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  • Christian Wiesinger schreibt22.05.2019 - 14:423. Einheit am 17. 5. 2019

    Wiederum spielten die Kinder ganz besonders. Jedwede Scheu legen sie ab. Sie füllen ihre Rollen aus, arbeiten hervorragend zusammen und entwickeln immer wieder spontane Ideen, kreieren wunderschöne Szenerien, die die Texte erst so richtig zum Vorschein bringen. Diese Geschichte vom "Hartherzigen Riesen" von Oscar Wilde ist auch herzzerreißend. Sie beginnt zwar nicht sehr schön, da die Riesen die Kinder aus ihrem Reich vertreiben, sie endet aber damit, dass die Kinder das Herz der Riesen erweichen. Und dazwischen ist der unbändige Mut der Kinder zu bewundern, die sich ein Loch durch die Mauer in den Garten des Riesen graben.

    Dieses Spiel erinnerte mich ein wenig an die Freitagsdemos der SchülerInnen. Auch sie geben nicht auf, fordern ihre Zukunft ein.

    Projektleiter

    Christian Wiesinger

  • Verein zur Finanzierung sozialer Projekte – Social Funding schreibt22.05.2019 - 05:3350 % mehr Alkohol oder Drogen

    HELFEN SIE UNS HELFEN

    50% derjenigen jungen Menschen, die bisher unsere kostenlose E-Mail-Beratung in anspruchgenommen haben, konsumieren nach dem Todesfall mehr Alkohol oder Drogen.

    Trauerbegleitung ist Suchtprävention.

  • Michael Mullan schreibt20.05.2019 - 10:49Bericht Rwanda April 2019 Natascha Hermann MA.

    Ziel

    Aufbauend auf Michael Mullans mehrwöchiger Ausbildung in anthroposophischer Heilpädagogik am Ubumwe Community Centre (UCC) in Gisenyi/Ruanda im April 2018 schloss sich im April diesen Jahres ein Forschungsprojekt in seinem Auftrag an.

    Das primäre Ziel des Aufenthalts war es, bei Mitarbeitern am UCC den Bedarf bezüglich Fortbildungsmöglichkeiten in der Waldorfpädagogik bzw. anthroposophischen Heilpädagogik zu ermitteln und Rahmenbedingungen hierfür zu klären. Dazu sollten alle Teilnehmer an der von Michael Mullan gehaltenen Ausbildung am UCC befragt werden, insbesondere rückblickend auf das ein Jahr zurückliegende Training, die Bedeutung des Gelernten im Arbeitsalltag und Wünsche hinsichtlich einer weiteren Fortbildung.
    Weiters sollte der Aufenthalt dazu dienen, gemeinsam mit Zacharie Dusingizimana und Viateur Uwambajimana eine Präsentation für den einstündigen Workshop im Rahmen der International Communal Studies Association (ICSA) Konferenz im Juli 2019 vorzubereiten.

     

    Einführung

    Der folgende Bericht beruht auf Gesprächen mit den beiden Gründern des UCC, Zacharie Dusingizimana und Frederick Ndabaramiye, Justin Nshimiyimana in seiner Rolle als Schulleiter, Viateur Uwambajimana als Projektmanager und Koordinator der Point Foundation sowie sechs der elf Lehrer (Elie Sebajomba, Donatille Mahirue, Zawadi Uwittonze, Prudencienne Rugira, Benjamin Mirigaro, Rukundo Prosper), die an der Ausbildung im Vorjahr teilgenommen haben. Die anderen fünf Lehrer waren aufgrund der Ferien nicht anwesend.

    Im Vorfeld bestand Kontakt zu Victor Mwai Wahome von Waldorf Kenia, Jennifer Maslow als Geber der Point Foundation sowie Sharon Gallagher vom Gallagher Trust.

     

    House of Children School

    Ein Bereich des UCC ist die House of Children"- Schule, die eine Vorschule (entspricht unserem Kindergarten für 2-6jährige) und die Grundschule umfasst. Bis zur sechsten Klasse wird die Schule zweizügig geführt. Insgesamt sind zurzeit 800 Schüler am UCC in Ausbildung, 174 davon mit Behinderungen, für die die Point Foundation die Schulgebühren übernimmt. Die Schulkosten sind für private Schulen mit 55.000 Ruandische Franken (=54,4 €) pro Semester vergleichsweise niedrig. Die Schule hat sich der Inklusion verschrieben. Das bezieht sich in erster Linie auf den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit bzw. ohne Behinderungen sowie auch auf die Leistbarkeit der Schulkosten. Alle Kinder der Schule lernen Gebärdensprache.

    Die durchschnittliche Klassengröße liegt bei 50 Schülern pro Klasse. In der Vorschule sind zwei Lehrer angestellt. Ab der ersten Klasse gibt es nur einen Lehrer. Ausnahme sind Klassen mit mehr als 50 Schülern, wo ein zweiter Lehrer hinzugezogen wird. Auch die Übergangsklasse stellt eine Sonderform dar, mit einem Lehrer und zwei Assistenten bei 30 Schülern mit Behinderungen. Hier sind neu hinzugekommene Schüler unterschiedlichen Alters für maximal ein Schuljahr, bevor in einer gemeinsamen Lehrerkonferenz die Entscheidung getroffen wird, welchem Programm vom UCC die jeweiligen Schüler zugeordnet werden.

    Ausbildung und Lehrerfahrung

    Die UCC-Lehrer kommen von unterschiedlichen Lehrerausbildungen teilweise aus der Demokratischen Republik Kongos, teilweise aus Ruanda. Es gibt Unterschiede hinsichtlich der Ausbildungsdauer, die zwischen sechs Monaten bis zu drei Jahren variiert. Die sechs interviewten Lehrer, die bereits am ersten Waldorf-Seminar im April 2018 teilgenommen haben, haben zwischen zwei und sieben Jahren Lehrerfahrung, alle davon zumindest zwei Jahre am UCC. Sie sind zum Teil Klassenlehrer, zum Teil sind sie spezialisiert auf einzelne Fächer wie Kinyarwanda, Englisch oder ICT. Ein Lehrer ist inzwischen als Pfleger in einem der vier Wohnhäuser für Menschen mit Behinderung tätig. Seit September 2014 werden an der University of Rwanda/ College of Education Bachelor- und Masterstudiengänge in Sonderpädagogik und Inklusion angeboten. Am UCC hat kein Lehrer eine spezielle Aus- oder Weiterbildung in Heil- oder Sonderpädagogik bzw. Inklusion.

    Bedeutung der Waldorfpädagogik

    In der Waldorfpädagogik sehen alle Befragten Vorteile auf gesellschaftlicher wie individueller Ebene. Aufgrund der fortschreitenden Entwicklung und Einflüsse von externen bzw. westlichen Kulturen haben sich die Menschen Ruandas verändert: Soziale Qualitäten gehen oft verloren in der zunehmenden Schnelllebigkeit des Alltags. Aufgrund äußerer Einflüsse ist Ruandas Gesellschaft heute viel individualistischer geprägt als in den Jahren und Jahrzehnten zuvor.

    Da jedoch das gemeinschaftliche Schaffen Afrika bzw. auch der ruandischen Kultur an sich eigen ist, ergibt sich durch die Waldorfpädagogik eine neue Chance, den Wert der Gemeinschaft wieder zu beleben bzw. aufrecht zu erhalten. Eine Person beschrieb die Waldorfpädagogik als eine Möglichkeit der Aussöhnung, als eine Chance wieder gegenseitigen Respekt in der Gesellschaft zu etablieren, der durch den Genozid vor 25 Jahren zerstört worden war.

    Auf der mehr individuellen Ebene wird das Potenzial der Waldorfpädagogik insbesondere in der ganzheitlichen Herangehensweise gesehen, die Herz, Hand und Kopf bzw. Kunst, mit Wissen(schaft) und einer religiösen Zugangsweise verbindet.

    Zacharie und Viateur schätzen am Zugang zur anthroposophischen Heilpädagogik auch, damit Teil einer internationalen Bewegung zu sein, die zum einen ihnen selbst neue Lernmöglichkeiten eröffnet. Zum anderen hat Zacharie auch das Potenzial angesprochen, mit dem anthroposophischen Ansatz das ruandische Schulsystem insofern ein Stück weit beeinflussen zu können, als das Bildungsministerium auch das UCC betreut bzw. kontrolliert und somit der Einblick in die anthroposophischen Ansätze UCC-externen Personen zugängig werden könnte.

    Zacharie betonte, dass er im Zuge der letzten Jahre (von Victor Mwai Wahomes Besuch im Jahr 2016 bis zu Michael Mullans Training im Jahr 2018) die Vorteile der anthroposophischen Heilpädagogik bzw. Waldorfpädagogik erkennen konnte, da auf die Klassifizierung der Schüler basierend auf Alter oder intellektueller Leistungen verzichtet wird. Er würde am UCC gerne Waldorfpädagogik bzw. anthroposophische Heilpädagogik für ihren Zweck adaptieren" und in den Kontext des UCC einbringen. Er beschreibt, dass die Lehrer auf weitere Fortbildungsmöglichkeiten warten und die neue Methodologie gerne annehmen.

    Umsetzung der im Seminar 2018 vermittelten Kenntnisse und Fähigkeiten

    Der Schulleiter berichtete von der veränderten Haltung gegenüber den Schülern aufgrund der Ausbildung in Waldorfpädagogik, indem man den Lehrstoff auf den Erfahrungen der Kinder aufbaut. Den Gedanken der Waldorfpädagogik, dass der eigentliche Lehrplan das Kind selbst sei, sieht er mit dem Konzept eines kompetenzbasierten staatlichen Lehrplans, der in Ruanda 2014 eingeführt wurde, durchaus kompatibel. Außerdem gilt in Ruanda für Kinder mit Behinderungen ein persönlicher Syllabus, das Individual Education Programme" (IEP). Die individuelle Betrachtung des einzelnen Kindes lenkt den Fokus auf den Schüler und dessen Bedürfnisse. Hierin ergeben sich aus Sicht des Schulleiters Möglichkeiten, sich vom Kind leiten zu lassen. Die Schüler sind hiermit nicht länger in der Rolle des passiven Empfängers, wie es im ruandischen Schulsystem längere Zeit üblich war bzw. in Abhängigkeit der jeweiligen Lehrkraft auch heute noch vorzufinden ist.

    Aufgrund der Ausbildung im Jahr 2018 haben vor allem die Lehrer beschrieben, einen persönlichen Entwicklungsprozess durchgemacht zu haben. Ein Lehrer beobachtete die größte Veränderung an sich selbst (This is a new Elie"). Zuvor achteten sie im Umgang mit den behinderten Kindern in erster Linie auf deren Sicherheit, während der Unterricht auf die nicht behinderten Schüler fokussiert wurde. Bedingt durch die Ausbildung hat sich diese Sichtweise gewandelt. Sich auf die Kinder mit Behinderungen zu konzentrieren, ermöglichte eine vertrauensvolle Beziehung mit diesen zu etablieren. Die Lehrer nahmen wahr, dass dies dem Verhältnis zum Rest der Klasse keinen Abbruch tat sondern im Gegenteil das Erleben der Gemeinschaft stärkte.

    Kinder mit einer geringen Aufmerksamkeitsdauer vermögen die Lehrer nun durch z.B. erfundene Spiele, künstlerische Tätigkeiten bzw. rhythmische Elemente wie z.B. Rezitieren oder Klatschen von Sequenzen besser einzubeziehen. Ebenso sind sie mutiger geworden, die Kinder immer wieder im Freispiel am Spielpatz einfach sein zu lassen und sich Zeit für Beobachtungen zu nehmen, um die Vorlieben und Schwächen des Kindes genau kennenzulernen und die Familie so bestmöglich unterstützen zu können.

    Die Lehrer schätzten sehr das vermittelte Wissen, beispielsweise in Bezug auf die 12 Sinne, was bei der genauen Kinderbeobachtung hilfreich erlebt wird. Künstlerische Anregungen vom letzten Training (z.B. das Durchpausen eines Blattes mit Wachsmalkreiden) wenden die Lehrer gerne an und betrachten als eine Möglichkeit, das Kind zu befähigen und in seinem Können zu stärken.

    Die eigene Gedankenkontrolle und das Ausblenden von persönlich belastenden Ereignissen, bevor man den Unterricht beginnt, sind von der Mehrheit der Lehrer praktizierte Techniken, die sie vor einem Jahr kennengelernt haben. Eine positive Einstellung ins Klassenzimmer mitzubringen und seine eigenen Emotionen auszugleichen, wird von Seiten der Lehrer seit der Ausbildung ebenso bewusst umgesetzt bzw. angestrebt.

    Bedarf und Wünsche hinsichtlich weiterer Ausbildung

    Die Lehrer sind sich bewusst, dass sie weitere Fertigkeiten und Techniken lernen möchten, die ihnen im Arbeitsalltag als Lehrer hilfreich sind und die Kinder mit Behinderung fördern, insbesondere im künstlerischen Bereich (z.B. Nass in Nass-Techniken, Handarbeiten). Die Möglichkeiten der Bewegung (z.B. Eurythmie, Spielturnen, Sport) oder Musik wurden nicht näher angesprochen. Die Praxisnähe und unmittelbare Umsetzbarkeit der Lerninhalte sind von großer Relevanz.

    Alle Lehrer hegen den Wunsch, ihr Wissen, das sie im Zuge der anthroposophischen Aus- und Fortbildung erworben haben bzw. erwerben möchten, mit Kollegen am UCC aber genauso mit Lehrerkollegen anderer Schulen zu teilen. Da sie die Vorzüge der Waldorfpädagogik auch beinahe alle auf gesamtgesellschaftlicher Ebene beschrieben haben, sehen sie sich ein Stück weit verantwortlich, diesen pädagogischen Ansatz in Ruanda weiterzuverbreiten.

    Für beinahe alle Lehrer ist eine akkreditierte Fortbildung bedeutsam und besteht der Wunsch, an einer heilpädagogischen Waldorfschule im Ausland hospitieren zu können.

    Als mögliche Ausbildungszeiten nennen alle Befragten die Ferienzeiten. Aktuell wären konkret zwei bis drei Wochen in den langen Ferien zwischen Anfang November 2019 bis 6.Jänner 2020 denkbar bzw. zwei Wochen beginnend mit 7.April 2020. Mit dem Jahr 2020 werden die langen Ferien auf den Zeitraum Juli bis August verlegt und wären somit in diesen Monaten zwei bis drei Wochen an Fortbildung denkbar.

    Aus Sicht des Managements soll sich die Fortbildung an die Teilnehmer der Ausbildung vom Jahr 2018 richten, um auf der gemeinsam geschaffenen Basis aufbauen zu können statt von vorne zu beginnen.

    Da die Räumlichkeiten des UCC in den Ferien größtenteils leer stehen, können diese inklusive der Ausstattung (Tafel, Beamer) genutzt werden.

    Projekt Bugesera als Vorläufer zu Camphill

    Zacharie, einer der Gründer des UCC, und Viateur von der Point Foundation haben im Distrikt Bugesera einen Vorläufer einer Camphill Einrichtung geplant. Der Distrikt Bugesera liegt in der Ostprovinz Ruandas und gilt als eine der ärmsten ländlichen Gebiete Ruandas aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit und fehlender Einkommens- und Verdienstmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung. Land bzw. Immobilien sind hier vergleichsweise günstiger zu erwerben. Aktuell liegt Bugesera etwa 75 Autominuten von der Hauptstadt Kigali entfernt. Bedingt durch den Bau eines internationalen Flughafens in Bugesera und dem Ausbau der Infrastruktur wird Bugesera in naher Zukunft in 45 Fahrminuten von der Hauptstadt aus erreichbar sein.

    Finanziert von der Holtzmann-Familie wurde in Bugesera ein ehemaliges Pub renoviert und zum Mwogo Technical and Vocational Education Training (TVET)-Zentrum umfunktioniert, das am 3.Februar 2019 eröffnet wurde. Das Mwogo-Entwicklungsprogramm arbeitet in Zusammenarbeit mit dem UCC, das die Expertise und Erfahrung im Rahmen der Berufsausbildung einbringt.

    Der ursprüngliche Gedanke, im Bugesera-Zentrum ein ähnliches Programm wie im UCC zu implementieren, ging aufgrund der unterschiedlichen örtlichen Gegebenheiten nicht auf. Viateur und Zacharie haben ihr Vorhaben im Kontext der dem Land Ruanda eigenen Programme der Zusammenarbeit in der Nachbarschaft aufgestellt und dadurch verankert. Das Programm Ubudehe" soll die Beteiligung der Bürger an der Planung und Umsetzung von Projekten zur Armutsbekämpfung auf kommunaler Ebene fördern. Es hat sich als wirksames Instrument zur Förderung der Einbindung der Bevölkerung in die politischen Entscheidungsprozesse und zur Stärkung von Transparenz, Rechenschaftspflicht und Bürgernähe im öffentlichen Dienst erwiesen. Das Programm Ubudehe" fördert so die Entwicklung auf lokaler Ebene in Ruanda, wofür Ruanda im Jahr 2008 mit dem Public Service Award" der Vereinten Nationen ausgezeichnet wurde.

    Im Kontext des Ubudehe"-Programms hat die Nachbarschaft des Mwogo TVET-Zentrums in einem von lokalen Führern unterstützten Prozess gemeinsam die Familien, die aufgrund der größten Bedürftigkeit vorrangig davon profitieren sollten, ausgewählt und als Schwerpunkte für die angebotene Berufsausbildung Schneiderei und Friseur bzw. Kosmetikerin definiert. Die von der Gemeinschaft gewünschten Schwerpunkte der Berufsausbildung für die nächsten Jahre sind die Installations- und Gebäudetechnik, Elektrotechnik sowie die Führerscheinprüfung (theoretische nicht jedoch die praktische Führerscheinprüfung). Die Berufsausbildung gilt als eine der nationalen Prioritäten Ruandas und ist in den größeren Kontext der National Strategy of Transformation" eingebettet.

    Die Finanzierung ist für ein Jahr gesichert. Zurzeit durchlaufen 45 Jugendliche, acht davon mit Behinderungen, die sechsmonatige akkreditierte Berufsausbildung. Das Ziel für die kommenden Monate wäre, umliegendes Land für landwirtschaftliche Zwecke erwerben zu können und mit der ökologischen Landwirtschaft zu beginnen. Die Ernte möchten Zacharie und Viateur in einem Shop in Kigali verkaufen, da biologische Produkte aktuell noch nicht in Rwanda zu erwerben sind, sie jedoch eine Nachfrage und Marktlücke hierfür sehen.

    Ein mittelfristiges Ziel im Rahmen des Camphill-Vorläufer-Projekts in Bugesera ist der Bau von vier bis sechs Wohnhäusern für etwa 20 Personen. Auch hier soll eine traditionelle Form der Zusammenarbeit in der unmittelbaren Nachbarschaft unterstützend genutzt werden: Umuganda", was verpflichtende, öffentliche Gemeinschaftsarbeit bedeutet und jeden letzten Samstag Vormittag im Monat stattfindet. Der soziale Zusammenhalt soll gestärkt werden, indem sich die Gemeinschaft um Verbesserung des unmittelbaren Lebensraums zum Wohlergehen aller bemüht. In diesem Fall sollen Wohnhäuser in der künftigen Camphill-Einrichtung für Menschen mit Behinderungen bzw. Waisenkinder errichtet werden. Nur etwa 10% aller Menschen mit Behinderungen erhalten vom Staat eine Förderung bzw. Dienstleistung, weshalb der Zivilbevölkerung eine besondere Rolle im Bemühen um Menschen mit Behinderungen zukommt.

    Viateur stammt aus dem Distrikt Bugesera, wuchs hier auf und ein Teil seiner Familie lebt noch dort, wodurch Viateurs besondere Nähe und Verbundenheit zu diesem Projekt spürbar ist. Viatuer und Zacharie hegen die Vision, das Mwogo TVET-Zentrum allmählich und stetig wachsend in eine Camphill-Einrichtung weiterzuentwickeln.

     

     

Erfolgreich finanzierte Projekte

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