Projekt-ID: 1270

HAPPY KIDS - Lachen Leben Lernen

Kontaktperson: Ursula Tegel
eingereicht am: 29.06.2016
Budget: € 3.427,-
Finanzierungsfrist: 31.08.2016
Land/Region: Österreich/Wien
Art: Workshop
Themenkreis: Soziales Engagement

Allgemein

Projektteaser

Outdoor-Pädagogisches Sommerprojekt für Mädchen welche von sexuellem Missbrauch und/oder Gewalt betroffen sind. Dieses Projekt hilft 4 Jugendlichen, kreativ und liebevoll ihr Trauma aufzuarbeiten.
  • Start Projektumsetzung: 02.05.2016
  • Ende Projektumsetzung: 15.08.2016

Projektbeschreibung

WORUM GEHT ES?

Happy Kids betreut 4 Mädchen im Alter von 13 bis 15 Jahren, die Schreckliches erlebt haben. Sie wurden sexuell missbraucht. Unsere erfahrenen Pädagoginnen helfen diesen Mädchen, die erlebte Gewalt auf behutsame Weise aufzuarbeiten. In einem 4tägigen Sommer-Projekt in der Natur werden den Mädchen Kreativtechniken beigebracht, die zu Ankern werden sollen, welche auch dann noch da sind, wenn der Alltag wieder Realität wird.

 

WAS BEDEUTET DAS GENAU?

Die Mädchen lernen, mit pädagogischer Unterstützung, das Erlebte kreativ auf Leinwänden in der Natur zu visualisieren. Ein freier Umgang mit Farben und unterschiedlichen Materialien ermöglicht es den Jugendlichen, neue Perspektiven einzunehmen und Gefühle auszudrücken. Dieses Projekt ist Teil einer Langzeitbetreuung, die nachhaltig helfen soll, zu einem normalen Leben zurückzukehren.

 

WER SIND WIR?

Damit wir den Mädchen helfen können, brauchen wir Ihre Hilfe. Der Verein Happy Kids benötigt für die Umsetzung dieses Projekts monetäre Unterstützung. Damit können wir Arbeitsmaterialien ankaufen, für die Verpflegung sorgen und die Kosten der pädagogischen Fachkräfte finanzieren.


Nachweis Projektabschluss

WIR DOKUMENTIEREN, WAS MIT IHRER UNTERSTÜTZUNG PASSIERT!

 

Sie erhalten Einsicht in die Gesamtabrechnung, sehen Rechnungskopien zu den Ausgaben, die mit den über Respekt.net lukrierten Mitteln bestritten wurden, erhalten eine Fotodokumentation und einen Online-Abschlussbericht. Alle SpenderInnen erhalten auf Wunsch auch einen Newsletter, der über unsere weiteren Aktivitäten informiert.

 

(Anmerkung: Wir veröffentlichen aus Schutz der Privatsphäre keine Fotos der Schutzbedürftigen und ersuchen dafür um Verständnis.)

Details

Im Juli werden wir ein 4-tägiges outdoorpädagogisches Malprojekt mit vier minderjährigen Klientinnen durchführen. Bei den Klientinnen handelt es sich um Mädchen, die wegen familiärer Schwierigkeiten fremduntergebracht werden mussten – also in einer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft leben. Alle vier waren von Missbrauch und/oder sexueller Gewalt betroffen.

 

Aufgrund unserer knapp 20-jährigen Erfahrung wissen wir, dass die von uns betreuten und begleiteten Klient*innen im Rahmen eines solchen Projekts Fortschritte im Aufarbeitungsprozess machen können, die sie im Laufe ihres Alltags vermutlich nicht schaffen würden. Die Möglichkeit, bewusst aus dem Alltag auszusteigen und sich Zeit für sich selbst zu nehmen, in der Natur aufzuatmen und seine Kreativität fließen zu lassen stehen hierbei im Mittelpunkt.

 

Durch die Anleitung ausgebildeter Sozialarbeiter*innen und Sozialpädagog*innen werden den Teilnehmerinnen neue Zugänge zum eigenen Erleben und zur Selbstwahrnehmung vermittelt. Eine Auseinandersetzung mit den erlebten gewaltvollen Übergriffen wird einerseits auf kreativer Ebene, andererseits auf kinästhetischer Ebene erreicht. Die vier Mädchen werden dazu motiviert, sich auf die Malerei als Kommunikationsmittel und die Natur als „Beratungszimmer“ einzulassen. So wird es möglich ohne verbale Sprache ins Gespräch zu kommen und neue Perspektiven zu entdecken.

 

Es geht darum eine konstruktive Irritation gewohnter Erkenntnis- und Erklärungsstrukturen herbei zu rufen. Blinde Flecken, die durch fehlende Worte entstanden sind, können so bearbeitbar gemacht und überwunden werden.

 

Für die vier betreuten Jugendlichen bietet sich durch dieses Projekt die Chance mit schmerzhaften, blockierenden Aspekten ihrer Vergangenheit aufzuräumen und diese auf gesunde Weise in ihren Biographieverlauf zu integrieren. Sie lernen hierbei, dass sie mehr sind als „nur Opfer unglücklicher Umstände“. Sie sind vollwertige, kreative, selbstbestimmte und eigenmächtige Individuen, die ihr Leben aktiv gestalten und färben können. Durch die Aktivierung einer positiven Selbstwahrnehmung ist es den von uns betreuten Klientinnen möglich sich wieder auf Themen wie Ausbildung, Eigenständigkeit und Verselbstständigung zu fokussieren.

 

Das geplante Projekt wird durch die Sozialarbeiter*innen und Sozialpädagog*innen von HAPPY KIDS durchgeführt. Alle Mitarbeiter*innen verfügen über fundierte, facheinschlägige Ausbildungen und Weiterbildungen, sowie über langjährige Praxiserfahrung. Sie kennen die Klient*innen bereits, wodurch von Tag 1 an eine vertrauensvolle, fruchtbare Ausgangssituation besteht. Das Projekt reiht sich in den bestehenden Beratungsprozess ein und bildet eine optimale Ergänzung. Die Betreuungsbeziehung wird auch nach Abschluss des outdoorpädagogischen Projekts aufrechterhalten, sodass eine fortlaufende Aufarbeitung gewährleistet ist.

 

HAPPY KIDS ist ein gemeinnütziger, überparteilicher, nicht konfessioneller Verein, der rein durch Privatspenden finanziert wird.

 

Durch Ihre finanzielle Unterstützung unserer Arbeit gegen sexuelle Gewalt an Minderjährigen, können Sie ein Zeichen setzen, das einen nachhaltigen Einfluss auf das Leben von vier betroffenen Mädchen hat.

Budget

  • Gesamtbudget
    € 3.820,-
  • - Eigenmittel
    € 700,-
  • Finanzierungsziel
    € 3.120,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 307,-
  • Zielbudget
    € 3.427,-
  • Respekt.net-Teilbetrag 1 (wird bei erfolgreicher Finanzierung überwiesen)
    € 900,-
  • Respekt.net-Teilbetrag 2 (wird nach Erhalt des vollständigen Projektabschlussberichtes überwiesen; mind. 10 % des Zielbudgets)
    € 343,-
  • Abgabedatum Abschlussbericht
    29.08.2016
  • Projektrisiken

    - Klientinnen werden krank (Durchführung dann nicht möglich)

  • Budgetplanung

    Transport EUR 200,- (vom Verein finanziert)

    Übernachtungen EUR 500,- (vom Verein finanziert)

    Verpflegung EUR 720,-

    Material EUR 300,-

    Pädagogische Fachkräfte EUR 900,-

    Vor- und Nachbereitung (Planung bis Nachbetreuung) EUR 1.200,-

Dateien

Galerie

video

News

HAPPY KIDS, Verein...

hat am 06.09.2016 geschrieben

Abschlussbericht

Sehr geehrte Damen und Herren,

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HAPPY KIDS, Verein...

hat am 22.08.2016 geschrieben

Es gibt dafür keine Worte

Liebe SpenderInnen und UnterstützerInnen von Happy Kids,

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HAPPY KIDS, Verein...

hat am 16.08.2016 geschrieben

Herzklopfen

Liebe Spenderinnen von unsrem Sommerprojekt,

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HAPPY KIDS, Verein...

hat am 10.08.2016 geschrieben

Terminverschiebung

Liebe UnterstützerInnen vom Happy Kids Projekt,

2 Teilnehmerinnen sind krank geworden. Für uns keine große Überraschung. Unser Projekt findet jetzt am 21.8 bis 25.8 statt.

Was mich sehr freut ist, dass wir die 50% überschritten haben = 51,94%. Wie immer bin ich zuversichtlich und denke gemeinsam können wir es schaffen die 100% zu erreichen. Danke für Ihre hervorragende Unterstützung. Wenn es News gibt werden Sie von mir wieder lesen.

Lieben Gruß

Ursula Tegel

HAPPY KIDS, Verein...

hat am 04.08.2016 geschrieben

Danke schön

Liebe SpenderInnen,

ich möchte mich mal auf diesem Weg herzlich bedanken für Ihre Spende.

44,06 % haben wir durch Sie schon erreicht. Ich bin optimistisch und wir werden auch noch die 55,94 % errreichen.

Unsere KlientInnen sind schon sehr aufgeregt und in Vorfreude auf das Sommerprojekt.

Wir das Happy Kids Team auch!

Machen Sie bitte weiterhin Werbung für unser Projekt.

In diesem Sinne liebe Grüße

Ursula Tegel

HAPPY KIDS, Verein...

hat am 25.07.2016 geschrieben

Zwischenbericht von unserem Sommerprojekt

ZWISCHENBERICHT Happy Kids – Lachen Leben Lernen

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Meinungen

Abschlussbericht

Abschlussbericht allgemein

HAPPY KIDS ist ein gemeinnütziger Verein, der sich seit 1997 gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen einsetzt. Durch unsere Angebote decken wir vier Tätigkeitsfelder ab:

Prävention

Das Präventionsprogramm „BÄRENSTARK“ bietet Selbstbehauptungskurse, Workshops und Fachvorträge und zielt darauf ab, Menschen bereits ab dem Kindergartenalter zu stärken

Klient*innenbetreuung

Hauptmerkmal der Klient*innenbetreuung bei HAPPY KIDS ist der systemische Ansatz.

Im Mittelpunkt der psychosozialen Arbeit steht daher die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und deren (familiären) Bezugspersonen.

outdoorpädagogische Projekte

- im Präventionsbereich

- für Klient*innen

- für Familiensysteme

Outdoorpädagogische Projekte sind ein wertvolles Bindeglied zwischen Einzelbetreuung und Gruppenerfahrung.

Präventive Öffentlichkeitsarbeit

Unter präventiver Öffentlichkeitsarbeit versteht HAPPY KIDS die Thematisierung von Gewalt in der Gesellschaft.

Ziel ist es, zu bewusstem gewaltfreiem Handeln aufzurufen.

Es ist Realität geworden – das Sommerprojekt 2016 von HAPPY KIDS konnte erfolgreich mit vier Klientinnen umgesetzt werden!Zu Beginn reichten wir das Projekt bei respekt.net ein und erhielten hierbei tatkräftige Unterstützung von Hrn. Harald Karrer und Fr. Daniela Krautsack. Dann konnten wir uns an die Vorbereitung des Projektes machen. Hierzu gibt es bei den News in respekt.net Informationen, die gerne nachgelesen werden können. Die Planungszeit ist immer eine spannende Phase, voll Vorfreude. Zum Schutz unserer Klientinnen sind alle Informationen die nun hier veröffentlicht werden, so formuliert, dass keine Rückschlüsse auf unsere Klientinnen gezogen werden können und wurden durch die Betreuer*innen ihrer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft freigegeben.

Bericht der Betreuerinnen

Teilnehmerinnen: 4 Jugendliche

Betreuerinnen: Monika Soukup, Karin Schoderböck

Ort: Burgenland

Hin- und Rückfahrt: Transport durch HAPPY KIDS

Kosten: für die Teilnehmerinnen fallen keine Kosten an

 

Inhalte:  

-       -       -       -       -       -       -       Natural Learning

-      

-       Lagerfeuer, selbstgemachtes Brot, etc.

Ziel des Projekts „ Bärenstarke Sommertage 2016“ war es, den teilnehmenden Jugendlichen im Rahmen des HAPPY KIDS Selbstbehauptungsprogramms „Bärenstark“ Werkzeuge in die Hand zu geben, die es ihnen ermöglichen, ihren Selbstwert, ihr Selbstvertrauen, ihre Selbstsicherheit und somit ihr Selbstbewusstsein zu entwickeln bzw. weiter auszubauen. Die Umsetzung erfolgte in Form eines outdoorpädagogischen Projekts von HAPPY KIDS. Die Natur stellte den Rahmen für Entwicklungsprozesse zur Verfügung. Sie stellt in der Outdoorpädagogik ein essentielles Instrument dar, Entwicklungen stattfinden zu lassen. Die Natur gab den Jugendlichen die Möglichkeit durch eigene Kraft zu lernen, Verhaltensmuster zu ändern und sich weiter zu entwickeln. Das Gefühl der Hilflosigkeit ist oftmals Auslöser von Gewalt. Hilflosigkeit kann durch Unbewusstheit in Fühlen und Empfinden entstehen. Einzelne, aufkommende Gefühle können nicht unterschieden werden. Es kommt zu einem Gefühls-Wirr-Warr. Einher geht nahezu immer die eingeschränkte Fähigkeit zu handeln. Diese Menschen hatten meist beginnend in der Kindheit nicht die Möglichkeit, mehr als eine Handlungsvariante für eine Situation zu erlernen. Gefühlschaos und eingeschränkte Handlungsmöglichkeiten führen zu Hilflosigkeit. Diese Hilflosigkeit eskaliert häufig in Form von gewalttätigen Handlungen.Ein wichtiger Lernprozess für die Klientinnen bestand darin sich ihrer Kommunikation bewusst zu werden und sich darüber klar zu werden, dass alles was wir (nicht) sagen, etwas in unserem Gegenüber auslöstHierzu nützten wir das Spiel „Architekt*innen".Jede der vier Jugendlichen bekam eine Rolle zugeteilt, Person A: Architektin, Person B: Läuferin, Person C: Baumeisterin, Personen D: Beobachterin Architektin und Baumeisterin saßen sich mit einem Abstand von etwa 300 Metern gegenüber.Die Architektin erhielt das fertige Lego-Gebilde; sie war die einzige Person, welche das Objekt sehen durfte. Das Objekt wurde hinter einem Sichtschutz verborgen. Die Baumeisterin bekam ein zweites Set in Einzelteilen. Die Architektin gab nun der Läuferin so klare Anweisungen wie möglich, wie die Bausteine aufeinander gebaut werden müssen, um das Objekt nachzubilden. Die Läuferin muss dann zur Baumeisterin um dieser die Bauanweisung Schritt für Schritt mitzuteilen. Die Läuferin lief also mehrfach zwischen der Architektin und der Baumeisterin hin und her, um die Anweisungen zu übermitteln, bis die Baumeisterin das Gefühl hatte, dass das Objekt fertig gebaut ist. Die Läuferin durfte weder das ursprüngliche noch das neugebaute Objekt sehen und auch keine Kommentare dazu abgeben. Die Beobachterin beobachtete das Spiel und machte sich Notizen, was gut funktioniert und wie es zu Fehlern kommt. Sie griff aber nicht in den Spielablauf ein. Durch dieses Spiel wird deutlich wie wichtig klare Kommunikation ist. Ebenfalls ist es für unsere Teilnehmerinnen wichtig gewesen zu erfahren, dass sie zwar glauben sich für alle verständlich auszudrücken, aber was genau ihr Gegenüber wahrnimmt und hört oft ganz etwas anderes ist. Bei unserem ersten Durchlauf musste eine Klientin abbrechen, da es ihr in ihrer Rolle sehr schlecht ging. Sie hatte die Rolle der Läuferin und wurde von der Architektin und von der Baumeisterin unter Druck gesetzt. Die Klientin bekam die Rückmeldung alles falsch weiter zu geben und dass das Spiel deshalb nicht funktionieren kann. Wichtig bei dieser Beobachtung war im Anschluss die Erkenntnis, dass sich die Klientin in eine Rolle begeben hat (um es allen Recht zu machen) die aber gar nicht ihre Aufgabe war. Jede der Teilnehmerin konnte sich aus dieser Beobachtung etwas mitnehmen, da sie selbst schon öfters in so eine Rolle geschlüpft sind und auch andere in diese Rolle gedrängt haben und wissen, dass man sich dort gar nicht wohl fühlt. Der gesellschaftliche Zweck bestand darin, den Klientinnen ein Bewusstsein dafür zu geben, in welcher Rolle sie sich befinden und welche Kommunikation in dieser Rolle hilfreich ist. Alle Menschen sind unterschiedlich und nehmen Dinge unterschiedlich war und nur weil jemand etwas ausspricht und glaubt es ganz klar formuliert zu haben, heißt das nicht, dass das Gegenüber dies auch so wahrgenommen hat. Dies ist sowohl im familiären Umfeld, als auch im beruflichen Kontext für ein gutes Miteinander wichtig.Weiters war es uns wichtig die Klientinnen mit unseren Unternehmungen und Aktivitäten zu stärken und ihnen zu einem reflektieren Umgang mit sich selbst zu verhelfen. Bei einer weiteren Aktivität (jede baute sich einen eigenen Sessel) ist es uns gelungen, dass jede Teilnehmerin durch eine Aufgabe mit viel Handlungsspielraum, jedoch einem klaren Ziel -  jede soll am Ende des Tages einen eigenen Sessel geschaffen haben - mit ihrer eigenen Kraft, Kreativität, Stärke und gemeinschaftlichem Zusammenhalt ein Projekt von Anfang bis zum Ende fertiggestellt hat. Das ist bei unseren Klienten in ihrem Alltag oft nicht der Fall, da ihnen die physische Kraft fehlt um etwas zu Ende zu bringen. Wir haben uns beim Projekt immer wieder mit dem Thema „Aufgeben“beschäftigt und haben Handlungsmöglichkeiten gefunden, wie jede es auch im Alltag schafft Projekte fertig zu stellen. Zum Beispiel um Hilfe und Unterstützung fragen, Motivation finden durch das Bewusstmachen des Ziels, eigene Bedürfnisse erkennen, wahrnehmen und Beachtung schenken.Auch Durchhaltevermögen ist wichtig um im Alltag etwas zu schaffen. Deshalb sind wir mit den Klientinnen wandern gegangen. Unser Ziel war ein Gutshof bei dem Bogenschießen angeboten wird. Nach anfänglicher Abneigung einiger Klientinnen was das Wandern betraf, waren trotz allem alle sehr froh und erleichtert den Weg gemeistert zu haben. Für das Bogenschießen ist es eine Voraussetzung einen ruhigen guten Stand zu haben, das Ziel zu fokussieren bis der Pfeil ausgelassen wird, Konzentration, Achtsamkeit mit sich (mögliche Verletzungen durch die Sehne) und Rücksicht auf andere (warten bis alle fertig geschossen haben, dann durften erst die Pfeile geholt werden).Eine Klientin, die wie uns auffiel im Alltag eher Schwierigkeiten hatte zur Ruhe zu kommen, schaffte es nach anfänglicher Skepsis eine besonders tiefe Ruhe zu entwickeln. Sie hat ihren eigenen Rhythmus gefunden, sodass sie ihre Pfeile überdurchschnittlich oft in die Mitte konnte. Bei dieser Klientin war es auch etwas schwierig die Rücksicht auf andere einzufordern. Beim Bogenschießen konnte sie sich aber durchaus sehr gut darauf einlassen. Die Rücksicht und Achtsamkeit auf sich und auf andere haben wir in einem Rollenspiel erprobt. Bei diesem Rollenspiel ließen wir Alltagssituationen,die immer und immer wieder eskalieren, nachspielen. Die Rollen wurden selbstverständlich vertauscht, somit musste jede in eine andere Rolle schlüpfen und musste sich so auch in eine andere Person einfühlen. Die Reflexionen ergaben, dass ein Wort das andere ergibt und es so zu einem Dominoeffekt kommt. Die Handlungsalternativen jeder einzelnen wurden anschließend reflektiert. Diese Handlungs- und Haltungsmöglichkeiten haben wir am letzten Tag auf einen „Reflexions-Baum“ geschrieben. Jede der Teilnehmerinnen erhielt einen Baum und konnte ihn mit den besprochenen Möglichkeiten beschreiben und gestalten. Somit hat nun jede Teilnehmerin ein bleibendes Erinnerungsstück zu Hause, damit im „stressigen“ Alltag zwischendurch die erarbeiteten Handlungskompetenzen wieder hervorgerufen werden können, wenn Bedarf da ist.Emotionen sind ein großes Thema wenn es um Gewalt geht, sie haben auch einen wichtigen Stellenwert in unserer Arbeit. Je mehr sich ein Kind oder auch ein Erwachsener seiner Gefühle bewusst ist, sie sich zugesteht und sie auch ausdrücken kann, desto eher spricht er oder sie nach einer Gewalterfahrung darüber und wird auch selber nicht gewalttätig, da er/sie andere Möglichkeiten kennt, wie er/sie seiner/ihrer Gefühle Ausdruck verleihen kann – ohne sich selbst oder jemanden anderen Schaden zu zufügen. Wir, das Team von HAPPY KIDS, möchten uns bei allen Unterstützer*innen auf diesem Weg nochmals bedanken, da wir durch Ihre großzügige und aktive Unterstützung auch heuer wieder ein erfolgreiches outdoorpädagogisches Projekt umsetzen konnten.Sie sind in den Genuss gekommen, Verantwortung für vier Jugendliche zu übernehmen die notwendig Ihre Hilfe brauchten.

Es gibt unzählige berührende Geschichten, spannende Hintergrundinformationen und interessante Fakten zu erzählen. Dafür nehmen wir uns immer gerne die Zeit für Sie! Die Verschwiegenheitspflicht gegenüber unseren KlientInnen steht dabei selbstverständlich an oberster Stelle!

Unsere Arbeit ist außergewöhnlich – Ihre Spende ist es auch!

 

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Welchen gesellschaftspolitischen Zweck hat das projekt erfüllt?

In der Sozialen Arbeit ist es oftmals der Fall, dass der Zweck einer Tätigkeit nicht auf den ersten Blick sichtbar ist. Er ist kaum in Zahlen zu erfassen, lässt sich nicht in einer hübschen Statistik darstellen. Der gesellschaftspolitsche Zweck unserer Projekts besteht darin, dass vier junge Frauen gestärkt wurden, um ihren weiteren Lebensweg mit neuer Selbstsicherheit zu beschreiten. Alle vier leben in einer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft. Der Grund hierfür liegt darin, dass die Bedingungen in ihrer Ursprungsfamilie als so gefährdend für ihr Wohl eingeschätzt wurden, dass sie dort nicht mehr bleiben konnten. Wer so ein Schicksal hat, muss sich oftmal noch ein bisschen mehr anstrengen um gesellschaftlichen Normen und Wünschen zu entsprechen. Tun sie das nicht, werden sie abgestempelt - "War ja klar, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.", "Was soll schon aus denen werden." etc. Wir von HAPPY KIDS haben einen anderen Blick - wir sehen Ressourcen, Stärken, Träume, Talente. Wir haben unseren Klientinnen quasi einen "orangen Spiegel" vorgehalten - damit sie aus ihrem Alltag ausbrechen und neue Wege gehen können, als vollwertige und wertvolle Gesellschaftsmitglieder.

Wie waren Reaktionen anderer zu diesem Projekt?

Die Menschen mit denen ich persönlich gesprochen habe waren sehr begeistert von unserem Projekt und unserer Arbeit. Es gibt auch Menschen welche unseren Verein und unsere Mitarbeiterinnen lange kennen, wissen was wir tun und uns auch bei diesem Projekt unterstützt haben.

Wir errechneten  wie viele Menschen wir ungefähr durch unsere Werbung für das Projekt erreicht haben. Es waren ca. 1.600 Menschen! 1.600 Menschen haben nun von HAPPY KIDS gehört, haben unser Logo gesehen, haben erfahren, was wir tun, haben sich Zeit zum Nachdenken genommen, wurden konfrontiert mit dem Thema Gewalt. Davon spendeten 52 Menschen. 

Für uns ist beides ein Erfolg - eine große Anzahl von Personen erreicht zu haben und eine kleine Anzahl zu aktiver Unterstützung bewegt zu haben. Ein wunderbares Beispiel dafür, dass auch im Kleinen Bärenstärke verborgen liegt.

Wofür wurde das gespendete Geld konkret ausgegeben?

Das gespendete Geld wurde laut der Kostenaufstellung ausgegeben. Die Kostenaufstellung beinhaltet auch eine Bestätigung über die Personalausgaben.

Das gesamte Projekt machte 5.442,87 € aus. Davon haben wir 3.120 € durch Spenden über www.respekt.net einfließen lassen.

Wie werden Sie die Mildtätigkeit des Projektes nachweisen?

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