17.11.2013
Land/Region: Österreich/Oberösterreich
Art: Workshop
Themenkreis: Respekt & Vielfalt

Allgemein

Projektteaser

Jugendliche setzen sich mithilfe des "Ausdrucksspieles" mit dem Thema "Gewalt" auseinander

Projektadresse

Neue Mittelschulen in den Bezirken Schärding und/oder Grieskirchen
  • Start Projektumsetzung: 06.11.2013
  • Ende Projektumsetzung: 14.03.2014

Projektbeschreibung

 

Krieg oder Frieden

Jugendliche setzen sich "Mithilfe des Ausdrucksspieles" mit dem Thema "Gewalt" auseinander.

Mithilfe dieses Instrumentes sollen die Jugendlichen unterstützt und sensibilisiert werden, ihr soziales Gewissen zu schärfen, ihre soziale Kompetenz zu erweitern und zu einem friedfertigeren Miteinander zu gelangen.

 

Inhalte der Workshops:

In 7 Workshops arbeiten die Jugendlichen mit und zu dem Thema Gewalt. (Grundlage ist immer das Ausdrucksspiel).

Die Workshops werden an die jeweilige Klassensituation angepasst, damit die SchülerInnen bestmöglich davon profitieren. Das heißt:  Es werden die Ausdrucksspiele ausgesucht, die sich am besten eignen, um der Thematik und Situation gerecht zu werden.

 

Abläufe der Workshops:  

Ausgehend von Ist-Situationen (Provokantes Auftreten von Einzelnen) wird die eigene "Friedfertigkeit" ausgelotet. Teilnehmer und Beobachter wechseln sich ab, mit anschließendem Feedback.

 

Thema  Macht und Ohnmacht

Text: Der arme Mann und der König

Inhalt: Der König beschließt einen Brunnen bauen zu lassen, mit gravierenden Folgen für die Menschen, die im Dorf leben. Sie werden zu wenig Wasser haben und verdursten.  Ein armer Mann übernimmt Verantwortung, während die anderen unbeteiligt sind.

Die SpielerInnen wählen die Rollen, die in der Geschichte vorkommen und erleben in dieser Rolle das Spielgeschehen: ihre Wut, ihre Hoffnung, ihre Zuversicht, ihre Enttäuschung…

Im Nachgespräch haben die SchülerInnen die Möglichkeit, das Erlebte wiederzugeben.

 

Thema  Macht und Ohnmacht 2

Text: Der Gelbe Storch an der Wand

Inhalt: Ein Teehausbesitzer bekommt von einem Studenten zum Dank, da er ihm geholfen hat, einen gelben Storch geschenkt. Dieser Storch ist von besonderer Art. Wenn die Menschen, die im Teehaus sind, in die Hände klatschen, dann beginnt der Storch zu tanzen. Er sollte aber nie nur für einen Menschen tanzen. Der reiche Mandarin aber  lässt die Leute aus dem Teehaus hinauswerfen, besticht den Teehausbesitzer mit seinem Geld und befiehlt dem Storch, nur für ihn zu tanzen.

Die SpielerInnen wählen wieder die Rollen, die sich zutrauen, sie erleben wieder das Spielgeschehen, den Spielverlauf. Möglicherweise gibt es einen Gast, der aufbegehrt. Spontane Empfindungen der Spieler haben immer Platz und dürfen ausgelebt werden.

 

Thema  Ich begegne der Gewalt ganz anders

Text: Der fröhliche König

Inhalt: Der fröhliche König wird von Riesen aus seinem Garten der Fröhlichkeit verjagt. Er muss mitansehen, wie die Riesen seinen Garten verwüsten. Weder die Ritter noch die Zauberer können die Riesen vertreiben, nur die Fröhlichkeit und das Lachen machen die Riesen ganz klein.

Ein leichtfüßiger Text mit einem interessanten Aspekt.

 

Thema:  Wie Freundschaft die Welt verändert

Text: Ronja Räubertochter

Wir spielen verschieden Szenen aus Ronja Räubertochter. Themen wie Vertrauen, Freundschaft, Sehnsucht, Überwindung, Abenteuer können dabei erlebt werden.  

Es ist ein Buch, wie geschaffen, für dieses Alter und bietet eine Vielzahl an Ausdrucksmöglichkeiten. Ferner regt es die Kreativität und Vorstellungsfähigkeit der Jugendlichen an.

 

Ausprobieren der eigenen Stärken und Schwächen:  

Wir versuchen Situationen nachzustellen, wo sich die scheinbare Stärke ganz rasch in einen Zustand verändert, wo man sich sehr schwach fühlt.

Die gespielten Szenen werden reflektiert und es werden andere Lösungsansätze gesucht

 

Einstiegs- und Hinführungsspiele zu dem Thema: Außenseiter, Idealisierung und Ablehnung

Die Jugendlichen schlüpfen abwechselnd in die Rollen des Außenseiters, des Nachahmers und des Spießers

Anschließend Reflexion

 

Ziele der Workshops

Ziel der Workshops ist es seine eigenen Grenzen kennenzulernen, zu erfahren und zu spüren, wann bin ich noch friedfertig oder wann fällt es mir nicht mehr so leicht, friedfertig zu bleiben. Auch die Frage versuchen wir zu erarbeiten: Was begünstigt Gewaltbereitschaft oder wann schlägt ein Verhalten möglicherweise in Gewaltbereitschaft um.


Nachweis Projektabschluss

Fortlaufende schriftliche Projektbeschreibung (Dokumentation der 7 Workshops)
Photodokumentation
Feedback der teilnehmenden Jugendlichen und Lehrpersonen
Schulbestätigung über geleistete Arbeitsstunden
Überweisungsbestätigung über erhaltenes Geld

Details

Krieg oder Frieden?

      - Workshops für ein friedvolles miteinander...

 

Wieso wird das Projekt in dieser Form durchgeführt?

Man könnte doch auch darüber reden, diskutieren, zeigen wie es andere machen.

Das Ausdrucksspiel geht einen anderen Weg. Es beschreitet den Weg der Selbsterfahrung, des Tuns, des Erlebens und im Anschluss daran: Die Reflexion.

Wie schon Konfuzius sagte: „Lass es mich tun und ich verstehe.“

 

Begriffserklärung:
Der Begriff "Jeux Dramatiques" wurde von dem Theaterpädagogen Leon Chancerel geprägt. Im Gegensatz zum herkömmlichen Theaterspiel unterscheiden sich die "Jeux", da man zur eigenen Freude und Entfaltung spielt und nicht vor Publikum. Man lernt auch keinen Text auswendig, da es das "Innere Erleben" hemmen  und die Spieler hindern würde, mit den eigenen Ausdrucksmöglichkeiten zu experimentieren.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Weglassen der Sprache. Durch das Weglassen der Sprache können sich andere schöpferische Anteile frei entfalten. Es tauchen ungeahnte Möglichkeiten auf, sich auf einer ganz anderen Ebene zu entfalten und auszudrücken.


Innerhalb der Thematik, die in den Workshops vorgegeben ist, bestimmen die Spieler aufgrund ihrer momentanen Stimmung und ihrer Ideen selbst ihre Rollen. Sie gestalten diese völlig frei nach ihren eigenen Vorstellungen. 

Meine Aufgabe als Spielleiter: Der Sinn, der hinter der Geschichte steht soll zum Ausdruck gebracht werden. Ich führe die Spieler durch die Geschichte durch, lasse ihnen aber genügend Freiräume, um sich entfalten zu können. In der Art eines Regisseurs.

Zusammenfassend: Was ist Ausdrucksspiel aus dem Erleben?

* Entdecken und wachrufen unserer schlummernden und schöpferischen Fähigkeiten.

* Ein Mittel, Inneres Erleben und Gefühle spielerisch auszudrücken


* Eine einfache Art des freien Theaterspiels ohne eingeübte Spieltechnik

* Eine Möglichkeit zur Selbstentfaltung und Lebenshilfe

 

Noch ein paar Anmerkungen:

Der Raum ist die Bühne. Der Raum ist ein wichtiges Element. Er kommt zum Tragen. Der Raum wird von den Spielenden so gestaltet, dass er ein Teil ihres Spieles wird. (Z. B. wird ein Dorfplatz gestaltet)

Verkleidung: Die Spieler verkleiden sich vorwiegend mit Tüchern. Durch das Verkleiden schlüpfen sie in ihre Rolle, wird die Rolle "fester, greifbarer und sicherer."

Reflexion: (Nachbesprechung): Die Spieler sagen nach dem Spiel,  was sie erlebt haben. Was ihnen wichtig gewesen ist. Evtl., welche Gefühle hervorgekommen sind. Jeder so, wie er es sich zumutet.

 

P. S.: Der Einfachheit halber ist der Text in der männlichen Form abgefasst.

 

 

 

 

 

 

Budget

  • Gesamtbudget
    € 1.050,-
  • - Eigenmittel
    € 0,-
  • Finanzierungsziel
    € 1.050,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 103,-
  • Zielbudget
    € 1.153,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 0,-
  • Budgetplanung
    Kosten je Workshop: € 150,--
    Insgesamt 7 Workshops: € 1050,--
    Dauer: 2,5 - 3 Stunden
    Workshop beinhaltet: Vorbereitung und Abstimmung, Kontakt mit Lehrperson, Textauswahl, Abhaltung der Workshops, Nachgespräch, Evaluierung



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Galerie

News

Christian Wiesinger

hat am 05.02.2014 geschrieben

Unbegrenzte Macht

Wir spielten eine Szene aus dem Märchen "Der gestiefelte Kater". Die Menschen arbeiteten alle für den Zauberer. Der Zauberer hatte unbegrenzte macht. Manche arbeiteten widerwillig, andere gaben sich der Arbeit hin, andere wieder wollten ihm gefallen und hängten sich hinein. Der Zauberer gab sich seiner Macht hin und bestimmte den Ablauf seiner Untergebenen. Ich hatte so den Eindruck, dass man beim Spielen die Abhängigkeit sehr stark spürte, so richtig frei war niemand. Als dann der Kater de...

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Christian Wiesinger

hat am 18.12.2013 geschrieben

Krieg oder Frieden - Erweiterung

Wir spielten eine Szene aus dem Buch "Karlinchen". Das war sehr eigenartig. Das Mädchen kommt in ein Dorf, die Menschen sind ihm wohlgesonnen, doch als das Kind zu betteln anfängt, werden die Menschen ungehalten, wie ein Lauffeuer bricht es über das Kind herein, die dorfgemeinschaft wird so richtig böse auf das Kind.

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Christian Wiesinger

hat am 27.11.2013 geschrieben

Krieg oder Frieden - Erweiterung

Wir spielten: "Das Märchen vom fröhlichen König"; eigentlich geht es hier um alternative Gewaltanwendung, in Form der Fröhlichkeit, die Kinder haben das toll hinbekommen, sie haben mit ihrer Fröhlichkeit die Riesen aus dem Garten vertrieben und haben dann den verwüsteten Garten wieder hergestellt.

Fazit: Man kann der zerstörenden Gewalt mit alternativen Methoden begegnen, wenn es die Fröhlichkeit ist, die die Gewalt vertreibt, umso besser.

Christian Wiesinger

Christian Wiesinger

hat am 01.11.2013 geschrieben

Finanzierung geschafft

Ich kann es noch gar nicht glauben - die Finanzierung ist geschafft.

Herzlichen Dank an die vielen InvestorInnen, sie werden das Projekt tragen - durch ihre Unterstützung, durch ihr Vertrauen.

Noch einmal

Danke, Danke, Danke

Christian Wiesinger

Projektleiter

Christian Wiesinger

hat am 13.08.2013 geschrieben

Krieg oder Frieden - Projektentwicklung

Aufgrund der zahlreichen Anfragen und Nachfragen habe ich unser Projekt weiterentwickelt. In dem Sinne weiterentwickelt, dass man aus Erfahrungen und Beobachtungen lernt. So kommt das weiterentwickelte Projekt nun den "Neuen" zugute. Aber, ob Entwicklung oder wie wir es nennen, wichtig ist der Weg hin zum Frieden, und mit jedem Schritt, den wir auf diesem Weg gehen, machen wir unsere Welt lebenswerter.

Christian Wiesinger

Projektleiter

Meinungen

Abschlussbericht

Abschlussbericht allgemein

Volksschule Grieskirchen (4. Kl.)

 

Erste Einheit

Zu Beginn haben wir eine kleine Sequenz aus dem Märchen Dornröschen gespielt. Dann haben wir uns dem Thema Angst gewidmet.

Vorgespräch über Angst – in welchen Situationen haben die Kinder Angst, wie reagieren sie darauf – es war eine sehr lebhafte Diskussion.

Hernach haben wir zu dem Thema eine Sequenz aus „Wer soll den Lillan trösten“ gespielt.

Nachgespräch.

 

Zweite Einheit

Wir spielten: "Das Märchen vom fröhlichen König"; eigentlich geht es hier um alternative Gewaltanwendung, in Form der Fröhlichkeit, die Kinder haben das toll hinbekommen, sie haben mit ihrer Fröhlichkeit die Riesen aus dem Garten vertrieben und haben dann den verwüsteten Garten wieder hergestellt.

Fazit: Man kann der zerstörenden Gewalt mit alternativen Methoden begegnen, wenn es die Fröhlichkeit ist, die die Gewalt vertreibt, umso besser.

 

Dritte Einheit

Wir haben das Märchen Dornröschen gespielt. Hier geht es doch auch um Macht, um die Macht des Schicksals, um die Macht der Prophezeiung.

Spannend und aufregend war das Ereignis, wie das Mädchen die Prophezeiung erfüllte und sich in den Finger stach. Eine Dienerin wollte sie unbedingt davon abhalten, doch sie konnte ihr entwischen. So erfüllte sich der Fluch und die Anwesenden fielen alle in ihren Hundertjährigen Schlaf. Wie die Fee dann durch die „Schlafenden“ durchschritt und das Schloß hinter sich ließ, war schon sehr beeindruckend, Schauspiel im besten Sinne.

 

Vierte Einheit

Wir spielten eine Szene aus dem Buch "Karlinchen". Das war sehr eigenartig. Das Mädchen kommt in ein Dorf, die Menschen sind ihm wohlgesonnen, doch als das Kind zu betteln anfängt, werden die Menschen ungehalten, wie ein Lauffeuer bricht es über das Kind herein, die Dorfgemeinschaft wird so richtig böse auf das Kind.

Mich hat überrascht, wie rasch so etwas gehen kann, wie sehr Gruppendynamiken, wie hier, im negativen Sinne wirken können. Sogar die Kinder waren im Nachgespräch überrascht, dass sie so reagiert haben.

Wir haben dann noch lange darüber gesprochen und die Kinder haben ihre Meinungen kundgetan. Es war ein Spiel, aus dem wir viel gelernt haben.

 

Fünfte Einheit

Unbegrenzte Macht

Wir spielten eine Szene aus dem Märchen "Der gestiefelte Kater". Die Menschen arbeiteten alle für den Zauberer. Der Zauberer hatte unbegrenzte Macht. Manche arbeiteten widerwillig, andere gaben sich der Arbeit hin, andere wieder wollten ihm gefallen und hängten sich hinein. Der Zauberer gab sich seiner Macht hin und bestimmte den Ablauf seiner Untergebenen. Ich hatte so den Eindruck, dass man beim Spielen die Abhängigkeit sehr stark spürte, so richtig frei war niemand. Als dann der Kater dem Zauberer ein Ende setzte, waren einige erleichtert und tanzten, andere wieder wussten gar nicht, wie ihnen geschah.

Resümee: Mir ist beim Spielen der Kinder sehr viel durch den Kopf gegangen, auch die politischen Verwirrungen in der Welt sind mir eingefallen und wie schwer es für die Menschen ist, wenn sie unterjocht werden und sich nicht frei entscheiden können.

 

Sechste Einheit

Wir spielten „Der gelbe Storch an der Wand“

Ein reicher Mandarin zerstört die Idylle  durch seine Geldgier. Kommt uns irgendwie bekannt vor. Und doch, die Kinder haben es im Nachgespräch auf den Punkt gebracht: „Das Geschenk des gelben Storches ist den Menschen in Erinnerung geblieben, auch wenn es durch einen zerstört wurde. So sind wir übereingekommen, dass wir uns auch an den schönen Erlebnissen anhalten werden, an den Freundschaften, die unser Leben bereichern.

 

Siebte Einheit

Die Kinder wollten unbedingt „Das Aschenputtel“ spielen. Für mich war das ein Hinweis, dass sich die Klasse gut entwickelt hat. Denn, dieser so positive Kern im Aschenputtel, das sich alles zum Guten wendet und die guten Mächte (hier in Form der Tauben) einen beschützen, trotz aller Widrigkeiten,  ist doch auch in jedem Kind drinnen.

Es war ein würdiger Abschluss, ein schönes Abschlussspiel einer langen Reise, die wir gemeinsam gegangen sind. Wir haben uns mit dem Thema Gewalt auseinandergesetzt und hoffen, einen wesentlichen Beitrag zum Frieden geleistet zu haben.  

 

Zwischendurch, wenn noch Zeit blieb, haben wir 2er Spiele, Bauen von Häusern oder Ortschaften und Händlerspiele gemacht, was den Kindern sehr viel Spaß gemacht hat und auch die Klassengemeinschaft gestärkt hat.

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Welchen gesellschaftspolitischen Zweck hat das projekt erfüllt?

Wir haben das Thema Macht von sehr vielen Perspektiven aus erarbeitet. Erarbeitet in dem Sinne, dass wir die Geschichten gespielt haben, in denen dieses Thema präsent war. So haben die Kinder sehr viel über sich und über den Anderen erfahren, sie haben erfahren, wie es ist, mächtig zu sein oder auch ohnmächtig, wie es besser ist sich gegen die Macht zu stellen oder der Macht anders begegnen zu können. Auch selbst Macht ausüben zu können, war ein Thema.

Sich auf diesen ganz unterschiedlichen Ebenen mit Macht in seinen Facetten auseinanderzusetzen, war für die Kinder sicher eine Erfahrung und Bereicherung, die sie in ihr Leben positiv integrieren können.

Nach den Spielen haben wir die Rollen, aber auch das Thema immer reflektiert, es wurde vieles, was vorgefallen war besprochen und auch angesprochen, dabei wurde auf eine angemessene Gesprächskultur geachtet. Die Kinder bekamen die Möglichkeit das im Spiel Erlebte zu reflektieren. Sie konnten Angenehmes, wie unangenehm Erlebtes aussprechen.

Die Kinder haben erlebt, dass ihr Wort Bedeutung hat, dass sie gehört werden und dass sie auch Dinge mitteilen dürfen, die möglicherweise nicht so Angenehm sind. So werden sie in ihrem Selbstwert gestärkt und können auch im zukünftigen Leben ihre Meinung (hoffentlich) angemessen kundtun.

Durch die vielfältige Rollenwahl und das Geschützsein duch die Rolle haben sie auch viel über sich erfahren, über ihre Herangehensweise, über ihre Art, sich Situationen zu stellen. Ich bin davon überzeugt, dass diese Erfahrungen, die sie machen konnten, ihren Horizont erweitern und in ihrem Lebensweg unterstützen werden.

 

 

Wie waren Reaktionen anderer zu diesem Projekt?

Anhand einer kleinen Episode wollen wir aufzeigen, wie sich das Zusammensein in der Klasse verändert hat. Ein Junge und ein Mädchen sind sich in der Klasse und auch außerhalb ständig in die Haare gekommen, wobei meistens das Mädchen zum "Opfer" geworden ist. Bei einem Spiel hat das Mädchen die Rolle einer Hofkatze eingenommen, der Bursche die Rolle eines Jagdhundes. Sogleich ist der Hund (Der Bub) auf die Katze (das Mädchen) losgegangen, doch die Katze hat eine unerwartete Abwehrbewegung gemacht und den Hund ins Leere laufen lassen. Ausgehend von dieser Situation kam es dann zu einer Annäherung der beiden, die schließlich in einem gemeinsamen Spiel endete. 

In den darauffolgenden Schulstunden konnte man beobachten, dass sich die zwei anders begegneten und auch anders begegnen konnten. Sie hatten durch die Spielerfahrung eine wertvolle Bereicherung ihrer Umgangsformen erlebt und wendeten diese Erkenntnisse auch gewinnbringend an.

Fazit: "Gewalt zum Frieden hin verändert"

Die Klassenlehrerin Nina Tosold in Zusammenarbeit mit Projektleiter Christian Wiesinger

 

 

Wofür wurde das gespendete Geld konkret ausgegeben?

Das Geld wurde für die Abhaltung der 7. Workshops an der Volksschule Grieskirchen verwendet - s. Schulbestätigung!

Zugeordnete Themen